Archive geraten unter Druck: Sie werden zwischen politischen Fronten zerrieben, in der Prioritätenli...
Tag der Demokratiegeschichte
In Deutschland wurde am 18. März 2026 erstmals der „Tag der Demokratiegeschichte“ begangen. Die Schirmherrschaft lag beim deutschen Bundespräsidenten, der Deutsche Bundestag war beteiligt, es gab ein recht umfassendes Medienecho, an rund 250 Orten wurden Veranstaltungen – über den 18.3. hinaus – durchgeführt, und einen Wikipedia-Artikel gab es auch schon. Treibende Kraft war/ist die (Bundes-)Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte. Über die Aktivitäten des Tages selbst sowie der nachfolgenden berichtet eine eigene Seite: https://tag-der-demokratie-geschichte.de/.
Der Tag der Demokratiegeschichte
Die Stiftung titelt in Fettdruck: „Wir feiern die Geschichte unserer Demokratie!
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Quelle: https://wolfgangschmale.eu/2026/03/19/tag-der-demokratiegeschichte/
Nationalismus als Geschäftsmodell: Vor der Parlamentswahl bestimmt Korruption Ungarns Politik
Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán gilt der internationalen Rechten als Leitstern. Doch bei Tag...
2 Stellen DH/RSE an der BBAW/TELOTA in Berlin
Die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften sucht zwei wissenschaftliche Mitarbeiter:innen im Bereich Digital Humanities und Forschungssoftwareentwicklung für digitale Editionen (Standort Berlin).
- Vollzeit (teilbar), befristet auf 24 Monate
- Vergütung: E13 TV-L
- Bewerbungsfrist: 07.04.2026
Aufgaben & Profil:
Gesucht werden Bewerber:innen mit u.a. abgeschlossenem Hochschulstudium und Erfahrung in Digital Humanities, insbesondere in der Entwicklung von Forschungssoftware und APIs.
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Quelle: https://dhd-blog.org/?p=23512
Rezension: Adam Tooze – Wages of Destruction (Teil 1)
Adam Tooze - Wages of Destruction (Hörbuch) (Ökonomie der Zerstörung)
Im Jahr 2006 wurde der Historiker Adam Tooze einer breiteren Öffentlichkeit mit seinem Magnum Opus "The Wages of Destruction" bekannt. Zum damaligen Zeitpunkt (und auch bis heute nicht) existierte keine Gesamtwirtschaftsgeschichte des Nationalsozialismus, so dass sein Werk mit einem gehörigen Maß an Anspruch daherkam. Zusätzlich beanspruchte es nicht nur, deskriptiv die Wirtschaft des Dritten Reiches darzulegen, sondern auch, einen neuen interpretatorischen Rahmen zu bieten, den Tooze selbst gleich ausfüllte und zahlreiche bis dahin geltende Paradigmen in Frage stellte. Dass ihm dies weitgehend gelang - selbst die sonst so kritische HSozKult findet nur Details zu kritisieren - zeigt den anhaltenden Wert dieses Werkes, das ich selbst schon mehrfach gelesen habe und das bei jeder Lektüre neue Sichtweisen für mich hervorbringt, schon alleine, weil es so viele Informationen, Analysen und Deutungen enthält, die gleichzeitig notwendig kompliziert sind; Wirtschaftsgeschichte erfordert schließlich einen ganz anderen Referenzrahmen, den ich als eher mathe- und damit auch wirtschaftswissenschaftsaverser Mensch nicht mitbringe. Ich möchte auch noch die kleine Vorwarnung mitgeben, dass manche Teile des Buches viel ausführlicher rezipiert werden als andere; das hat mit der Qualität meiner Notizen und den jeweiligen Leseumständen zu tun. Das Buch ist wahnsinnig dicht und komplex und kann grundsätzlich nur unvollständig wiedergegeben werden; es lohnt in jedem Fall die eigene Lektüre. Doch damit genug der Vorrede.
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Quelle: http://geschichts-blog.blogspot.com/2026/03/rezension-adam-tooze-wages-of.html
(Digitales) Spiel als Forschungsobjekt der Soziologie und der Game Studies: Eine Bestandsaufnahme
Dieser Text ist ein Beitrag zum Sammelband „Geisteswissenschaften und Digitale Spiele: Debatten, Da...
GAG547: Orffyreus und das Perpetuum Mobile
1717 kommt es auf Schloss Weißenstein unter dem Landgraf von Hessen-Kassel zu einem besonderen Experiment: Johann Bessler, der als Orffyreus in Erscheinung trat, präsentiert eine ewig laufende Maschine, die in der Lage sein sollte, Mühlen in Gang zu halten, Bergwerke auszupumpen, Förderkörbe zu heben, Sümpfe auszutrocknen und natürlich sollte sie auch die Wasserspiele in den Lustgärten betreiben – ohne weitere Energiezufuhr.
Wir sprechen in der Folge über das Leben von Johann Bessler und warum das Perpetuum Mobile gerade am Vorabend des Dampf-Maschinenzeitalters einen Höhepunkt erreichte.
Vielen Dank an Jan Cronauer (https://www.instagram.com/jancronauer/)) für den Hinweis!
Erwähnte Episoden
- GAG251: Der Schachtürke – https://gadg.fm/251
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Destructive Leadership. Wenn traumatisierte Führungskräfte entscheiden
Führungskräfte nehmen in Organisationen eine zentrale Rolle ein. Sie gestalten nicht nur Strukturen ...
Die Philosophie von Maß und Morphem – Fantastische Daten und wo sie zu finden sind
Ein Reisebericht der DHd 2026
Mit dem Bachelorzeugnis in der einen und der Zulassung zum Digital Humanities-Studium in der anderen Hand fühlte ich mich zu Beginn der DHd doch ein wenig wie Jacob Kowalski, als er das erste Mal mit der Welt der Zauberer und Hexen in Kontakt kam. Alles wirkte auf eigenartige Weise vertraut und doch – ja, wie sollte man es anders beschreiben – magisch.
Aus der englischen Linguistik kommend, trug ich einige Fragen mit in das erste Semester meines Masterstudiums. Eine davon drängte sich besonders in den Vordergrund: Wo stehen die Digital Humanities in einer Welt, in der doch Natur- und Geisteswissenschaften so klar und fein säuberlich getrennt scheinen? Es mag genau dieser Schein sein, der trügt. Gerade in der Sprachwissenschaft ist diese Linie noch mit Leichtigkeit wegzudenken. Doch wie könnte man überhaupt versuchen, das menschliche Verlangen nach Bedeutung von sich und der Welt, welches über Jahrhunderte in Bild und Schrift festgehalten wurde, mit reduktiven Ansätzen zu quantifizieren? Ein Algorithmus könnte doch unmöglich die irrationalen und subtilen Gefühls- und Denkweisen nachvollziehen, die uns Menschen so vertraut sind.
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Quelle: https://dhd-blog.org/?p=23496
#WAT26: Diskussionsforum “Zerrissen zwischen Pflicht und Kür – Auswege aus dem Dilemma eines kleineren Kommunalarchivs”
Vor rund 70 Archivarinnen und Archivaren führte Dr. Alexander Schwerdtfeger-Klaus in das Thema ein, ...