„Die geistliche Weinrebe“ – eine unbeachtete Handschrift in der Klosterbibliothek Georgenberg

Zu den von Dietrich Schmidtke im Verfasserlexikon 19801 aufgezählten sieben Textzeugen des ungedruckten deutschsprachigen Traktats „Die geistliche Weinrebe“, eine Zahl, die auch der Handschriftenzensus nicht vermehren konnte,2 kommt hinzu eine Überlieferung in der Klosterbibliothek der bei Innsbruck gelegenen Benediktinerabtei Georgenberg:

Fiecht-St. Georgenberg, Benediktinerstift, Hs. 130 (Ms. 38), Bl. 37r-115v3

Eine Beschreibung von Donald Yates publizierte die Hill Monastic Manuscript Library 1985 im zweiten Inventarband „Austria“.4 Demnach handelt es sich um eine lateinisch-deutsche geistliche Sammelhandschrift (aufgrund der enthaltenen Gebete als „Gebetbuch“ bezeichnet), die offenbar aus der Zeit um 1500 stammt. Die hohe Anzahl von zwölf Schreiberhänden deutet auf ein klösterliches Skriptorium. Lateinische Orationes sind auf Bl.

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Quelle: https://archivalia.hypotheses.org/65041

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Marmor. Eine Ortsbegehung

Denkt man an antike Inschriften, so denkt man an Marmor. Was macht Marmor als Beschreibstoff so besonders? Benjamin Allgaier, Doktorand der Klassischen Philologie (Gräzistik) am SFB 933, fuhr Anfang April 2017 mit Archäologen, Althistorikern und Mittelalter-Kunsthistorikern nach Istanbul und auf die Insel Marmara im gleichnamigen Meer. Im Interview berichtet er über den Praxis-Workshop, der vor antiken Monumenten aus Marmor und im Steinbruch stattfand.

 

Nele Schneidereit: Lieber Benny, wie sah das Konzept Eurer Reise aus und welche Stationen hatte sie?

Benjamin Allgaier: Wir waren zuerst in Istanbul, dann zwei Tage auf der Marmara-Insel und in Kyzikos. Auf der Insel wird seit sehr langer Zeit und auch heute noch Marmor abgebaut. Das war ein ziemliches Kontrastprogramm – die Großstadt mit ihren vielen Monumenten und dann diese kleine Insel, auf der auch nur wenige Menschen waren.

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Quelle: https://sfb933.hypotheses.org/195

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Passive Revolution und das „Türkische Modell“

Cihan Tugal: Das Scheitern des Türkischen Modells. München: Kunstmann 2017

Cihan Tugal will die Ursachen der aktuellen Krise der Türkei erklären. Jenseits von „Erdogans Wesen ist böse“-Schemata liegt für den Professor aus Berkeley die Erklärung in der Krise des neoliberal-islamischen Demokratie-Modells, das er „Türkisches Modell“ nennt (S. 31).

Das hört sich lesenswert an. Doch warum muss ein solch interessantes Buch so schlecht aus dem Englischen (!) übersetzt sein? Der Lesefluss wird durch holprige Satzkonstruktionen und Wortzusammensetzungen immer wieder unterbrochen (z.

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Quelle: https://medienblog.hypotheses.org/245

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DH Vollzeitstelle: Wissenschaftliche/n Referentin/en für die Heidelberger Akademie der Wissenschaften (HAW)

An der Heidelberger Akademie der Wissenschaften (HAW) ist eine Vollzeitstelle (E13) für eine/n Referentin/en im Bereich DH ausgeschrieben, die nach zwei Jahren entfristet werden kann. Details sind hier:

http://www.haw.uni-heidelberg.de/md/haw/aktuelles/03-2017_hadw_wissenschaftsreferent_2017-05-12.pdf

zu finden.

 



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Quelle: http://dhd-blog.org/?p=8006

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Workshop GIS und Historical Network Research, Göttingen, 18.5.17, 14:00 bis 18:00 h GCDH, Papendiek 16, Heyne-Haus.

Besser spät als nie poste ich hier das Programm unseres gestrigen Workshops über GIS und Historical Network Research. Allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern (wir waren etwa 15 Personen) sei für die anregenden Projektvorstellungen und Diskussionen nochmals gedankt. Ich würde mich freuen, wenn diese Themen auch weiterhin in Göttingen diskutiert und aktiv weiterentwickelt werden. Gelegenheit dazu gibt es bald in einem Blockkurs der Göttinger Uni im Juni extra für GeisteswissenschaftlerInnen, der von Niels Petersen und Marcel Flörl ausgerichtet wird. Informationen und Möglichkeiten zur Anmeldung hierzu gibt es auf dieser Seite.

Programm Workshop GIS und HNR in Göttingen, GCDH, 18.5.17:

14:00 – 14:15:  Jörg Wettlaufer (ADWG/GCDH)



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Quelle: http://digihum.de/2017/05/workshop-gis-und-historical-network-research-goettingen-18-5-17-1400-bis-1800-h-gcdh-papendiek-16-heyne-haus/

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„Wie es wirklich war.“ – Wider die Authentizitätsdebatte im digitalen Spiel

Wer sich sowohl für Geschichte als auch für digitale Spiele interessiert, fragt beim Spielen historischer Szenarien notgedrungen irgendwann danach, wie authentisch diese im Spiel eigentlich umgesetzt wurden: War das damals wirklich so – während der Kreuzzüge, im Zweiten Weltkrieg, im alten Rom? Die Antwort fällt nicht weiter schwer: Nein. Nein, es war damals nicht so, sondern anders.

Im folgenden möchte ich argumentieren, warum es grundsätzlich falsch ist, die Frage nach der Authentizität historischer Spiele zu stellen, denn sie fußt auf einem fehlgeleiteten Verständnis von Geschichte und Geschichtsforschung. Sie versteht die Vergangenheit als eine feste, unveränderliche Größe, mit welcher sich moderne, ludische Interpretationen vergleichen lassen.  Auch wir HistorikerInnen sind nicht davor gefeit, in diese Falle zu tappen. Es ist ja auch zu verlockend, seufzend – zugleich aber kaum ein Lächeln verhehlend – aus einer erhabenen Position als WissenschaftlerIn heraus auf augenscheinliche Anachronismen und Fehler hinzuweisen. Die SS-Ritter mit Schwert und kugelabweisender Rüstung in Medal of Honour: Underground ? Eher nicht.

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Quelle: https://gespielt.hypotheses.org/1334

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Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr – Erfahrungen eines Westafrikaners mit der Freiwilligen Feuerwehr Mistelbach

Dieser Beitrag unterstützt die These, dass zwischenmenschliche Beziehungen auf Reziprozität basieren. Kulturen sind dynamische konstruktive Prozesse, die von unterschiedlichen Menschen betrieben werden. Unser Alltag besteht stets aus permanenten Begegnungen, die uns nicht bedrohen, sondern uns bereichern. Doch diese alltägliche Selbstverständlichkeit erweist sich oft als so trivial, dass sie nicht mehr wahrgenommen wird. Das heißt: „Man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht“. Dieser Beitrag will zeigen, wie sich die Lebenserfahrungen eines werdenden Ethnologen mit der Freiwilligen Feuerwehr Mistelbach als Bereicherung beschreiben lassen. Das Wohnen und die Interaktion mit Mistelbachern hat mir den Horizont erweitert. Auf allen Seiten konnte ich über meinen westafrikanischen Tellerrand hinausschauen. Darin besteht offenbar die Bereicherung und die Reziprozität! Auch die Mistelbacher können über ihren Tellerrand hinausblicken und etwas lernen.

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Quelle: http://openblog.hypotheses.org/184

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LuttaDada 5

Man mag es für möglich halten oder nicht, aber selbst ein LuttaDada muss Leib und Magen zusammenhalten. Ganz recht, das LuttaDada schmaust und speist und mampft – und zwar recht gerne, wie man anhand der leiblichen Fülle erkennen kann, die auf so vielen hundert Bildern aus der Werkstatt des CranachDada dokumentiert ist. Aber inzwischen fällt es dem LuttaDada nicht mehr leicht, zu entscheiden, was es essen soll. Es gibt nicht nur so viel, es gibt auch so viel Falsches, und zwar Falsches, das als solches nur schwer zu erkennen ist. Zum Beispiel Teigwaren. Welch köstliches Exempel menschlicher Ingeniösität! Und was kann man damit alles falsch machen.

Thomas Pforte von der Wittenberger Werbeagentur S. Pforte hatte beispielsweise die großartige Idee, das Antlitz des LuttaDada in Hartweizenteigwarenform zu bannen, um Menschen die Möglichkeit zu eröffnen, dieses Produkt unter Zuhilfenahme kochenden Wassers der Bissfestigkeit zuzuführen und anschließend zu verspeisen.

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Quelle: https://meinjahrmitluther.wordpress.com/2017/05/18/luttadada-5/

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Simon of Apulia. Randbemerkungen zu der Edition der Dekretsumme des Simon von Bisignano

Simon of Apulia.

Randbemerkungen zu der Edition der Dekretsumme des Simon von Bisignano

 

Zur Erinnerung an Josef Juncker (1889-1938)

 

Summary

The present paper is basically a review of the critical edition, published recently by Pier Silvio Aimone, of the Summa of Simon de Bisignano, an important commentary on the Decretum of Gratian, elaborated in the years 1177-1179. After discussing the manuscript tradition of the Summa (1), some technical aspects of the edition (2), structure, style and sources of the commentary (3), a few matters of content (4) and the actual state of research regarding the origin of the Summa (5), it will be argued that Simon, born in a small village of Southern Italy, should be identified with Simon of Apulia, a prelate well known in England, dean of York and later bishop of Exeter (died 1223) (6). The last section (7) outlines some perspectives for future research in the light of the surprising „second life“ of Simon: a new evaluation of his biography (a), a reassessment of his influence on anglonorman canon law (b), efforts to determine more precisely the origins of the manuscripts (c) and further investigation concerning Simon‘s scattered glosses and their relationship with the Summa (d). At the end one appendix (A) investigates Simons use of the term summa, another (B) offers a selection of literature dealing with various aspects of his teaching. Throughout, the author suggests to pay more attention to the codicological and paleographical aspects of canon law manucripts in order to establish their origin and use.

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Quelle: http://mittelalter.hypotheses.org/10240

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Simon of Apulia. Randbemerkungen zu der Edition der Dekretsumme des Simon von Bisignano

Simon of Apulia.

Randbemerkungen zu der Edition der Dekretsumme des Simon von Bisignano

 

Zur Erinnerung an Josef Juncker (1889-1938)

 

Summary

The present paper is basically a review of the critical edition, published recently by Pier Silvio Aimone, of the Summa of Simon de Bisignano, an important commentary on the Decretum of Gratian, elaborated in the years 1177-1179. After discussing the manuscript tradition of the Summa (1), some technical aspects of the edition (2), structure, style and sources of the commentary (3), a few matters of content (4) and the actual state of research regarding the origin of the Summa (5), it will be argued that Simon, born in a small village of Southern Italy, should be identified with Simon of Apulia, a prelate well known in England, dean of York and later bishop of Exeter (died 1223) (6). The last section (7) outlines some perspectives for future research in the light of the surprising „second life“ of Simon: a new evaluation of his biography (a), a reassessment of his influence on anglonorman canon law (b), efforts to determine more precisely the origins of the manuscripts (c) and further investigation concerning Simon‘s scattered glosses and their relationship with the Summa (d). At the end one appendix (A) investigates Simons use of the term summa, another (B) offers a selection of literature dealing with various aspects of his teaching. Throughout, the author suggests to pay more attention to the codicological and paleographical aspects of canon law manucripts in order to establish their origin and use.

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Quelle: http://mittelalter.hypotheses.org/10240

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