Eröffnung durch Geert Lovink: Kulturpolitik der sozialen Medien – von der Kritik zu Alternativen
Die Tagung “Im Netz der sozialen Medien: neue Kommunikations- und Publikationswege in den Geisteswissenschaften” wird heute, am 27. Juni 2011 um 18h00 mit einem Vortrag von Geert Lovink, dem Direktor des Institut of Network Cultures à Amsterdam eröffnet. Geert Lovink spricht über “Kulturpolitik der sozialen Medien – von der Kritik zu Alternativen ” .
Präsentation des Vortrags
Anstatt die Verletzung der Privatsphäre im Netz oder derzeitige Firmenmonopole zu beklagen, sollte die Netcommunity stärker die sogenannten sozialen Medien in den Mittelpunkt der Diskussion rücken und diese erforschen, kritisieren, benutzen und wenn nötig auch wieder verlassen. Die Softwarealternativen für Facebook und Twitter sind in Vorbereitung. Dabei geht es nicht bloß um Konkurrenz. Was ansteht, ist eine neue Generation sozialer Medien, die nicht länger zentral gesteuert, sondern dezentral von den Akteuren selbst installiert und bestimmt werden können.
Geert Lovink
Geert Lovink, d’origine australo-néerlandais, est théoricien et critque de média. Il est directeur fondateur de l’Institut of Network Cultures à Amsterdam (2004). Titulaire d’un PhD de l’université de Melbourne, il a travaillé en 2003 au Centre for Critical and Cultural Studies, université de Queensland. En 2004, il a obtenu une assignation de Research Professor au Hogeschool van Amsterdam et Associate Professor à l’université d’Amsterdam. En 2005/06, il a tenu le grade de fellow au Wissenschaftskolleg à Berlin.
Veröffentlichungen u.a.
Zero Comments. Blogging and Critical Internet Culture, London and New York: Routledge, 2007.
Dawn of the Organized Networks (avec N. Rossiter) , in: Fibreculture Journal 5 2005.
Dark Fiber, Cambridge Mass.: MIT Press, 2002.
Uncanny Networks, Cambridge Mass.: MIT Press, 2002.
Liens / Links
Geert’s weblog: www.networkcultures.org/geert
Geert Lovink sur Wikipedia.de: http://de.wikipedia.org/wiki/Geert_Lovink
Institute of Network Cultures http://networkcultures.org/wpmu/portal/
Complements
Programme du colloque “Dans la toile des médias sociaux”
Posté dans : DH3
Quelle: http://dhdhi.hypotheses.org/33
Das Ego-Museum
Social Network Sites – ein Trend für die Wissenschaft? von Michael Nentwich und René König
Spätestens seitdem Facebook die Schwelle von 500 Millionen Mitgliedern erreicht hat und diesem Phänomen ein Hollywood-Blockbuster gewidmet wurde, sind Social Network Sites (SNS) zu einem viel diskutierten Phänomen geworden. Die mannigfaltigen und einfachen Möglichkeiten der Vernetzung und Kommunikation schüren gleichsam Hoffnungen wie Ängste: Unternehmen feiern die neuen Vermarktungschancen und BürgerrechtlerInnen das demokratisierende Potenzial; DatenschutzrechtlerInnen weisen auf Privatsphärenkonflikte hin und PädagogInnen und KulturkritkerInnen warnen vor diversen unerwünschten Nebenfolgen. Demgegenüber ist das Potenzial von SNS für den Wissenschaftsbetrieb bislang noch wenig debattiert worden. Dieser Beitrag widmet sich dieser Lücke und skizziert mögliche akademische Einsatzgebiete und die damit verbundenen Chancen und Probleme. Dabei wird sowohl auf allgemeine SNS wie Facebook eingegangen, als auch auf wissenschaftsspezifische SNS, die sich in den letzten Jahren ebenfalls zunehmend verbreiten.
Michael Nentwich
Michael Nentwich, Institut für Technikfolgen-Abschätzung, Österreichische Akademie der Wissenschaften, Wien http://eiop.or.at/mn
René König
René König, Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS), Karlsruher Institut für Technologie (KIT) http://renekoenig.eu
Links
Wissenschaft und Social Network Sites http://epub.oeaw.ac.at/ita/ita-projektberichte/d2-2a52-5.pdf
Intervention dans le cadre du colloque “Dans la toile des médias sociaux / Im Netz der sozialen Medien”, 27-28 juin 2011 : inscription et programme
Quelle: http://dhdhi.hypotheses.org/102
Und was, wenn das Imperium zurück schlägt?
Google goes Facebook?
Facebook, McDonalds, digitale Dschihadisten und ein Vergleich der arabischen Revolutionen mit dem Umbruchjahr 1989
MONTAGSRADIO, Ausgabe 2/2011. Gast: Asiem El Difraoui, Stiftung Wissenschaft und Politik.
Auf den ersten Blick ist es irritierend. Was haben Facebook und McDonalds mit den arabischen Revolutionen und dem Umbruchjahr 1989 zu tun? Eine ganze Menge! Was, das verraten wir in der aktuellen MONTAGSRADIO-Ausgabe. Wir diskutieren mit dem Politikwissenschaftler Asiem El Difraoui, Wissenschaftler mit dem Schwerpunkt Dschihad und neue Medien bei der Stiftung Wissenschaft und Politik. Er arbeitet an dem von der Gerda Henkel-Stiftung gefördertem Projekt “Jihadismus auf dem Internet”.
In dem Talk geht es unter anderem um Parallelen und Gegensätze zwischen der aktuellen Revolutionen in Ägypten, Tunesien, Libyen und anderen arabischen Ländern und der Situation in Mittel- und Osteuropa in den späten 1980er Jahren, insbesondere im Jahr 89.
Welche Rolle spielten damals die Massenmedien und welche Rolle spielt das Netz heute? Brauchen moderne Revolutionen keine charismatischen Leitfiguren mehr? Wie unterscheiden sich arabische Regime von kommunistischen Diktaturen? Welche Rolle spielte die Jugend 1989 und welche Rolle spielt sie heute?
Hier noch die Timeline des gut einstündigen Gesprächs:
2:00 Neue Medien
3:00 Vergleich 1989-2011
4:45 Vergleich Ägypten, Tunesien, Libyen
6:50 Geschichte Libyens
10:00 die Jugend in Tunesien, Ägypten und Libyen
11:00 eine hoch organisierte Emanzipationsbewegung
13:00 Auslöser von Revolutionen?
16:00 Bedeutung Ägyptens
17:00 Was ist die arabische Welt?
24:00 Islamismus, Dschihadismus
28:00 Feindbild „Islamismus“
32:00 Die Bedeutung des Internet
35:00 Folge der Weltwirtschaftskrise?
38:00 Die Rolle des Westens
41:00 Gefahr der „entführten Revolution“, Restauration, Übergang
47:00 Ägypten und Israel
48:40 persönliche Anteilnahme
50:20 1989 und heute – brauchen moderne Revolutionen keine Leitfiguren mehr?
53:20 Wikileaks’ Veröffentlichungen – Bedeutung für die Zeitgeschichte?
55:30 McDonalds als Faktor in der Politik
58:40 gestohlene Revolutionen – Rumänien und der drohende panarabische Bürgerkrieg
1:00:00 Europas Chancen
1:03:00 MONTAGSRADIO-Fragebogen





