Rückblick auf den 2. Workshop des Netzwerks Kritische Geschichte

Ralf Hoffrogge hat einen Tagungsbericht zu unserem Workshop im Januar veröffentlicht. Am besten, ihr lest ihn direkt dort. Ein weiterer Workshop ist geplant. Dann soll es im Schwerpunkt um Gedächtnispolitik gehen.


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Quelle: https://kritischegeschichte.wordpress.com/2012/03/17/ruckblick-auf-den-2-workshop-des-netzwerks-kritische-geschichte/

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Tagungsbericht: Guerres futures, guerres imaginées: vers une histoire culturelle de l’avant-1914

Am 9. und 10. November 2011 fand im Historial de la Grande Guerre in Péronne und am Deutschen Historischen Institut Paris eine große internationale Tagung, Guerres futures, guerres imaginées: Vers une histoire culturelle de l’avant-1914, statt.   Das Kolloquium hatte sich zum Ziel gesetzt, einen kulturgeschichtlichen Ansatz auf die Vorkriegszeit des Ersten Weltkrieges anzuwenden. Ein Blickwinkel, der in der Vergangenheit eher für die Kriegs- und Nachkriegszeit gewählt wurde, also für Kriegserfahrungen oder Kriegserinnerungen. Verkürzt gesagt ging es um die „unspoken assumptions“ (James Joll) von Entscheidungseliten und anderen relevanten soziokulturellen Bevölkerungsgruppen in den Vorkriegsjahren. So wurden im Verlauf der Tagung die Kriegsbilder, und -vorstellungen unterschiedlicher militärischer oder politischer Akteure, Zivilbevölkerung bzw. der Presse diskutiert. Es sollte die Art und Weise analysiert werden, wie der Erste Weltkrieg in der Zeit unmittelbar vor seinem Ausbruch imaginiert wurde. Es ging mit anderen Worten darum, einen Beitrag zu einer „histoire du futur dans le passé“ (John Horne) zu leisten. Anbei der Link zum von HSozKult veröffentlichten Tagungsbericht: http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/tagungsberichte/id=4049&count=3871&recno=2&sort=datum&order=down

Quelle: http://grandeguerre.hypotheses.org/219

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Tagungsbericht Workshop „Kritische Geschichte“

Eingang Mehringhof Berlin 2008

Vom 19. bis 20. Februar 2011 kamen im Berlin die Teilnehmer(inn)en des ersten Workshops „Kritische Geschichte“ im Berliner Mehringhof zusammen. Angereist waren etwa 40 Interessierte aus Deutschland und Österreich, die ein gemeinsames Interesse an Geschichte und Gesellschaftskritik mitbrachten. Eingeladen hatten das Netzwerk Kritische Geschichte sowie der Berliner Bildungsverein reflect!.

Zwei Tage lang debattierten die Teilnehmenden exemplarische Themen, Perspektiven und Möglichkeiten kritischer Gesellschaftsforschung im Rahmen geschichtswissenschaftlicher Arbeit (siehe Programm am Ende des Beitrags). Ziel des Workshops war weniger das Festhalten von Antworten und Definitionen denn das Aufwerfen von Fragen, das Anregen von Diskussionen und die Vernetzung der Teilnehmer(inn)en. Denn, so das Fazit bereits in der Vorbereitungsphase: gesellschaftskritische Themen werden in der heutigen Universitäts- und Bildungslandschaft immer mehr ausgeblendet – in der Geschichtswissenschaft oftmals noch stärker als etwa in sozialwissenschaftlichen Fächern. Aus diesem Grunde, aber auch um Barrieren zwischen akademischen und außerakademischen Geschichtsprojekten abzubauen, sollte der Workshop „Kritische Geschichte“ ein neues Forum für Begegnungen und Diskussionen bieten.

Themen

Die Beiträge und Diskussionen des Workshops wurden in drei inhaltliche Panels gebündelt, was Raum und Zeit für  eingehende, teils detaillierte Themen- und Methodenbesprechungen bot. Als Abschluss eines jeden Workshoptages fanden dann Diskussionsrunden zur weiteren Vernetzung und Veranstaltungsplanung statt.

Inhaltlich wurden die einzelnen Beiträge diskutiert in den drei Sektionen „Quellenprobleme“,  „Verschränkung von Herrschaftsverhältnissen“ sowie „Wissenschaft und Öffentlichkeit“. Innerhalb der Diskussionen stellten sich zumeist Fragen nach inhaltlichen und methodischen Möglichkeiten sowie zu Grenzziehungen kritischer Forschung und Gesellschaftsanalyse. Darüber hinaus stand die Frage nach der Umgrenzung der verwendeten Begriffe (wie etwa „Kritik“, „Herrschaft“, „Emanzipation“ usw.) zur Debatte, da die Workshopteilnehmer(inn)en aus verschiedenen Disziplinen und Theorierichtungen kamen. Neben der Interdisziplinarität und Methodenoffenheit bot der Workshop auch die Möglichkeit zum übergreifenden Austausch zwischen Studierenden, Promovierenden, Habilitierten und einfach nur Interessierten. Gerade dies wurde von den Teilnehmenden sehr geschätzt und soll bei geplanten Folgeveranstaltungen beibehalten werden.

Da der Workshop explizit nicht als repräsentative Tagung, sondern vielmehr als erste Vernetzungsmöglichkeit konzipiert war, konnten die exemplarisch vorgestellten Themen in lockerer Atmosphäre als „Work- in- Progress“ besprochen werden. Die diskutierten Themen reichten von der Frage nach „Class, Race und Gender in der Antike“ über die kemalistische Hutreform der 1920er bis hin zu Forschungs- und Ausstellungsprojekten zur Geschichte des Nationalsozialismus in Niedersachsen (zum weiteren Programm siehe unten). Alle Themen und Vortragenden teilten jedoch das gemeinsame Interesse an historischer Forschung als gesellschaftskritische Intervention, wobei Gesellschaftskritik überwiegend im Sinne einer umfassenden Herrschaftskritik diskutiert wurde. An Stelle der bei wissenschaftlichen Tagungen sonst verbreiteten Relevanz vermeintlicher Expertise-Ebenen rückte durch die offene Gesprächsatmosphäre das Vorhaben eines in der Runde zu entwickelnden Diskussions- und Vernetzungsansatzes in den Fokus des Workshops.

Wie geht es weiter?

In naher und mittelfristiger Zukunft sind weitere Vernetzungstreffen sowie inhaltliche Workshops und Tagungen zu Thematiken und Methoden geplant, die sich im Verbindungsfeld von Gesellschaftskritik und historischer Forschung  bewegen.

Ein kleiner Arbeitskreis in Berlin wird für Anfang 2012 einen Folgeworkshop vorbereiten. Da sich der erste Workshop im Februar aus etwa 40 überregional angereisten Teilnehmer(innen) zusammensetzte, wurde während der Abschlussdiskussion auch die Bildung von lokalen Arbeitskreisen angeregt. Mögliches Ziel ist, weitere Veranstaltungen zu kritischer Geschichtsarbeit in je wechselnden Orten und Regionen stattfinden zu lassen.  Die gemeinsame Koordination erfolgt weiterhin über die offene Mailingliste „Kritische Geschichte“. Einladungen und Vorbereitungsprozesse für zukünftige Veranstaltungen finden hier statt, alle interessierten sind herzlich eingeladen, sich einfach einzutragen.

Mailingliste und reflect!-website:


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Quelle: http://kritischegeschichte.wordpress.com/2011/10/01/tagungsbericht-workshop-%E2%80%9Ekritische-geschichte%E2%80%9C/

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Tagungsbericht: Virtuelle Forschungsplattformen

Der Bericht zur Tagung “Virtuelle Forschungsplattformen in den Geisteswissenschaften – Anforderungen, Probleme, Lösungsansätze” (21./22.10.2009) hat Gisela Minn (Universität Trier) vor kurzem bei H-Soz-u-Kult eingestellt. Nach einem Überblick über die verschiedenen Vorträge, fass Minn das gemischte Ergebnis der Tagung zusammen: “Mit einigem Recht kann man feststellen, dass die Basisinfrastruktur für die computergestützte Forschungsarbeit in wesentlichen Teilbereichen [...]

Quelle: http://digiversity.net/2010/tagungsbericht-virtuelle-forschungsplattformen/

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