Die Deutungsmacht der Erinnerungspolitik – Pierre Havaux´ „Flandre, Wallonie, Fédéral. 14-18: les non-dits du centenaire”

450px-Kaaskerke_-_IJzertoren_2Ein ereignisreiches Jahr steht uns 2014 in Europa bevor. Neben den Wahlen des europäischen Parlamentes, welche in Zeiten der “Krise“ mit einer latent verbreiteten Europaverdrossenheit und einigen Renationalisierungsbewegungen in den verschiedenen europäischen Staaten für besondere Spannung sorgen wird, der in Brasilien stattfindenden Fußballweltmeisterschaft, welche die Aufmerksamkeit eines Großteils der europäischen Bevölkerung auf sich ziehen wird, jährt sich im kommenden Jahr auch das einhundertjährige Jubiläum des Beginns des Ersten Weltkrieges, in dessen Rahmen es zu vielen verschiedenen Erinnerungsveranstaltungen kommen wird.  Dass diese Veranstaltungen immer auch die Möglichkeit eröffnen, die Darstellungen der vergangenen Geschehnisse für die eigenen, zeitgenössischen politischen Interessen zu instrumentalisieren, ist nichts Neues und uns auch bereits oftmals in der Vergangenheit begegnet. Dass diese Praxis jedoch auch in unseren heutigen, demokratischen Gesellschaften vermehrt angewendet wird, scheint zu überraschen. Und die Offensichtlichkeit, die dabei von einigen Organisatoren an den Tag gelegt wird, löst einiges Unbehagen aus. Pierre Havaux beschäftigt sich in seinem Artikel „Flandre, Wallonie, Fédéral. 14-18: Das Unausgesprochene der Hundertjahrfeier“, der am 1. November in der Zeitschrift Le Vif erschienen ist, mit der Erinnerungspolitik, die von der flämischen Regionalregierung im Zuge der Gedenkveranstaltungen zum Ersten Weltkrieg im kommenden Jahr geplant ist. Sein Hauptaugenmerk liegt dabei auf den seiner Meinung nach offensichtlichen Manipulationsversuchen der flämischen Verantwortlichen, die Darstellungen der vergangenen Geschehnisse einzig in einem flämisch-nationalen Kontext zu integrieren und für ihre eigenen politischen Intentionen zu nutzen. Er kritisiert, dass in Flandern zum einen versuche, die Gedenkfeiern zu regionalisieren und einzig die Geschehnisse zu thematisieren, die sich im flämischen Sprachraum ereigneten. Es macht den Anschein, als würde versucht, den «belgischen Rahmen» des Projektes auszublenden, um somit das Ansehen Flanderns zu steigern und einen Vorteil aus einem erhofften “Kriegstourismus“ zu erzielen. Havaux verweist auf Jean Lefevre, einem Archivhistoriker des Instituts Emile Vandervelde, der diesen Eindruck seines Erachtens erhärtet: „Die Dokumente der flämischen Regierung und ihre verschiedenen Bestandteile betonen niemals die Wichtigkeit des Konfliktes um den Grad des flämischen Nationalismus. Das Ziel des flämischen Regierungschefs  ist es, das Ansehen Flanderns bei den Fremden zu steigern“. Begonnen mit dieser Erinnerungspolitik hat laut Havaux Geert Bourgeois während seiner Amtszeit als flämischen Minister für Tourismus. Die Neu-Flämische Allianz Westhoek scheint diese übernommen zu haben und verfolge das gleiche Ziel, das Ansehen Flanderns zu befördern, deren Unabhängigkeit und Eigenständigkeit gegenüber Belgien zu betonen, in dem die Verantwortlichen Belgien in den Darstellungen einfach nicht thematisieren. Dabei würde auch nicht vor einer einseitigen, unkritischen Geschichtsrekonstruktion zurückgeschreckt. Denn die flämischen Verantwortlichen verzichteten nach Havaux im Zuge der Organisation und Ausarbeitung der Erinnerungsveranstaltungen auf die Beteiligung von HistorikerInnen. Antoon Vrints, Historiker an der Universität Gent, vermutet: „Vielleicht steckt dahinter die Befürchtung, dass durch ihr Einbeziehen brenzlige Fragen hinsichtlich der Kriegsvergangenheit wie beispielsweise die Flamenpolitik und die Frontbewegung zu Kontroversen führen könnten“. Die Hauptintention liegt nach Bruno De Wever eindeutig darin, das Jubiläum im Zeichen «des Pazifismus und nicht (…) der Kollaboration» zu inszenieren. Er führt weiter aus: „Die flämischen Prioritäten liegen ganz woanders. Im Business, den man aus dem Großen Krieg ziehen kann. Dafür gibt es einen breiten Markt (…). Die flämische Regierung hat an alles gedacht, um aus den Schlachtfeldern der Yser „the place to be“ zu machen“. Und damit dieser flämischen Inszenierung nichts im Wege steht, die Gedenkfeier der Werbung zu Gunsten des Projekts einer flämischen Nationen dient und andere, kritischere Darstellungen keinen Raum innerhalb der Feierlichkeiten erlangen, wurde laut Havaux die historische Zunft komplett ausgeschlossen. Somit sei auch gesichert, dass das Gedenken einzig im flämischen Rahmen vollzogen und alles “Belgische“ nicht thematisiert würde. Sophie de Schaepdrijver, die Havaux in seinem Artikel auch zu Wort kommen lässt, hat damit ebenso Erfahrung. „14-18 war für die meisten Belgier ein belgischer Krieg, ein Krieg, der nicht an der Sprachgrenze endete“, betont eine der größten Experten des Ersten Weltkrieges in Belgien. Aber in der offiziellen Broschüre 100 Jahre Erster Weltkrieg in Flandern, welche eine Bestandsaufnahme der wesentlichen Aktivitäten der Gedenkveranstaltung beinhaltet, wird, wie Havaux darlegt, nur ein einziges Mal der Name Belgiens erwähnt, bei der Adresse des Sekretariats. Am Ende seines Artikel lässt er noch einmal Bruno De Wever zu Wort kommen, der zusammenfassend ausführt: „Diese Art von Jubiläen dient immer Zielen, die eher etwas über die Gegenwart als über die Vergangenheit aussagen“.

Die Notwendigkeit, dass dieses dem Rezipienten immer im Bewusstsein bleiben sollte bzw. muss, verdeutlicht Pierre Havaux´ Artikel. Auch wenn bei den Konsumenten historischer Erinnerungsveranstaltungen kein bzw. wenig Fachwissen vorhanden ist, ist es umso wichtiger, eine kritische Reflexion des Dargestellten vorzunehmen und immer versuchen, sich die Intentionen der Ersteller bzw. Verfasser zu vergegenwärtigen.

 

Pierre Havaux – Flandre, Wallonie, Fédéral. 14-18: les non-dits du centenaire

weitere Artikel über die Gedenkfeiern in Belgien:

Flanderns Programm des “Centenaire” des Ersten Weltkrieges

Quelle: http://grandeguerre.hypotheses.org/1271

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Tagung „Encountering the Other in Wartime“, Paris 26. – 27. September

heading_titleDie Tagung „Encountering the Other in Wartime“ ist das siebte Kolloquium der International Society of First World War Studies; sie wird am 26. und 27. September im Musée de l’Histoire de l’Immigration und im Deutschen Historischen Instituts Paris stattfinden.

Die vom Organisationsbeirat ausgewählte Thematik des „Alterität“ erlaubt, auf die internationale Dimension des Ersten Weltkrieges durch eine innovative Perspektive, die den ersten Weltkrieg als einen interkulturellen Moment versteht, einzugehen. Ziel der Tagung ist die Verbesserung der Kenntnisse über die Erfahrung der Gesellschaften im Krieg in ihrer multinationalen und multikulturellen Dimension (Mobilisierung der Imperien, kultureller Austausch auf der zwischenstaatlichen, übernationalen und nationalen Ebene). Auf diese Art und Weise integriert sich die Tagung in die weltweit organisierten Veranstaltungen, die aus Anlass des Hundertjahrestages des ersten Weltkrieges stattfinden werden. Sie wurde von der französischen Mission du Centenaire als offizielle Veranstaltung erkannt.

Das Programm finden Sie hier: Programm-2627Sept.

Die Einschreibung ist erforderlich und folgt unter diesen Link.

 

 

Quelle: http://grandeguerre.hypotheses.org/1160

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Wenn wir im Jahr 1913 leben würden…

sinousvivionsUnter dem Titel „Si nous vivions en 1913“ sendet der französische Nachrichtensender France Inter seit dem 15. Juli ein tägliches Radiofeature morgens kurz vor 8h00. Der bekannte französische Historiker Antoine Prost, Präsident der „Mission du centenaire de la première guerre mondiale“, die Gedenkveranstaltungen rund um den 100. Jahrestag des Ersten Weltkrieg vorbereitet, schreibt und liest dafür die Texte.

In den knapp 3 ½ minütigen Sendungen widmet er sich dem Alltagsleben der Französinnen und Franzosen in der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg: Arbeit, Essen, Hygiene, Kino und Kindheit, aber auch Militärdienst und Kolonien werden thematisiert. Der Zugang auf die Vorkriegszeit über gegenwärtige Situationen und Fragestellungen funktioniert, die Beiträge sind kurzweilig und interessant. Die Machart der Sendungen, vor allem Stimme und Art des Erzählens, bei denen die Hörer mit einem “chers auditeurs” angeredet werden, scheinen selbst aus einer anderen Zeit zu stammen. Das verleiht der Chronik einen Retro-Charme, was durchaus positiv gemeint ist.

Die bisher erschienen 27  Sendungen stehen zum Nachhören auf der Website von France Inter bereit. Sie sind darüber hinaus eine gute Gelegenheit, die Französischkenntnisse aufzupolieren. Vor allem Französischlehrer könnten auf ihre Kosten kommen und mit ihren Schülern den Konjunktiv üben… hier eine kleine Auswahl der Sendungen:

Si nous vivions en 1913…

Nous n’écouterions pas la radio

Nous aurions déjà enterré beaucoup de proches

Nous travaillerions beaucoup

Nous nous retrouverions au café

Nous serions peut-être une travailleuse

Nous ne serions pas en vacances

Nous sentirions mauvais

Quelle: http://grandeguerre.hypotheses.org/1144

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Christian Westerhoff ist neuer Leiter der Bibliothek für Zeitgeschichte

004-Ausschnitt3Dr. Christian Westerhoff ist seit dem 1. März 2013 neuer Leiter der Bibliothek für Zeitgeschichte. Die Bibliothek für Zeitgeschichte ist eine der größten Spezialbibliotheken in Europa und eine international angesehene historische Forschungseinrichtung. Als integraler Bestandteil der WBL (Württembergischen Landesbibliothek) verfügt sie über Sondersammlungen zu den Themen „Zeit der Weltkriege“, „Marine“ sowie „Neue Soziale Bewegungen“.

Westerhoff promovierte zum Thema „Zwangsarbeit im Ersten Weltkrieg. Deutsche Arbeitskräftepolitik im besetzten Polen und Litauen 1914-1918“, weshalb es sein besonderes Bestreben ist,  dass Regionen wie Ost- und Südosteuropa verstärkt in die Forschung zum Ersten Weltkrieg miteinbezogen werden.

Als ehemaliger  Koordinator des DFG-Projekts „1914-1918-online. International Encyclopedia of the First World War“  an der FU Berlin, stehen nun die Digitalisierung der Bibliotheks- und Archivbestände  des BfZ im Vordergrund. Dies beinhaltet die Erweiterung der Onlinepräsenz  der Bestände, um den  Anforderungen der Wissenschaft im 21. Jahrhundert zu entsprechen und dem Aufkommen der Digital Humanities Rechnung zu tragen. So ist Westerhoff „optimistisch, dass wir die Situation bis zum Jubiläumsdoppeljahr 2014/2015 gerade für Bestände zum Ersten Weltkrieg wesentlich verbessern und ein attraktives Informationsangebot schaffen können“.

Anlässlich des Jubiläums veranstaltet die BfZ innerhalb ihrer Vortragsreihe am 10. Juni 2013 einen Vortrag zum Ersten Weltkrieg:

Prof. Dr. John Horne (Dublin/Freiburg): Total War? The French Experience of the Great War (Vortrag in englischer Sprache)

18 Uhr, Vortragsraum der Württembergischen Landesbibliothek

Das ausführliche Interview mit Herrn Dr. Christian Westerhoff: http://portal-militaergeschichte.de/westerhoff_interview

 

Quelle: http://grandeguerre.hypotheses.org/1091

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Call for Paper: Débuts, commencements, initiations : Les “premières fois” de la Grande Guerre. Tagung des Centre internationale de recherche de l’Historial de la Grande Guerre, 30. Juni – 2. Juli 2014.

"Gas mask, helmet type, canvas with metal fittings and glass eyepieces, British, 1915", Collections numérisées du Science Museum London, http:// collectionsonline.nmsi.ac.uk/ grabimg.php?wm=1&kv=182709

“Gas mask, helmet type, canvas with metal fittings and glass eyepieces, British, 1915″, Collections numérisées du Science Museum London, http:// collectionsonline.nmsi.ac.uk/ grabimg.php?wm=1&kv=182709

Der Hundertjahrestag des Ersten Weltkrieges ist der Anlass für das Centre international de recherche de l’Historial de la Grande Guerre eine internationale Tagung zu organisieren, die in den Räumlichkeiten des Historial in Péronne (Somme) am 30. Juni – 2. Juli 2014 stattfinden wird.

Es sollen die Modalitäten und die Bedingungen des Entdeckens, Wahrnehmens, Verstehens und Deutens des Konfliktes durch die sozialen Akteure untersucht werden. Im Zentrum der Untersuchung des zweitägigen Kolloquiums werden die ersten Erfahrungen der Zeitgenossen mit dem Konflikt stehen.

Das Call for Paper finden Sie hier.

Quelle: http://grandeguerre.hypotheses.org/1064

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Call for Paper: Débuts, commencements, initiations : Les “premières fois” de la Grande Guerre. Tagung des Centre internationale de recherche de l’Historial de la Grande Guerre, 30. Juni – 2. Juli 2014.

 

Der Hundertjahrestag des Ersten Weltkrieges ist der Anlass für das Centre international de recherche de l’Historial de la Grande Guerre eine internationale Tagung zu organisieren, die in den Räumlichkeiten des Historial in Péronne (Somme) am 30. Juni – 2. Juli 2014 stattfinden wird. Es sollen die Modalitäten und die Bedingungen des Entdeckens, Wahrnehmens, Verstehens und Deutens des Konfliktes durch die sozialen Akteure untersucht werden. Im Zentrum der Untersuchung des zweitägigen Kolloquiums werden die ersten Erfahrungen der Zeitgenossen mit dem Konflikt stehen. Das Call for [...]

 

 

Quelle: http://grandeguerre.hypotheses.org/1064

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Weitere Museen öffnen ihre Pforten dem Google Art Project

George-Eastman House Kopie
In Rochester, N.Y. können Interessierte die Geschichte der Fotografie ab 1840 erleben. Das George Eastman House, benannt nach dem Gründer der Eastman Kodak Company, päsentiert Inkunabeln der Fotografie von 1840 bis in die späten 90er Jahre des 20. Jahrhunderts. Jüngst hat das älteste Museum für Fotografie seine Schätze dem Google Art Project zur Verfügung gestellt.  Jedes Foto kann dabei vergrößert werden und wird um Zusatzinformationen (Technik, Maße, Motiv) ergänzt. Den lichtempfindlichen Originalen kommt diese Präsentationsform sehr gelegen.

County MuseumAuch das Los Angeles County Museum präsentiert fortan 100 ausgewählte Werke seiner beeindruckenden Sammlung im Open Source Projekt. Bei dem virtuellen Gang durch die Galerie hingegen kann nicht alles, was im Museum zu sehen ist, am Rechner 1 zu 1 betrachtet werden. Werke bei denen die Urheberrechte fraglich sind, erscheinen verschwommen – weshalb James Tissot vom “Gerhard Richter-Effekt” spricht.

Cincinnati Museum Center im Google Art ProjectEuphorisch vermeldet ebenso das Cincinnati Museum Center seine Präsenz im Google Art Project. 200 Werke hat das Museum mittlerweile hochgeladen.

Das Google Art Project ist vor einem Jahr gestartet und präsentiert mittlerweile mehr als 40.000 Kunstobjekte aus 200 internationalen Sammlungen in 40 Ländern. Dabei stellen die Museen nicht ihre vollständige Sammlungen ins Netz, sondern lassen den interessierten “Surfer” durch die Welt der Kunst gleiten. Das macht Appetit auf mehr und wird sich über kurz oder lang auch in den Besucherzahlen der Museen widerspiegeln.

 

Quelle: http://dss.hypotheses.org/1175

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Den öffentlichen Raum erfinden. Common. Journal für Kunst & Öffentlichkeit


Gut:E-Journale riechen nicht so wunderbar, wie eine druckfrische Zeitschrift. Dafür bekommen sie keine Eselsohren, wenn man Sie eilig in die Tasche stopfen muss und sind schnell nach Schlagworten und Autoren durchsucht. Doch die Anzahl von elektronischen Journalen ist mittlerweile fast unüberschaubar und ich bin den  Informationsplattformen H-Soz-u-Kult und ArtHist stets dankbar, wenn sie mir einige Richtungen im World Wide Web weisen.

Im Dezember letzten Jahres ist das e-Journal “Common Journal für Kunst & Öffentlichkeit” online gegangen. Es bietet sich als  Forum für Kunst im öffentlichen Raum an. “Common ist ein unabhängiges, internationales Webjournal, das sich mit Fragen um künstlerische Verfahren in Sphären des Öffentlichen beschäftigt. Es schafft eine interdisziplinäre Plattform für einen kritischen Diskurs über theoretische und praktische Konzepte von Kunst, die sich engagiert mit dem Öffentlichen auseinandersetzt”, so Michèle Novak. Dieses Ziel ist hochgesteckt, doch dem Journal ist es durchaus zuzutrauen. Denn der Chefredakteurin  Michèle Novak steht ein hochkarätig besetzte internationale Redaktion zur Seite.

Bei dem ersten Betrachten des e-Journals überwiegt das kühle Design. Schwarz auf Weiß – wie gedruckt. Beim Durchklicken der verschiedenen Unterseiten erscheinen Textpassagen in gelb-greller großer Schrift. Schnell verschwinden sie – manchmal zu schell – doch animieren sie – zumindest mich – auch alle Unterseiten anzuklicken. Was kurzweilig erscheint, leitet über in die Beiträge und zentralen Fragestellung des Journals z.B. “Den öffentlichen Raum erfinden“; “Stört Ordnung”.

Der dezente, zielsichere Einsatz von Bildern macht die Beiträge gut lesbar. Aufsätze, Interviews und Meinungen wechseln sich ab und geben dem Journal einen angenehm offenen, aber dennoch wissenschaftlichen Charakter. Jeder Beitrag kann “vor Ort” durch ein breites Publikum kommentiert und so auch diskutiert werden.

Das Journal erscheint dreimal jährlich in digitaler Form und einmal sogar als gedruckte Jahresausgabe im Verlag Buch&Netz. Bei dieser gilt dann wieder: Durchblättern und den Luftauch der fallenden Seiten einatmen. Ein bißchen Sinnlichkeit und Nostalgie darf sein!

 

Quelle: http://dss.hypotheses.org/858

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XI Konferenz “Kultur und Informatik”

Vom 23. bis 24. Mai 2013 findet die 11. Veranstaltung der Reihe „Kultur und Informatik“ im Pergamon Musum in Berlin statt. Die Veranstaltung stellt Best-Practice-Beispiele, Heraus­for­derungen und Ent­wick­lungs­ten­den­zen im Bereich von Visualisierungen und Interaktionen in den Mittelpunkt. Die Konferenz richtet sich einerseits an Kulturpolitiker, Mitarbeiter der Kultur- und Kreativwirtschaft, an Kommunikationswissenschaftler, Kultur- und Kunstakteure sowie andererseits an Informatiker und Techniker, die zu kulturellen Themen forschen und entwickeln.

Fünf zentrale Fragen stehen im Mittelpunkt der verschiedenen Vorträge und Präsentationen:

  • kulturpolitische Rahmenbedingungen,
  • die Verflechtung und gegenseitige Beeinflussung von Kultur und Informatik,
  • Einfluss von Kunst und Kultur auf die Gestaltung der Zukunft,
  • die mediengerechte Aufbereitung von Informationen sowie
  • die intuitive Benutzung von Mediensystemen.

Diese zentralen Fragestellungen sollen vorrangig anhand von Best-Practice-Beispielen für die Kultur- und Kreativ­industrie analysiert, demonstriert und diskutiert werden.

Call for Paper bis 31. Januar 2013:

Themenvorschläge für Vorträge, Plakate oder Demonstrationen können bis 31. Januar 2013 als Abstract in deutscher oder englischer Sprache eingereicht werden. Vorschläge zu folgenden Gebieten sind gewünscht:

  • Visualisierungs- und Interaktionstechniken,
  • Informations-, Visualisierungs- und Kommunikationssysteme in öffentlichen Räumen,
  • Interaktive Multimedialösungen für Museen, Theater, Konzerthäuser, Ausstellungen etc.
  • Interaktive Systeme in der Kultur- und Kreativwirtschaft,
  • Stadt- und Tourismusinformationssysteme,
  • Digitale Messen, Science Center, Museen, Galerien und Ausstellungen,
  • Virtuelle Rekonstruktionen,
  • Augmented Reality,
  • Media Architecture, speziell digitale Erweiterung realer Gebäude und Stadtquartiere,
  • Positions- und kontextsensitive Dienste,
  • Dokumentieren, Visualisieren und Interagieren in Museen und Archiven,
  • Spielbasierte Aufbereitung von Informationen,
  • Digitales Story Telling,
  • Multimedia-Guides,
  • weitere mit der Themenstellung “Visualisieren, Erkunden, Interagieren” verbundene Fragestellungen

Die Einreichung (1-3 Seiten DIN A4) sollte den Umfang des Beitrages, Vorteile, Theorien und/oder Anwendungen und Ergebnisse enthalten. Des Weiteren sollte der Beitrag so strukturiert sein, dass das Programmkomitee in der Lage ist, die Originalität und den Wert der Leistung zu verstehen.

Eine Einsendung impliziert den Willen, sich für die Konferenz zu registrieren und den Beitrag, insofern dieser akzeptiert wird, auf der Konferenz zu präsentieren.

Die Einsendung der Themenvorschläge erfolgt online als PDF über das Konferenzmanagementsystem der Forschungsgruppe INKA. Erstbenutzer registrieren sich bitte vorab.Sollten Sie hierbei Probleme haben, wenden Sie sich bitte an die Veranstalter.

Alle angenommenen Beiträge werden in den Konferenzband aufgenommen. Der Verlag wird derzeit bestimmt und im Januar 2013 hier veröffentlicht. Eine TeX Vorlage zur Einreichung des finalen Beitrages wird hier im Januar 2013 bereitgestellt.

Alle weiteren Informationen finden Sie auf der Internetseite des Veranstalters hier.

Quelle: http://dss.hypotheses.org/817

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Open Access Week 2012 – L’avenir de la communication scientifique

Les débats sur l'Open Access sont une sorte de boule de cristal dans laquelle l'observateur attentif peut lire l'avenir de la publication académique. Ou du moins il peut essayer d'en distinguer les contours, et d'examiner les scénarios du possible.

Car les discussions autours de l'Open Access sont particulièrement intéressantes. Elle se situent à l'intersection de nombreux domaines, notamment ceux de l'édition scientifique, des politiques de soutien à la recherche, de la communication scientifique, de la construction de l'autorité académique, des politiques documentaires, etc.

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Quelle: http://www.infoclio.ch/de/node/27982

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