„Dauer-Trainingslager für Talente“
«Diese vom etablierten und zu bestätigenden Konsensus abweichende These möchte ich nicht vorstellen, weil ich befürchte, dann gelyncht zu werden.» Das ist ein wörtliches Zitat - welches beileibe nicht nur einen Einzelfall zur Sprache bringt. Hinzu kommt die Furcht - sie mag aus einer unangemessenen Analogisierung zwischen Geisteswissenschaften und Naturwissenschaften resultieren -, dass man die Verfügungsgewalt über einmal öffentlich vorgestellte Denk- und Forschungsergebnisse unumkehrbar verliert. Es triumphieren die Vorsichtigen, welche bedingungslos die Konsens-Meinungen ihres Lehrstuhls oder ihrer Forschergruppe bestätigen. Korpsgeist wird mehr denn je belohnt im Zeitalter der massiven Forschungsförderung. Riskantes Denken von Individuen ist weniger gefragt.