Geteilte Derealisierung oder antagonistische Teilung? Sexualpolitiken im Zeichen des Terrors – von Folke Bodersen
Blogreihe #3 – Zur Einführung
Aktuell wird in den Medien sehr viel über Terror und Terrorismus diskutiert, informiert und debattiert. Dem, was dort als Terror bezeichnet wird, wird eine große Öffentlichkeit und Sichtbarkeit eingeräumt, von Radio- und Fernseh-Interviews mit sogenannten Experten bis hin zur Vermittlung von öffentlichen Stellungnahmen von Politiker_innen, „schockierenden“ Bildern und Videos, Zeitungsartikeln, Kommentaren und Posts in sozialen Medien. Doch wie wird Bezug darauf genommen? Was ist überhaupt Terror? Ist er sichtbar? Wenn ja, auf welche Weise geschieht das? Oder ist es gar unmöglich, da wir ihn nicht sehen und erkennen können? Interessant ist auch, welche spezielle Rolle Medien einnehmen, welche paradoxerweise gerade zur größeren Unverständlichkeit und Unsichtbarkeit dieses Phänomens beitragen?
In dieser Blogreihe wollen wir einige soziologische Beiträge zu diesen Fragen veröffentlichen, die vielleicht helfen, ein besseres und kritisches Verständnis von Terror zu schaffen.
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Hermaphroditen am Rand der Welt: Die Hereford-Karte
Mittelalterliche Kartenmaler waren notorisch unfähig, kleinere Gegenstände als die ganze Welt zu zeichnen, hat es etwas sarkastisch ein Historiker formuliert. Erhalten, bekannt und vielfach auch bewundert sind jedenfalls vor allem Mappaemundi, Karten, die die gesamte Erde…
Das Geschlecht ruht nicht im Körper, sondern in der Seele
Das Geschlecht ruht nicht im Körper, sondern in der Seele. Magnus Hirschfelds Positionen zum Hermaphroditismus und ihre gutachterliche Umsetzung[1] Dr. Rainer Herrn, Institut für Geschichte der Medizin und Ethik in der Medizin der Charité / Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft…
Queer Romance – Romantische Liebe in biographischen Erzählungen homosexueller Paare – Teil 1 von Mareike Fritz
Laut Sozialhistoriker Benno Gammerl ist die romantische Liebe – eines der dominantesten Liebesmuster der westlichen Kultur – ein per se heteronormatives Vergemeinschaftungsmuster. Doch wie lieben und verstetigen sich homosexuelle Paare? Passen sie sich dem heteronormativen Verständnis einer Zweierbeziehung an oder entwickeln sie neue Intimitätskonzepte? Problematik Aktuell gestaltet…
“als ob sie ain mannlichen affect het”: Hermaphroditismus in der Zimmer’schen Chronik
Die Figur des Hermaphroditen ist in der gelehrten lateinischen Tradition immer wieder (wenngleich keineswegs immer) als sexualisierte Figur dargestellt worden, indem Hermaphroditen entweder als Objekt ganz unterscheidlicher Arten des Begehrens…
Die Zimmer’sche Chronik: Echte Frauen und falsche Männer im 16. Jahrhundert
Zimmer’sche Chronik Die sogenannte Zimmer’sche oder Zimmerische Chronik ist eine umfangreiche (in Baracks Ausgabe: weit über 2000 Seiten lang) Chronik des sagenhaften Ursprungs, der Genealogie und der Geschichte der Herren (ab 1538: Grafen) von…
Sex (und gender) bei der Fifa
Die Fifa ist gut bekannt aus dem Wirtschaftsteil und neuerdings auch von den Titelseiten großer Zeitungen. Neben ihren wirtschaftlichen Tätigkeiten, die die Öffentlichkeit (und die Gerichte) so intensiv beschäftigen, organisiert und lizenziert sie auch sportliche Großereignisse, namentlich Fussball-Weltmeisterschaften. Differenzierungen nach Geschlecht sind dabei seit langem üblich, früher in Form der Nichtzulassung weiblicher Spieler, heute z.B. bei geschlechtsspezifischem Rasen (Männer spielen immer auf Naturrasen, die Frauen in Kanada gerade auf Kunstrasen). Keine Überraschung also, dass auch die Fifa wie andere Organisatoren solcher Großereignisse regelmäßig (neu) […]
Historische Filmkritik: Anders als die Andern (1919)
von Anouk Heeres Drama und politische Botschaft: Die Handlung des Films „Anders als die Andern“ ist ein Film aus dem Jahr 1919 über den Geiger und Musiklehrer Paul Körner (Conrad Veidt) unter der Regie von Richard Oswald. Im Zentrum des … Weiterlesen →
Quelle: http://beruf.hypotheses.org/189