Kriegserfahrungen am Rhein

Am 16. und 17. September fand an der Bonner Universität die Herbsttagung der Abteilung für Rheinische Landesgeschichte statt. Unter dem Thema „Krieg und Kriegserfahrung am Rhein. Der Westen des Reiches im langen 17. Jahrhundert, 1568-1714“ kamen ganz unterschiedliche Aspekte zur Sprache, die sich nicht nur auf der Zeitschiene vom Achtzigjährigen Krieg bis zum Spanischen Erbfolgekrieg bewegten, sondern auch regional fast den gesamten Verlauf des Rheins abdeckten. Selbstverständlich wurden immer wieder auch Beispiele aus der Zeit des Dreißigjährigen Kriegs angesprochen; einige wenige Beobachtungen möchte ich hier vorstellen.

Ganz allgemein erwies sich der zeitliche Zuschnitt der Tagungskonzeption als sehr reizvoll, als sich bestimmte Phänomene im Kriegsalltag über die gesamte Epoche hinweg verfolgen ließen. Gerade was das Verhältnis zwischen den Soldaten und der Bevölkerung angeht, blieben die Erfahrungshorizonte über die Jahrzehnte hinweg sehr konstant – vielleicht keine große Überraschung, wenn man davon ausgeht, daß auch die militärischen Organisationsformen und besonders ihre Mängel (konkret das nie zu bewältigende Problem der Logistik) in dieser Zeitspanne weitgehend identisch blieben.

Auf das Fortwirken der Hochzeitsmetapher, die vor allem durch den Untergang Magdeburgs 1631 traurige Berühmtheit erlangt hatte, wies Astrid Ackermann hin. So sei in der Publizistik, die die Einnahme Breisachs durch Bernhard von Weimar im Jahr 1638 kommentierte, eine ähnliche Begrifflichkeit verwandt worden. Daß dieses Bild fortlebte, verwundert nicht; allerdings macht das Beispiel Breisach deutlich, daß der Hochzeitsbegriff keineswegs nur auf die Fälle angewandt wurde, in denen eine Stadt oder eine Festung im Sturm genommen wurde.

In der Wahrnehmung der Konflikte, die zwischen dem Militär und der Bevölkerung aufbrachen, erscheinen beide oftmals als festgefügte Gruppen. Wie wenig stimmig dieses Bild ist, zeigte René Hanke, als er einen Fall referierte, der einen heftigen Streit unter einer Dorfgemeinschaft offenbarte. Denn wie die vom Militär geforderten Kontributionen auf die einzelnen Höfe umzulegen waren, löste große Kontroversen aus. Die Bauern warfen einander eine ungleiche und vor allem ungerechte Lastenverteilung vor. Solidarität in Krisenzeiten aufrechtzuerhalten, war offenbar schwierig.

Ein schönes Beispiel dafür, daß die territorialen Obrigkeiten ihre ganz eigenen Konsequenzen aus einer militärischen Okkupation zogen, zeigte Jutta Nowosadtko. Nachdem im Münsterland spanische, niederländische und auch schwedische Truppen sog. Lizenten eingeführt hatten, dachte der Kurfürst von Köln (der damals auch Bischof im Hochstift Münster war) gar nicht daran, diese Steuern nach Abzug der fremden Truppen abzuschaffen, und erhob sie nun selbst. Hier lernte also die Landesobrigkeit von einer fremden militärischen Obrigkeit, wie man im eigenen Territorium das Steueraufkommen optimieren konnte. Oder anders ausgedrückt: Was der Historiker zunächst als Kriegsbedrückung identifiziert, deklariert er im Weiteren als einen Schritt im Staatsbildungsprozeß.

Quelle: http://dkblog.hypotheses.org/304

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Biographische Tafel

1657    (30. März) - Joseph, Sohn von Pierre Vivian (sic!), „marchand“, und Antoinette Devambe, wird in der Kirche St.-Pierre et St.-Saturnin in Lyon getauft 1672    – 1681 - Schüler von François Bonnemer (1638-1689) an der „Académie royale de peinture et de sculpture“ in Paris … Weiterlesen

Quelle: http://vivien.hypotheses.org/243

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Gesucht (2)

Mit Hilfe des Freundeskreises des Westfälischen Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte Münster wurde 1997 aus dem Kunsthandel ein Porträt des Ferdinand Freiherrn von Plettenberg-Nordkirchen (1690-1737) erworben, das im “Kunstwerk des Monats” vom Juni 1998 von Gerd Dethlefs vorgestellt und Vivien … Weiterlesen

Quelle: http://vivien.hypotheses.org/214

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H-Soz-u-Kult Chancen-Digest Nr. 5/2011: Ausgewählte Job- und Stipendienangebote 01.12.-19.12.2011

From: Stefanie Wiehl Date: 30.11.2011 Subject: Stip: 3 Promotionsstip. "Die christlichen Kirchen vor der Herausforderung Europa (1860 bis zur Gegenwart)" (Univ. und IEG Mainz) Graduiertenkolleg der Johannes Gutenberg-Universität Mainz in Kooperation mit dem Institut für Europäische Geschichte, Mainz, Mainz, 01.04.2012-31.03.2015 Bewerbungsschluss: 28.02.2012 http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/chancen/type=stipendien&id=6717 :::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::: From: Johannes Bernwieser Date: 02.12.2011 Subject: Job: 0,5 Wiss. Mitarb. "Karolingerregesten" [...]

Quelle: http://www.einsichten-online.de/2011/12/2197/

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(H-Soz-u-Kult): Stud: Master of Arts “Geschichte” (Univ. Münster)

From: Thomas Tippach Date: 09.06.2011 Subject: Stud: Master of Arts "Geschichte" (Univ. Münster) ------------------------------------------------------------------------ Westfälische Wilhelms-Universität, Historisches Seminar, Münster, 01.10.2011 Bewerbungsschluss: 15.07.2011 Der Master "Geschichte" in Münster ist ein forschungsorientierter und theoriegeleiteter 1-Fach-Studiengang, der vertiefte wissenschaftliche Erkenntnisse über die Geschichte verschiedenster Epochen/Teilepochen und Kulturen vermittelt. Ausdrücklich wurde auf eine thematische oder epochale Engführung verzichtet. Gleichwohl [...]

Quelle: http://www.einsichten-online.de/2011/06/1401/

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(H-Soz-u-Kult): Job: Wiss. Volontariat im Bild-, Film- und Tonarchiv (LWL-Medienzentrum Westfalen)

From: Markus Köster Date: 21.03.2011 Subject: Job: Wiss. Volontariat im Bild-, Film- und Tonarchiv (LWL-Medienzentrum Westfalen) ------------------------------------------------------------------------ Landschaftsverband Westfalen-Lippe, Münster, 01.08.2011-31.07.2013 Bewerbungsschluss: 30.04.2011 Beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) ist im LWL-Medienzentrum für Westfalen in Münster zum 01.08.2011 eine Stelle als wissenschaftliche Volontärin/ wissenschaftlicher Volontär im Aufgabenfeld Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit des Bild-, Film- und Tonarchivs zu besetzen. [...]

Quelle: http://www.einsichten-online.de/2011/03/1133/

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