Naheliegende Assoziationen oder warum denken viele Menschen bei „blau“ auch an „Himmel“?
Abbildung 1: So könnte ein Begriffsnetzwerk zum Begriff „blau“ aussehen
Wobei anzumerken ist, dass dieses Netzwerk individuell und erfahrungsabhängig ist. Aber es gibt doch einige sich bei vielen Menschen überschneidende naheliegende Assoziationen. Bei der Farbe „Blau“ werden als Assoziationen häufig die Begriffe „Himmel“, „Wasser“, „Grün“ und „Rot“ genannt.
Inwieweit wir Zugriff auf dieses Netzwerk haben, bestimmen unsere Emotionen. Sind wir angespannt oder ängstlich, dann ist man fokussiert und der Scheinwerfer auf das Netzwerk verengt sich:
Abbildung 2: verengter Fokus auf unser Begriffsnetzwerk
Das ist an sich von der Evolution ganz nützlich eingerichtet, denn wenn Gefahr im Verzug ist, sollen wir handeln und nicht erst lange überlegen.
Sind wir hingegen entspannt, haben wir einen weiteren Blick auf das Begriffsnetzwerk und es fällt uns mehr ein. Der Fokus verschwindet und wir sehen zwar nicht mehr so genau, dafür aber mehr (sh. Abbildung 1). Deshalb kommen wir häufig zu Problemlösungen in Situationen, in denen wir nicht verkrampft und angestrengt nach der Lösung suchen, sondern gerade etwas ganz anderes machen, z.B. beim Joggen oder, wie mir neulich eine Bekannte erklärte: „Meine besten Einfälle habe ich bei der Hausarbeit.“
Auf ARTigo bezogen würde das heißen, dass die Zeitbegrenzung auf eine Minute Spielzeit pro Bild sich auf unser Begriffsnetzwerk eher negativ auswirken würde, weil der Fokus schrumpft und wir damit auf weniger Begriffe Zugriff haben. Mehr Zeit könnte hier zu weiterführenden Begriffen führen, die nicht nur Objekte bezeichnen, die direkt im Bild enthalten sind, sondern die quasi auf der zweiten Ebene liegen, wie Begriffe, die Emotionen beschreiben, kunsthistorische Fachtermini und komplexere Tags, die aus mehreren Worten bestehen (Phrasen). Mehr Zeit könnte also zur Gewinnung von spezifischeren Begriffen beitragen.
Informationen zu Einfällen und Ideen finden Sie hier:
Manfred Spitzer: Geist und Gehirn. Einfälle – wer oder was steuert sie?
Quelle: http://games.hypotheses.org/254
Wien, 1150: Fingerabdruck der Woche
Bachelorstudiengang Griechische Studien an der LMU München
wbs-law: ArbG Dessau – Kündigung wegen Betätigung des Like-Buttons
Social media – Neue Formen der Kommunikation unter Archivaren und mit Archivbenutzern
Die Vortragsfassung (Vortrag von Klaus Graf, 12.6. 2012, Frankfurt) findet Ihr bei Archivalia unter dem folgenden Link: http://archiv.twoday.net/stories/97058539/
Tenor: “Die deutschsprachige Archivlandschaft ist hinsichtlich der Social Media ein bitterarmes Entwicklungsland, noch nicht einmal ein Schwellenland …”
Das Imperium schlägt zurück. Ein Lexikon-Update (2)
Ein Neuanfang in jeder Beziehung – Geschichte und Gegenwart der Berliner Jüdischen Gemeinde
Sie ist zwar die größte jüdische Gemeinde Deutschlands, inzwischen aber auch die mit den negativsten Schlagzeilen.
Quelle: http://lernen-aus-der-geschichte.de/Online-Lernen/content/10464
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