Lazarus Bendavid ›annotiert‹
Früher mit »spitzer Feder«, heute mit »Annotator« ?
[→ abstract] Als ich 2013 einen Vortrag Jüdische Bibliophilie vorbereitete,1 stieß ich in der herausragenden Sammlung DigiBaeck auf die Selbstbiografie von Lazarus Bendavid. 2 Das eher bescheiden daherkommende (weil schon ältere) Digitalisat hatte zwar vom äußeren Anschein her weniger mit meinem damaligen Thema zu tun, es weckte aber mein Interesse — trotz oder gerade wegen des Fragezeichens in den Metadaten: »With manuscript additions and corrections by the author (?)«. Schaut man sich das genauer an, kommt man zu dem Schluss: Es kann sich nur um die »Fahnen«3 der 1806 publizierten Autobiografie Bendavids4 handeln, denn im schließlich gedruckten und veröffentlichten Exemplar, das ich per Fernleihe aus der SUB Göttingen beschaffen und einsehen konnte,5 finden sich diese von Hand angebrachten Korrekturanweisungen durchgängig umgesetzt.
Es ist naheliegend, dass Bendavid als Autor selbst die Fahnen korrigiert hatte, weitere Evidenz verschaffte der Vergleich der Handschrift mit seinen wenigen erhaltenen, ebenfalls digitalisierten Briefen.6 Bendavid erweist sich hier jedenfalls als durchaus geübter Redakteur, dem Fachsprache und -zeichen hinsichtlich Typografie, Drucksatz und -korrektur offensichtlich geläufig waren. Daraus ist ein Beitrag für die Zeitschrift »Kalonymos« entstanden.7
5. Bendavids eigenhändige Korrekturen in den (digitalisierten) Fahnen (PDF) seiner Selbstbiografie — Warum nicht direkt dort annotieren ?
Annotationen können, darum geht es mir hier, nach langer Zeit noch oder wieder von Interesse oder Bedeutung sein, und die Fahnen der Autobiografie sind ein augenfälliges Beispiel dafür. Und es gibt Bedarf, diesen Annotationen weitere hinzuzufügen. Auf Anhieb wird vielleicht nicht jeder lesen können, was Bendavid auf S. 66 notierte (Abb. 5): »Sollte es nicht möglich seyn, diesen Hurensohn8 hinüber zu bringen. Ich glaube es geht, wenn Sie so setzen, wie ich gezeichnet habe.« Der Korrekturbogen enthält zudem großflächige Streichungen, die sich ebenfalls nicht von selbst erschließen.
Warum jedoch das Erkannte und Entzifferte nicht gleich dort, direkt in der Quelle anmerken? Und an den Fahnen die Notiz anbringen, dass und wo die regulär erschienene Fassung zu finden ist. Und dort notieren, dass es weitere digitalisierte Dokumente in anderen Sammlungen, die ein Licht hierauf werfen, und eben auch Sekundärliteratur dazu gibt. Und all das möglichst sofort mit anderen Forschern teilen!
Mir scheint, dass Martin Raspe exakt dieses Szenario (auch) adressiert hat. »Eine Online-Ressource sollte den Benutzer durch „backlinks“ zu den referenzierenden Stellen in Werken / Datenbanken verweisen können.«9 Und mir scheint, dass das Softwareprojekt Annotator ein vielversprechender Ansatz ist. Die Abbildungen in diesem Blogbeitrag illustrieren, wie das funktionieren kann. Ein sogenanntes »Bookmarklet« (Abb. 6) erlaubt es, Annotationen scheinbar direkt auf den (ja tatsächlich nicht editierbaren, ›fremden‹) Webseiten anzulegen10 (hier Digibaeck, Göttinger Digitalisierungszentrum, Jewish Theological Seminary sowie Leopold-Zunz-Archiv, Abb. 1–4) und führt sie unter dem eigenen Account zusammen (Abb. 6). Annotationen können — müssen aber nicht — geteilt werden (Abb. 4). Statt also die Publikation, die diese Zusammenhänge herstellt, kennen zu müssen, findet der Leser deren Anmerkungen und Fußnoten jeweils an die referenzierten Quellen ›angeheftet‹ und zugleich zentral ›verwaltet‹ — ein Netz über dem »Netz«. Das Plug-in-Konzept lässt hoffen, dass auch Bildformate — die ja in digitalen Sammlungen vorherrschen, wenn man von den Metadaten absieht — sowie PDFs unterstützt werden.
Dies ist nur ein Szenario dieses faszinierenden Konzepts. Die maßgeblich von der Open Knowledge Foundation entwickelte Software wird von etlichen Projekten weiter vorangetrieben. Gerade auch wegen der vielfältigen Anwendungsperspektiven und des generischen Charakters hat eine Arbeitsgruppe von DARIAH-DE (der ich angehöre) nun eben diesen Annotator zur Integration in die »Digitale Infrastruktur für die Geisteswissenschaften« ausgewählt und Anregungen zur Anpassung im Rahmen einer geisteswissenschaftlichen Forschungsumgebung formuliert und veröffentlicht.11 Man darf gespannt bleiben auf die Weiterentwicklung dieser für die Geisteswissenschaften äußerst attraktiven Technik.
Lazarus Bendavid (1762–1832) (Wikimedia Commons, public domain)
Abstract: There are some old and rare sources concerning the Jewish philosopher Lazarus Bendavid. These are now digitized and available on the web. By means of the software Annotator a connection between these digital documents can be made and shared with other readers. The paper illustrates this approach. With respect to the various possible use cases a working group of DARIAH-DE has published a proposal to integrate »Annotator« into the Digital Research Infrastructure for the Arts and Humanities.
- Jüdische Bibliophilie und ihre Schätze im Web, Vortrag im Seminar »Buch im Judentum | Judentum im Buch. Bibel – Bibliotheken – Bibliophilie«, Steinheim-Institut, 14. Mai 2013.
- Fahnen der Selbstbiografie von Lazarus Bendavid auf DigiBaeck http://www.lbi.org/digibaeck/results/?qtype=pid&term=135737
- »Korrekturbogen« insbesondere in Zusammenhang mit den klassischen Druckverfahren.
- Bildnisse jetztlebender Berliner Gelehrten mit ihren Selbstbiographieen. Herausgegebenen von Moses Samuel Lowe. Zweite Sammlung. Berlin: J.F. Starcke und Leipzig: J.G. Mittler 1806.
- Dem ›Medienbruch Fernleihe‹ konnte ich übrigens für die Zukunft abhelfen, indem ich das Göttinger Exemplar als »Digiwunschbuch« (gegen eine angemessene Gebühr) digitalisieren ließ. URL: http://resolver.sub.uni-goettingen.de/purl?PPN756272378
- Teilnachlass von Lazarus Bendavid, Leopold-Zunz-Archiv http://www.jewish-archives.org/
- Harald Lordick: Porträt eines Typografen — Eine aufschlussreiche Quelle zu Lazarus Bendavid und Moses Samuel Lowe, in: Kalonymos 2013, Nr. 2, S. 7-11 http://www.steinheim-institut.de/edocs/kalonymos/kalonymos_2013_2.pdf#page=7 Vgl. auch „Großartig urbane Bildung“. Der Aufklärer Lazarus Bendavid, in: Kalonymos, 15 (2012), H. 3, S. 6–10 (mit Beata Mache) http://www.steinheim-institut.de/edocs/kalonymos/kalonymos_2012_3.pdf#page=6 (Vor wenigen Jahren noch hätte man für die erforderlichen Archiv- und Bibliotheksrecherchen weit reisen müssen, wenn man die genannten Raritäten und Unikate überhaupt in die Hand bekommen hätte — wenn das kein der Digitalisierung zu dankender Fortschritt ist!)
- Es muss eigentlich ›Hurenkind‹ heißen (Bezeichnung aus der Setzersprache für eine als Satzfehler geltende alleinstehende Zeile am Seitenbegin). Nebenbei ein schönes Beispiel dafür, wie wichtig bei Digitalisierungen das Bereitstellen von Seitenabbildern ist. Denn ob ein beanstandeter Umbruch tatsächlich korrigiert worden war, das war keiner der sekundären Textfassungen der »Selbstbiografie«, online oder gedruckt, anzusehen — nur dem Originalband selbst.
- Martin Raspe: Perspektiven der Forschung – PDF? Digitale Bildwissenschaft zwischen gestern und morgen http://www.digitale-kunstgeschichte.de/w/images/0/01/Raspe-PerspektivenDerForschung-PDF.pdf. Vortrag in der Sektion »Bedrohte Besitzstände, verlorene Werte? Die Geisteswissenschaft von der Kunst und die neuen digitalen Verfahren«, DHd 2014. http://www.digitale-kunstgeschichte.de/w/images/0/01/Raspe-PerspektivenDerForschung-PDF.pdf#page=23
- Webseitenbetreiber können Annotator selbstverständlich auch direkt einbinden und die Annotationsfunktion damit ihren Lesern anbieten.
- Vgl. »DARIAH-DE annotation service« https://dev2.dariah.eu/wiki/x/Sg8CAg (DARIAH-DE (BMBF), Cluster 6 »Annotationen«).
Quelle: http://djgd.hypotheses.org/360
DHd-Blog: DHd-Kanal auf YouTube geht auf Sendung
Evolution der Informationsinfrastruktur – Kooperation zwischen Bibliothek und Wissenschaft
Zum zehnjährigen Bestehen der Abteilung Forschung und Entwicklung (F&E) der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen ist ein Sammelband mit dem Titel “Evolution der Informationsinfrastruktur – Kooperation zwischen Bibliothek und Wissenschaft” erschienen. Das Werk resümiert entlang ausgewählter Meilensteine die Arbeit im vergangenen Jahrzehnt. Dabei begibt es sich auf die Spuren des Wandels im Leitbild wissenschaftlicher Bibliotheken. Der Sammelband wird herausgegeben von Dr. Heike Neuroth, Prof. Dr. Norbert Lossau und Prof. Dr. Andrea Rapp.
Gemeinsam mit Partnern aus der Wissenschaft wurden zahlreiche, wegweisende Projekte auf dem Gebiet der digitalen Forschung vorangebracht. Dieser Pionierarbeit in der deutschen Bibliothekslandschaft wird in 19 Aufsätzen von über 30 Autorinnen und Autoren nachgegangen.
Das Buch ist beim vwh-Verlag in Kooperation mit dem Universitätsverlag Göttingen erschienen. Sie können die digitale Open Access-Fassung für nicht-kommerzielle Zwecke hier herunterladen: http://dx.doi.org/10.3249/webdoc-39006.
Eine gedruckte Fassung des Buches kann beim vwh-Verlag für 24,90€ bestellt werden.
Eine Dokumentationsseite zur Tagung anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Abteilung F&E ist unter diesem Link verfügbar.
ISBN: 978-3-86488-043-8 DOI-URL: http://dx.doi.org/10.3249/webdoc-39006
Quelle: http://dhd-blog.org/?p=3012
Das niederländische CLARIAH startet
Nachdem in Österreich die Verschmelzung von den Projekten zum Aufbau von digitalen Forschungsinfrastrukturen DARIAH (Digital Research Infrastructure for the Arts and Humanities) und CLARIN (Common Language Resources and Technology Infrastructure) bereits vollzogen wurde, geschah dies jetzt auch in den Niederlanden. Unter dem Namen CLARIAH (Common Lab Research Infrastructure for the Arts and Humanities) arbeiten nun beide Projekte zusammen.
Ziel ist es digitale Tools zu Verfügung zu stellen, um innovative Forschung in den Geisteswissenschaften zu ermöglichen. Die CLARIAH-Infrastruktur bietet Forschenden zudem Zugang zu großen digitalen Datensammlungen sowie nutzerfreundlichen Anwendungen um die Daten zu analysieren. Tools wie Daten sollen langfristig nachnutzbar sein – für alle geisteswissenschaftlichen Disziplinen, z.B. Linguistik, Geschichtswissenschaft, Archäologie, Medienwissenschaft, …
Auf der ESFRI (European Strategy Forum on Research Infrastructures) Roadmap sind DARIAH und CLARIN die einzigen Projekte im Bereich der Geisteswissenschaften.
Quelle: http://dhd-blog.org/?p=3004
1 Halbtagsstelle für eine(n) wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in) Digital Humanities (m/w)
Am Am Lehrstuhl für Computerphilologie und Neuere Deutsche Literaturgeschichte der Julius-Maximilians-Universität Würzburg ist ab 01.03.2014, folgende Stelle befristet bis zum 31.12.2015 zu besetzen:
1 Halbtagsstelle für eine(n) wissenschaftliche(r) Mitarbeiter(in) Digital Humanities (m/w)
Die Vergütung erfolgt nach TV-L.
Die Aufgabe des/der zukünftigen Stelleninhabers/in besteht in der Koordination des Infrastrukturprojektes DARIAH-DE. Im vom BMBF geförderten Verbundvorhaben DARIAH-DE arbeiten Wissenschaftler aus unterschiedlichsten Einrichtungen und Disziplinen zusammen, um Geistes- und Kulturwissenschaftler, die mit digitalen Ressourcen und Methoden arbeiten, in Forschung und Lehre zu unterstützen. Das Projekt baut zu diesem Zweck eine Forschungsinfrastruktur für Werkzeuge und Forschungsdaten auf und entwickelt Materialien für Lehre und Weiterbildung im Bereich Digital Humanities (DH).
Sie arbeiten mit Kolleginnen und Kollegen aus Partnerinstitutionen in ganz Deutschland zusammen. Der Schwerpunkt Ihrer Arbeit wird in der institutionsübergreifenden Koordination der Aktivitäten im Teilprojekt „Big Data in den Geisteswissenschaften“ liegen. Hierzu gehört auch die Organisation von akademischen Workshops und Symposia. Zudem werden Sie an der Erarbeitung und Vermittlung fachspezifischer und fächerübergreifender Methoden, Standards und Empfehlungen zur Erschließung und Analyse geisteswissenschaftlicher Forschungsdaten mitwirken.
Erforderliche Voraussetzungen sind die Folgenden:
- Abgeschlossenes Hochschulstudium (Master/Magister/Diplom), in einem geisteswissenschaftlichen Fach oder in der Informatik;
- Interesse an der Entwicklung digitaler Methoden für die geisteswissenschaftliche Forschung;
- gute Englischkenntnisse;
- Bereitschaft zur interdisziplinären Zusammenarbeit;
- ausgeprägte Kooperations- und Organisationsfähigkeit;
- hohe Bereitschaft zur eigenständigen Einarbeitung in neue Softwarekenntnisse;
- wünschenswert sind vertiefte IT-Anwenderkenntnisse, Erfahrungen in der
Organisation von Projekten und im Umgang mit Forschungsdaten.
Die Universität strebt eine Erhöhung des Frauenanteils an und ist daher ausdrücklich an Bewerbungen entsprechend qualifizierter Frauen interessiert. Schwerbehinderte Bewerberinnen und Bewerber werden bei ansonsten im Wesentlichen gleicher Eignung bevorzugt eingestellt.
Bewerbungen sind bis 15.01.2014 zu richten an: Barbara Gersitz (barbara.gersitz@uni-wuerzburg.de, +49 (0)931-31 88421).
Quelle: http://dhd-blog.org/?p=2871
DARIAH-AT Workshop „Digitale Geisteswissenschaften in Österreich“, 20.11. 2013, Graz
Das Zentrum für Informationsmodellierung – Austrian Centre for Digital Humanities an der Universität Graz lädt zum ersten DARIAH-AT Workshop:
„Digitale Geisteswissenschaften in Österreich: Nationale Kooperationen und europäische Perspektiven“
am Mittwoch, 20. November 2013 im Sitzungszimmer des Senats, Universitätsplatz 3/1, 8010 Graz
Die europäische Forschungsinitiative DARIAH (Digital Research Infrastructure for the Arts and Humanities) widmet sich dem Aufbau eines Netzwerks zur Förderung einer nachhaltigen, digitalen Forschungsinfrastruktur für Daten aus den Kultur- und den Geisteswissenschaften in Europa.
Dieser Workshop richtet sich an österreichische ProtagonistInnen der „Digitalen Geisteswissenschaften“. Neben einer Verortung der Digitalen Geisteswissenschaften als Disziplin und der Vorstellung der Zielrichtung des DARIAH Projektes, werden österreichische Initiativen und Projekte aus dem Bereich der Digitalen Geisteswissenschaften vorgestellt. Ein Project Slam bietet Ihnen die Gelegenheit zur Vorstellung und Diskussion von Projekten und Forschungsvorhaben. Die abschließende Diskussion soll zur Entwicklung gemeinsamer Perspektiven für mögliche Formen der österreichweiten Zusammenarbeit im Bereich der Digitalen Geisteswissenschaften in Österreich beitragen.
Nähere Informationen zu Teilnahme und Programm finden Sie unter: http://informationsmodellierung.uni-graz.at/de/aktuelles/dariah-at-workshop/
Anmeldungen und Rückfragen an zim@uni-graz.at
Einladung als PDF: DARIAH-AT_Workshop
Quelle: http://dhd-blog.org/?p=2457
DARIAH-DE Forschungsinfrastrukturgrafik zum Anklicken
Ab sofort kann man im DARIAH-Portal (de.dariah.eu) die Forschungsinfrastruktur interaktiv erleben. Hinter den einzelnen Kästchen verbergen sich Hintergrundinformationen zu den jeweiligen Angeboten, Werkzeugen und Services, die auf einen Mausklick hin aufklappen.
Derzeit sind weiterführende Informationen zu Lehre, Forschung, Forschungsdaten, DIGIVOY, Archive in a Box, Generische Suche, AAI, Developer Portal, Storage, Sicherheit und Monitoring verlinkt. Zusätzliche Erläuterungsebenen folgen in Kürze.
Die DARIAH-DE-Forschungsinfrastrukturgrafik visualisiert die von DARIAH-DE entwickelten Angebote, Dienste und Services in den Kernbereichen Lehre, Forschung, Forschungsdaten sowie Technische Infrastruktur.
Quelle: http://dhd-blog.org/?p=2342
DHd-Blog: Studienfach: Digital Humanities. Bericht vom DARIAH-Dozenten-Workshop zu DH-Curricula am 4. September 2013 in Köln
On the road towards a Digital Research Infrastructure for archaeologists
Digital data infrastructures for the arts and humanities are currently being developed within the framework of various projects in Germany and Europe. Among these projects, DARIAH (Digital Research Infrastructure for the Arts and Humanities) is one of the largest projects. And it is designed as a long-term project.[1] DARIAH focuses primarily on philology and history. But the project is open to other disciplines. So DARIAH is also conceptualizing a data infrastructure for archeology. The cooperation with other infrastructure projects (such as IANUS at the German Archaeological Institute – DAI) is a key component in the architecture of the digital data infrastructure for archaeologists.[2] Furthermore it should be taken into account the collaboration with the project CLARIN (Common Language Resources and Technology Infrastructure).[3] This data infrastructure project is geared to linguistic needs. Within the network of the different data infrastructure projects, DARIAH could be aimed to harmonize the national activities on the EU level. International data networks of archeology are desirable in related regions such as the North and Baltic Sea coast to go beyond existing administrative boundaries of research.
But what are the specific needs of archaeologists to a digital research data infrastructure? Is it even possible to implement a centralized research data infrastructure (that is accepted by the researchers) in the very heterogeneous landscape of archaeological sciences in Germany? Therefore, it seems very important right from the start of the project to involve as many partners as possible in the conception of the infrastructure. The structure of federal states in Germany did not enable the foundation of a national archaeological data service, such as in the Netherlands or the UK.[4] The political conditions are contrary to centralized efforts. Thus, a decentralized architecture of the data infrastructure represents a solution to the existing problem. The cooperative project with equal partners should bring together both: the research at the universities as well as at the national archives of administration. It makes mutually accessible the respective databases for all partners. Forthermore the DARIAH service will provide a redundant long-term binary data storage with sovereign rights of data privacy and security requirements.
[1] http://de.dariah.eu/partner
[2] http://www.ianus-fdz.de/projects/zentr-dig-arch/news
[3] http://www.clarin.eu/external/
[4] http://csanet.org/newsletter/fall12/nlf1202.html
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Stellenangebot im Bereich kontrollierte Vokabulare für die historische Forschung
Das Leibniz-Institut für Europäische Geschichte (IEG) in Mainz bietet eine
Stelle für einen sechsmonatigen Forschungsaufenthalt (TV-L E 13)
im Bereich »kontrollierte Vokabulare für die historische Forschung«.
Das Leibniz-Institut für Europäische Geschichte ist eine gemeinnützige Einrichtung zur Förderung der Wissenschaft. Es ist ein selbstständiges außeruniversitäres Forschungsinstitut. Seine Aufgabe ist die wissenschaftliche Erforschung der europäischen Geschichte. Das IEG engagiert sich außerdem bei der Schaffung von Infrastrukturen für Digital Humanities in den historisch arbeitenden Wissenschaften. Unter anderem ist das IEG ein Partner im europäischen DARIAH-Verbund (Digital Research Infrastructure for the Arts and Humanities) und dem deutschen Beitrag, DARIAH-DE.
Im Kontext von DARIAH-DE bietet das IEG eine Stelle für einen sechsmonatigen Forschungsaufenthalt an, möglichst ab Juni 2013. Die Stelle ist in einem Teilprojekt angesiedelt, das sich mit dem Entwurf und der Entwicklung von kontrollierten Vokabularen für die historische Forschung beschäftigt; insbesondere geht es um ein Vokabular für die Beschreibung historischer Ortstypen.
Bewerber sollten entweder einen Hintergrund in Informatik oder einem informatiknahen Fach (z. B. Computerlinguistik) und historisches Interesse haben, oder einen Hintergrund in einer historisch arbeitenden Wissenschaft (z. B. Geschichte, Theologie) und gute Informatikkenntnisse haben.
Es handelt sich um eine halbe Stelle; die Idee ist, dass der Stelleninhaber, die Stelleninhaberin zur Hälfte im Projekt arbeitet und die andere Hälfte der Zeit für die Erarbeitung eines Promotionsprojekts, Förderantrages o. ä. nutzt, mit der Möglichkeit von Austausch und Diskussionen mit Wissenschaftlern am IEG zu profitieren.
Nähere Informationen (in Englisch)
Bewerbungsfrist ist der 7. Mai 2013.
Die Bewerbung von Frauen ist besonders erwünscht. Schwerbehinderte werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt. Fragen richten Sie bitte an Dr.-Ing. Michael Piotrowski (piotrowski@
Quelle: http://dhd-blog.org/?p=1610






