Die Gewinnerinnen des Peter-Haber-Preis 2023 (von links nach rechts): Anika Merklein (Platz 3), S...
Fotografierter Sozialismus
Fotografische Aufnahmen aus der DDR und ihren östlichen Nachbarn prägen unser Bild vom Sozialismus. Was auf Fotos sichtbar wird und welche historischen Vorstellungen wir mit ihnen jeweils gewinnen, das hängt von Auswahl und von Bildlegenden ab, von historischem Wissen und nicht zuletzt von unserer Medienkompetenz. Der Umgang mit diesem fotografischen Erbe als zeitgenössischer Weltdeutung ist ein herausfordernder, oft noch unterschätzter Teil der Arbeit an reflektiertem Geschichtsbewusstsein.
Die Stiftung Ettersberg und die Landeszentrale für politische Bildung Thüringen laden darum zur exemplarischen Analyse ein. Fotografische Praxis soll als politische, soziale und kulturelle Kommunikation beleuchtet werden. Der Schwerpunkt der internationalen Tagung liegt auf den spätsozialistischen Gesellschaften der DDR und Ostmitteleuropas ab den späten 1960er Jahren. Was veränderte sich, als Kulturpolitik nicht mehr allein gewünschte Ideale und Glücksmomente in Szene gesetzt haben wollte, sondern auch die Darstellung „realsozialistischer“ Wirklichkeiten für geboten hielt, tolerierte oder nicht mehr verhindern konnte? Wie erlangten Fotograf:innen neue Handlungsräume? Welche Situationen und Menschen, welche Stimmungen und Sehnsüchte erhielten im Spätsozialismus fotografische Aufmerksamkeit?
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Quelle: https://visual-history.de/2023/09/26/fotografierter-sozialismus-symposium/
Hamburgs „Führer“ Karl Kaufmann (1900-1969). Ein Leben zwischen Macht, Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Krankheit
In der Verlagsfassung seiner 2022 an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität zu Bonn eingereichten Dissertation beschäftigt sich der Historiker Daniel Meis mit dem Wirken des Nationalsozialisten Karl Kaufmann, der als Gauleiter Hamburgs zu den wichtigsten Akteuren der „zweiten Reihe“ in der NSDAP gehörte. Geboren allerdings wurde der Katholik Kaufmann am 10. Oktober 1900 in Krefeld und verbrachte seine prägenden Jahre in Elberfeld, war also ebenso wie sein Berliner „Kollege“ Joseph Goebbels urspünglich Rheinländer.
Zunächst ist positiv anzumerken, dass Daniel Meis darauf verzichtet, seine Einleitung umständlich mit methodischen Anmerkungen zu belasten um den biografischen Zugriff zu rechtfertigen, wie es leider in vielen biografischen Qualifikationsarbeiten geschieht. Gerade in totalitären Staaten oder Organisationen kommt man um diesen Zugang kaum herum, handelt es sich doch um Systeme, in denen individuelle Machtentfaltung einerseits und strukturelle Zwänge andererseits wesentlich stärker wirken und miteinander verschränkt sind, als es in freieren Gesellschaften der Fall ist. Im Prinzip ist Daniel Meis‘ Arbeit, wie er selber anmerkt, als Teil einer Kollektivbiografie des nationalsozialistischen Führungspersonals zu verstehen, so dass sich im Vergleich mit anderen Akteuren Ähnlichkeiten und Unterschiede herausarbeiten lassen, die unser Verständnis von der Herrschaftsausübung im Nationalsozialismus schärfen können. Und dies, ohne in der Gegenüberstellung von „Polykratie“ und „Führerstaat“ zu verharren.
Der Text ist chronologisch in drei Teile gegliedert: In Kaufmanns Zeit im Rheinland, in der nach seiner Kindheit und Jugend die Karriereleiter in der regionalen NSDAP erklomm.
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Quelle: http://histrhen.landesgeschichte.eu/2023/09/rezension-karl-kaufmann-kuehne/
Deutscher Historikertag in Leipzig 2023
Replik aus dem „Elfenbeintürmchen“ (zu J. Häntzschel, Deutscher Historikertag. Die Überfragten, in:...
Ausschreibefrist um 2 Wochen verlängert!
Quelle: https://dhd-blog.org/?p=19968
„Säuberungssache Edmund Heckler“: Angestaubte Täterdiskurse und ein Betriebsleiter als „Mitläufer“
Im August 1948 verkündete die Spruchkammer 9 des Staatskommissariats für die politische Säuberung im...
Volkshochschulen und Nachhaltigkeit
Achtsam mit der Natur umzugehen und die natürlichen Ressourcen zu schonen – dies ist sicher et...
Flanerien und Vorträge im September und Oktober
1) Donaukanal-Flanerie, 30.9.2023
Flanerie, veranstaltet vom Labor Alltagskultur
U6-Station Spittelau, Ausgang Richtung Wienenergie/Müllverbrennungsanlage
Sa, 30.9.2023, 11:30-ca.14:00 (Ausklang Central Garden)
Teilnahme kostenlos, Spenden erbeten. Anmeldung & Info: fuchs@kinoki.at
https://labor-alltagskultur.at/vom-lido-der-arbeitslosen-zum-investorentraum-2/
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2) Das Sandland an der March, 5.
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Quelle: http://adresscomptoir.twoday.net/stories/1022697076/
FGAG11: Samuel Pepys, Lady Six Sky und Daniel singt
Wir widmen uns in FeedGAG11 unter anderem viel Post, den Frauen bei Ibn Fadlan und dem medizinischen Aspekt des Tagebuchs von Samuel Pepys. Außerdem steuert Daniel eine Gesangseinlage bei.
Den erwähnten fiktiven Reisebericht aus dem Jahr 1049 von Johannes könnt ihr hier herunterladen: https://www.geschichte.fm/wp-content/uploads/2023/09/WaraegerFlussreise.pdf
Das erwähnte Buch, in dem Tonicha Upham über die Frauen bei Ibn Fadlan schreibt, gibt es hier: https://link.springer.com/book/10.
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Chatbots – Text, Kommunikation, Handeln?
Als ein unausgesprochener Themenschwerpunkt der Jahrestagung der Gesellschaft für Angewandte Linguis...
