GAG415: Polarpionier Fridtjof Nansen

Eine Geschichte über einen Forscher, Botschafter und Friedensnobelpreisträger

Im Juli 1905 reiste Fridtjof Nansen von Norwegen in die dänische Hauptstadt, um dort den dänischen Prinzen davon zu überzeugen, norwegischer König zu werden. Nansen, der Polarforscher hat nämlich nicht nur als erster Mensch Grönland durchquert und versucht, den Nordpol zu erreichen. Der Norweger war auch ein berühmter Befürworter der norwegischen Unabhängigkeit, das bislang in Personalunion vom schwedischen König regiert wurde.

Und Nansen setzte nicht nur in der Erforschung des arktischen Eismeers neue Maßstäbe: Als Diplomat und Botschafter war er unter anderem für den Völkerbund tätig, führte den ersten international gültigen Ausweis für Staatenlose ein und erhielt 1922 den Friedensnobelpreis.

Wir sprechen über die außergewöhnliche Biographie von Fridtjof Nansen und warum die schwedische Königsdynastie auf einen französischen Revolutionsgeneral zurückgeht.

Literatur

Roland Huntford: „Nansen: The Explorer as Hero“, 2001.



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Quelle: https://www.geschichte.fm/archiv/gag415/

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Symposium: Einsamkeit und Resonanz. Jüdische Filmgeschichte in der Bundesrepublik

Ein Plakat, das auf oben das Gesicht einer Frau in Nahaufnahme zeigt und unten eine Hand, die einen Filmstreifen hält.

In der westdeutschen Filmgeschichte sind jüdische Akteurinnen und Akteure meist als Einzelfälle und Ausnahmen wahrgenommen worden und haben ihre Position zum Teil auch als eine der Einsamkeit erlebt. Das Symposium diskutiert, worin sich ihre Biografien, Karrieren und Werkgeschichten dennoch ähneln und inwiefern sie zusammenhängen. Dabei wird jüdische Filmgeschichte auf doppelte Weise zum Thema: Durch den Blick auf Filme und Filmschaffende wie auch durch die Frage nach den Voraussetzungen ihrer Geschichtsschreibung.

Plakat für das Symposium „Einsamkeit und Resonanz. Jüdische Filmgeschichte in der Bundesrepublik“

Veranstalter:innnen
Lea Wohl von Haselberg, Filmuniversität  Babelsberg KONRAD WOLF; Johannes Praetorius-Rhein, Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF; Mirjam Wenzel,
Jüdisches Museum Frankfurt; Doron Kiesel, Zentralrat der Juden in Deutschland

Kooperationspartner
Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf, Postdoc Network Brandenburg

Die Teilnahme ist kostenlos. Unterkunft, Verpflegung und Reisekosten werden nicht übernommen.

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Quelle: https://visual-history.de/2023/09/05/symposium-einsamkeit-und-resonanz-juedische-filmgeschichte-in-der-bundesrepublik/

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Das war die DHd2023!

In schnellen Schritten geht es auf die DHd2024 in Passau zu. Daher möchten wir uns an dieser Stelle noch einmal herzlich für die Konferenzbegleitungsbeiträge unserer Reisestipendiat:innen der  DHd2023 bedanken. Insgesamt gab es 11 Stipendien für Very-Early-Career-Scholars: Der Verband »Digital Humanities im deutschsprachigen Raum e.V.« und der Verein »Geistes- und kulturwissenschaftliche Forschungsinfrastrukturen« haben je 3 Reisekostenstipendien vergeben. Zusätzlich haben »NFDI4Culture« 4 Stipendien und »NFDI4Memory« ein Reisekostenstipendium beigetragen. Weiterhin wurden 20 Doktorand:innenstipendien von der Gerda-Henkel-Stiftung vergeben. 

DHd2023 Stipendiat:innen

Gruppenfoto der DHd2023-Stipendiat:innen vor der Universität Trier.



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Quelle: https://dhd-blog.org/?p=19878

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Rezension: Jürgen Osterhammel – Die Verwandlung der Welt: Eine Geschichte des 19. Jahrhunderts (Teil 9)

 

Teil 1 hier, Teil 2 hier, Teil 3 hier, Teil 4 hier, Teil 5 hier, Teil 6 hier, Teil 7 hier, Teil 8 hier.

Jürgen Osterhammel - Die Verwandlung der Welt: Eine Geschichte des 19. Jahrhunderts

Als nächstes beschäftigt sich Osterhammel mit Energieregimen: das 19. Jahrhundert sei das Jahrhundert der Energie gewesen. Die Erzeugung von Energie habe die Zeitgenossen in ihren Bann geschlagen. Erstmals war es möglich, die Grenzen der biologischen Energieerzeugung deutlich zu überschreiten. Dies ging allerdings deutlich langsamer vonstatten, als populäre Darstellungen der industriellen Revolution dies häufig suggerieren (eine Art Leitmotiv dieses Kapitels). Die Verbreitung der Kohle als Energiemittel etwa vollzog sich sehr langsam; erst ab der zweiten Hälfte des Jahrhunderts war hier eine deutliche Zunahme sichtbar. Für das 19 Jahrhundert galt dasselbe auch für Erdöl. Stattdessen blieb Holz ein wichtiger Energieträger und die Kraft des Tieres eine wichtige Quelle von Energieerzeugung.



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Quelle: http://geschichts-blog.blogspot.com/2023/09/rezension-jurgen-osterhammel-die.html

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Rezension: Karl-Wilhelm Weeber – Circus Maximus: Wagenrennen im antiken Rom

 

Karl-Wilhelm Weeber - Circus Maximus: Wagenrennen im antiken Rom

Ich habe das Gefühl, dass eine Referenz an Ben Hur zur Einleitung eines Buchs über Wagenrennen im alten Rom mittlerweile ein Anachronismus ist, der nur durch die berühmten Armbanduhren in der Wagenrennen Szene des Hollywoodschinkens übertroffen wird - nicht nur wegen der künstlerischen Freiheiten, die sich der Film seinerzeit genommen hat, sondern auch, weil eine natürliche Reaktion darauf mittlerweile ein „ wer oder was ist Ben Hur?“ wäre. Und das nicht zu Unrecht. Das Erbe das Schicksal droht vermutlich auch Asterix. Aber ich schweife ab. Die Frage, inwiefern die Wagenrennen des Circus Maximus als eine Art Vorläufer moderner Sportveranstaltungen gesehen werden können, bleibt alleine deswegen relevant, weil die römische Gesellschaft in vielen Facetten verführerisch modern zu sein scheint - ein Anschein, der sich bei näherer Betrachtung allzu oft einer geradezu verwirrenden Fremdartigkeit Platz macht. Ob diese Facetten von Karl-Wilheln Weebers Buch eingefangen werden können, soll diese Rezension zeigen.



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Quelle: http://geschichts-blog.blogspot.com/2023/09/rezension-karl-wilhelm-weeber-circus.html

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Sanddünen im Marchfeld – Ö1-Interview mit Heinz Wiesbauer und Anton Tantner

Die fünfteilige Ö1-Serie zu den Sanddünen im Marchfeld, für die Heinz Wiesbauer und ich interviewt wurden (Vom Leben der Natur, 28.8.-1.9.2023, 8:55-9:00), kann nun nachgehört werden:

1) Heinz Wiesbauer: Eiszeitliche Ablagerungen
https://oe1.orf.at/programm/20230828/730156/Sandduenen-im-Marchfeld-1

2) Anton Tantner: Eingriffe und Schutz als Politikum
https://oe1.orf.at/programm/20230829/730213/Sandduenen-im-Marchfeld-2

3) Anton Tantner: Die Würdigung der ökologischen Bedeutung
https://oe1.orf.

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Quelle: http://adresscomptoir.twoday.net/stories/1022696656/

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GAG414: Ibn Fadlān und die Reise zur Wolga

Eine Geschichte über eine Gesandtschaft zur Wolga

Wir springen ins Jahr 921. Der Kalif von Bagdad hat ein Schreiben erhalten, in dem er um Hilfe gebeten wird. Die daraufhin zusammengestellte Gesandtschaft wird tausende Kilometer reisen, um dem König der Wolgabulgaren diese Hilfe zuteil kommen zu lassen.

Die Chronik dieser Reise, verfasst von Ibn Fadlān, liefert uns heute nicht nur außergewöhnliche ethnografische Beobachtungen diverser Turkvölker, sondern vor allem eine der wenigen Beschreibungen der Rus und ihrer Gepflogenheiten.

Literatur

Aḥmad Ibn Faḍlān und James E. Montgomery. Mission to the Volga. NYU Press, 2017.

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Quelle: https://www.geschichte.fm/archiv/gag414/

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Rezension: Aus Politik und Zeitgeschichte – 1848/49

 

Aus Politik und Zeitgeschichte - 1848/49

Das Jubiläum der Revolution von 1848/49 sorgt gerade für eine neue Hochzeit der Beschäftigung mit dem Thema, Die allerlei Neubewertungen und spannende neue Ansätze mit sich bringt. Ein Aufsatzband der APuZ kommt da wie gerufen, um einiges hinzuzufügen. Wer sich intensiv mit dem Thema beschäftigen will und es vor allem aus europäischer Perspektive betrachten, kommt derzeit um Christopher Clarks monumentalen Epos (hier rezensiert) nicht herum. Wir wollen sehen, was die Bundeszentrale für politische Bildung was in diesem Heft zusammenstellen konnte was und wie es sich in die größere Debatte einordnen lässt.



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Quelle: http://geschichts-blog.blogspot.com/2023/08/rezension-aus-politik-und.html

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Aufruf zur Teilnahme an Umfrage zu Datenkompetenzen in den historisch arbeitenden Disziplinen

Um zu ermitteln, welche konkreten Weiterbildungsbedarfe im Bereich Forschungsdatenmanagement und Datenkompetenzen in den historisch arbeitenden Wissenschaften bestehen, lädt das Team „Data Literacy“ des NFDI-Konsortiums 4Memory dazu ein, an folgender Umfrage teilzunehmen: 

www.soscisurvey.de/4memory-data-literacy/

Sie richtet sich an Forschende, Promovierende, Habilitierende und Studierende, an Professorinnen und Professoren, Mitarbeitende an Bibliotheken, Archiven und Museen sowie an Geschichtslehrkräfte.

Auf Basis der Ergebnisse entwickelt 4Memory Handreichungen, Services und Lehr- und Lernformate, um Datenkompetenzen und den Umgang mit Forschungsdaten in den historisch arbeitenden Disziplinen zu verbessern. Die Ergebnisse dieser Umfrage tragen dazu bei, einen umfassenden Einblick in die Fähigkeiten und Bedürfnisse unserer Forschungscommunity zu erhalten. Dadurch können zielgruppenspezifische Schulungs- und Fortbildungsangebote entwickelt werden, die helfen, die Herausforderungen der Digitalisierung leichter zu bewältigen.



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Quelle: https://digigw.hypotheses.org/4921

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