Abdankungen in Memmingen, I

Wann hörte der Dreißigjährige Krieg auf? Die übliche Antwort wird den 24. Oktober 1648 nennen, an dem in Münster das Friedenswerk unterzeichnet wurde, um das so viele Jahre intensiv gerungen worden war. Umgesetzt war der Frieden damit noch nicht, und ob sich die Papierversion in der Realität bewähren würde, war ebenfalls offen. Ein entscheidender Faktor war die Abdankung der Truppen: Solange sie überall im Reich verteilt in ihren Quartieren lagen, war es jederzeit möglich, die Kampfhandlungen wiederaufzunehmen. Wie die Abdankungen in der Folge des Friedensabkommens und vor allem nach dem Nürnberger Exekutionstag vonstatten gingen, der sich genau mit der Umsetzung der Friedensbestimmungen und hier auch den Abdankungen auseinandersetzte, ist bislang wenig untersucht. Nötig sind hierfür Detailstudien, die die Auflösung der Armeen bis hin zur Abdankung der einzelnen Regimenter in den Blick nehmen.

Genau dies habe ich exemplarisch versucht, indem ich die Abdankung des Regiments Winterscheid verfolgt habe, das seit der Übergabe der Stadt Memmingen an die kurbayerische Armee im Herbst 1647 dort stationiert war und am 5. Oktober 1649, also zwei Jahre später, dort aufgelöst wurde (zumindest die Memminger konnten erst im Oktober 1649 davon ausgehen, daß der Krieg wirklich zu Ende war).

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Quelle: http://dkblog.hypotheses.org/1232

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Herbsttagung Bonn: Zur frühneuzeitlichen Friedensstiftung

Kürzlich erst fand in Bonn eine Tagung statt, die anhand des Westfälischen Friedens nach den Diskursen und Praktiken des Friedenschließens fragt (vgl. dazu auch #Bonn1648). Jetzt hat sich wiederum eine Bonner Veranstaltung einer ähnlichen Thematik gewidmet, nämlich der „Frühneuzeitlichen Friedensstiftung in landesgeschichtlicher Perspektive“. Da hier neben der Abteilung für Geschichte der Frühen Neuzeit und der Rheinischen Landesgeschichte an der Uni Bonn auch der Verein der geschichtlichen Landeskunde der Rheinlande sowie der Landschaftsverband Rheinland Mitausrichter waren, prägte eine landesgeschichtliche Ausrichtung die Themen der Tagung. Dabei ging es aber nicht allein um rheinische Bezüge, sondern auch andere Regionen wurden in komparatistischer Hinsicht miteinbezogen und erweiterten so ganz wesentlich den Horizont der Diskussionen. Zeitlich wurde praktisch die gesamte Frühe Neuzeit abgedeckt (das Tagungsprogramm hier), doch im Rahmen dieses Blogs möchte ich vor allem die drei Beiträge herausgreifen, die sich auf die Zeit des Dreißigjährigen Kriegs und des Westfälischen Friedens bezogen.

Einem „Stiefkind“, wie er meinte, der historischen Forschung wandte sich Michael Rohrschneider zu, als er gescheiterte Friedenskongresse in den Blick nahm. Konkret ging es um die vergeblichen Versuche, in den Jahren 1636 und 1673/74 in der Reichsstadt Köln einen Friedensschluß zuwege zu bringen. Besonders 1636 kam die Idee überhaupt nicht voran: Fast alle Kriegsparteien hatten unterschiedliche Vorstellungen darüber, wo man Friedensverhandlungen am besten ausrichten sollte.

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Quelle: http://dkblog.hypotheses.org/1188

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#Bonn1648

Am 30. Aug / 1. Sept 2017 fand in Bonn eine internationale Tagung zum Westfälischen Frieden statt. Mit knapp 30 Vorträgen an zwei Tagen war sie viel zu kompakt, als daß sie hier en detail vorgestellt werden kann. Außerdem bespielen die beiden Organisatorinnen Dorothée Goetze und Lena Oetzel unter dem Hashtag #Bonn1648 selbst die sozialen Medien zu diesem Thema. Ich kann mich also auf einige wenige Punkte beschränken, die mir im Rahmen dieser Veranstaltung aufgefallen sind.

Der Titel der Tagung lautete „Warum Friedenschließen so schwer ist“. Daß der Westfälische Friedenskongreß nicht einfach ins Werk zu setzen gewesen war, stellte eine Erkenntnis in den Mittelpunkt, die die Tagung von vornherein in eine sehr fruchtbare Richtung steuerte. Frieden schließen kann man als Technik, als Handwerk begreifen; allerdings ist das Gelingen eines Friedensprozesses keine Selbstverständlichkeit.

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Quelle: http://dkblog.hypotheses.org/1172

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Der Stellenwert des Diariums

Unter dem Stichwort „Wissen und Berichten“ fand in der vergangenen Woche ein Tagung an der RWTH in Aachen statt. Dabei ging es um europäische Gesandtenberichte der Frühen Neuzeit in praxeologischer Perspektive. Unter der Leitung von Thomas Dorfner, Thomas Kirchner und Christine Roll diskutierte eine Runde aus WissenschaftlerInnen über verschiedene Aspekte, die von den Medien des Berichtens über die Gesellschaft der Gesandten und die Bedeutung der Berichte für die Gesandten selbst bis hin zu Fragen der Rezeption und Publikation der Berichte reichten. Einige Beiträge kreisten um Relationen von Gesandten am Zarenhof im 18. Jahrhundert und bildete einen thematischen Schwerpunkt, der durch eine Quellenedition initiiert wurde, die unter der Leitung von Franziska Schedewie in den vergangenen Jahren erarbeitet und in Bälde auf perspectivia.net freigeschaltet werden wird.

Zum Dreißigjährigen Krieg gab es auch Vorträge. Der Beitrag von Dorothée Goetze zu kaiserlichen Gesandtenberichten im Umfeld des Westfälischen Friedens mußte leider entfallen; ich selbst habe zur Berichtspraxis von Johann van der Veecken, des kurkölnischen Agenten in Den Haag, vorgetragen. Vor allem aber hat Lena Oetzel über die Tätigkeit der kursächsischen Gesandten auf dem Friedenskongreß referiert.

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Quelle: http://dkblog.hypotheses.org/886

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Friedensliebe in Osnabrück

Kurz vor dem Ziel wurde es noch einmal richtig schwierig. Nach wie vor gab es offene Punkte, für die sich keine Lösung finden ließ; die Verhandlungen rangen nach wie vor um einzelne Formulierungen. Schon einmal habe ich von der Skepsis berichtet, die im Umfeld des Westfälischen Friedens auftauchte; damals ging es konkret um die stadtkölnischen Bedenken angesichts des großen Friedenswerkes, das Ende Oktober in Münster unterzeichnet worden war. Jetzt bin ich wieder auf diese verfahrene Situation gestoßen, allerdings nicht bezogen auf die Perspektive, die eine Reichsstadt wie Köln einnahm, sondern auf der Grundlage der Protokolle, die die Arbeit des Fürstenrats in Osnabrück dokumentierte. Hierzu ist vor kurzem der letzte Band erschienen, der diese Protokollserie abschließt. Ich habe dazu eine Besprechung für die Zeitschrift für historische Forschung vorbereitet; ein paar Bemerkungen, die dort nicht mehr aufgeführt wurden, möchte ich hier nun präsentieren. Layout 1

Es dürfte mitunter schwierig sein, Stimmungslagen aus Protokollaufzeichnungen abzulesen. Denn in den meisten Fällen sind diese Notizen doch zu spröde und vor allem zu lakonisch, als daß sich irgendwelche Gefühlslagen herausdestillieren ließen. Auffällig ist dennoch, wie häufig in den Wochen kurz vor Abschluß der Osnabrücker Verhandlungen, die dann im sog.

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Quelle: http://dkblog.hypotheses.org/729

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Erwartungen an den Frieden

Auch wenn nach wie vor der Krieg mit aller Härte weitergeführt wurde, richteten sich im Laufe der 1640er Jahre die Blicke immer häufiger nach Münster – dort, wo über den Frieden verhandelt wurde. Doch dies galt nicht nur für die großen Potentaten und die Reichsstände. Auch Wesel, eine der sieben Hauptstädte (d.h. landtagsfähigen Städte) im Herzogtum Kleve, blickte mit gespanntem Interesse auf die Verhandlungen.

Dieses Interesse war nicht ziellos, sondern richtete sich auf einen ganz bestimmten Punkt. Für die Handelsstadt am Niederrhein ging es vor allem um wirtschaftliche Fragen und hier besonders um einen möglichst freien, sprich von Abgaben und Zöllen ungehinderten Warenverkehr. Entsprechend wurde auf der Ratssitzung am 3. Dezember 1647 folgender Beschluß gefaßt: „Weilen nun mehr die fridens tractaten zu Munster zwischen Hispanien vnd den H[erren] Staten zuendtlauffen, So ist resolvirt, Jhr Hochmog[enden] zuerinnern, daß die Hispanische Licenten abgestelt, vnd solches mit in den tractaten inbedongen werden moge“ (Stadtarchiv Wesel, A 3: Ratsprotokolle Nr. 97 [1647-1648], hier fol. 107).

Zunächst einmal ist also festzuhalten, daß es nicht um die Friedensverhandlungen geht, die im Oktober 1648 in die Verträge von Münster und Osnabrück mündeten; vielmehr ging es hier um die Traktate, die den sog. Frieden von Münster zwischen den Generalstaaten und Spanien besiegelten. Die Weseler lagen auch richtig mit ihrer Einschätzung, daß diese Verhandlungen ihrem Ende zustrebten: Am 30. Januar 1648, also keine zwei Monate nach dem Weseler Ratsbeschluß, wurde der spanisch-niederländische Frieden unterzeichnet; die Verhandlungen selbst waren sogar schon am 16. Januar zuende gegangen. Was war also mit dem Weseler Anliegen – hatte es überhaupt noch eine Chance gegeben, diese Aspekte in die Verhandlungen einzubringen?

Ein Blick in die aktuelle Literatur zeigt, daß Handelsbeschränkungen wirklich nicht die Themen waren, um die bis zuletzt gerungen wurde (Rohrschneider, v.a. S. 416 ff.). Gleichwohl regulierte der Friedensvertrag eine ganze Reihe von Fragen der Wirtschaftspolitik und des Handels, besonders ab § VIII. Der Tenor ging dahin, sämtliche Zölle und Wirtschaftsschranken auf den Vorkriegsstand zurückzunehmen. Auch Zölle auf dem Rhein und der Maas wurden explizit angesprochen (s. § XII), doch bezog sich der Vertragstext hier offenbar nur auf niederländisches Gebiet. Ob damit auch Reichsgebiet und damit der Niederrhein miteinbezogen war, ist mir nicht klar.

Es kann durchaus sein, daß Wesel Glück hatte und diese Handelsbeschränkungen ohnehin durch den Frieden von Münster aufgehoben wurden: Hier spielt auch eine Wahrnehmungsfrage die wichtige Rolle: Haben die Generalstaaten das von ihnen besetzte Gebiet am Niederrhein zumindest vertragstechnisch in diesen Friedensschluß integriert? Zu fragen ist aber auch, ob die Aufhebung der spanischen Zölle auf Veranlassung Wesels geschah. Die Bedeutung dieser Stadt als Handelsmetropole ist gar nicht so gering zu veranschlagen, doch der zeitliche Rahmen spricht wenig dafür, daß diese Weseler Initiative den Vertragstext noch hat beeinflussen können.

Wesel mußte damals aber auch noch auf andere Probleme sein Augenmerk richten. In derselben Passage, ja fast in demselben Satz hieß es weiter, daß „dem agenten zuschreiben [sei], daß er fleißigh achthaben solle, damit in der zwischen Jhr Churf dhl [von Brandenburg] vnd den herren Staten gesuchte aliants nichts zu praejudits dieser Statt einverleibt werde.“ Die klevische Stadt sah also deutlich, daß sie auf ihre Interessen im Verhältnis zwischen den Generalstaaten und dem brandenburgischen Kurfürsten, ihrem Landesherrn also, aufpassen mußte. Der Krieg ging zuende, aber die Konflikte wurden nicht weniger.

Quelle: http://dkblog.hypotheses.org/570

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Die Mühen des Protokolls

Man kennt dies auch heute noch: Kaum versammeln sich eine Handvoll Leute, die Wichtiges beraten oder sogar beschließen wollen, muß ein Protokoll geführt werden. Ob sich die Situation an der Schule, in der Universität, im Berufsleben oder im Verein abspielt, einen erwischt es, der sich dieser Mühen zu unterziehen hat. Dies ist nicht erst heute so, auch in vormodernen Zeiten wurden Beratungen protokolliert. Besonders viele Beispiele sind im Umfeld des Westfälischen Friedenskongresses überliefert – kein Wunder, wurde hier doch jahrelang über die vielen Konfliktpunkte verhandelt, deren Regelungen dann in den beiden Instrumenta Pacis zusammengeführt wurden. Normalerweise richtet sich der Blick des Forschers auf die Ergebnisse dieses langwierigen Aushandlungsprozesses. Dabei ist es um so wichtiger, eben nicht nur den großen Verhandlungsführern über die Schulter zu schauen, sondern auch den kleinen Schreiberlingen, die einfach nur mitschrieben und gern übersehen wurden und werden.

Einfach nur mitschreiben? Genau so simpel war es eben nicht. Und unaufwendig schon gar nicht. Die Mitschriften der Verhandlungen konnten gar nicht anders als nur Bruchstücke der Debatten aufzeichnen; aus diesen Live-Aufzeichnungen mußten die Protokollanten direkt nach den Sitzungen, die teilweise stundenlang gedauert hatten, überhaupt erst lesbare und verständliche Protokolle anfertigen. Dabei ging es wahrlich nicht um Kleinkram, sondern um gewichtige Verhandlungsmaterien: Also gab es oftmals mehrere Protokollanten, die ihre Aufzeichnungen abglichen – auch das mußte geschehen. Und da es vielfach um Details und auch den Wortlaut ging, wurden diese Versionen noch einmal zur Abnahme vorgelegt. Wenn alles fertig war, wollten natürlich alle Beteiligten eine Abschrift haben; die Arbeit ging also weiter. Gedruckt wurden diese Texte meist nicht, das war zu aufwendig, zumal hier ja nur Zwischenschritte in den Verhandlungen festgehalten wurden, keine Ergebnisse.

Was ich hier selbst nur in Stichworten andeute, hat Maria-Elisabeth Brunert ausführlich in einem Beitrag behandelt: „Vom Rapular zum Dictatum“ bezeichnet genau diesen Weg von den ersten Notizen hin zur allseits bestätigten, offiziellen Protokollversion. Brunert exemplifiziert diesen Prozeß anhand reichsfürstlicher Verhandlungen auf dem Friedenskongreß. Publiziert ist diese Arbeit in einem Sammelband von Annette Gerstenberg, die sich dem Westfälischen Friedenskongreß vor allem von sprachwissenschaftlicher Seite nähert: „Verständigung und Diplomatie auf dem Westfälischen Friedenskongreß“.Annette Gerstenberger

Ist dies eigentlich eine spannende Thematik? Natürlich handelt es sich um recht spezielle Phänomene, die ein Historiker vielleicht nicht sofort für sich entdeckt. Das Faszinierende liegt aber genau in den Details, die den Verhandlungsgang erst nachvollziehbar machen. Sich darauf einzulassen, lohnt sicher. Zumindest kann man auf diese Weise den Lebensalltag der Protokollanten besser einschätzen, die stundenlang auf einfachen Stühlen sitzen mußten und bei teilweise trübem Licht das Kanzleideutsch aufschrieben – soweit der Lärm der draußen vorbeifahrenden Fuhrwerke dies zuließ. Protokollieren war eben eine mühevolle Arbeit.

Quelle: http://dkblog.hypotheses.org/545

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Kurbayern und der Westfälische Friedenskongreß

Der Weg zum Frieden war bekanntermaßen ausgesprochen verschlungen; es dauerte lange Jahre, bis die Instrumenta pacis unterzeichnet und ratifiziert werden konnten. Entsprechend umfänglich ist das Aktenmaterial, das im Umfeld dieser Verhandlungen angefallen und überliefert ist. Neben den Acta Pacis Westphalicae hat es sich seit einigen Jahren auch die bayerische Landesgeschichte zur Aufgabe gemacht, die einschlägigen kurbayerischen Korrespondenzen zu publizieren. Auf diese Weise werden ergänzend zu den anderen Korrespondenzserien Einblicke in die Verhandlungsführung eines der einflußreichsten Reichsstände und wichtigsten Bündnispartners des Kaisers ermöglicht.

Nachdem bereits die Hauptinstruktionen von 1644 und ein erster Teilband für die Zeit von 1644 bis Juli 1645 veröffentlicht werden konnten, ist kürzlich der zweite Teilband erschienen. Er deckt den Zeitraum von August bis Ende November 1645 ab und versammelt reiches Material für die Phase unmittelbar vor dem Eintreffen des kaiserlichen Prinzipalgesandten Trauttmansdorff in Münster (erst mit ihm nahmen die Verhandlungen wirklich an Fahrt auf). Man mag im ersten Augenblick erstaunt sein, daß gerade diese Frühphase in dieser Edition so intensiv dokumentiert ist. Doch eben damit wird deutlich, wie sinnvoll es ist, neben den kaiserlichen, französischen und schwedischen Korrespondenzserien auch die kurbayerische Sicht der Dinge aufzuarbeiten.

Verhandlungsführer für Kurbayern waren die Gesandten Georg Christoph Freiherr von Haslang und Dr. Johann Adolf Krebs, die ihr Prinzipal Maximilian von Bayern in gewohnter Weise zu einer intensiven Korrespondenz anhielt, um über die Vorgänge in Münster genau im Bilde zu sein; komplementär dazu versorgte der Kurfürst seine Gesandten seinerseits mit Informationen und noch mehr Anweisungen.

Letztere bezogen sich auch auf Rangfragen und die Problematik der Präzedenz – kein Wunder, wurden doch gerade in der Frühphase des Friedenskongresses erste Koordinaten für die jeweiligen Ansprüche und ihre Realisierung gesetzt. Für Kurbayern war dies in erster Linie die Frage der Kurwürde, die bekanntermaßen im Zentrum der Kriegsziele Maximilians stand. Klar war auf kurbayerischer Seite, daß eine Alternation der Kurwürde in keinem Fall zu akzeptieren war; gerade die schlechten Erfahrungen, die die bayerischen Herzöge mit der Regelung des Vertrags von Pavia gemacht hatten, ließen Maximilian darauf dringen, daß seiner Linie die Kurwürde dauerhaft zugesprochen werden würde.

In den Korrespondenzen schlugen sich auch die parallel zu den Verhandlungen weiterlaufenden Kriegsereignisse nieder. Für den genannten Zeitraum war dies vor allem die Schlacht bei Alerheim, in der mit dem kurbayerischen General Capo Franz von Mercy einer der talentiertesten Militärs dieser Jahre fiel. Die Bedeutung dieses Verlustes war sofort klar und schlug sich in den Korrespondenzen entsprechend nieder.

Wer den Griff nach der umfänglichen Edition scheut, mag sich zunächst in dem Beitrag orientieren, in dem Gabriele Greindl den aktuellen Korrespondenzband vorstellt: Die diplomatische Korrespondenz Kurbayerns beim Westfälischen Friedenskongress, in: Wittelsbacher-Studien. Festgabe für Herzog Franz von Bayern zum 80. Geburtstag, hrsg.von Alois Schmid und Hermann Rumschöttel, München 2013, S. 417-440.

Quelle: http://dkblog.hypotheses.org/434

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