Zwei Rehe für Tilly

Es war ohne Zweifel eine nette Geste: Johann Casimir von Anhalt-Dessau hatte dem Feldherrn Tilly zwei Rehe zugesandt. Dieser antwortete am 20. März 1631 an den Fürsten, um sich für das überschickte Wildbret zu bedanken (Landesarchiv Sachsen-Anhalt, Dessau: Z 44, A 10 Nr. 75): Er verspüre darin, so Tilly weiter, die „zue mir tragende gnedige affection“ des Fürsten. Und er bat den Anhaltiner, daß er „mich darin bestendig behalten, vnd zue dero beharlichen hulden vnd gnaden mich bestens recommendiert sein lassen wollen“. Das Schreiben besteht also komplett aus den gängigen Floskeln, wie sie halt den üblichen Standards an Höflichkeit entsprachen. Aber was läßt sich mit einem solchen Schreiben anfangen? Hier hilft der Kontext ein Stück weiter.

In unmittelbare Nachbarschaft des Anhaltiners befand sich das Erzstift Magdeburg.

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Quelle: https://dkblog.hypotheses.org/1216

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Neuigkeiten aus Regensburg, I

Wenn sich die Mächtigen treffen, steigen die Erwartungen, daß auch große Dinge beschlossen werden. Nicht anders war es beim Kurfürstentag in Regensburg, der im Sommer 1630 zusammentrat. Entsprechend vielfältige sind auch die publizistischen Zeugnisse, die über die Regensburger Ereignisse berichteten. Besonderes Augenmerk wurde Kursachsen gewidmet, was wenig überraschend war. Denn Kursachsen beanspruchte eine Führungsrolle unter den protestantischen Reichsständen, hatte sich aber seit vielen Jahren stets mit dem Kaiser arrangiert. Das prinzipiell gute Verhältnis zwischen Wien und Dresden war aber spätestens durch das Restitutionsedikt im Jahr 1629 erheblichen Belastungen ausgesetzt. Wie also würde die kursächsische Gesandtschaft auf dieser Reichsversammlung agieren?

Antworten dazu bot eine Flugschrift, die unter dem Titel „Die andere regenspurgische Relation, welche allerhand Sachen und Particulariteten ihrer der Churfürsten gepflogenen Handlungen, insbesonderheit die churfürstliche sächsische Protestation, wider die römische Königswahl, auch der Churfürsten gethanes Begehren an die Staaden wegen Restitution ihrer innhabenden Reichsstätten, unnd dann deroselben Widerzahtung, dass vom Keyser, Pfalzgraff Friderich kein Perdon begehren, oder etwas abbitten solle, unnd anders mehr in sich hält und begreifft“ im Jahr 1630 erschienen ist (http://dx.doi.

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Quelle: https://dkblog.hypotheses.org/1160

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Neuigkeiten aus Regensburg, I

Wenn sich die Mächtigen treffen, steigen die Erwartungen, daß auch große Dinge beschlossen werden. Nicht anders war es beim Kurfürstentag in Regensburg, der im Sommer 1630 zusammentrat. Entsprechend vielfältige sind auch die publizistischen Zeugnisse, die über die Regensburger Ereignisse berichteten. Besonderes Augenmerk wurde Kursachsen gewidmet, was wenig überraschend war. Denn Kursachsen beanspruchte eine Führungsrolle unter den protestantischen Reichsständen, hatte sich aber seit vielen Jahren stets mit dem Kaiser arrangiert. Das prinzipiell gute Verhältnis zwischen Wien und Dresden war aber spätestens durch das Restitutionsedikt im Jahr 1629 erheblichen Belastungen ausgesetzt. Wie also würde die kursächsische Gesandtschaft auf dieser Reichsversammlung agieren?

Antworten dazu bot eine Flugschrift, die unter dem Titel „Die andere regenspurgische Relation, welche allerhand Sachen und Particulariteten ihrer der Churfürsten gepflogenen Handlungen, insbesonderheit die churfürstliche sächsische Protestation, wider die römische Königswahl, auch der Churfürsten gethanes Begehren an die Staaden wegen Restitution ihrer innhabenden Reichsstätten, unnd dann deroselben Widerzahtung, dass vom Keyser, Pfalzgraff Friderich kein Perdon begehren, oder etwas abbitten solle, unnd anders mehr in sich hält und begreifft“ im Jahr 1630 erschienen ist (http://dx.doi.

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Quelle: https://dkblog.hypotheses.org/1160

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Neuigkeiten aus Regensburg, I

Wenn sich die Mächtigen treffen, steigen die Erwartungen, daß auch große Dinge beschlossen werden. Nicht anders war es beim Kurfürstentag in Regensburg, der im Sommer 1630 zusammentrat. Entsprechend vielfältige sind auch die publizistischen Zeugnisse, die über die Regensburger Ereignisse berichteten. Besonderes Augenmerk wurde Kursachsen gewidmet, was wenig überraschend war. Denn Kursachsen beanspruchte eine Führungsrolle unter den protestantischen Reichsständen, hatte sich aber seit vielen Jahren stets mit dem Kaiser arrangiert. Das prinzipiell gute Verhältnis zwischen Wien und Dresden war aber spätestens durch das Restitutionsedikt im Jahr 1629 erheblichen Belastungen ausgesetzt. Wie also würde die kursächsische Gesandtschaft auf dieser Reichsversammlung agieren?

Antworten dazu bot eine Flugschrift, die unter dem Titel „Die andere regenspurgische Relation, welche allerhand Sachen und Particulariteten ihrer der Churfürsten gepflogenen Handlungen, insbesonderheit die churfürstliche sächsische Protestation, wider die römische Königswahl, auch der Churfürsten gethanes Begehren an die Staaden wegen Restitution ihrer innhabenden Reichsstätten, unnd dann deroselben Widerzahtung, dass vom Keyser, Pfalzgraff Friderich kein Perdon begehren, oder etwas abbitten solle, unnd anders mehr in sich hält und begreifft“ im Jahr 1630 erschienen ist (http://dx.doi.

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Quelle: https://dkblog.hypotheses.org/1160

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August von Sachsen, Administrator von Magdeburg

Viel zu sehr dominieren in der Geschichtsschreibung des Dreißigjährigen Kriegs die großen Namen. Deutlich weniger Aufmerksamkeit genießen die Persönlichkeiten, die kleinere Herrschaftsbereiche innehatten oder wenig Einfluß auf den Gang der Dinge gehabt haben. Mit August von Sachsen ist genau ein solcher Reichsfürst gemeint, dessen Werdegang ihn eben nicht zu einem der strahlenden Helden dieser Jahrzehnte werden ließ. Bereits Ende der 1620er Jahre zum Administrator des Erzstifts Magdeburg postuliert, mußte er zusehen, wie die Habsburger ihn beiseite schoben und ihren eigenen Kandidaten förderten (http://dkblog.hypotheses.org/961). Doch Erzherzog Leopold Wilhelm hatte bekanntermaßen auch wenig Zeit, seine Herrschaft im Erzstift zu etablieren, denn schon die Huldigung der Magdeburgischen Landstände stand im Zeichen des bevorstehenden Schwedenkriegs, in dem auch dieses Gebiet dem kaiserlichen Zugriff entglitt (http://dkblog.hypotheses.org/949). Erst der Prager Frieden 1635 bestätigte August von Sachsen als Administrator, der aber faktisch erst 1638 seine Herrschaft antreten konnte.

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Quelle: https://dkblog.hypotheses.org/1129

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Neue Literatur zu Magdeburg, II

In Fortführung des vorigen Blogposts sollen hier die weiteren Beiträge zur Magdeburger Geschichte im Dreißigjährigen Krieg vorgestellt werden, die im schon erwähnten Sammelband zu finden sind.

Im Jahr 1624 feierte Magdeburg das 100jährige Jubiläum der städtischen Reformation. Zu diesem Anlaß wurde das Drama „Eusebia Magdeburgensis“ von Johannes Blocius aufgeführt, das aber weniger die frühen Jahre der Magdeburgischen Reformation darstellte, sondern den Widerstand der Stadt gegen Kaiser Karl V. im Rahmen der Belagerung von 1550/51. Es ging nicht nur darum, diesen Erfolg zu feiern, sondern ebenso, der eigenen Generation ein leuchtendes Beispiel für eine im Glauben begründete Standhaftigkeit im aktuellen Kampf mit der Gegenreformation zu bieten. Carsten Nahrendorfs Beitrag stellt dieses sich nur schwer erschließende neulateinische Drama in Grundzügen vor, verweist dabei auch auf dessen Quellenwert, da die „Eusebia“ zeitgenössisches Material verwertete, das später verlorenging.

Zwei Aufsätze thematisieren die Magdeburgische Katastrophe von 1631. Michael Schilling widmet sich der Brautbildlichkeit, die im Begriff der sog.

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Quelle: http://dkblog.hypotheses.org/1080

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„la place de Magdebourg étant d’ailleurs la seule qui puisse servir de grand dépôt à l’armée d’Allemagne“ – Magdeburg als Festung der französischen Armee in Deutschland

Archives Nationales Paris, AF IV 1163

Bericht des Kriegsministers Henri Clarke an den Kaiser vom 31. Oktober 1810

 

 

Sire,

J’ai l’honneur de rendre compte à Sa Majesté que toutes les bouches-à-feu en bronze qui excédaient l’armement fixé pour la place de Magdebourg ont été évacuées dans le courant de cet été sur Mayence où elles sont toutes arrivées. La saison commençant à avancer et la plupart de ces effets pouvant rester sans inconvénient en dépôt à Magdebourg jusqu’au printemps prochain, la place de Magdebourg étant d’ailleurs la seule qui puisse servir de grand dépôt à l’armée d’Allemagne, d’après les positions qu’elle occupe actuellement, j’ai suspendu provisoirement les évacuations de cette place pour donner les moyens de faire prendre par les chevaux d’artillerie employés à cette évacuation les 200 voitures d’artillerie dont Sa Majesté m’a ordonné d’augmenter le matériel en Allemagne pour y reformer le parc de réserve et compléter le double approvisionnement.

De votre Majesté le fidèle serviteur et sujet Henri Clarke

 

 Zur Quelle

Nach dem Krieg gegen Österreich im Jahre 1809 und der Heirat mit der Tochter des habsburgischen Kaisers von Österreich herrschte, abgesehen von der iberischen Halbinsel, auf dem europäischen Kontinent Frieden.

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Quelle: https://naps.hypotheses.org/1341

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Der frühe Ranke und der Dreißigjährige Krieg

Der Dreißigjährige Krieg zählt gerade im deutschen Raum zu den bedeutendsten Erinnerungsorten. Heute, im frühen 21. Jahrhundert, haben Referenzen aus dem 20. Jahrhundert den Dreißigjährigen Krieg zurückgedrängt, doch im 19. Jahrhundert war dies noch ganz anders. Gerade die sich damals etablierende Geschichtswissenschaft hat sich mit viel Engagement Themen dieser Epoche zugewandt. Auch Leopold von Ranke, einer der wegweisenden Gelehrten in dieser Zeit, hat sich mit dieser Epoche beschäftigt. Interessanterweise hat sich sein Interesse aber mit Wallenstein auf eine zentrale Figur fokussiert; eine Geschichte des Dreißigjährigen Kriegs hat er nie vorgelegt.

In welcher Weise sich Bezüge zum Dreißigjährigen Krieg beim jungen Ranke nachweisen lassen, kann man jetzt bequem anhand einer neuen Briefedition nachvollziehen: Leopold von Ranke, Briefwechsel.

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Quelle: https://dkblog.hypotheses.org/989

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Sächsischer Druck auf das Domkapitel

Anfang 1628 sah sich Kursachsen am Ziel: Markgraf Christian Wilhelms hasadeurhafte Politik hatte ins Nichts geführt, und als Administrator des Erzstifts Magdeburg hatte er das Weite suchen müssen. Nun war die Gelegenheit, anstelle eines brandenburgischen Prinzen einen sächsischen als Landesherrn im prestigeträchtigen Erzstift zu installieren. Gute Kontakte ins Magdeburgische hatte Dresden immer schon gepflegt – dies sollte sich jetzt auszahlen. Im Januar 1628 setzte das Domkapitel tatsächlich Christian Wilhelm ab und wählte mit August von Sachsen einen Prinzen aus dem Haus Wettin.

Doch damit begannen erst die Probleme. Denn das Haus Habsburg wollte dank der militärischen Überlegenheit im Reich seinerseits einen eigenen Kandidaten präsentieren und drängte Kursachsen dazu, die eigenen Ansprüche zurückzustellen. Doch Dresden dachte gar nicht daran, hier zurückzustecken – ein bemerkenswerter Schritt, denn in all den Jahren zuvor hatte Kursachsen immer darauf geachtet, ein gutes Auskommen mit dem Kaiser zu pflegen. Im Fall der Besetzung des Erzstifts Magdeburg kam es nun zum offenen Konflikt. Am Ende setzte sich der Kaiser durch und ließ seinen Sohn Leopold Wilhelm als Administrator einsetzen (vgl.

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Quelle: http://dkblog.hypotheses.org/961

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