DARIAH-DE – Forschen mit digitalen Diensten und Werkzeugen für alle Geistes- und Kulturwissenschaftler

Einstieg

Im Zuge der Digitalisierung von Wirtschaft, Gesellschaft und Wissenschaft gewinnen auch die Digital Humanities zunehmend an Bedeutung. Die stark anwachsende Verfügbarkeit digitaler Daten für die Forschung trägt dazu bei, das Interesse an den Methoden und Werkzeugen dieser vergleichsweise jungen Disziplin zu wecken.

EinsteigerInnen in die Digital Humanities stellen sich häufig die Fragen: Was sind die Digital Humanities, welche Forschungsfragen lassen sich mit den Mitteln der Digital Humanities bearbeiten, welche Werkzeuge sind für bestimmte Fragestellungen in unterschiedlichen Fachdisziplinen geeignet, wie ist mit digitalen Forschungsdaten zu verfahren im Hinblick auf Ihre Aufbereitung, Speicherung, Veröffentlichung, Zitierbarkeit und Nachnutzbarkeit?

Die digitalen Geisteswissenschaften lassen sich an der Schnittstelle zwischen Informatik und Geisteswissenschaften verorten. Das Selbstverständnis kann dabei zwischen den beiden Endpolen variieren und entsprechend aufgefasst werden – als unterstützendes Angebot und Erweiterung oder als eigenständige Disziplin mit einem ganz eigenen theoretischen und methodischen Ansatz. Auch die fachliche Zuordnung erweist sich als variabel. So gibt es Universitäten, in denen die Digital Humanities der Informatik und solche, wo sie den geisteswissenschaftlichen Fächern zugeordnet sind. Sieht man von der noch nicht abgeschlossenen Definitionsdebatte ab, so können die Digital Humanities in einer Minimalbeschreibung als Sammelbezeichnung für computergestützte Verfahren und Methoden aufgefasst werden, die im Zuge der digitalen Transformation der Geistes- und Kulturwissenschaften Einzug in die wissenschaftliche Praxis halten.

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Quelle: http://dhd-blog.org/?p=9082

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Der Preis des Erfolgs

In Zeiten des Kriegs schien alles möglich zu sein: Als einfacher Kriegsknecht anfangen und am Ende General werden – dieses Karrieremuster war Traum vieler Söldner, die sich auf das Abenteuer Krieg einließen und hofften, hier ihr Glück zu machen. Ein prominentes Beispiel für einen derart erfolgreichen Werdegang ist Jan von Werth. Wir wissen nicht einmal, wann genau er seinen Kriegsdienst begann, nur daß er sich bei den spanischen Truppen verdingte, die im frühen 17. Jahrhundert am Niederrhein, wo Werth seine Heimat hatte, stark präsent waren. Um 1630 wechselte er zur Armee der Katholischen Liga, damals schon als Offizier, nutzte dann aber, als die Krise der kaiserlich-katholischen Truppen im Schwedenkrieg manifest war, seine Chance. Bereits 1634 war er Feldmarschall-Leutnant, im Jahr 1635 erhob Kaiser Ferdinand II. ihn in den erblichen Reichsfreiherrenstand. Später wurde er noch General der Kavallerie. Auch wenn seine Karriere in den letzten Kriegsjahren etwas stockte und er kein großes Kommando erhielt, blieb sein Werdegang beispiellos.



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Quelle: http://dkblog.hypotheses.org/1286

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Vom Comic zum Volksidol? Zur Geschichte von „Tarkan“

Vom Comic zum Volksidol? Zur Geschichte von „Tarkan“
„Tarkan“, der „hunntürkische” Krieger, der zur Herrschaftszeit Attilas im Hunnenreich lebt, wurde gegen Ende der 1960er Jahre vom türkischen Comickünstler Sezgin Burak erschaffen. In der Türkei feierte seine nach ihrem Protagonisten benannte Abenteuercomicserie einen multimedialen Sensationserfolg.

Quelle: https://visual-history.de/2024/08/09/vom-comic-zum-volksidol-zur-geschichte-von-tarkan/

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Chaos und reale Utopien. Gleichzeitig

Fabian Scheidler: Chaos. Das neue Zeitalter der Revolutionen. Wien: Promedia 2017; Erik Olin Wright: Reale Utopien. Wege aus dem Kapitalismus. Berlin: Suhrkamp 2017.
Fabian Scheidler kennt Erik Olin Wright nicht. Zumindest zitiert er ihn nicht. Dabei wollen beide Bücher das gleiche: hinaus aus dem Kapitalismus. Medienrealität ist für beide der Kitt, der die „Megamaschine“ zusammenhält.



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Quelle: https://medienblog.hypotheses.org/1273

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Ankündigung: Workshop „Measuring Change in Digital Humanities: Workshop on Impact Factors and Success Criteria“

Die DARIAH-EU Working Group Impact factors and success criteria lädt ein zum Diskutieren über Erfolgskriterien von DH-Forschungsinfrastrukturen. Der Workshop findet statt am 21. und 22. Juni am Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin.

Die komplette Ankündigung (auf Englisch) können Sie auf der Seite des Instituts lesen.

Die Anmeldung ist freigeschaltet.

Quelle: http://dhd-blog.org/?p=9158

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Bildungsdokumentation mit Smartphone und WhatsApp – auch ein Form von Dokumentation!

von Grace Leisten

Im Zeitalter der Digitalisierung in unserer Gesellschaft ist das Smartphone oder Tablet mittlerweile fester Bestandteil in der Kommunikation zwischen Eltern und betreuender Institution geworden. Kurze Informationen können schnell und einfach ausgetauscht werden. Aber wie sieht es aus mit der Dokumentation der Bildungsprozesse in der frühen Kindheit? Bildungsdokumentation über Whatsapp? Welche Entwicklungsschritte können über das Smartphone an die Eltern transportiert werden und welche Einblicke erhalten die Kinder?

 Im Rahmen meiner Projektarbeit in der Zeit von Mai 2017 bis Januar 2018 stellte ich fest, das Informationen und Fotos der Kinder in einer gemeinsamen Whatsapp – Gruppe durch die Tagespflegeperson an die Eltern weitergegeben wurden. Eine Bildungsdokumentation der Kinder (KiBiz § 13) in Form von Portfolios oder Wanddokumentationen wurde nicht angefertigt. Durch Beobachtung und Dokumentation der Bildungsprozesse der Kinder wird die Entwicklung und das Interesse des einzelnen Kindes in den Blick genommen.

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Quelle: http://inklusion.hypotheses.org/3395

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Bibliographie der Hexenforschung 2017

I. Deutschsprachige Forschung

Monographien

Andreas Flurschütz da Cruz: Hexenbrenner, Seelenretter. Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn (1573-1617) und die Hexenverfolgungen im Hochstift Würzburg (= Hexenforschung 16)
Inhalt:
http://d-nb.info/1128607999/04
Rezension von Gerhard Koebler:
http://www.koeblergerhard.de/ZIER-HP/ZIER-HP-07-2017/FlurschuetzdaCruzAndreas-HexenbrennerSeelenretter.htm
“Im Ergebnis zeigt er, dass die meisten Hexenverfolgungen in dem Hochstift Würzburg in einem Zusammenwirken der Bewohner einzelner Ortschaften und örtlicher Amtsträger des Fürsten entstanden, während der als Hexenbrenner verrufene Julius Echter von Mespelbrunn, unter dessen Herrschaft nach bisheriger Ansicht auch die Hexenverfolgungen verstärkt wurden, nach den Erkenntnissen des Verfassers eher ein Hexenretter war.”



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Quelle: http://archivalia.hypotheses.org/70415

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Citizen Science-Formate: Transkriptionsprojekte

Transkriptionen gehören zu den häufigsten Formen von Citizen Science-Projekten in den Geisteswissenschaften. Dabei beteiligen sich Bürger daran, historische Dokumente in eine lesbare Form zu überführen und sie inhaltlich zu erschließen. Unsere Liste gibt einen…

Quelle: https://bkw.hypotheses.org/671

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Wozu wird man Königin?

Im Frühjahr 1707 brach eine noch nicht 16 Jahre alte Prinzessin von Wolfenbüttel zu einer weiten Reise auf: Elisabeth Christine von Braunschweig-Wolfenbüttel-Blankenburg, die seit 1704 mit Karl III. von Spanien verlobt war, reiste zunächst nach Wien und 1708 dann von dort weiter nach Spanien zu ihrem Gemahl, dem jüngeren Bruder des regierenden Kaisers Joseph I. Der Verlobung und der Reise vorausgegangen waren komplizierte Verhandlungen, in die zahlreiche Familienmitglieder beiderseits involviert gewesen waren:

 

Der Großvater des Mädchens, Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel, hatte das Heiratsprojekt lanciert1; ihre Mutter Christine Louise war in die Vorbereitung involviert2. Kaiserin Eleonore Magdalena, die Mutter des Bräutigams, war in die Auswahl der möglichen Braut für ihren jüngeren Sohn von Beginn an einbezogen3 und beratschlagte darüber nicht nur mit ihrem, allerdings 1705 bereits verstorbenen Gemahl Leopold I. Kaiserin Amalie Wilhelmine, selbst aus der älteren, in Hannover ansässigen Linie des Hauses Braunschweig stammend, unterstützte den Plan4. Der jüngere Bruder der Kaiserin-Witwe, der in Düsseldorf residierende Kurfürst von der Pfalz, war es, der schließlich die Brautwerbung in Wolfenbüttel vortrug.

Neben den üblichen Fragen einer Brautwerbung war im konkreten Fall ein besonders heikles Problem zu regeln: Die präsumtive Braut war lutherischer Konfession und damit als Ehekandidatin eines Mannes aus dem katholischen Hause Habsburg eigentlich ausgeschlossen.

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Quelle: http://kaiserin.hypotheses.org/376

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Stellungnahme der Gesellschaft für Musikforschung zum NFDI-Prozess

Der Vorstand der Gesellschaft für Musikforschung (GfM) hat auf der Gesellschafts-Website ein Memorandum des Verbands zur Schaffung nationaler Forschungsdateninfrastrukturen (NFDI) veröffentlicht und ist darin der Aufforderung des Rats für Informationsinfrastrukturen gefolgt, sich in die Diskussion um diese für alle Fachgebiete wichtige Weichenstellung einzubringen. Die Stellungnahme, die – wie zuvor schon jene des Historikerverbands – auf die spezifischen Gegebenheiten kulturwissenschaftlicher Gegenstände und Forschung hinweist, hebt die Bedeutung spezialisierter, fachnaher Lösungen für die Effizienz des zu bildenden Netzwerks hervor und begrüßt die auch in der Stellungsnahme des DHd angeregte breite Diskussion über die Leitvorstellungen einer solchen Infrastruktur. Der Text der GfM ist in einer Kurz- und einer Langversion verfügbar unter: https://www.musikforschung.de/index.php/memoranda/schaffung-nationaler-forschungsdateninfrastrukturen-nfdi

Quelle: http://dhd-blog.org/?p=9146

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