Eigentlich empfiehlt es sich ja immer, das mit der Regelstudienzeit nicht allzu ernst zu nehmen. Zumal es für den Studiengang “SocialMediävistik (BA)” noch nicht einmal eine Studienordnung gibt, keine Module, keine Creditpoints. Daher wissen wir es nicht so genau: Hat…
Neue Rezensionen: H-Soz-Kult
Pier de Crescenzi, Livre des prouffitz champestres et ruraulx, ca. 1480. Quelle: Wikimedia Commons, gemeinfrei
Neue Bücher zum Thema historische Bildforschung – rezensiert auf H-Soz-Kult
Matthes Champion: Medieval Graffiti. The Lost Voices of England’s Churches
Ebry Press, London 2015
rezensiert von Thomas Wozniak, redaktionell betreut durch Lioba Geis
This book of Matthew Champion, who started the Norfolk Medieval Graffiti Survey five years ago, provides answers beyond the common association of the idle scratchings of bored choirboys. Since 2010, the author has lead a survey of more than 650 churches in the county of Norfolk alone, identifying more than 25,000 different graffiti images over the years.
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Quelle: https://www.visual-history.de/2016/08/01/neue-rezensionen-h-soz-kult-5/
Vom Schmutz in mittelalterlichen Büchern
Ein mittelalterliches Buch ist bekanntlich nichts Statisches, das seit seiner Entstehung die Zeiten unverändert überdauert hat. Im Gegenteil liefert es viele Hinweise auf die Benützung und den Umgang mit Büchern, wie Randglossen, Streichungen und Ergänzungen aber auch die Anbringung und spätere Entfernung einer Kette zeigen. Auch im Schmutz, wie er dem heutigen Benutzer zuweilen begegnet, muss nicht zwangsläufig etwas dem Buch zu Unrecht Anhaftendes gesehen werden, das die eigentlichen Informationen überdeckt – wie auch während jüngster Arbeiten an der Inkunabelsammlung des Schottenstifts aufgefallen ist.
Problematisch ist Schmutz freilich, wenn er beispielsweise in Form von Schimmel auftretend Information nachhaltig zerstört und daher eine Restaurierung erforderlich ist. In anderen Fällen ist der Schmutz nicht schädlich, eine Entfernung würde sogar einen gewissen Informationsverlust bedeuten, da ein stark abgegriffenes Buch oder auch einzelne besonders verschmutzte Seiten auf eine intensive Nutzung eines Textes schließen lassen. Sand, der beim Blättern zwischen den Seiten hervorrieselt, ist eher ein Zeugnis der sorgfältigen Herstellung eines Textes und nicht von allzu sorglosem Umgang mit dem Buch, da Löschsand zum Trocknen der feuchten Tinte diente. Auch das auf einer Seite der Inkunabel 106b (Hübl 51) eingeschöpfte Haar vergegenwärtigt dem heute an maschinell hergestelltes Holzschliffpapier gewöhnten Leser die händische Schöpftechnik alter Papiere.
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8. TextGrid/DARIAH-Nutzertreffen
Unter dem Motto „Aller Anfang ist leicht“ findet am 13. und 14. Oktober 2016 an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel das achte TextGrid/DARIAH-Nutzertreffen statt. Die Veranstaltung soll vor allem EinsteigerInnen die Möglichkeit geben, TextGrid anhand von typischen Nutzungsszenarien kennenzulernen. Nach einer TEI-Einführung werden Arbeitsabläufe bei der Arbeit in der virtuellen Forschungsumgebung wie beispielsweise bei der Erstellung einer digitalen Edition vorgestellt und in einfachen praktischen Übungen von den TeilnehmerInnen selbst ausprobiert. Als Vorkenntnisse werden lediglich Erfahrungen im Umgang mit Computern erwartet.
Das detaillierte Programm sowie weitere Informationen zur Veranstaltung und zur Anmeldung finden Sie in Kürze auf der TextGrid-Website.
Quelle: http://dhd-blog.org/?p=7082
Scrinium: Rezension von Wozniak/Nemitz/Rohwedder (Hg): Wikipedia und Geschichtswissenschaft
Thomas Wozniak, Jürgen Nemitz und Uwe Rohwedder (Hgg.), Wikipedia und Geschichtswissenschaft, Berlin/Boston 2015. XII, 324 S., ISBN 978-3-11-037634-0, Open Access: http://www.degruyter.com/view/product/433564.
Der vorliegende, auch Open Access verfügbare Band ist dem Andenken des 2013 viel zu früh verstorbenen Peter Haber gewidmet, einem Pionier der digitalen Geschichtswissenschaft und der ernsthaften Auseinandersetzung mit der Wikipedia.
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Quelle: http://adresscomptoir.twoday.net/stories/1022582044/
FES: 90 Jahre Friedrich-Ebert-Stiftung. Ein Rückblick auf das Jubiläum am 2. März 2015 in Berlin
#irrsinn Was die Amokläufe von Freising (2002) und München (2016) gemeinsam haben. Vierzehn Jahre politische Debatte und kein Unterschied
Insert/Destroy. Besuch der alten Dame im Museum.

Nach all den zufälligen, mutmaßlichen und böswilligen Zerstörungen der Kunstwerke durch Kinder, Künstler und Kunstsammler: hier kommt eine sympathische (zumindest im außermusealen Kontext) Geschichte über eine ältere Dame aus der „Literaturwerkstatt“ eines Seniorenzentrums. Wie Monopol berichtet, war sie beim Besuch des Neuen Museums Nürnberg von einem Werk des Fluxus Künstlers Arthur Køpcke (1928-1977) so inspiriert, dass sie das Kreuzworträtsel-Element in diesem Werk schlicht und einfach… ausfüllte.
Reading-Work-Piece heißt die konzeptionelle Reihe des Künstlers. Sie vereint in sich Mischtechniken und Kollagen, Zeitungsausschnitte und erotische Motive, Labyrinthe und Kreuzworträtsel zu einem ironischen Simulacrum der Freizeitgestaltung. Es ist eine Mischung aus Sonntagsmagazin-Beilagen und „Les Mots Et Les Images“ von Magritte. Sudoku und asemisches Schreiben. Hier nur ein Beispiel aus der Reihe:
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Neue Forschungsgegenstände und Methoden? Call for Papers
Im Rahmen der DFG-geförderten Symposienreihe Digitalität in den Geisteswissenschaften findet am 16. und 17. Februar 2017 unter der Leitung von Prof. Dr. Martin Huber, Prof. Dr. Sybille Krämer und Prof. Dr. Claus Pias ein Workshop zum Thema „Neue Forschungsgegenstände und Methoden?
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Quelle: http://dhd-blog.org/?p=7072
Die Sprache(n) der Konferenz(en)
Die ICLA 2016 ging am Mittwoch, dem 27. Juli, zu Ende und das ist auch ganz gut so – mehr als sechs Konferenztage, so bereichernd diese auch sein mögen, braucht und verkraftet, glaube ich, niemand. Ich bin sehr dankbar für die Bekanntschaften, die ich während der ICLA schließen und/oder vertiefen konnte. Der viele inhaltliche Input muss erst sacken, bevor ich ein Fazit ziehen kann, doch wie Herta Müller, mein persönliches Konferenz-Highlight, so schön und weise sagte: „es beschäftigt einen ja nicht nur das, wofür man Wörter hat“1. Wörter habe ich einstweilen für das Sprechen selbst, das Sprechen auf Konferenzen und konkret das Sprechen auf der ICLA 2016.
The misfortune of a dreadful style in talking…
Das Nancy-Zitat schrie geradezu nach einer Adaption, stand es doch neben einem Vortragenden, von dessen Vortrag bereits in der ersten Reihe kaum noch etwas zu verstehen war…
…has befallen more than one comparatist…although I would not go so far as to say – perhaps all of them.2
Ich habe mir im Hinblick auf meinen Vortrag einige Sorgen gemacht – wegen meiner meist doch recht ausgeprägten Nervosität, wegen meinem aussprachetechnisch mäßig guten Englisch und meinem nicht besonders freien Vortragsstil (auch Vorlesen genannt).
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