Darf das das? Das darf das!

‚Far Cry 5‘ stößt in den Mittleren Westen der USA vor – und in ein Wespennest

Seit die Großfabriken die Städte verlassen haben, gärt es im „Rust Belt“ der USA. Detroit, bald ein Jahrhundert lang eine blühende Autometropole, war schon durch den Strukturwandel schwer verwundet, als die Finanzkrise 2009 es endgültig in Trümmer legte.[1] Ruine reiht sich an Ruine. Die Bilder der berühmten Stadt sind erschütternd, ganze Stadtteile verfallen.[2] Die meisten Spekulanten wurden in der Finanzkrise gerettet, nicht aber die Millionen, die dadurch an vielen Orten ihr Heim verloren.[3] Überliefert ist, wie sich Banker sogar noch über die dämlichen Steuerzahler amüsierten, während jene ihnen gerade hektisch Milliarden in den Hals stopften, um selbigen aus der Schlinge zu ziehen.[4] Nun nehmen sie im Chor mit anderen Finanzwirtschaftlern die überbordende Verschuldung mancher Gemeinwesen zum Anlass, nach engeren Gürteln und einem schlanken Staat zu krakeelen. Kein Wunder, dass die Wut wächst und mancherorts in Hass umschlägt.



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Quelle: http://gespielt.hypotheses.org/1415

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Borders In the Head: Comparing Mexican and Berlin Wall

In order to understand previous and contemporary political conflicts through history education in both formal and informal environments, it is imperative to comprehend what has happened and where a certain event has happened.

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Quelle: https://public-history-weekly.degruyter.com/5-2017-23/borders-in-the-head-comparing-the-mexican-and-the-berlin-wall/

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The Case of the Missing and Misunderstood Era

The American historical period known as the Reconstruction Era is very important but the public knowledge and consciousness of Reconstruction – the period immediately after the Civil War – is at best minimal.

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Quelle: https://public-history-weekly.degruyter.com/5-2017-22/reconstruction-missing-and-misunderstood-era/

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„Trump, der Populist? Stresstest eines Begriffs“ | Blogreihe Populismus #3

– von Alex Holzienkemper  English version of this article [from 02/07/17] Wohl selten erwuchs aus einer US-Wahl so viel Ungewissheit und Sorge wie aus der Präsidentschaftswahl im Jahr 2016. US-Amerikanische Liberale und die europäischen Beobachter_innen können im Moment nur ratlos den Kopf schütteln angesichts der Rätselhaftigkeit sowohl…

Quelle: https://soziologieblog.hypotheses.org/10111

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Die Politisierung sexueller und geschlechtlicher Differenz: zur Rolle von Religionsforschung für globale LSBTTIQ-Bewegungen

Die Situation trans*identer Menschen verschärft sich in den letzten Jahren weltweit – gerade auch in Gesellschaften, die historisch über plurale Konzepte von Geschlecht verfügten. Trans*personen geraten zunehmend ins Fadenkreuz ethnischer, nationaler und/oder religiös-fundamentalistischer Bewegungen. Der Kultursoziologe Andreas Reckwitz diagnostiziert in seinem Essay Zwischen Hyperkultur und Kulturessenzialismus „weltweit Tendenzen einer kulturellen Schließung von Lebensformen, in denen eine neue rigide Moralisierung wirksam ist“1. Die kulturessentialistische Wende, die er für die Gegenwart diagnostiziert, erkennt er in so unterschiedlichen Strömungen wie denen des Salafismus, der Front National, evangelikalen Gruppierungen und den autoritären nationalistischen oder national-religiösen Bewegungen eines Vladimir Putin, Recep Tayyip Erdoğan, Donald Trumps oder der Alternative für Deutschland, die sich als Sprecher einer selbstgenügsamen, von außen bedrohten imaginären Gemeinschaft gerieren. Kulturessentialismus versteht er dabei als Gegenbewegung einer ‚offenen‘, liberalen Hyperkultur globalisierter und kosmopolitisch orientierter Mittelschichten. Die Begegnung dieser beiden Modelle in der Spätmoderne sieht Reckwitz als zentrale Konfliktressource der Gegenwart: ein Kampf der Kulturalisierungen. Reckwitz definiert die Milieus, die er als Träger der Hyperkultur versteht, über den Wert, den sie – in Abgrenzung zur als affektarm wahrgenommenen Massenkultur der Moderne – der Selbstentfaltung und Kultivierung eines schöpferischen ‚Ich‘ in Arbeitsleben, Freizeit oder Konsum zuweisen. Expressive Berufsbilder, individueller Konsum von Design- oder Vintage-Objekten, Freizeitformate, die kreativen Ausdruck und Selbsterfahrung ermöglichen, authentische Erfahrungen durch Reisen oder Spiritualität und neue Sinneseindrücke auf Musik-Festivals, Kunstbiennalen oder über Food-Trends werden zu zentralen kulturellen Ressourcen. Hierfür integriert die Hyperkultur beständig globale ästhetische Impulse, Kunstformen und Herstellungstechniken und passt diese an die Bedürfnisse globaler Konsumentenschichten an.



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Quelle: http://marginalie.hypotheses.org/498

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Teaching of Troubled Pasts—Three Suggestions

If we examine most of troubled pasts presented in educational scenarios, two features clearly appear. Most of the historical events have a national character and most of them happend just recently.

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„Sport helps us understand who we are and where we belong“: Crossfit und Religion?

„Sport helps us understand who we are and where we belong. It enables us to connect with ourselves and each other inspite of a disconnected world“ (Crossfit Anthem 2011).

Ende 2015 entzündete sich im Zusammenhang mit einer Studie von Studierenden der Harvard Divinity School (HDS) eine emotionale Debatte, öffentlich ausgetragen in verschiedenen Blogs und der New York Times. Das Thema, Crossfit und Religion, würde hierzulande wohl kaum Beachtung finden. In den USA jedoch ist dazu eine fortdauernde Diskussion entstanden, an der sich vor allem auch evangelikale Kirchen beteiligen, die im wachsenden Phänomen Crossfit durchaus Potenzial für ihre eigene Arbeit sehen.1

Worum genau ging es dabei? Laut einer Studie gehören von den sogenannten Millenials in den USA, jungen Menschen im Alter zwischen 18 und 34 Jahren, weit weniger einer Kirche an als das noch bei ihren Eltern der Fall war. Dennoch seien sie auf der Suche nach Gemeinschaft und Spiritualität, die sie dann in Organisationen anderer Art finden würden.

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Quelle: http://marginalie.hypotheses.org/457

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Executive Order

Die Verfassung der Vereinigten Staaten enthält keine Regelung zum Ausnahmezustand. Analysiert man ausnahmezustandliche Situationen in den USA, so trifft man immer wieder auf sogenannte Executive Orders. Hierbei handelt es sich um Verfahrens- und Handlungsanweisungen durch den US-Präsidenten an die Exekutive. Ihr jeweiliger Inhalt bedarf keiner Zustimmung durch den Kongress, so dass sie ein ideales Instrument präsidialer Krisenintervention darstellen. Executive Orders lassen sich für den gesamten Zeitraum der US-Geschichte beobachten.

instructions_to_japanese
Historischer Räumungsaufruf. Statt „japanese“ könnte da künftig auch „mexican“, „muslim“ oder eine beliebige andere Bezeichnung stehen.

Ein besonders bekannter, angesichts derzeitiger politischer Stimmungen indes keineswegs als bloß historisch zu bezeichnender Fall ist die von Franklin D. Roosevelt am
19.

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Quelle: https://emergency.hypotheses.org/253

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Donald Trump und die Evangelikalen: Eine schwierige Wahlverwandtschaft

Das Foto ging durch sämtliche soziale Medien: 21. Juni 2016, der Präsidentschaftskandidat Donald Trump hat über 900 einflussreiche Evangelikale nach New York eingeladen, um sie von seinem Programm zu erzeugen, darunter auch Jerry Falwell Jr. und seine Frau Becki Falwell. Man macht Fotos, demonstriert gegenseitige Unterstützung und hebt die Daumen. Die Botschaft: Die Allianz der Republikaner mit den konservativen Evangelikalen, die seit Reagan besteht, soll auch in diesem Wahlkampf halten.

Ärgerlich nur: Über Becki Falwells linker Schulter hängt ein gerahmtes Playboy-Cover an der Wand, nebst zahlreichen weiteren Trophäen aus Trumps medialer Karriere. Darauf zu sehen: Eine junge Damen, die sich lasziv an einen deutlich jüngeren Trump anschmiegt. Falwell hatte das Bild ursprünglich selbst über seinen Twitter-Account öffentlich gemacht: „Honored to introduce @realDonaldTrump at religious leader summit in NYC today! He did incredible job!

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Quelle: https://marginalie.hypotheses.org/428

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