Spielerische Ansätze in sammlungsbasierten Crowdsourcing-Projekten. Impuls beim Gamification-Panel der Österreichischen Citizen Science Konferenz 2018

Während der Österreichischen Citizen Science Konferenz vom 01. bis 03. Februar in Salzburg beleuchtet das Panel „Chocolate Covered Broccoli “ die Anwendbarkeit von Gamification für Citizen Science-Projekte. Das Panel ist als Fishbowl-Diskussion mit drei kurzen Impulsen…

Quelle: https://bkw.hypotheses.org/691

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FES: Die Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung digitalisiert den „Vorwärts“

http://www.vorwaerts.de/artikel/fes-digitalisiert-vorwaerts Der „Vorwärts“ kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Gegründet am 1. Oktober 1876, wurde er 1933 von den Nationalsozialisten verboten. Jetzt sollen alle Ausgaben aus dieser Zeit digitalisiert werden. Dabei wird die Hilfe der Leser benötigt. Via: https://twitter.com/FEShistory/status/682948259762028544

Quelle: http://www.einsichten-online.de/2016/01/6299/

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Vortrag „Designing Heritage Crowdsourcing Projects“

von Margit Wunsch Gaarmann, FU Berlin

Dr. Mia Ridge (Digital Curator, British Library) wird im Rahmen des Projektes „1914-1918-online. International Encyclopedia of the First World War“ am Montag, 07.12.2015 um 18 Uhr s.t. über das Thema „Designing Heritage Crowdsourcing Projects“ sprechen.

Zum Inhalt: Based on a review of the most successful international crowdsourcing projects, this talk will look at the attributes of successful crowdsourcing projects in cultural heritage, including interface and interaction design, participation in community discussion, and understanding participant motivations.

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Quelle: http://dhd-blog.org/?p=5910

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Was ist schön? Eine Antwort von den ARTigo-Spielern

schönDie Frage „Was ist schön?“ ist alt und wurde vielfach diskutiert. Nicht nur Kunsthistoriker, auch Psychologen, Evolutionsbiologen und Philosophen trugen und ragen dazu bei, eine Antwort zu finden. Obwohl von vielen Disziplinen aus betrachtet – gibt es keine klare Antwort. Dafür viele Argumente aus zahlreichen Perspektiven.

Eine Perspektive kommt nun hinzu: die Tags der ARTigo-Spieler. Somit handelt es sich hier nicht um eine einzelne oder gar meine persönliche Meinung, sondern um ein crowdgescourctes Geschmacksurteil.

Ich habe spezifische Datensätze selektiert, die die Tags von impressionistischen, expressionistischen und klassizistischen Bildern enthalten. Dabei habe ich festgestellt, dass die Tags „schön“ und „schönheit“ nur bei der Berechnung von Korrelationen auf dem Datensatz, der die Tags der Bilder des Klassizismus enthält, vorkommen. Sicher, es ist nichts Neues, wird doch gerade in dieser Epoche die Schönheit idealisiert. Dennoch: Trotz unserer reichen Bilderwelt und der zeitlichen Distanz zum 18. Jahrhundert empfinden ARTigo-Spieler die Bilder immer noch als „schön“. Und anders als bei Laborstudien, bei welchen Probanden Bilder mit expliziten Fragestellungen vorgelegt werden, wird nach Schönheit beim ARTigospielen gar nicht gefragt. Der Spieler entscheidet selbst, welche Tags er eingibt. „Baum“ und „Himmel“ sind sichtbar vorhandene Objekte. „Schön“ jedoch, spiegelt den Eindruck der gesehenen Objekte im Bild wider, was einer höheren Verarbeitungstiefe entspringt. Und abgesehen davon: Auch Bilder aus anderen Epochen sind schön. Aber schon rein rechnerisch die Bilder des Klassizismus besonders.

Digitale Bildquelle: www.artigo.org
Künstler: Louis Sené, Titel: Dame in Liebesaltar, Ort: Celle, Bomann-Museum, Datierung: 1794-1794
Es war das erste Bild, das mir von ARTigo bei der Suche nach "schön" angezeigt wurde

Quelle: http://games.hypotheses.org/1889

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Twitter zur Unterstützung von Kooperationen – Kurze Vorstellung auf dem Rheinischen Archivtag 2014

Der Kurznachrichtendienst Twitter bietet trotz der Beschränkung auf nur 140 Zeichen pro Beitrag zahlreiche Möglichkeiten des Informationsaustausches, der Vernetzung, des kollaborativen Arbeitens und der internen und externen Kommunikation. Twitter ist noch dazu im Einstieg äußerst niedrigschwellig, Beiträge lassen sich auch ohne Anmeldung lesen, die Einrichtung eines eigenen Accounts benötigt nur wenige Minuten und es werden auch praktisch keine persönlichen Angaben abgefragt. Die Anwendung ist leicht zu bedienen, und mit nur wenigen Klicks lassen sich sowohl mittels eigener Tweets Informationen verbreiten als auch abrufen.

Tweets enthalten aufgrund ihrer Kürze meist nicht nur Text, sondern häufig Links, Fotos oder Videos und lassen sich mit anderen sozialen Netzwerken wie z.B. Facebook verknüpfen. Besonders schnell und einfach ist auch die Verbreitung von Inhalten über die Funktion des Retweetens. Die Startseite oder Timeline bietet eine Übersicht der aktuellen Beiträge aller Twitter-Accounts, die man abonniert hat, denen man „folgt“, wie es bei Twitter heißt, man kann die Beiträge aber durch das Anlegen von Listen auch filtern. Hier beispielsweise eine Liste mit deutschsprachigen Archiven auf Twitter. Besonders praktisch auch die Funktion des Hashtags, also die Vergabe von Schlagwörtern, über die sich alle Beiträge zu einem speziellen Thema, die mit diesem Schlagwort versehen wurden, aufrufen lassen – hier als Beispiel das Thema Archive und Web 2.0.

Mit den Tweets lässt sich auf weiterführende Inhalte verweisen, über Publikationen wie z.B. Blogeinträge, Vorträge und andere Tätigkeiten oder auch Veranstaltungsprogramme informieren, das eigene Netzwerk ausdehnen und ständiger Kontakt mit den Fachkolleginnen und –kollegen halten. Über Twitter lassen sich außerdem Tagungen und andere Veranstaltungen – häufig nahezu in Echtzeit – verfolgen und kommentieren– vorausgesetzt natürlich, es sitzen twitternde Teilnehmer im Plenum. Hier links zu sehen Beiträge vom diesjährigen Archivtag für Rheinland-Pfalz und das Saarland in Worms. Mittels einer Twitterwall – hier rechts zu sehen bei der diesjährigen Tagung Archive 2.1 in Stuttgart – können die Beiträge allen Teilnehmern vor Ort sichtbar gemacht werden.

Besonders unkompliziert lässt mittels Twitter auch ins Gespräch kommen – der oder die gewünschten Gesprächspartner müssen lediglich mit dem eigenen Account angesprochen bzw. „erwähnt“ werden. Da diese Gespräche öffentlich sind, können sie auch andere an dem Thema Interessierte verfolgen. Der nichtöffentliche Austausch ist aber natürlich auch möglich, dafür gibt es die Funktion der Direktnachricht. Und – wie rechts zu sehen -, werden mittels Twitter sogar Interviews geführt – hier im Vorfeld und als Vorbereitung auf die Tagung Archive 2.1.

Eine besonders schöne Form der Vernetzung sind für mich persönlich auch Twitter-Aktionen wie etwa anlässlich des Internationalen Tags der Archive / AskArchivists Day, bei denen man internationale Archive und deren Bestände kennenlernt – und das kann und soll sogar Spaß machen, wie man beispielsweise an der Aktion #ArchiveShelfie sieht, bei der Archive auf der ganzen Welt die schönsten Aufnahmen aus ihren Magazinen posteten. Die Beiträge von Archiven im Rahmen dieser Aktionen gehen übrigens jeweils mittlerweile in die Hunderte. Entdecken lassen sich andere Accounts auch über den so genannten FollowFriday. Hier werden Accounts über ihre Nutzernamen verbreitet, die man selbst empfehlen kann. Und sogar Crowdsourcing ist möglich, indem man andere Nutzer um Hilfe bittet. Häufig wird hier der Hashtagt #followerpower verwendet.

Quelle: http://archivlinz.hypotheses.org/269

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Crowdsourcing in Theorie und Praxis

Am Samstag, den 21.6. habe ich an der Evangelischen Akademie Tutzing einen Vortrag  mit dem Titel gehalten: „Wie Crowdsourcing unser Leben und Arbeiten verändert – Chancen und Risiken eines neuen (?) Verfahrens“.

Das Besondere dabei war, dass ich ihn vor den Alumnis des Heidelberger Life-Science Labs gehalten habe. Das Life-Science Lab ist eine Einrichtung des Deutschen Krebsforschungsinstituts. Hier wird der naturwissenschaftlich interessierte und begabte Nachwuchs gefördert. Schüler ab der 8. Klasse bis zum Abi haben die Möglichkeit, sich zu bewerben und dann in Arbeitsgruppen zu forschen. D.h. sie können an Forschung mitarbeiten oder auch ein eigenes Projekt initiieren. Die Alumnis selbst leisten engagierte Netzwerkarbeit um das Life-Science-Lab herum. Und diese jungen Leute habe ich erlebt.

tutzing

Für den Vortrag waren zwei Stunden inklusive Diskussion angesetzt. Erst dachte ich, das ist aber ganz schön reichlich viel Zeit. Begonnen habe ich mit ein paar kleinen Querdenker-Aufgaben, die praktisch in das Thema einführen sollten. Da habe ich gleich gemerkt, dass diese Gruppe sich kennt und gut miteinander arbeitet. Sie legten sofort los und waren im Nu mittendrin:

Nach dem Vortrag hatte ich noch einige Fragen für eine Gruppenarbeit vorbereitet. Das war aber gar nicht mehr nötig, denn die Diskussion kam vortragsbegleitend in Gang. Und das war richtig toll. Die jungen Leute waren interessierte Zuhörer und Diskussionsteilnehmer. Was man manchmal nach Vorträgen erlebt, dass Fragen etwas zäh gestellt werden oder sich Zuhörer durch die Fragen selbst exponieren wollen, war hier definitiv nicht der Fall. Hier waren alle „auf Augenhöhe“. Einfach super!

Ein Teilnehmer bemerkte zum Schluss noch, dass die Gruppe ja selbst Lösungsvorschläge erarbeitet und gesammelt hätte, und dass dies doch auch Crowdsourcing gewesen. „Ja“, konnte ich da nur sagen. Denn wenn man für das Thema sensibilisiert ist, merkt man erstmal, wo Crowdsourcing überall stattfindet und das es letztlich ein Merkmal unserer gesellschaftlichen Entwicklung ist.

Hach!

Quelle: http://games.hypotheses.org/1652

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