Weihnachtpost: The Other Room

Ich habe einen Raum, in dem ich meine Gespräche führe. Wie ich finde, ist dieser Raum exzellent ausgestattet, es gibt eine Couch, auf der man es sich gemütlich machen kann, eine Art von Konferenztisch und wenn ich will, kann mich ich einfach auf dem gemütlichen Drehsessel hinter meinem Schreibtisch zurücklehnen und Besuch empfangen. In meinem Rücken steht eine ansehnliche Bibliothek, in der ich mich so gut auskenne, dass ich dort in Sekundenschnelle Diverses nachschlagen kann, wenn ich es im Gespräch brauche. Eigentlich finde ich dort alles, was ich brauche, seien es Büromaterialien oder technisches Equipment. Manchmal meine ich sogar, dass eine Kaffeemaschine in diesem Raum stünde. Ich glaube, die meisten Gäste, die ich dort empfange, fühlen sich komfortabel aufgehoben und einigermaßen gut unterhalten.

Es gibt da allerdings noch diesen anderen Raum, dessen Ausstattung sehr viel karger ausfällt. Auf dem Stuhl dort kann ich nicht richtig sitzen, ich meine, dass er bedenklich wackelt. Manchmal bleibe ich deswegen lieber stehen.

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Quelle: http://texperimentales.hypotheses.org/1578

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huuuge. Über Donald Trump und Geschichte in den sozialen Medien

In seinem Artikel “Sorry, das will keiner lesen. Warum wir alle Public History brauchen und öfter Facebook-Kommentare lesen sollten” fordert Moritz Hoffmann eine stärkere und massentauglichere Medialisierung der geschichtswissenschaftlichen Arbeit. Illustration dieser Notwendigkeit sind eine Hand voll Facebookposts in Reaktion auf die Publikation von Leonie Trebers „Mythos Trümmerfrauen”,  die den Forschungsergebnissen pauschal oder auf der Basis persönlicher Erfahrung widersprechen und sie diskreditieren. 


(Screenshots von Moritz Hoffmann)

Den Ansatz, geschichtswissenschaftliche Arbeit stärker mit der Gesellschaft rückzukoppeln, finde ich sehr begrüßenswert. Allerdings bin ich der Auffassung, das wir deutlicher darüber sprechen müssen, welche Arbeit konkret und in welcher Form bzw. an welcher Stelle gemeint ist. Eine der Thesen, die bei der Public History Session auf dem #histocamp geäußert wurde, war, dass Historiker*innen stärker ihre Ergebnisse in die Gesellschaft zurückgeben sollen. Zumindest in dem oben genannten Fall erscheint mir eben das kontraproduktiv.

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Quelle: https://geist.hypotheses.org/179

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DH-Videoclip Adventskalender 2015 – Tür 20

Die 20. Tür führt direkt in die niederländische Bibliothek Ets Haim, die ihre Schätze seit einger Zeit digitalisiert und online zur Verfügung stellt.

The manuscript collection of the World Cultural Heritage Library Ets Haim – Livraria Montezinos in Amsterdam is now available online. Discover 600 years of jewish history through unique Hebrew, Spanish, Portuguese and Dutch digitized manuscripts on the website.
In addition to manuscripts being presented online, 25,000 printed books from the library’s collection are also being catalogued. In this way the treasures of the library are made accessible to everyone in the coming years. (Quelle: https://www.youtube.com/watch?

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Quelle: http://dhd-blog.org/?p=6144

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durchsichten: Rise, Fall and Revival. One Hundred Years of Transnational Ethnic Coalition-Building in Europe, Beitr. v. Univ.-Prof. David Smith (Glasgow/Uppsala)

https://www.academia.edu/19252083 The aim of this paper is to offer some preliminary reflections on how transnational minority coalition-building has developed in Europe over the past one hundred years, through a longitudinal case study of two non-governmental organisations – the present-day Federal Union of European Nationalities (established in 1949) and the European Nationalities Congress of 1925-1938. Unreferenced […]

Quelle: http://www.einsichten-online.de/2015/12/6249/

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Die Stadtbefestigung Lemgos in Karten

Bei den aktuell laufenden Arbeiten zum Hochwasserschutz an der Bega in Lemgo stießen Archäologen unterhalb des Engelbert-Kaempfer-Denkmals auf Überreste der ehemaligen Stadtbefestigung (siehe Artikel in der LZ). Dort werden Kasematten und eine aufwändige Verteidigungsanlage vermutet. Bereits 2011 hatte der Archäologe Guido Nockemann am Langenbrücker Tor gegraben und Teile der dortigen Bastion und Verteidigungsanlage rekonstruiert. Das zugehörige, animierte 3D-Modell finden Sie hier.

Neben den archäologischen Befunden kann auch archivisches Kartenmaterial Hinweise über die Beschaffenheit der Befestigungsanlagen vermitteln.

Der sog. Schwedenplan (Stockholm, Krigsarkivet)

Der sog. Schwedenplan (Stockholm, Krigsarkivet)



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Quelle: http://liparchiv.hypotheses.org/472

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Was wäre wenn: Eine Geschichtsdidaktik ohne Kompetenzbegriff?

Kompetenz

Nur ein kurzes Gedankenexperiment (wieder einmal ausgelöst durch einen Twitter-Disput): Was wäre, würde sich die Geschichtsdidaktik per Fingerschnipp hier und jetzt vom Kompetenzbegriff verabschieden?

Woher der Anlass zu dieser Frage? Nur einige (hinlänglich bekannte) Punkte:

  • Die Kompetenzdebatte kam nach PISA von außen über die Fachdidaktiken. Eine fachdisziplinär-immanente Notwendigkeit zur Formulierung von Kompetenzen gab uns gibt es nicht.
  • Die Geschichtsdidaktik hat eine Vielzahl von Kompetenzmodellen (Sauer, Pandel, FUER, Gautschi, Berliner Rahmenlehrplan usw.) mit verschiedensten Kompetenzbegriffen entwickelt.

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Quelle: http://historischdenken.hypotheses.org/3099

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DH-Videoclip Adventskalender 2015 – Tür 19

Der heutige Clip setzt noch einen Gegenpol zum aktuell trüben Wetter – das Digital Humanities Projekt „Enchanting the Desert“ an der Universität Stanford entführt in die Weiten des Grand Canyon.

This video in the Stanford Humanities + Digital Tools series presents “Enchanting the Desert,” a digital humanities project that examines and explores Henry Peabody’s photographic slideshow of the Grand Canyon from ca. 1905. For more information, visit : http://stanford.io/1GpZHDd (Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=P-6Ci1rGmQQ&feature=youtu.be)



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Quelle: http://dhd-blog.org/?p=6125

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39. Besuch auf dem Friedhof oder Ein Kreuzungspunkt der Zeiten

Friedhof

Blätterleichen

Der November ist eigentlich ein angemessener Monat, um sich einmal den letzten Dingen zuzuwenden. Als Todesmonat mit Allerheiligen und Totensonntag und Volkstrauertag und Halloween und herabfallenden Blätterleichen, die milliardenfach den Boden bedecken und nur noch deprimierende Baumskelette stehen lassen, zwingt er gerade in seiner neblig-grauen, die Sicht bis auf wenige Meter einschränkenden Erscheinungsform dazu, die Nähe des Todes ernst zu nehmen. Wann, wenn nicht jetzt, lohnt sich ein Besuch auf dem Friedhof – selbst wenn man meint, dort gar nichts verloren zu haben?

Sicherlich gibt es das eine oder andere Argument, das sich anführen ließe, um von einem solchen Gang eher abzusehen. Möglicherwiese liegen dort gar keine Verwandten oder Bekannten, die man besuchen könnte. Oder sie liegen zwar auf einem Friedhof, aber in größerer Entfernung, so dass die Ruhestätte, die in halbwegs erreichbarer Nähe ist, keinen Besuchsanlass bietet. Was aber will man auf einem Friedhof, auf dem sich weder Anverwandte noch Berühmtheiten befinden, wenn nicht einem allgemeinen Gefühl der Morbidität frönen? Und ist es nicht überhaupt seltsam, von einem ‚Besuch‘ zu sprechen, wenn es um den Gang auf den Friedhof geht? ‚Besuchen‘ wir nicht möglicherweise uns selbst und unsere eigene Sterblichkeit, die mit jeder Feststellung der Lebensdaten auf einem Grabstein von neuem an unser Hinterstübchen klopft?

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Quelle: https://achimlandwehr.wordpress.com/2015/12/19/39-besuch-auf-dem-friedhof-oder-ein-kreuzungspunkt-der-zeiten/

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aussichten. Perspektivierung von Geschichte, December 18, 2015

Neueste Beiträge in ‘aussichten’ #ww1 Themenbibliothek Erster Weltkrieg und Novemberrevolution der Bayerischen Staatsbibliothek freigeschaltet umsichten: Blick auf Schloss Schleißheim und Zufahrtsbrücke im Jahre 1903 Exposé: „Nous Sommes Unis“? Zur wachsenden Bedeutung polyzentrischer Identitätsbilder im Lichte weltpolitischer Umbrüche. Postkoloniale Ideen als transkulturelles Phänomen #ww1 Die Kolonien im Ersten Weltkrieg – der Erste Weltkrieg in den Kolonien […]

Quelle: http://www.einsichten-online.de/2015/12/6248/

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