Ein Mosaik der türkeistämmigen Community in Deutschland
Meltem Kücükyilmaz, Co-Kuratorin der Ausstellung „Wir sind von hier. Türkisch-deutsches Leben 1990. Fotografien von Ergun Çağatay“, Berlin, 17. Dezember 2022 © Janaina Ferreira dos Santos
Mit seinen Aufnahmen dokumentierte der Istanbuler Fotograf Ergun Çağatay (1937 – 2018) den Alltag zahlreicher türkeistämmiger Familien in fünf deutschen Städten im Frühjahr 1990. Çağatays Portraits aus Hamburg, Köln, Werl, Berlin und Duisburg bilden die bis heute umfangreichste Bildreportage zur türkeistämmigen Einwanderung in Deutschland.
Noch bis zum 10. April 2023 sind diese Fotografien im Rahmen der Ausstellung „Wir sind von hier. Türkisch-deutsches Leben 1990.
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Ausstellung: Wir sind von hier. Türkisch-deutsches Leben 1990
Screenshot Museum für Hamburgische Geschichte Ausstellung: WIR SIND VON HIER. TÜRKISCH-DEUTSCHES LEBEN 1990
Dem Istanbuler Fotografen Ergun Çağatay (1937–2018) ist die umfangreichste Bildreportage zur türkischen Einwanderung in Deutschland zu verdanken. Im Zeitraum März bis Mai 1990 besuchte er auf einer Fünf-Städte-Reise Hamburg, Köln, Werl, Berlin und Duisburg und machte Tausende von Aufnahmen aus Arbeitswelt, Gemeinschafts- und Privatleben der ersten und zweiten Generation der sogenannten „Gastarbeiter*innen“, von denen viele blieben und die deutsche Staatsbürgerschaft annahmen. Anlässlich des 60. Jahrestags des zwischen Bonn und Ankara geschlossenen Anwerbeabkommens (1961) zeigt das Museum für Hamburgische Geschichte die Ausstellung „Wir sind von hier. Türkisch-deutsches Leben 1990. Fotografien von Ergun Çağatay“ mit den 120 eindrucksvollsten Bildern aus Çağatays Reportage in teils großformatigen Abzügen.
Almanya’daki Türk göçünü en kapsamlı fotoröportaj serisiyle belgeleyen kişi İstanbullu fotoğrafçı Ergun Çağatay (1937–2018) olmuştur.
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Quelle: https://visual-history.de/2022/02/03/ausstellung-wir-sind-von-hier-tuerkisch-deutsches-leben-1990/
Der Fall Max Zirngast. Oder: Wie Politik die Medien steuert
Journalismus als Erfüllungsgehilfe der Politik – weil er offizielle Quellen übernimm...
Europas Erbe, Menschen und Grenzräume – Russisch-türkische Verflechtungen im Spiegel der Zeit
Von Zaur Gasimov
Europa war spätestens seit dem 18. Jahrhundert Inspirationsquelle für russische und osmanische Modernisierer; die Geschichte des Beziehungsgefüges zwischen Europa, den Osmanen und den Russen ist Gegenstand zahlreicher Abhandlungen. Wie sich die beiden Gesellschaften am Rande Europas selbst sehen, wurde bis heute deutlich spärlicher beleuchtet. Dabei ist das Wissen über die russisch-türkischen Verflechtungen und Jahrhunderte alte Gegenwirkungen von enormer Bedeutung auch für Europa, das seit zwei Dekaden in den beiden Staaten den Abbau der demokratischen Institutionen und Einschränkung von Grundfreiheiten beobachtet.
Hüte, Mäntel und Sauerkirschen

„Zaren gegen Sultane“, Titelblatt der Zeitschrift #Tarih, Dezember 2015.
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Quelle: http://trafo.hypotheses.org/8456
Die Türkei nach dem Referendum vom 16. April 2017
Ab wann ist die Entfremdung von Europa und der Aufbau der Diktatur in der Türkei soweit gediehen, dass das Mantra europäischer PolitkerInnen, die Türkei sei ein notwendiger geopolitischer Partner, sich von selbst erledigt hat?
Der Beitrag Die Türkei nach dem Referendum vom 16. April 2017 erschien zuerst auf Wolfgang Schmale.
durchsichten: Transstaatliche Räume Politik, Wirtschaft und Kultur in und zwischen Deutschland und der Türkei, hrsg. v. Thomas Faist
Donald Trump hilft der EU beim Aufwachen
Über die Wahl von Donald Trump zum 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika kann man sich nicht freuen. Allerdings macht sie der EU drastisch klar, dass es Zeit ist, die kindischen Spielchen mit nationalen Eitelkeiten aufzugeben. Sie wird nicht nur wegen des Abdriftens der USA zunehmend auf sich gestellt sein.
Der Beitrag Donald Trump hilft der EU beim Aufwachen erschien zuerst auf Wolfgang Schmale.
Zuhause in der zweiten Heimat? Das Verständnis von Heimat der ersten türkischen Gastarbeitergeneration in Deutschland – von Hanna Hiltner, Eylem Ög, Dorothee Müller, Prof. Dr. Martin Groß, Dr. Andrea Kronenthaler
„Vielleicht zu meiner Jugend, als ich viel in der Dings, der Türkei gelebt habe, da war die Heimat Heimat. (I: Ja.) Heimat ist Heimat und Heimat ist über allem, aber heute nicht mehr. Ich hab meinen Wehrdienst in der Türkei geleistet, ich habe alles in der Türkei…
#irrsinn ‚Ich habe eine relativ neue Briefkastensituation‘. Wie Thomas Urmann versucht, sich um einen Haftbefehl und ein Säumnisurteil zu winden
Duran Adam – Standing Man
Christoph Scheurle
Am 18. Juni 2013 stellt sich der türkische Tänzer und Choreograf Erdem Gündüz für sechs Stunden auf den Taksim-Platz der türkischen Metropole Istanbul und schaut unverwandt die türkische Fahne und das überlebensgroße Porträt des Staatsgründers Mustafa Kemal Atatürk an (Abb. I). An seinem Gürtel hängt eine Taucherbrille gegen eventuelle Tränengasangriffe, auf dem Rücken trägt er einen Rucksack, in dem sich außer einer Flasche Wasser nichts weiter befindet. Gündüz verharrt zunächst lange Zeit unbemerkt auf seinem Platz, dann werden Sicherheitsleute auf ihn aufmerksam und durchsuchen ihn. Gündüz lässt das ganze Procedere regungslos über sich ergehen. Da die Untersuchung nichts Verdächtiges hervorbringt, lassen ihn die Ordnungskräfte zunächst in Ruhe. Sie wissen nicht so recht, wie sie mit dem Mann umgehen sollen. Zwar manifestiert sich in seinem Auftreten und dem gewählten Ort eine Form des Protests – der Blick auf das Plakat von Atatürk erscheint als dezidierte Kritik und Befragung an der aktuellen Regierung unter Staatschef Erdogan – jedoch stellt Gündüz’ Performance keinen Gesetzesbruch dar.
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Quelle: http://nomoi.hypotheses.org/751

