“Geheimdienste gehören zur modernen Staatlichkeit dazu”
Montagsradio mit Dr. Jens Giesecke from kooperative-berlin on Vimeo.
Das Netzwerk der Inoffiziellen Mitarbeiter – kurz IM – war ein tragendes Element für das Ministerium der Staatssicherheit, dem Inlands- und Auslandsgeheimdienst der DDR und zugleich Geheimpolizei. Das gesamte Überwachungssystem war aber sehr viel komplexer und geht weit über die IMs hinaus. Im kommenden Montagsradio 05/2012 sprechen Jochen Thermann und Kaja Wesner mit Jens Gieseke der Abteilung “Kommunismus und Gesellschaft” des Zentrum für zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF) über die Funktion von Geheimdiensten im Kalten Krieg und die Unterscheidung von Geheimdiensten und Geheimpolizei. Demnächst erscheint hier das komplette Gespräch.
Quelle: http://www.montagsradio.de/2012/04/23/geheimdienste-gehoren-zur-modernen-staatlichkeit-dazu/
aventinus nova Nr. 38 [20.04.2012]: „Grenzerfahrungen“. Ein Projekt zur innerdeutschen Grenze in Niedersachsen [=PerspektivRäume Jg. 2 (2011), H.1, S. 71-80]
Montagsradio: Sport als Teil der Ideologien des 20. Jahrhunderts
Die Geschichte des Sports im 20. Jahrhundert, insbesondere in den beiden Diktaturen in Deutschland ist Thema des Gesprächs mit Jutta Braun und Michael Barsuhn.
Quelle: http://lernen-aus-der-geschichte.de/Online-Lernen/content/10296
Montagsradio: Die Macht der Technik – Wettstreit im Kalten Krieg
Zum Einfluss des Kalten Krieges auf die technische Entwicklung im 20. Jahrhundert und die Folgen für die Gesellschaft spricht MONTAGSRADIO mit Prof. Wolfgang König.
Quelle: http://lernen-aus-der-geschichte.de/Online-Lernen/content/10295
Kunst in zwei Staaten
Die Ausstellung „Kunst und Kalter Krieg – Deutsche Positionen 1945 bis 1989“ wird vorgestellt und einzelne Kunstwerke werden analysiert.
Quelle: http://lernen-aus-der-geschichte.de/Online-Lernen/content/10294
Hh 005: Herder-Institut
Die Arbeit von HistorikerInnen wird eigentlich nur möglich durch viele Rädchen die ihre Arbeit unterstützen, dies können zum Beispiel Fördertöpfe zur Deckung von Unkosten, Fachmagazine die die aktuelle Entwicklung zusammenfassen oder auch Bibliotheken die ein breites Spektrum an primär und sekundär Quellen bereitstellen sein. Das Herder-Institut Marburg ist für HistorikerInnen die sich mit Osteuropa beschäftigen eine der ersten Anlaufstellen die Ihre Arbeit unterstützt und teils auch erst ermöglicht.
Ich fände es schade diese Akteure der Auseinandersetzung mit Geschichte nicht zu Wort kommen zu lassen. Zumal das Herder-Institut in Marburg selbst eine bewegte Geschichte hat, zum Beispiel durch die sehr aufgeladene politische Stimmung während des kalten Kriegs und in der jungen Bundesrepublik. Ich war gerne zu Gast bei Herrn Dr. Jürgen Warmbrunn und Herrn Dr. Jan Lipinsky die mir Rede und Antwort standen.
Fragen an Herr Warmbrunn, Herr Lipinsky oder Kritik/Anmerkungen zum Podcast können gerne in den Kommentaren angebracht werden. Über weiterführende Links in den Kommentaren freue ich mich!
Download: AAC/MP3/Ogg (Abonnieren in iTunes/Miro), der Podcast steht unter Creative Commons Lizenz: by-nc
Shownotes:
- Homepage des Herder-Institut (WP)
- WP: Johann Gottfried Herder
- WP: Deutsche Ostgebiete
- WP: Slawentum
- Herder-Institut Leipzig (WP)
- Geschichte der Slavistik der Uni Marburg
- WP: Deutsche Bibliothek (Westdeutsche Bücherei)
- WP: Vertreibung / Vertriebene aus den deutschen Ostgebieten
- Bild: Briefmarke der Deutschen Post zur Vertreibung
- Forschungsstelle Osteuropa Bremen
- Zeitungsarchiv des Herder-Institut
- WP: Graue Literatur
- WP: Solidarność
- Deutschsprachige Verbundkataloge/Worldcat.org
- WP: Open Access
- Verlag Herder-Institut
- Ostdok — Osteuropa Dokumente online
- Deutsche Forschungsgemeinschaft (WP)
- VG Wort (WP)
- Bildarchiv des Herder Institut
- Leibnitz-Gemeinschaft (WP)
- Sammlungen des Herder-Instituts
- WP: Minderheit
- WP: Sorben
- WP: Hans Lemberg
- Katalog des Herder-Institut
- WP: Magazinbibliothek
- WP: Microfilm
- WP: FamilienforscherInnen
- Summerschool 2012 des Herder Instituts
- Newsletter/Facebook vom Herder Institut
Quelle: http://homohistoricus.podcast-kombinat.de/hh-005-herder-institut
Die Macht der Technik – Wettstreit im Kalten Krieg
Technik gehört zum Menschen. Vom Faustkeil zur Atombombe, von Rauchzeichen bis zum Netzradio ist die technische Evolution des Menschen enorm voran geschritten. Im 20. Jahrhundert wurde die technische Entwicklung einerseits weiter vorangetrieben, andererseits hat sie immer wieder auch Ängste geschürt. Im Montagsradio 16/2011 sprechen wir mit dem Technikhistoriker Prof. Wolfgang König von der TU Berlin über die Rolle der Technik im Kalten Krieg, über die Bedeutung der Technik im Kommunismus und die Wechselwirkungen von Technik und Gesellschaft.
Der Kalte Krieg war als Rüstungswettlauf und Systemwettstreit immer auch ein Wettstreit der Technik. Sei es der sog. “Sputnikschock” oder die Massenproduktion von Unterhaltungselektronik – technische Innovation und Produktion wurden zu einem Gradmesser der gesellschaftlichen Entwicklung. Auch heute gilt technische Innovation ungemindert als ein wichtiger Faktor für eine florierende Wirtschaft. Zugleich wälzen technische Neuerungen und ihre Verbreitung Gesellschaften um. In den 50er und 60er Jahren war es die massenhafte Automobilisierung der Bundesrepublik, die einen tief greifenden Wandel im Leben bewirkte. Heute ist es die digitale Revolution, die mit Internet und Smartphone die Formen unseres Lebens und Arbeitens verändert.
Und hier gehts zur Timeline des Gesprächs.
1:00 Sputnikschock: Technik und Ideologie
4:00 Technik, Planung, Konkurrenz
8:00 Technische Utopie und Dystopie
11:00 Revolutionen der (Technik)Geschichte
13:00 Industrielle Revolution und ihre Folgen
16:00 Technik als anthropologisches Apriori
17:00 Verschwundene Technik (z.B. gab es nach dem Zweiten Weltkrieg Hubschrauberverbindungen zwischen Städten)
19:00 20. Jahrhundert, militärische Technik und Innovation
25:00 Systemwettstreit, Ressourcen, Effizienz und Innovation
28:00 Technik in China
31:00 Demokratie und Technik, Technik und Diktatur
34:00 technikgeschichtlichen Zäsuren nach 1945 in Ost und West: Automobile und Telekommunikation
35:00 Energie in Bundesrepublik und DDR, Atomenergie
39:00 Sorge um und Begeisterung für (digitale) Technik
42:00 Technik und Geschichtswissenschaft
44:00 digitale Revolution
46:00 der Mensch als Cyborg?
49:00 Fragebogen
Und hier gehts direkt zum MP3.
Quelle: http://www.montagsradio.de/2011/10/17/die-macht-der-technik-%E2%80%93-wettstreit-im-kalten-krieg/
Sport als Teil der Ideologien des 20. Jahrhunderts
Nach dem Mauerbau. Die Teilung war besiegelt. Dennoch schickten beide deutsche Staaten 1964 und 1968 gemeinsame Mannschaften zu den Olympischen Spielen. Ein bizarrer Vorgang. Eines von vielen Themen im aktuellen Montagsradio. Die Geschichte des Sports ist eine Geschichte des 20. Jahrhunderts. Im Montagsradio sprechen Markus Heidmeier und Jochen Thermann mit den Sporthistorikern Jutta Braun und Michael Barsuhn vom Zentrum Deutsche Sportgeschichte.
Es geht um den Aufstieg des Sports zum Medienereignis und Massenphänomen, um die Rolle des Sports in den Diktaturen des 20. Jahrhunderts und die Strukturen des Dopings im Leistungssport.
Das Zentrum Deutsche Sportgeschichte verantwortet wissenschaftliche Analysen der Sportgeschichte, Publikationen und zahlreiche Ausstellungen. Zu den erfolgreichsten Ausstellungen zählt das Projekt Doppelpässe, das bereits in vielen Städten bundesweit zu sehen war. Aktuell entwickelt das Zentrum Deutsche Sportgeschichte die Ausstellung “Sportverräter. Spitzenathleten auf der Flucht” , die am 21. Juli 2011 im Willy-Brandt-Haus eröffnet wird und von der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin und Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur gefördert wird.
Unten noch die Timline für Schnellhörer und das MP3 direkt.
2:00 Der Aufstieg des Sports im 20. Jahrhunderts
7:00 Ideologie und Sport
12:00 Deutsch-deutsche Olympiamannschaft
17:00 Staatliche Repräsentation durch den Medaillenspiegel
22:00 Fußball in der DDR; Erklärung für die überragende Bedeutung des Fußballs
27:00 Identifikation mit dem DDR-Sport?
32:00 Dopingproblematik in den 60er/70er Jahren
38:00 Berichte über systematisches Doping
42:00 Aufarbeitung des Dopings in der DDR
47:00 Ventilfunktion des Sports?
51:00 Autonomie und Korruption von sportlichen Institutionen (IOC, Fifa)
53:00 Ausstellung: Sport und Republikflucht
55:00 Fragebogen
Quelle: http://www.montagsradio.de/2011/06/27/sport-als-teil-der-ideologien-des-20-jahrhunderts/
aventinus nova Nr. 30 [30.04.2011]: Stasi und KGB. Das Komitee für Staatssicherheit und das Ministerium für Staatssicherheit im Vergleich
Kunstaktionen, disneyhafte sowjetische Soldaten und persönliche Geschichten zwischen Mauerresten
MONTAGSRADIO, Ausgabe 3/2011. Gast: Axel Klausmeier, Leiter der Stiftung Berliner Mauer und der Gedenkstätte in der Bernauer Straße, Berlin.
Pietätlosigkeit neben respektvoller Erinnerung? Die Berliner Mauer ist in ihrer Geschichte einzigartig. Im August 2011 jährt sich ihr Bau zum 50. Mal. Ihr Fall vor 20 Jahren war gleichzeitig der endgültige Niedergang der kommunistischen Gewaltherrschaft und das Ende des Kalten Krieges. Seitdem ist die Erinnerung an den ehemaligen Schrecken der Berliner Mauer politischer Bildungsauftrag. Wie kann er vermittelt werden, ohne banalisierend und verallgemeinernd zu wirken? Wie kann authentisch und glaubhaft erinnert und gleichzeitig die Bedeutung fürs Jetzt hergestellt werden?
In der aktuellen MONTAGSRADIO-Ausgabe diskutieren wir mit Axel Klausmeier, seit Januar 2009 ist er der Direktor der Stiftung Berliner Mauer. Der studierte Kunsthistoriker und Historiker der Neueren und Mittelalterlichen Geschichte beschäftigt sich insbesondere mit dem Umgang historischer Bausubstanz und ihrem Vermittlungswert.
Wir sprechen mit Axel Klausmeier über das Konzept der Stiftung Berliner Mauer in Abgrenzung zum Mauermuseum Checkpoint Charlie, die geplante Erweiterung der Gedenkstätte Berliner Mauer in der Bernauer Straße und den sich anschließenden politischen Bildungsauftrag. Zudem diskutieren wir mit ihm, ob das Ego-Shooter-Spiel „1378km“, das so genannte „Mauerschützenspiel“, bei dem der Spieler zwischen „Mauerschütze“ und „Republikflüchtling“ wählen kann, als Bildungsinstrument zulässig ist und wo die Potentiale möglicher weiterer Computerspiele liegen.
Und hier noch die Timeline des Gesprächs:
01:00 50 Jahre Mauerbau in der Gedenkstätte Berliner Mauer
02:15 der Mauerbau und seine Verantworter
05:30 Niederlage einer gesellschaftspolitischen Ideologie?
08:15 die Erweiterung der Mauergedenkstätte Bernauer Straße
11:00 die Bedeutung der Bernauer Straße
13:30 Authentizität der Erinnerung?
17:30 Die “Mauer” und ihre Tiefenstaffelung
24:20 Die Stiftung Berliner Mauer und ihr Konzept
28:45 Resonanz der Besucher
35:00 der politische Bildungsauftrag
41: 30 ”1387km” – das Mauerschützenspiel
48:00 Computerspiele als Bildungsinstrument?
55:00 ”Freiheit und Demokratie”
58:00 Das Stadtschloss in Berlin
1:02:00 MONTAGSRADIO-Fragebogen




