Workshopbericht „Von digitalen Korpora zu Forschungsdaten in der Kommunikations- und Medienwissenschaft: Verantwortung, Methoden, Infrastrukturen“ (29.05.26 in Leipzig)

Von Lukas Hohendorf, Kai Matuszkiewicz, Lydia Riedl und Paula Rinke

Ausgangspunkt

In digitalen Räumen werden fortlaufend Daten produziert, die für die Kommunikations- und Medienwissenschaft von hoher Relevanz sind, darunter Beiträge und Kommentare in sozialen Medien, Kommunikationsverläufe in Messenger-Diensten, audiovisuelle und auditive Inhalte, digitale Zeitungsarchive und digitalisierte historische Quellen oder journalistische Online-Angebote. In Forschungsprojekten entstehen daraus häufig umfangreiche Korpora. Viele Forschende wissen aus eigener Erfahrung, dass diese nach Projektende jedoch oft schwer auffindbar, nur eingeschränkt dokumentiert oder aufgrund rechtlicher, ethischer und technischer Rahmenbedingungen nicht ohne Weiteres nachnutzbar bleiben.

An dieser Ausgangsproblematik setzte der Workshop „Von digitalen Korpora zu Forschungsdaten in der Kommunikations- und Medienwissenschaft: Verantwortung, Methoden, Infrastrukturen“ an, den der FID Media am 29. Mai 2026 an der Universitätsbibliothek Leipzig veranstaltete. In ihrer Begrüßung führte Patricia Blume in diese Ausgangsproblematik ein und benannte als übergeordnete Fragen des Workshops, wie digitale Kommunikationskorpora entstehen, unter welchen Bedingungen sie wissenschaftlich analysiert werden können und welche Rolle fachnahe wissenschaftliche Infrastrukturen künftig bei ihrer Dokumentation und Vernetzung spielen können, um sie niedrigschwellig nachnutzbar zu machen.

Wie durch Lukas Hohendorf in seiner anschließenden Einführung erläutert, strukturierte sich der Workshop dabei entlang wichtiger Stationen des üblichen Forschungsprozesses.

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Quelle: https://dhd-blog.org/?p=24183

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Forschungsdaten? Gibt’s doch schon!

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Bevor neue Daten erhoben werden, lohnt sich die Suche nach bereits vorhandenen. Doch wo findet man Forschungsdaten für die Geschichtswissenschaft? Der Beitrag zeigt zentrale Suchwege, Repositorien, Datenkataloge und Fachportale – von BASE und OpenAIRE über RADAR4Memory bis zu thematischen Angeboten für historische Sozialdaten, Geodaten, Genealogie und Oral History.


Forschungsdatenmanagement (FDM) ist in aller Munde. Es ist ein zentrales Element guter wissenschaftlicher Praxis und wird von Forschungsförderern zunehmend als Voraussetzung für eine Projektförderung gesehen. Ohne Datenmanagementplan (DMP) gibt es kein Geld, so kann man überspitzt sagen, und das ist auch richtig so. Denn ein gutes Forschungsdatenmanagement ist nicht nur dazu da, Forschungsergebnisse transparent, nachvollziehbar und nachnutzbar zu machen, sondern es trägt auch dazu bei, ressourcenintensive Doppelarbeit zu vermeiden. Klar ist außerdem: Auch in den Geisteswissenschaften produzieren und nutzen wir längst Forschungsdaten.

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Quelle: https://dhdhi.hypotheses.org/13772

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Karte, Wissensnetz, JSON: Wie der Datenatlas Sankt Aldegund funktioniert

Im ersten Teil dieser kleinen Serie begann alles mit einer Einwohnerzahl. Aus 549 wurden irgendwann 530, 526 und 580 – und aus der Frage nach der richtigen Zahl entwickelte sich Schritt für Schritt ein Datenmodell für meinen Heimatort Sankt Aldegund.

Damit entstand eine Grundlage, auf der sich sehr unterschiedliche Informationen miteinander verbinden lassen: Gebäude und Bauphasen, historische Ereignisse, Quellen, Koordinaten, Bevölkerungszahlen und Kulturorte.

Der nächste Schritt führte zurück zu dem, womit das Projekt ursprünglich einmal angefangen hatte: zur Gestaltung.

Wie wird aus all diesen Daten eine Oberfläche, auf der sich Zusammenhänge tatsächlich erkennen lassen? Wie lässt sich ein langgezogenes Moseldorf auf einer Karte erfassen? Wann hilft eine Linie, wann eine Zahl, wann ein Diagramm?

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Quelle: https://dhd-blog.org/?p=24082

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530, 526 oder 580? Wie St. Aldegund zum Datenatlas wurde

Am Anfang stand eine Grafik über Sankt Aldegund, meinen kleinen Heimatort an der Mosel.

Ich wollte den Ort auf einen Blick zeigen: das Panorama an der Mosel, markante Gebäude, Fläche, Postleitzahl, Höhenlage, geografische Koordinaten – und natürlich die Einwohnerzahl. Für diese Grafik trug ich 549 Einwohner ein. Die Zahl hatte mir damals auf Nachfrage das Einwohnermeldeamt genannt.

Seit rund 20 Jahren entwickle ich Websites und arbeite dabei immer wieder mit strukturierten Daten. Bei Sankt Aldegund bekam diese Arbeit eine ungewöhnlich lokale Dimension. Nachdem die Grafik fertig war, wollte ich genauer wissen, wie belastbar einzelne Angaben über meinen Heimatort eigentlich sind, woher sie stammen und wie sie sich miteinander in Beziehung setzen lassen.



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Quelle: https://dhd-blog.org/?p=24070

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Universität Heidelberg: Research Data Engineer 100% E13 (w/m/d)

Heidelberg University is a comprehensive university with a strong focus on research and international standards. With around 32,200 students and 9,540 employees, including numerous top researchers, it is a globally respected institution that also has outstanding economic significance for the Rhine-Neckar metropolitan region.

The Heidelberg Center for Digital Humanities is one of Germany′s leading institutions in the fields of digital and computational humanities. Its key areas of focus are digital linguistics, digital heritage, and AI/machine learning. Thanks to its close ties with the Interdisciplinary Center for Scientific Computing (IWR), the HCDH pursues the computational humanities with particular intensity.

The Research Data Engineer full-time position (E13, 100%) for a term of 4 years, with the option to extend is available at the Heidelberg Center for Digital Humanities (HCDH) starting December 1, 2026 (or earliest possible).

Your responsibilities:



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Quelle: https://dhd-blog.org/?p=24001

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Call for proposals: NFDI4Culture Art History Award (AHA)

Der NFDI4Culture Art History Award zeichnet Datenpublikationen und wissenschaftliche Arbeiten aus, die sich mit kunst- und kulturhistorischen Themen beschäftigen und dabei in besonderer Weise zu den Zielen in den Aufgabenbereichen des Konsortiums beitragen.

Unter allen Bewerbungen werden in zwei Kategorien durch die Jury der kunsthistorischen Community in NDFI4Culture bis zu fünf Einreichungen prämiert.

Einreichungszeitraum 2026: 01.07.2026–30.09.2026

Einreichungsthemen



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Quelle: https://dhd-blog.org/?p=23972

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Aufeinander zugehen: Die Dokumentation des GND-Forums Humanities@NFDI vom 23./24. Juni 2026

Wie kann die Gemeinsame Normdatei (GND) die Zusammenarbeit der geistes- und kulturwissenschaftlichen NFDI-Konsortien stärken? Dieser Frage widmeten sich knapp 80 Teilnehmende beim GND-Forum Humanities@NFDI am 23. und 24. Juni 2026 in Göttingen.

Unter dem Motto „Aufeinander zugehen“ wurden Tools und Services mit GND-Bezug vorgestellt, unterschiedliche Perspektiven auf zentrale GND-Entitätstypen diskutiert und gemeinsam Perspektiven für eine vertiefte Zusammenarbeit entwickelt. Die Ergebnisse des Forums sind nun in drei Publikationen und einem Blogpost dokumentiert:

🔹 Zwölf Tools und Anwendungen mit GND-Bezug – eine Sammlung praktischer Steckbriefe zu Anwendungen aus den beteiligten Konsortien und der GND-Zentrale: Zur Steckbriefsammlung.

🔹 „Eine Rose ist eine Rose …“ – die Ergebnisse der Fishbowl-Diskussionen zu Geografika, Sachbegriffen, Körperschaften und Werken: Zur Dokumentation der Diskussionen.

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Quelle: https://dhd-blog.org/?p=23968

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Clustertreffen des N4O CC Data Capture and Creation zum Thema Culture Cloud am 8. September 2026

Am 8. September 2026, 14:30 bis 16:00 Uhr, findet das nächste Clustertreffen des CC Data Capture and Creation statt.

Dieses Mal wird unser Co-Chair Frank Dührkohp (Verbundzentrale des GBV) einen Einblick in das Projekt Culture Cloud geben.

Mit der Culture Cloud entsteht erstmals eine landesweite Kulturdateninfrastruktur für Niedersachsen, die Informationen aus Museen, Archiven, Bibliotheken und der Denkmalpflege zusammenführt. Was bislang dezentral gespeichert und oft schwer auffindbar war, wird nun über einheitliche Standards vernetzt und zentral zugänglich gemacht. So können die Daten künftig über digitale Portale leichter gefunden, miteinander verknüpft und für Forschung, Kultur und Öffentlichkeit nutzbar werden – bei voller Datenhoheit der jeweiligen Einrichtungen.

Hier sind die Zoom-Zugangsdaten:



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Quelle: https://dhd-blog.org/?p=23966

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Cross-NFDI-Event Bauwerksnormdaten, 26. bis 27. August 2026, in Hannover

Am 26. und 27. August 2026 findet an der Technischen Informationsbibliothek Hannover (TIB) ein konsortienübergreifender Workshop zu Bauwerksreferenz- und Normdaten statt. Zu diesem Thema haben sich NFDI4Culture, NFDI4Objects, NFDI4ING mit weiteren Partnern in einer Special Interest Group zusammengefunden.

Das Lunch-to-Lunch-Event versteht sich als Auftaktveranstaltung, um einen fächerübergreifenden Austausch zu initiieren. Wir möchten das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven, etwa bei der Erschließung in Sammlungen und Archiven, bei der Erfassung in Ämtern der Denkmalpflege sowie im Rahmen archäologischer und ingenieurwissenschaftlicher Forschungsprojekte in den Blick nehmen, um anhand praxisnaher Beispiele die Bedarfe, den individuellen Umgang und die aktuell tatsächlich praktizierten Modalitäten der Ansetzung zusammenzutragen. Initiativen zur automatisierten Realisierung mit Wikidata und Wikibase, Anbindung an die GND und Prozessierung per RDM-Pipeline bringen technische Perspektiven ein. Ein anschließendes Barcamp ermöglicht die Vertiefungen und Weiterentwicklung der in den Talks adressierten Aspekte. Ausgehend vom gemeinsamen Ziel, qualitativ hochwertige Referenzdaten bereitzustellen und zu nutzen, ist der Frage nachzugehen, welche Strukturen zur Verfügung stehen, welche neu geschaffen werden müssen und wie Effizienz ohne Qualitätsverlust gelingen kann.

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Quelle: https://dhd-blog.org/?p=23944

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Einladung zum Clustertreffen des N4O CC Authority Files – Die AG Archäologiethesaurus: Ein Normvokabular für die Archäologie, 12.8.2026, 13:00 Uhr

Hiermit laden wir Euch sehr herzlich zum Clustertreffen am 12. August 2026, 13:00 Uhr, mit dem Thema „Die AG Archäologiethesaurus: Ein Normvokabular für die Archäologie“ mit Victoria Biesterfeld vom LVR-Landesmuseum Bonn ein.

Für die digitale Erfassung archäologischer Bestände sind kontrollierte Vokabulare unerlässlich. Nur Objekte mit einheitlichen Bezeichnungen sind langfristig auffindbar und entsprechen den FAIR-Prinzipien guten Forschungsdatenmanagements. Während in kunst- und kulturhistorischen Disziplinen bereits seit langem anerkannte und standardisierte Thesauri existieren, fehlt in der Archäologie ein vergleichbares Vokabular bislang weitgehend.

Die AG Archäologiethesaurus – eine unabhängige Arbeitsgruppe ohne institutionelle Anbindung, hervorgegangen aus einer Initiative des Archäologischen Museums Hamburg im Jahr 2008 – hat sich zum Ziel gesetzt, ein einheitliches, überregional nutzbares Vokabular archäologischer Objektbezeichnungen zu entwickeln. Dieses soll die Ansprache und Inventarisierung von  umfangreichen Beständen in Landesmuseen und Landesämtern, aber auch von kleineren regionalen Sammlungen erleichtern.



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Quelle: https://dhd-blog.org/?p=23942

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