Tagungsbericht: Let’s historize it! Jugendmedien im 19. und 20. Jahrhundert

“Jugendmedien werden in der Geschichtswissenschaft kaum wahrgenommen. Als eigenes Forschungsfeld wurden sie bisher sowohl in einschlägigen Überblicksdarstellungen zur deutschen[1] als auch in Handbüchern zur britischen und US-amerikanischen Mediengeschichte[2] weitgehend ausgespart.[3] Um diese Forschungslücke ein Stück weit zu schließen und den derzeitigen Forschungsstand auszuloten, fand in Saarbrücken am 8. und 9. September 2016 der Workshop ‘Let’s historize it! Jugendmedien im 19. und 20. Jahrhundert’ statt”, schreibt Katharina Thielen in ihrem soeben erschienen Tagungsbericht: “Die vom Lehrstuhl für Kultur- und Mediengeschichte in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Europäische Zeitgeschichte an der Universität des Saarlandes veranstaltete Tagung bot vor allem Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern die Möglichkeit, neue Forschungskonzepte vorzustellen und in interdisziplinärem Umfeld zu diskutieren.

 



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Quelle: http://pophistory.hypotheses.org/2375

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BildGeschichte #5: Tizians „Christus in Emmaus“

Foto-Inventarnr: ; Fotograf: Unbekannt, ; Aufnahmedatum: 2014Tiziano Vecellio (Kopie nach Tizian), Christus in Emmaus, 166 x 241 cm, HuD 2617, Copyright: Stichting Museum Huis Doorn

Der preußische Hofmaler und Direktor der Königlich Preußischen Akademie der Künste und Mechanischen Wissenschaften, Samuel Theodor Gericke(1665-1729), wählte in der Gemäldegalerie des Berliner Schlosses eine Kopie von Tizians „Emmausmahl“ (dessen Original hängt heute im Louvre, um an ihr eine exemplarische kunstkritische Beschreibung zu demonstrieren. [1] Mit seinem 1705 gehaltenen Vortrag, der auch im Druck erschien, wollte Gericke mehrere Dinge erreichen. Zum einen hatte er die Absicht darzulegen, wie die Analyse eines Bildes auszusehen habe. Zum anderen wollte Gericke seine Malerkollegen anregen, sich durch die kritische Betrachtung von guten Gemälden fortzubilden. Um dies zu erreichen orientierte er sich an der Bildbesprechung des in der königlichen Sammlung in Paris ausgestellten Originals von Tizian, die Jean-Baptiste de Champaigne 1676 in der Pariser Königlichen Akademie, der Académie royale de peinture et de sculpture, vorgetragen hatte. [2].

Tizian wurde, gleich Raffael und Correggio, seit der Renaissance als Malergenie verehrt. Seit dem ausgehenden 17.

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Quelle: http://recs.hypotheses.org/841

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Der Kampf um die Zukunft als Kampf um die Deutungshoheit der Vergangenheit

28.11.2016 Anna Michaelis

Wissenschaft kann viele gesellschaftliche Funktionen haben, sie kann durch technische Innovationen den Lebensstandard von Gesellschaften heben, kann gesellschaftliche Zustände analysieren und damit aufklärerische Funktion haben usw.. Vor allem in Phasen von Krisenempfinden und Desorientierung kann Wissenschaft aber auch dazu in Dienst genommen werden, Zeitlichkeit in den Griff zu bekommen. Die generalisierende Narration von den Jahrzehnten um die Jahrhundertwende als das „nervöse Zeitalter“ ist sicherlich ein ausgetretener Pfad der historischen Sinnproduktion und in einiger Hinsicht angreifbar. Nehmen wir allerdings eine kleine Gruppe, eine Minderheit, nämlich die deutschen Juden in den Blick, lässt sich das Bild eines allgemeinen Krisenempfindens spezifizieren und dadurch differenzierter betrachten. Inwiefern stand für die deutschen Juden im Wilhelminischen Deutschland Zukunft zur Disposition?

 



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Quelle: https://grk1919.hypotheses.org/229

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Wer Gewalt hegt. Zivilisierungs- und modernisierungstheoretische Überlegungen zu einem sozialwissenschaftlich diffusen Phänomen – von Ole Karnatz

Der Begriff der Gewalt hat eine umfangreiche Karriere in den Sozialwissenschaften durchgemacht. Er gilt als einer der Schwierigsten, unter anderem, weil er mit denen von Macht, Konflikt usw. verwandt ist. Doch nicht immer ist klar wovon genau eigentlich gesprochen wird (vgl. Imbusch 2002). In diesem Beitrag wird eine weitere Facette dieses Begriffs angesprochen: Nähert man sich der Frage nach der Genese von Gewalt, insbesondere physischer und psychischer, also solcher, die sich zumindest halbwegs klarer an Träger_innen zurückbinden lässt, so kann nicht nur gefragt werden wie und warum Gewalt entsteht, sondern wo diese herstammt und was unternommen wird, um sie einzuhegen? Popitz macht das Besondere der Gewalt in der permanent vorhandenen Möglichkeit des Gewalttätig-Seins durch Menschen aus (vgl. 2002: 57ff.). Was aber schränkt sie ein?

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Quelle: https://soziologieblog.hypotheses.org/9950

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40 Jahre Punk – London, 6 Denmark Street als Kulturerbe

Nein, (noch) habe ich keine Punk-einschlägigen Hausnummernfotos im Portfolio, dafür aber den Hinweis auf sehr empfehlenswerte denkmalschützerische Fachlektüre, die abhandelt, ob die in London, 6 Denmark Street von Johnny Rotten erstellten Graffitis als Teil des Kulturerbes schützenswert sind und ob das Haus die Kriterien für eine blue plaque erfüllt:

Graves-Brown, Paul/Schofield, John: The filth and the fury: 6 Denmark Street (London) and the Sex Pistols, in: Antiquity. A quarterly Review of World Archaeology, 85.2011, Nr.330, S. 1385-1401, https://doi.org/10.1017/S0003598X00062128

Quelle: http://adresscomptoir.twoday.net/stories/1022597241/

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IT-Spezialisten (m/w) mit Schwerpunkt Geisteswissenschaften (Digital Humanities)

via Amelie Sagasser, Hochschule für jüdische Studien Heidelberg

An der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg, einer staatlich anerkannten, vom Zentralrat der Juden in Deutschland getragenen und von Bund und Land finanzierten Hochschule, ist möglichst zum 1. Januar 2017 für das Forschungsprojekt „Die Neue Gallia-Germania-Judaica“ die Stelle eines

IT-Spezialisten (m/w) mit Schwerpunkt Geisteswissenschaften (Digital Humanities)

(Teilzeitstelle 75%)

befristet für die Dauer von 3 Jahren zu besetzen.

Das Aufgabengebiet umfasst insbesondere:

Die Unterstützung bei der Konzeption, die Entwicklung, Programmierung und die anschließende Pflege und Weiterentwicklung einer als Langzeitprojekt angelegten Datenbank für das online Ortslexikon Die Neue Gallia-Germania Judaica, sowie die Unterstützung und Beratung der Wissenschaftler/innen des Projektes bei der Eingabe der Daten und Teilaufgaben der Projektverwaltung.



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Quelle: http://dhd-blog.org/?p=7405

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Über Schicksalsschläge – wieder die Kyniker

Natürlich möchten Sie ein ruhiges Leben führen – am besten eins, das Sie vor Schwierigkeiten verschont sein lässt, und zumindest nur im Rahmen einer gewissen Komfortzone prüft und Ihnen möglicherweise auch gewisse Annehmlichkeiten bereitet, oder? Wie häufig gehen Ihnen hingegen in schwierigen Momenten derartige Gedanken durch den Kopf, die auch ohne böse Absicht fragen, ob nur Sie es sind, der ein schlechtes Los erfahren hat. Schwierige Momente, so würde jedermann sagen, seien nach Möglichkeit zu meiden, angenehme hingegen zu maximieren. Schauen Sie sich nun einmal die Grundsätze … Über Schicksalsschläge – wieder die Kyniker weiterlesen →

Quelle: http://philophiso.hypotheses.org/1154

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Archivmanagement in kleinen Archiven

Wie können kommunale Ein-Personen-Archive mit Hilfe von Archivmanagement ihrer Leitungsaufgabe gerecht werden und ihre Institution besser oder gezielter entwickeln? Dieser Frage ist Dr. Stefan Schröder in seiner Masterarbeit anhand der Literatur nachgegangen, nicht ohne mit der eigenen Erfahrung des Verfassers kritisch zu prüfen, ob die Praxistauglichkeit in kleinen Archiven gegeben ist oder nicht:

Archivmanagement in kleinen Archiven

Quelle: https://archivtag.hypotheses.org/396

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