Buchwissenschaft in Deutschland auf PaperC
Steht mittlerweile auf PaperC zur Lektüre bereit:
Rautenberg, Ursula (Hg.): Buchwissenschaft in Deutschland. Ein Handbuch. 2 Bände. Berlin/New York: de Gruyter Saur, 2010.
Das Handbuch enthält u.a. einen Beitrag von Johannes Frimmel mit dem Titel Fast gar nichts da? Buchwissenschaft in Österreich und ihre Institutionen (S.929-944)
Rautenberg, Ursula (Hg.): Buchwissenschaft in Deutschland. Ein Handbuch. 2 Bände. Berlin/New York: de Gruyter Saur, 2010.
Das Handbuch enthält u.a. einen Beitrag von Johannes Frimmel mit dem Titel Fast gar nichts da? Buchwissenschaft in Österreich und ihre Institutionen (S.929-944)
Konrad Zuse 100
Am 22.6.2010 wäre Konrad Zuse 100 Jahre alt geworden; die NZZ erinnert bereits heute an einen der Wegbereiter des Computers.
Googles gnadenloses Gedächtnis
Die WOZ über Erinnern und Vergessen im Zeitalter der elektronischen Speichermedien.
Markus Krajewski: Der Diener
Ist für Oktober angekündigt: Markus Krajewskis Studie zum Diener, der nunmehr weitgehend vom Personal Digital Assistant abgelöst ist.
Verlagskurztext:
Diener sind weitestgehend verschwunden, zumindest in menschlicher Gestalt. Längst sind die Funktionen von Kammerdienern und Faktoten, von Domestiken wie Gehilfen aller Art größtenteils an die Dinge übertragen: sei es im Haushalt, sei es im Virtuellen.
Anhand von einzelnen Fallgeschichten etwa zur barocken Palastarchitektur, zu den Laboren der Experimentalwissenschaften, an Beispielen aus der Literatur wie dem digitalen Alltag zeichnet Markus Krajewski die spannende Transformation des Dieners nach. Er legt damit zum ersten Mal eine systematische, historische Epochen wie disziplinäre Grenzen übergreifende Kulturgeschichte der Subalternen vor, die ebenso eingängig wie unterhaltsam geschrieben ist.
Krajewski, Markus: Der Diener. Mediengeschichte einer Figur zwischen König und Klient. Frankfurt am Main, S. Fischer, erscheint voraussichtlich am 5.10.2010. € (A) 25,70 ISBN: 978-3-10-038198-9 [Verlags-Info]
Dank an Martin Gasteiner für den Hinweis!
Verlagskurztext:
Diener sind weitestgehend verschwunden, zumindest in menschlicher Gestalt. Längst sind die Funktionen von Kammerdienern und Faktoten, von Domestiken wie Gehilfen aller Art größtenteils an die Dinge übertragen: sei es im Haushalt, sei es im Virtuellen.
Anhand von einzelnen Fallgeschichten etwa zur barocken Palastarchitektur, zu den Laboren der Experimentalwissenschaften, an Beispielen aus der Literatur wie dem digitalen Alltag zeichnet Markus Krajewski die spannende Transformation des Dieners nach. Er legt damit zum ersten Mal eine systematische, historische Epochen wie disziplinäre Grenzen übergreifende Kulturgeschichte der Subalternen vor, die ebenso eingängig wie unterhaltsam geschrieben ist.
Krajewski, Markus: Der Diener. Mediengeschichte einer Figur zwischen König und Klient. Frankfurt am Main, S. Fischer, erscheint voraussichtlich am 5.10.2010. € (A) 25,70 ISBN: 978-3-10-038198-9 [Verlags-Info]
Dank an Martin Gasteiner für den Hinweis!
Ö1: Verformelte Kommunikation – über den Charme des Formulars
Aus Anlass seines Vortrags am kommenden Montag (vgl.) sendet Ö1 heute (26.5.2010, 14:03-14:40) ein Interview mit Peter Becker:
Vom Steuerausgleich über den Antrag, einen neuen Führerschein ausgestellt zu bekommen bis zur Geburt eines Kindes - wenn Bürger mit Behörden kommunizieren wollen, müssen sie Formulare ausfüllen.
Aus der Sicht der Behörden vereinfachen und normieren Formulare die Verwaltungsaufgaben, objektivieren Entscheidungen und sorgen dafür, dass alle notwendigen Informationen gesammelt werden. Doch die ausfüllenden Bürger müssen oft die Komplexität ihrer persönlichen Situation in Kategorien übersetzen, die für sie keine Bedeutung haben, auch hinken Formulare häufig der gesellschaftlichen Realität hinterher und sind selten in verständlicher Sprache verfasst.
Peter Becker, Professor für Neuere Geschichte und Zeitgeschichte an der Universität in Linz, unterstellt dem Formular dennoch einen "diskreten Charme". Worin der besteht, darüber spricht Stella Damm mit Peter Becker.
Vom Steuerausgleich über den Antrag, einen neuen Führerschein ausgestellt zu bekommen bis zur Geburt eines Kindes - wenn Bürger mit Behörden kommunizieren wollen, müssen sie Formulare ausfüllen.
Aus der Sicht der Behörden vereinfachen und normieren Formulare die Verwaltungsaufgaben, objektivieren Entscheidungen und sorgen dafür, dass alle notwendigen Informationen gesammelt werden. Doch die ausfüllenden Bürger müssen oft die Komplexität ihrer persönlichen Situation in Kategorien übersetzen, die für sie keine Bedeutung haben, auch hinken Formulare häufig der gesellschaftlichen Realität hinterher und sind selten in verständlicher Sprache verfasst.
Peter Becker, Professor für Neuere Geschichte und Zeitgeschichte an der Universität in Linz, unterstellt dem Formular dennoch einen "diskreten Charme". Worin der besteht, darüber spricht Stella Damm mit Peter Becker.
Vortrag von Peter Becker zum Formular, Wien 31.5.2010
Verspricht, ein spannender Vortrag zu werden:
Peter Becker: Der diskrete Charme des Formulars. Kommunikation und Verwaltungsrationalisierung aus technologiegeschichtlicher Perspektive
Zeit: 31.5.2010, 18h
Ort: IFK, Reichsratsstraße 17, 1010 Wien
Formulare sind ein unverzichtbares Instrument der modernen Verwaltung. Sie hatten deshalb einen wesentlichen Anteil an der Entwicklung des modernen Staates. Heute sind Formulare komplexe Instrumente, mit denen die Verwaltungsabläufe innerhalb der Behörde rationalisiert und gesteuert werden. Im Vortrag von Peter Becker geht es nicht nur um einen historischen Blick auf die Entwicklung dieses "Fließbandes" der Verwaltung, sondern auch um eine Auseinandersetzung mit der Kommunikationsfunktion des Formulars.
Der Steuer- und Sozialstaat der Nachkriegszeit benötigte neue Instrumente für die Kommunikation mit den Bürgerinnen und Bürgern zur Erledigung massenhafter Verwaltungsaufgaben. Das Formular war dazu hervorragend geeignet, weil es ein formalisiertes Interview mit AntragstellerInnen und Auskunftspersonen ermöglichte. Der Charme des Formulars besteht in dieser Perspektive in der Übertragung von Kompetenzen an die BürgerInnen. Das stellt Männer wie Frauen vor erhebliche Herausforderungen, weil sie ihre Anliegen in die abstrakten Kategorien der Verwaltung übersetzen müssen, ohne die Folgen hinreichend beurteilen zu können. Das Formular behält daher den Reiz des Relikts einer autoritativen Einstellung der Verwaltung gegenüber dem Publikum, die dem Beamten eine absolute und uneingeschränkte Deutungshoheit zugestand.
Peter Becker: Der diskrete Charme des Formulars. Kommunikation und Verwaltungsrationalisierung aus technologiegeschichtlicher Perspektive
Zeit: 31.5.2010, 18h
Ort: IFK, Reichsratsstraße 17, 1010 Wien
Formulare sind ein unverzichtbares Instrument der modernen Verwaltung. Sie hatten deshalb einen wesentlichen Anteil an der Entwicklung des modernen Staates. Heute sind Formulare komplexe Instrumente, mit denen die Verwaltungsabläufe innerhalb der Behörde rationalisiert und gesteuert werden. Im Vortrag von Peter Becker geht es nicht nur um einen historischen Blick auf die Entwicklung dieses "Fließbandes" der Verwaltung, sondern auch um eine Auseinandersetzung mit der Kommunikationsfunktion des Formulars.
Der Steuer- und Sozialstaat der Nachkriegszeit benötigte neue Instrumente für die Kommunikation mit den Bürgerinnen und Bürgern zur Erledigung massenhafter Verwaltungsaufgaben. Das Formular war dazu hervorragend geeignet, weil es ein formalisiertes Interview mit AntragstellerInnen und Auskunftspersonen ermöglichte. Der Charme des Formulars besteht in dieser Perspektive in der Übertragung von Kompetenzen an die BürgerInnen. Das stellt Männer wie Frauen vor erhebliche Herausforderungen, weil sie ihre Anliegen in die abstrakten Kategorien der Verwaltung übersetzen müssen, ohne die Folgen hinreichend beurteilen zu können. Das Formular behält daher den Reiz des Relikts einer autoritativen Einstellung der Verwaltung gegenüber dem Publikum, die dem Beamten eine absolute und uneingeschränkte Deutungshoheit zugestand.
Zahlen in Meroe
Über Erfolge bei der Entschlüsselung des meroitischen Zahlensystems durch Jochen Hallof berichtet heute die Welt.
[via Perlentaucher]
[via Perlentaucher]
Fritz Keller zu den letzten jüdischen Dienstmännern
Heute im Presse-Spectrum: Ein kurzer Beitrag von Fritz Keller zu einer noch ungeschriebenen Geschichte. (vgl.)
Fritz Keller zu den letzten jüdischen Dienstmännern
Heute im Presse-Spectrum: Ein kurzer Beitrag von Fritz Keller zu einer noch ungeschriebenen Geschichte. (vgl.)
UMP-Vortrag „Vor Google“, 15.4. und 27.4.2010
Im April halte ich an zwei Wiener Volkshochschulen folgenden University Meets Public-Vortrag:
Titel: Vor Google. Suchen und finden im analogen Zeitalter
Abstract: Kaum zu glauben, aber es gab eine Zeit vor Google, eine Zeit der Karteikarten, Enzyklopädien, Adress- und Telefonbücher. Es gab Menschmedien, die als Suchmaschinen betrachtet werden können, wie Diener, Zubringerinnen und Hausmeister, und es gab Auskunftscomptoire und Zeitungsausschnittsdienste. Der Vortrag möchte einige dieser Einrichtungen in Erinnerung rufen.
Eintritt: 5 Euro
Zeit: Do 15.4.2010, 19:00-20:30 Uhr
Ort: VHS Favoriten, Arthaberplatz 18
Wiederholung:
Zeit: Di 27.4.2010, 19:30-21:00 Uhr
Ort: VHS Landstrasse, Hainburger Straße 29
Titel: Vor Google. Suchen und finden im analogen Zeitalter
Abstract: Kaum zu glauben, aber es gab eine Zeit vor Google, eine Zeit der Karteikarten, Enzyklopädien, Adress- und Telefonbücher. Es gab Menschmedien, die als Suchmaschinen betrachtet werden können, wie Diener, Zubringerinnen und Hausmeister, und es gab Auskunftscomptoire und Zeitungsausschnittsdienste. Der Vortrag möchte einige dieser Einrichtungen in Erinnerung rufen.
Eintritt: 5 Euro
Zeit: Do 15.4.2010, 19:00-20:30 Uhr
Ort: VHS Favoriten, Arthaberplatz 18
Wiederholung:
Zeit: Di 27.4.2010, 19:30-21:00 Uhr
Ort: VHS Landstrasse, Hainburger Straße 29