Wir befassen uns seit dem letzten Wintersemester in einem Oberseminar mit Edikten des Kölner Stadtra...
Ministeriale des Kölner Erzstifts im Hochmittelalter. Dienst, Herrschaft und soziale Mobilität
Der turbulente Aufstieg einer neuen Schicht gewaltbereiter Männer in den Adel im europäischen Westen des 11. und 12. Jahrhunderts beschäftigt die Forschung schon seit Langem. Bemüht, sich von den bäuerlichen Schichten abzugrenzen, von denen sie abstammten, nutzten sie exzessiv Gewalt zum Aufbau eigener Herrschaften und ahmten gleichzeitig die Fürsten unter anderem in ihrer Bewaffnung und im Burgenbau nach. Die Bemühungen seitens der Kirche und der weltlichen Großen, diese subversiven Kräfte einzuhegen, führten zu vielen Phänomenen, die das populäre Bild des Mittelalters bis heute prägen, wie Rittertum und Kreuzzüge. In diesen Kontext gehört auch der Aufstieg der Ministerialität im Salier- und Stauferreich, trotz einer Besonderheit, die sie eindeutig von ihren Brüdern im Geiste in anderen Ländern der lateinischen Christenheit unterschied: Sie waren rechtlich gesehen unfrei.
Fabian Schmitt widmet sich in seiner Dissertation der letztgenannten Personengruppe. Er stellt sie aber nicht in einen gesamteuropäischen Kontext, sondern bewegt sich in seiner Fallstudie zum Kölner Erzstift in Bahnen der deutschen Ministerialitätsforschung. Schon der Untertitel „Dienst, Herrschaft und soziale Mobilität“ macht deutlich, was Schmitt später auch als sein Ziel beschreibt: Die Untersuchung von Funktionen und Aufstiegschancen der Ministerialen (11f.
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Quelle: http://histrhen.landesgeschichte.eu/2024/04/rezension-schmitt-koelner-ministeriale-kalla/
Was machte Johanna Mestorf am 25. April?
Der 25. April ist in diesem Jahr der Girls‘ Day, Boys‘ Day oder auch der Zukunftstag; an diesem bund...
Vergangene Utopien, sorbische Science-Fiction. Überlegungen zur Historisierung ‚sorbischer Zukünfte‘
(Willi W. Barthold) Ein Beitrag der Reihe „Geschichte machen/Stawizny tworić” Nichts scheint ...
CfP: Beiträge zur neuen Sektion Fotografie der Kunsttexte
Quelle: https://visual-history.de/2024/04/24/cfp-beitraege-zur-neuen-sektion-fotografie-der-kunsttexte/
GAG448: Die Phenol-Verschwörung
Wir springen in dieser Folge ins Jahr 1915 und sprechen über eine chemische Verbindung, die in den USA zum Teil einer Verschwörung wurde: Phenol. Ein Stoff, der nicht nur als Desinfektionsmittel Verwendung fand, sondern auch als Basis von Kunststoffen, Aspirin und Sprengstoff. Nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs wurde in den USA das Phenol knapp, weil die Importe aus Europa versiegten. Das rief nicht nur den Erfinder Thomas Edison auf den Plan, sondern auch den deutschen Botschafter und seine Geheimagenten.
Literatur
- Lindsey Fitzharris: Der Horror der frühen Medizin. Joseph Listers Kampf gegen Kurpfuscher, Quacksalber & Knochenklempner.
- Diarmuid Jeffreys: The Extraordinary Story of a Wonder Drug.
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Der Schiffspokal im Emder Ratssilber
Ein Gastbeitrag von Aiko Schmidt M.A. (Ostfriesisches Landesmuseum Emden) Zum Silberschatz der Stadt...
Bücher (aus der NS-Zeit) als Geschenke für die IfZ-Bibliothek?
Es kommt auch noch heutzutage immer wieder vor, dass man z. B. beim Ausräumen der Wohnung Verstorben...
Winningen – eine Dorfgesellschaft um 1850
Während es auf FactGrid bereits mehrere Projekte gibt, die ganze Städte erschließen, seien es Leipzig, Gotha, Paris oder Aschersleben, ist das bisher noch nicht für den Siedlungsraum Dorf passiert. Winningen ist ein ehemaliges Gutsdorf, das seit 2004 Ortsteil der Stadt Aschersleben ist. Um 1850 bestand das Dorf aus etwa 90 Liegenschaften mit ca. 630 Einwohnern. Dies ist dokumentiert in einer bei FamilySearch digitalisierten “Liste der sämtlichen männlichen u. weiblichen Civil-Einwohner zu Winningen” von 1849 – ein überschaubarer Datensatz über die Zusammensetzung der damaligen Dorfgemeinschaft.

In einem ersten Schritt wurden alle Liegenschaften aus dieser Liste aufgenommen und in FactGrid erschlossen. Dabei ergab sich die Schwierigkeit, dass in der Einwohnerliste die Häuser nur durchnummeriert wurden, allerdings keine genaueren Angaben zur Lokalisierung gemacht worden, etwa die Zuordnung von Straßennamen. Deshalb konnte bisher keine Georeferenzierung erfolgen oder Konkordanz zur heutigen Nummerierung der Straßen erstellt werden.
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Representing the Database of Semantic Shifts by Zalizniak et al. from 2024 in Cross-Linguistic Data Formats
In this brief study, we show how the Database of Semantic Shifts, a large resource on semantic chang...
Quelle: https://calc.hypotheses.org/7060