Semi-Automatische Rekonstruktion von Netzwerken gelehrter Eliten im spätmittelalterlichen Deutschland anhand des Repertorium Germanicum

Clemens Beck (Universität Jena)
Montag, 4. Oktober 2021, 9:30-10:00 Uhr

Der Vortrag behandelt die Untersuchung der Strukturen und Protagonisten der spätmittelalterlichen deutschen Kirche mit Hilfe semi-automatischer Informationsextraktion und Historischer Netzwerkanalyse im Rahmen eines aktuellen Forschungsprojekts an der Universität Jena („Core-H: Collaborative Open Research Environment for the Humanities“). Grundlage der Untersuchung ist das Repertorium Germanicum (kurz: RG), eine für den Bereich der Mediävistik vielleicht einzigartig umfassende serielle Quelle zur Geschichte der spätmittelalterlichen deutschen Kirche und Gesellschaft. Bisher verhinderte der sehr große Umfang des hier publizierten Materials dessen umfassende quantitative Analyse.

Inzwischen eröffnen Data-Extraction-Techniken einen wesentlich effizienteren Weg zur Modellierung und Analyse großer Netzwerke von Hunderten von klerikalen Akteuren des 15. Jahrhunderts auf der Grundlage des RG. Im Rahmen des Spotlights wird der Workflow der Auswertung des RG, die Probleme bei der semi-automatischen Identifikation und Normierung von mittelalterlichen Personen und Orten sowie eine exemplarische Übersicht der Ergebnisse vorgestellt.



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Quelle: https://digigw.hypotheses.org/3919

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Lives in Transit: A Game for Teaching and Writing Global History

Martin Dusinberre (Universität Zürich), Leyla Feiner
Montag, 4. Oktober 2021, 15:30-16:00 Uhr

„Lives in Transit“ ist ein interaktives Werkzeug, um globale Geschichte zu erzählen und zu lehren. Es bietet Historikern ein Modell für die Präsentation ihrer Forschung in Form eines Serious Gaming. Spielthemen lassen sich selbst simulieren und ermöglichen reale Erfahrungen zur Spieleentwicklung für BA- und MA-Studenten. Im Gegensatz zu konventionellen akademischen Arbeiten erlaubt das Spiel dem Autor, nichtlineare Erzählungen zu erforschen und parallele und multidirektionale Erzählungen zu schaffen. Währenddessen erleben die Spieler die Entstehung eines Stücks globaler Geschichtsforschung und lernen, diesen kreativen Prozess auf innovative Weise zu protokollieren und abzubilden. Grundsätzlich regt „Lives in Transit“ die Spieler dazu an, über die Art der Forschung in einer digitalisierten Welt nachzudenken.

Lives in Transit is an interactive tool both to narrate and teach global history.

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Quelle: https://digigw.hypotheses.org/3939

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