Eine Kulturgeschichte europäischer Protestbewegungen der 1980er Jahre.
Die Rosa-Luxemburg-Stiftung hat einen Sammelband veröffentlicht: “All we ever wanted …” Eine Kulturgeschichte europäischer Protestbewegungen der 1980er Jahre. Herausgegeben von Hanno Balz und Jan-Henrik Friedrichs in der Reihe Manuskripte.
Und die gibt es lobenswerterweise auch als PDF-Datei zum Download. Angesichts der weltweit erstarkenden Protestbewegungen eine Publikation mit hohem Aktualitätsbezug.
(via Adresscomptoir, wo man auch ein Inhaltsverzeichnis findet)
Einsortiert unter:Literatur, Sozialgeschichte

Ausschreibung GK ‘Topologie der Technik’, Darmstadt.
Im Rahmen der aktuellen Stipendienausschreibung des DFG-GK „Topologie der Technik“ werden Vorhaben im Bereich PHILOSOPHIE/METAPHERNFORSCHUNG gesucht.
Mögliche Themen sind z.B. Raummetaphorik in Techniktheorie, Wissensgeschichte und Wissenschaftsphilosophie, Technomorphe Metaphorik, Topologische Metaphern in Theoriediskursen zum Zusammenhang von Technik und Macht, Raummetaphorik der Virtualisierung.
Kontakt:
Prof. Dr. Petra Gehring, TU Darmstadt
gehring@phil.tu-darmstadt.de
Quelle: http://dhd-blog.org/?p=502
Publikation zur Kulturgeschichte europäischer Protestbewegungen der 1980er Jahre
Balz, Hanno/Friedrichs, Jan-Henrik (Hg.): «All we ever wanted ...». Eine Kulturgeschichte europäischer Protestbewegungen der 1980er Jahre. (=Manuskripte; 98). Berlin: Karl Dietz, 2012.
Inhaltsverzeichnis:
Inge Marszolek
Vorwort 9
Einleitung
Jan-Henrik Friedrichs, Hanno Balz
Individualität und Revolte im neoliberalen Aufbruch. Annäherungen an eine Kultur- und Sozialgeschichte der europäischen Protestbewegungen der 1980er Jahre 13
(Urbane) Räume des Protestes
Armin Kuhn
Zwischen gesellschaftlicher Intervention und radikaler Nischenpolitik. Häuserkämpfe in Berlin und Barcelona am Übergang zur neoliberalen Stadt 37
Sebastian Haumann, Susanne Schregel
Andere Räume, andere Städte und die Transformation der Gesellschaft. Hausbesetzungen und Atomwaffenfreie Zonen als alternative Raumpraktiken 53
Beppe De Sario
Soziale Veränderung und Jugendbewegung in den 1980er Jahren in Italien: Der Fall der besetzten und selbstverwalteten Jugendzentren (centri sociali) 73
Molly OBrien Castro
Zur Anatomie urbaner Ausschreitungen: Großbritannien unter Margaret Thatcher 90
Mediale (Selbst)Repräsentationen
Dagmar Brunow
Film als Historiographie. »Handsworth Songs« als Dekonstruktion kolonialer Geschichtsschreibung 107
Dominique Rudin
»Im ersten Bundesrat saßen drei Guerillakommandanten.« Zur Bedeutung historischer Bezugnahmen der frühen Zürcher 1980er Bewegung 120
Reinhild Kreis
»Eine Welt, ein Kampf, ein Feind«? Amerikakritik in den Protesten der 1980er Jahre 136
Militanz und Identität
Patricia Melzer
»Frauen gegen Imperialismus und Patriarchat zerschlagen den Herrschaftsapparat«: autonome Frauen, linksradikaler feministischer Protest und Gewalt in Westdeutschland 157
Mieke Roscher
»Animal Liberation ... or else!«. Die britische Tierbefreiungsbewegung als Impulsgeber autonomer Politik und kollektiven Konsumverhaltens 178
Ein europäisches Phänomen? Inter-/Transnationale Dimensionen
Kathrin Stern
»Frieden im geteilten Europa«. Die Frauen für den Frieden/Ostberlin als Teil der europäischen Friedensbewegung der 1980er Jahre 197
Wouter Goedertier
Erst radikal, dann liberal? Die belgische Anti-Apartheid-Bewegung in den 1980er Jahren 214
Jan Hansen
Der Protest und die Mächtigen: Zu den Auswirkungen von Friedensbewegung, Nuclear Weapons Freeze Campaign und Solidarnosc auf das Bonner »Establishment« 231
Anhang
Quellen- und Literaturverzeichnis 247
Biographische Angaben zu den Autorinnen und Autoren 264
Zur Debatte um die Wiederauflage von "Mein Kampf"
Quelle: http://geschichts-blog.blogspot.com/2012/05/zur-debatte-um-die-wiederauflage-von.html
Zur Debatte um die Wiederauflage von "Mein Kampf"
Quelle: http://geschichts-blog.blogspot.com/2012/05/zur-debatte-um-die-wiederauflage-von.html
Renée Schroeder: Austritt aus Österreichischer Akademie der Wissenschaften
Die Macht des Geldes – Glaube und Opferkult?
Das Geld ist heute in erster Linie durch den menschlichen Körper gedeckt, so die These von Christina von Braun, Professorin der Kulturwissenschaften an der Humboldt Universität zu Berlin. Im MONTAGSRADIO, Ausgabe 06/2012, sprechen Markus Heidmeier und Jochen Thermann mit Christina von Braun, Professorin für Kulturwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin, über die Geschichte des Geldes und ihr Buch “Der Preis des Geldes. Eine Kulturgeschichte”.
Geld betrifft jeden. Es ist die Grundlage des Wirtschaftslebens, organisiert Arbeit, menschliche und staatliche Beziehungen und regelt in der Form von Renten und Erbe die Verhältnisse zwischen Generationen. Doch immer wieder gerät das Geldsystem in die Krise. Der Glaube ans Geld schwindet. 2008 hat eine Finanzkrise den globalen Kapitalismus erschüttert, zur Zeit erleben wir eine Schulden- und Währungskrise in Europa. Die Krise des Finanzkapitalismus ist zugleich eine Krise des Geldes und des Glaubens an den Wert des Geldes. Wodurch sind Geld und Schulden heute eigentlich gedeckt?
Konnten in früheren Zeiten materielle Gegenwerte wie Gold oder staatliche Autorität den Wert des Geldes verbürgen, kommt in der kulturgeschichtlichen Analyse von Christina von Braun ein alter, vergessener Gegenwert des Geldes zum Vorschein: Geld stand zur Zeit seiner Einführung im antiken Griechenland für ein Götteropfer. Christina von Braun ist in ihrem Buch “Der Preis des Geldes” den kulturgeschichtlichen Implikationen des Geldwesens nachgegangen und kommt zu unheimlichen Schlussfolgerungen: Geld steht in einer Kette von symbolischen Stellvertretungen und Beglaubigungen, an deren Ende der menschliche Körper steht. Söldner und Prostituierte sind nicht nur als neue Berufe mit dem Geld entstanden, sie verkörpern auch unmittelbar, wodurch Schulden letztlich beglichen werden können.
Und hier noch die Timeline zu dem Gespräch:
1:00 Beglaubigungen des Geldes
5:00 Opfer und Geldzeichen
8:00 Menschenopfer, sozialer Tod und Geldsystem
10:00 Körper decken Kapital
15:00 Abstraktion des Geldes und seine Macht
17:00 Entmaterialisierung des Geldes begleitet von erhöhter Tötungsfähigkeit und (Re)Produktion
19:30 das Geld schafft zwei neue Berufe: der Söldner und die Prostituierte
21:30 Wirkmächtigkeit der Geldtradition
24:30 soziale Gerechtigkeit als Gegenpol
25:30 Glaube ans Geld und Glaube an die Gemeinschaft
27:00 EU-Währungskrise als Glaubenskrise
29:00 Gefahren einer Glaubenskrise und Glaubensgemeinschaft
34:00 Papiergeld, Demokratisierung, soziale Mobilität
36:00 Kultur ohne Geld? Allmende und Internet
40:00 Digitales Geld
43:30 Geld und Scham
45:00 Geld im Islam, im Judentum und Christentum
47:00 Fragebogen
Quelle: http://www.montagsradio.de/2012/05/08/die-macht-des-geldes-%E2%80%93-glaube-und-opferkult/
Historische Quellenkritik im Digitalen Zeitalter
de.hypotheses.org: Neue Chancen für geisteswissenschaftliches Bloggen
"Weblogs in den Geisteswissenschaften. Oder: Vom Entstehen einer neuen Forschungskultur" lautete der Titel der Tagung, die am 9. März 2012 in München stattfand. Die Beiträge über den aktuellen Stand und das Potenzial wissenschaftlichen Bloggens umrahmten den eigentlichen Höhepunkt der Veranstaltung: Der offizielle Onlinegang des Blogportals de.hypotheses.org.