Kathedralen des Wissens – Bibliotheken im Internetzeitalter

Seit über zweitausend Jahren sind Bibliotheken Kathedralen des Wissens. An keinem Ort wird Wissen über die Vergangenheit und die Gegenwart in dieser Breite und Tiefe gesammelt und Nutzerinnen und Nutzern zugänglich gemacht. Dennoch setzen elektronische Formate wie E-Books und die Schwarmintelligenz des World Wide Web den Kathedralen des Wissens immer mehr zu. Die erste Podiumsdiskussion der Veranstaltungsreihe “Geisteswissenschaft im Dialog” (GiD) im Jahr 2013 widmet sich deshalb der Zukunft der Bibliotheken. Am 14. Februar ab 18 Uhr wollen wir mit Ihnen in der Paulinerkirche der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek (SUB) in Göttingen über die folgenden Fragen diskutieren.

Paulinerkirche im Historischen Gebäude der SUB Göttingen, Foto: Martin Liebetruth für die SUB
Werden Bibliotheken im Internet-Zeitalter überflüssig? Wird an die Stelle der physischen Bibliothek die digitale, virtuelle Bibliothek treten? Werden Archivare und Bibliothekare von IT-Wissens- und Datenmanagern ersetzt? Welchen Einfluss hat das Umfeld, in dem Verlage, Buchhändler und Autoren mit ihren traditionellen, digitalen und virtuellen Medien agieren?  Steht der Ruf nach Open Access dem bisherigen System und Interessen entgegen? Welchen zusätzlichen Wert können Bibliotheken ihren Nutzern in einem Zeitalter bieten, in dem man Informationen auch bequem von Zuhause aus suchen, finden und beziehen kann? Und wie ist es mit den Repositorien bestellt, der langfristigen Archivierung und Verfügbarkeit elektronischen Wissens bei sich gleichzeitig schnell ändernden elektronischen Systemen? Ist das Buch hier nicht überlegen?

Wie müssen sich die Bibliotheken im Internetzeitalter neu erfinden? Etwa als Ort, in dem die beiden Systeme Print und Digital zueinander finden, als Wissenssaal, sozialem Treffpunkt, Diskussionsforum sowie Freizeit- und Kulturzentrum? Wie sieht die Bibliothek der Zukunft aus?

Zu einer Diskussion dieser und weiterer Fragen laden wir Sie herzlich in die Paulinerkirche in Göttingen ein. “Geisteswissenschaft im Dialog” ist eine gemeinsame Veranstaltung der Union der Deutschen Akademien der Wissenschaften, der Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland und der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen.

Wir werden das Podium hier im Blog nach und nach mit Biografie und ersten Gedanken zum Thema vorstellen.

Quelle: http://gid.hypotheses.org/243

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Umkämpfte Erinnerung – wie mit Geschichte Politik gemacht wird | Audiomitschnitt online

Wie wird mit Geschichte Politik gemacht (et vice versa)? Am 30. November 2012 wurde in der Sächsischen Akademie der Wissenschaften die Gesprächsreihe “Geisteswissenschaft im Dialog” neu gestartet. Es debattierten Norbert Frei, Ute Daniel, Heinz Duchardt und Günter Heydemann mit Moderatorin Hilde Weeg zur Geschichts- und Erinnerungspolitik. Am 15. November wird MDR Figaro über den Abend in Leipzig berichten. Der Audiomitschnitt der von “Umkämpfte Erinnerung – wie mit Geschichte Politik gemacht wird” ist bereits jetzt auf perspectivia.net online.      

Quelle: http://gid.hypotheses.org/216

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Liveblog “Umkämpfte Erinnerung – wie mit Geschichte Politik gemacht wird”

Am 30. November werden wir ab 17 Uhr live von unserer Veranstaltung in Leipzig bloggen. Wer es also nicht bis in die Sächsische Akademie der Wissenschaften schafft, kann sich auf diesem Weg in die Diskussion einschalten. Sie haben geschichtspolitische Fragen an Heinz Duchardt, Norbert Frei, Ute Daniel, Günter Heydemann und die Moderatorin Hilde Weeg? Dann können sie diese auch hier direkt in den Kommentaren oder auf Twitter unter dem Hashtag #gid12 stellen. Anregungen gibt es in unserem Linkdossier und den Vorab-Statements von Ute Daniel, Heinz Duchardt und Günter Heydemann. Das Team von Geisteswissenschaft im Dialog freut sich auf Ihre Interventionen!

Quelle: http://gid.hypotheses.org/146

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Ute Daniel: Ganove und Gendarm zugleich


Die professionelle Geschichtswissenschaft ist immer beides zugleich: Ganove und Gendarm. Sie ist, blickt man in der Geschichte zurück, oft daran beteiligt, die Vergangenheit im Dienste der jeweiligen Gegenwart (oder des jeweiligen politischen Systems) umzudeuten. Und ebenso oft ist sie eifrig damit beschäftigt, die Indienstnahme der Vergangenheit durch die Gegenwart herauszuarbeiten und zu kritisieren. Beides gleichzeitig ist möglich, weil auch die Wahrung professioneller Standards nicht verhindern kann, der Geschichte einen gewünschten Sinn zu unterlegen: Politisierte Geschichtsschreibung (mit einer starken Interpretation) ist eben nicht notwendigerweise schlechte (oder unwissenschaftliche) Geschichtsschreibung. Ganz im Gegenteil, würde ich sagen: Wer sich einzig darauf konzentriert, alle wissenschaftlichen Standards zu beachten und möglichst viele Fußnoten zu machen, erzeugt mit ziemlicher Sicherheit eines – nämlich langweilige Geschichtsschreibung. Und damit überlässt man das Feld der Deutungen denjenigen, die weniger Skrupel und mehr manipulative Ziele haben. Außerdem verschließt man durch Verlangweiligung den unendlich bereichernden Erfahrungsschatz, den die Vergangenheit bietet, für alle, die keine professionellen Historiker sind. Und das ist in gewissem Sinne auch politisch. Geschichtsschreibung ist also immer politisch – und das ist gut so.
Aber nicht nur die professionelle Geschichtsschreibung ist immer politisch. Das ist auch jede gedeutete Vergangenheit (und anders als eine gedeutete ist Vergangenheit nicht verfügbar). Wenn beispielsweise das Dritte Reich damit erklärt wird, dass die Nationalsozialisten vor und nach 1933 propagandistisch und medial so erfolgreich waren, dann geschieht dreierlei: Erstens werden die damaligen Wähler und Unterstützer der NSDAP entmenschlicht, indem sie zu manipulierten, irrationalen Wesen degradiert werden. Zweitens wird der Einfluss unterschlagen, den damals diejenigen Kreise hatten, die die Nationalsozialisten weder gewählt noch gemocht haben, sie aber Januar 1933 ans Ruder brachten. Drittens wird implizit so eine Linie von damals Richtung heute gezogen, die uns Heutigen über die Menschen von damals erhebt: Wir sehen im Vergleich zu unseren Vorgängern so viel reifer, so viel klüger aus! Das ist vielleicht die schlimmste Folge einer Geschichtsschreibung, die die Erfahrungen und Deutungsweisen früherer Menschen nicht ernst genug nimmt: dass sie uns gefährlich selbstgerecht macht…

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Prof. Dr. Ute Daniel ist Professorin für die Geschichte des 19./20. Jahrhunderts und der Frühen Neuzeit an der Technischen Universität Braunschweig. Ihre Forschungsinteressen liegen auf der europäischen Kultur- und Sozialgeschichte des 18. bis 20. Jahrhunderts und auf Theoriefragen der Kulturgeschichtsschreibung, zu denen sie 2001 das „Kompendium Kulturgeschichte“ vorgelegt hat. Sie ist seit 2006 Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen.

Quelle: http://gid.hypotheses.org/121

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Umkämpfte Erinnerung – wie mit Geschichte Politik gemacht wird


Quelle: CC-BY-SA 3.0 Anteeru

Seit der Antike dient der Bezug auf die Vergangenheit dazu, die politische Ordnung zu stabilisieren und zu legitimieren. Von besonderer Bedeutung ist die Geschichtspolitik nach politischen Umbrüchen, also in Zeiten, in denen es um die Konstruktion neuer Identitäten geht. So wurde in Deutschland nach dem Ende der nationalsozialistischen Diktatur sowie nach dem Epochenjahr 1989 über die Bildung von Identitäten gestritten. Die aktuellen Umwälzungen des Arabischen Frühlings sind ebenso beispielhaft. In pluralistischen Gesellschaften spielt sich dieser Streit in den Medien ab. Betroffene können reagieren, kritisieren, alternative Deutungen entfalten und durchsetzen. Die Vergangenheit ist mithin auf der Ebene der Gefühle, der Identität und der politischen Orientierungen höchst lebendig. Je nach Zeit und Kontext werden alte Mythen durch neue ersetzt. Debatten über Erinnerung, Schuld, Abrechnung und Bestrafung, über Vergessen und Vergeben erweisen sich dabei als geeignet, der Macht der Vergangenheit zu entkommen oder sich diese zu Diensten zu machen.

Geschichtspolitik zielt nicht nur auf das Bild von der Vergangenheit, sondern auch auf die Macht über Köpfe, auf Deutungshoheit und auf die Legitimation politischen Handelns. Sie kann zur Verschärfung von Konflikten beitragen, politische Gegner diskreditieren, aber auch das Fundament für eine gemeinsame Kultur der Verständigung schaffen. Die mitunter heftigen Auseinandersetzungen um Denkmäler, Museen und Gedenktage zeigen: Deutungen der Vergangenheit sind immer auch ein Politikum. Dass dabei mit Geschichte Politik und umgekehrt mit Politik Geschichte gemacht wird, wurde nicht zuletzt in der Diskussion um ein deutsches Freiheits- und Einheitsdenkmal deutlich. Zugleich werden Versuche, Geschichtsbilder mit staatsoffizieller Unterstützung zu erzeugen, durch gesellschaftliche Initiativen verändert, wie das “Haus der Geschichte” und auch das “Deutsche Historische Museum” zeigen.

Die Geschichte als politisches Instrument?

Wie wurde und wird Geschichte politisch instrumentalisiert? Wie stellt sich die Wechselwirkung zwischen Politik und Geschichte in Zeiten des Umbruchs dar? Was kennzeichnet den spezifisch politischen Umgang mit Geschichte in der Öffentlichkeit, der seit einiger Zeit als “Geschichtspolitik” bezeichnet wird? Wer schreibt und beeinflusst unser Geschichtsbild und wo liegen die Interessen und Motive der Akteure? Kann es überhaupt eine “allgemeinverbindliche” Geschichtserzählung als Orientierungspunkt geben? Welche Bedeutung hat öffentliches und kollektives Erinnern an Vergangenheit für das Selbstbild einer Gesellschaft und des Einzelnen? Gibt es ein “kollektives Gedächtnis”?

Zu einer Diskussion dieser und weiterer Fragen laden wir Sie am 30. November um 17 Uhr herzlich in die Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig ein.

Quelle: http://gid.hypotheses.org/46

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Die leidige Verweigerung der Gleichzeitigkeit

HSOZKULT weitet den Blick. Beim Sortieren der Botschaften, die einem täglich in den Email-Account flattern, sortiert man zwar schnell zwischen relevant oder nicht relevant für die eigene Forschung. Manchmal ergibt sich jedoch eine produktive Irritation aus den entfernteren Bereichen der Geschichtswissenschaft. Leider gibt es auch weniger produktive Irritationen, wie den Bericht zu einer Tagung des Erlanger Forschungsprojekts “Gotische Kriegergruppen im spätrömischen Reich” mit dem Titel “Mobile Kriegergruppen in Europa und Afrika. Transkulturelle Perspektiven”.

Belisar und die Goten (1830), aus: Wikimedia Commons.

Als Ziel der Tagung geben die Veranstalter an:

“Der Workshop bringt Phänomene zusammen, die sonst getrennt betrachtet werden: Kriegergruppen im spätantiken Mittelmeerraum sowie neuzeitliche Kriegsherren und ihre Gefolgschaften in Afrika. [...] Der Workshop untersucht sowohl die Gemeinsamkeiten mobiler Kriegergruppen im Europa der Spätantike und im (vor-)modernen Afrika als auch phänomenologisch ähnliche Entwicklungen in unterschiedlichen Kulturräumen und zu verschiedenen Zeiten. Die sich aus dem komparativ angelegten Programm ergebenden transkulturellen Perspektiven sollen der Schärfung des methodischen Zugriffs in den beteiligten Disziplinen dienen. Hinter der Auswahl der Einzelthemen steht der Versuch, eine Zusammenstellung anschaulicher Beispiele für die Bedeutung von Mobilität für den Erfolg im fortwährenden Daseinskampf der Kriegergruppen zu geben.”

Verwunderlich an diesem Programm ist vor allem die, wahrscheinlich unbewußte, Perpeturierung kolonialer Perspektiven und Narrative. Seit dem späten 19. Jahrhundert durchzieht die Erzählung vom zivilisatorischen Entwicklungsvorsprung Europas insbesondere gegenüber afrikanischen Bevölkerungen die kolonialen Diskurse. Dies produzierte zum einen die Idee der Geschichtslosigkeit Afrikas und zum anderen die Idee, afrikanische Gesellschaften mit den “Barbaren”, wie sie von den römisch-antiken Autoren beschrieben wurden, zu vergleichen. Der Ethnologe Johannes Fabian hat diese diskursive Praxis als “denial of coevalness” bezeichnet. Ergebnis der “Verweigerung der Gleichzeitigkeit” war die radikale Alterisierung und letztendlich die Legitimation kolonialer Unterwerfung afrikanischer Bevölkerungen.

Das diese Vergleiche nun erneut angestellt werden, lässt mich gelinde gesagt staunen. Wenn man schon diese radikale Enthistorisierung von “Gewaltgemeinschaften” vornimmt – warum (1) nimmt man nicht europäische Gewaltgemeinschaften der Neuzeit in den Vergleich mit hinein. Das 20. Jahrhundert böte genügend Beispiele – der Verweis auf Timothy Snyders “Bloodlands” dürfte hier wohl genügen. Warum (2) untersucht man nicht die Interaktion von Europäern und Afrikanern, die in zahlreichen Kolonialkriegen transkulturelle Gewaltgemeinschaften bildeten, etwa während des Maji-Maji-Krieges in “Deutsch-Ostafrika”? Warum nicht rezente euro-amerikanische Söldner-Armeen, wie etwa die “Sicherheitsdienstleister” von Blackwater? Warum nicht die Zusammenhänge von afrikanischen Gewaltgemeinschaften und globalen Wirtschaftsbeziehungen (Stichwort: Sklavenhandel im 19. Jahrhundert oder Rohstoffmärket für “blutige Diamanten”, Erdöl oder seltene Erden im 20. Jahrhundert)?

Die Organisatoren argumentieren in dem zitierten Statement insbesondere mit der Mobilität der untersuchten Kriegergruppen.  M. E. ist es jedoch fraglich, ob es genügt, ein Charakteristikum herauszugreifen, um diese Art des Vergleichs zu rechtfertigen. Wenigstens müssten die Traditionslinien klar und kritisch reflektiert werden, in denen diese Herangehensweise steht, bevor man sie reaktiviert. Der Tagungsbericht und die Tagungsankündigung geben leider keinen Hinweis darauf, dass dies geschehen ist. Aber vielleicht erschließt ja ein zukünftiger Sammelband das Feld auf andere Weise.

Zitierte Literatur:

Johannes Fabian, Time and the Other. How Anthropology makes its Object, New York 2002 [1983].


Einsortiert unter:Geschichte, Geschichtspolitik, Globalgeschichte, Kolonialismus, Meinung, Veranstaltung

Quelle: https://kritischegeschichte.wordpress.com/2012/06/28/die-leidige-verweigerung-der-gleichzeitigkeit/

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Der Historikertag 2012 ist thematisch im High-Tech-Kapitalismus angekommen

Ich hätte ja nicht geglaubt, dass ich das noch jemals über einen Historikertag sage (und ich war wirklich auf einigen), aber die Panels sind dieses Jahr thematisch ausgesprochen spannend. Unter dem Leitthema “Ressourcen – Konflikte”, gibt es ein  Programm, dass sich lohnt, genauer studiert zu werden. Für mich ist dieses Programm ein Zeichen, dass auch in der wissenschaftlichen Forschung die Fragestellungen des globalen High-Tech-Kapitalismus angekommen sind. Ich überlege ernsthaft, ob ich hinfahre.


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Quelle: http://kritischegeschichte.wordpress.com/2012/06/25/der-historikertag-2012-ist-thematisch-im-high-tech-kapitalismus-angekommen/

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Tagungsbericht: „Die Universität Kiel und ihre Professorinnen und Professoren oder: Wozu den Kieler Professorenkatalog?“

Interdisziplinäre wissenschaftliche Fachtagung, 20./21.04.2012 Abteilung für Regionalgeschichte an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte Bericht von Torsten Roeder, 24.04.2012 In der Kunsthalle zu Kiel veranstaltete die Abteilung für Regionalgeschichte des Historischen Seminars der Christian-Albrechts-Universität am 20. und 21.4.2012 die Tagung „Die Universität Kiel und ihre Professorinnen und Professoren oder: […]

Quelle: http://digiversity.net/2012/tagungsbericht-professorenkataloge/

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Rückblick auf den 2. Workshop des Netzwerks Kritische Geschichte

Ralf Hoffrogge hat einen Tagungsbericht zu unserem Workshop im Januar veröffentlicht. Am besten, ihr lest ihn direkt dort. Ein weiterer Workshop ist geplant. Dann soll es im Schwerpunkt um Gedächtnispolitik gehen.


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Quelle: https://kritischegeschichte.wordpress.com/2012/03/17/ruckblick-auf-den-2-workshop-des-netzwerks-kritische-geschichte/

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Jetzt anmelden zum 2. Workshop Kritische Geschichte in Berlin

Noch gute zwei Wochen Zeit, um sich für den 2. Workshop Kritische Geschichte anzumelden. Ein paar Sätze zum Programm, das auf der Webseite von reflect! nachgelesen werden kann.

Beim Workshop vor einem Jahr flogen jede Menge Begriffe durch den Raum (Klasse, Alltagsgeschichte, Gender, Historischer Materialismus…) zu denen unvermeidlich Fragen aufkamen: Was bedeuten die Begriffe eigentlich genau, was kann ich damit konkret in meiner Arbeit anfangen, wer sind die Namen dahinter, welche Schulen gibt es da, wo kann man denn was nachlesen und so weiter. Deswegen gibt es einen Tag mit kurzen Einführungen. Um die Themen Klasse und Gender werden die Ansätze des Historischen Materialismus, des Postkolonialismus und der Alltagsgeschichte aufgezeigt. Gedacht als Hilfe zur Selbsthilfe: Was sind die Grundprobleme und was gibts an brauchbarer Literatur dazu.

Am zweiten Tag gibt es parallele Panels mit Projektvorstellungen zu Didaktik sowie Theater und Geschichte. Da bin ich persönlich auch schon sehr gespannt drauf.

Der Workshop ist schon deswegen interessant, weil man viele Leute mit spannenden Themen kennenlernt und wiedertrifft. Es gibt viel Austausch über Projekte. Ja. Es lohnt sich. Deswegen einfach anmelden und hinfahren. Avanti, avanti.


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Quelle: http://kritischegeschichte.wordpress.com/2011/12/29/jetzt-anmelden-zum-2-workshop-kritische-geschichte-in-berlin/

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