Rezension: Geoffrey Parker – Global Crisis. War, Climate Change and Catastrophe in the Seventeenth Century (Teil 6)

 

Geoffrey Parker - Global Crisis. War, Climate Change and Catastrophe in the Seventeenth Century (Hörbuch)

Teil 1 hier, Teil 2 hier, Teil 3 hier, Teil 4 hier, Teil 5 hier.

Das Geld ging auch in die, wenngleich langsame, Ausbreitung von Getreidesilos. Solche hatte es schon vor der Krise des 17. Jahrhunderts gegeben, um Hungersnöte abzufedern, aber die Kosten der Kriegführung und die Katastrophen der Kleinen Eiszeit hatten deren Infrastruktur praktisch völlig zerstört. Unter dem Eindruck der Not wurden die Systeme allerorten neu aufgebaut und stellten eine Art Proto-Sozialstaat dar, der wesentlich dazu beitrug, Katastrophen wie im 17. Jahrhundert künftig zu vermeiden. Wenig verwunderlich, dass die Zeitgenoss*innen angesichts der Ergebnisse die Idee einer absoluten Monarchie deutlich anderen Systemen vorzuziehen begannen.



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Quelle: http://geschichts-blog.blogspot.com/2023/03/rezension-geoffrey-parker-global-crisis.html

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Neu erschienen: Der lange Atem kolonialer Bilder von Markus Wurzer

Buchcover, das einen Karton mit zusammengebundenen Fotografien aus Kolonialzeiten zeigt.

 

Band 9 der Reihe: Visual History: Bilder und Bildpraxen in der Geschichte, herausgegeben von Jürgen Danyel, Gerhard Paul und Annette Vowinckel

 

Cover: Markus Wurzer. Der lange Atem kolonialer Bilder, Wallstein Verlag Göttingen 2023 ©
[Photo box, Tiroler Archiv für photographische Kunst und Dokumentation (TAP), 236 Sammlung Siegfried Seppi]

Kolonialismus ist Teil vieler europäischer Familiengeschichten: Bis heute bewahren Familien Tagebücher, Militaria oder Beutestücke auf, die Vorfahr:innen als koloniale Akteur:innen nach Hause gebracht haben. Sie bezeugen nicht nur familiäre Verstrickungen, sondern haben obendrein über Jahrzehnte hinweg kollektive Vorstellungen über die koloniale Vergangenheit geprägt. Fotografien waren daran – als vermeintlich authentische Zeugnisse – ganz wesentlich beteiligt. Über den Tod der „Erlebnisgenerationen“ hinaus vermittelten sie koloniale „Erfolgsgeschichten“, wodurch Familien zu einem Hort kolonialer Geschichtsmythen, etwa der „anständigen Kolonialherren“, wurden.



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Quelle: https://visual-history.de/2023/03/02/neu-erschienen-der-lange-atem-kolonialer-bilder-markus-wurzer/

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The Challenges of Interculturality in the Americas

This dossier invites to focus on interculturalities as an epistemological approach, a dialogical method and an aspiration of inclusiveness.

The post The Challenges of Interculturality in the Americas appeared first on Public History Weekly.

Quelle: https://public-history-weekly.degruyter.com/11-2023-2/interculturality-in-the-americas/

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