
The ARTS Runway ist eine faszinierende Bühne für die Schlüsselfiguren – und auch neue Gesichter – im Schmelzbereich der alten<>neuen Medien, der Kunst<>Technologie. Die Eröffnung der diesjährigen Plattform hat bereits wie ein Meteor eingeschlagen – mit Zentralfiguren des Kulturellen.

Chris Dercon (Historiker, Intendant der Volksbühne Berlin) erinnerte, dass bereits Deleuze das Digitale hervorhob. Gleichzeitig hinken wir hierzulande (#neuland) der Aussenwelt noch Jahre hinterher. Er zitierte die letzten Worte des Medientheoretikers Friedrich Kittler, als er am Sterbebett im Krankenhaus lag: „Alle Apparate ausschalten“. Denn Kittler war es, der das Digitale ins Leben überführte (wenn man Šklovskijs „Überführung der Kunst ins Leben“ paraphasiert) mit seinem berühmten Satz: „Nur was schaltbar ist, ist überhaupt“. Tatsächlich ist das Digitale ein unübersehbarer Bestandteil unserer Zivilisation. Wir haben noch langen Weg vor uns.
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Warum diese Tagung „genau zum richtigen Zeitpunkt“ kommt, wie Helma Lutz (Cornelia Goethe Centrum Frankfurt) es in ihren Begrüßungsworten nennt, wird schnell klar. Keine 30 Sekunden sind vergangen und die AfD bekommt bereits einen prominenten Platz.
