Was? – Workshop “Tabellarische Quellen zwischen Geschichtswissenschaften und Digital Humanities – ein Transkribathon” (Berlin, Do. 10.09.2026) Wann? – Donnerstag, 10. September 2026 Wo? – Staatsbibliothek Berlin Wer? – Stabi Berlin in Kooperation mit NFDI4Memory und der Professur für Digitale Geschichtswissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg
Orange Data Mining ist ein Open-Source-Tool, das den Einstieg in Datenanalyse, Text Mining und maschinelles Lernen ohne Programmierkenntnisse ermöglicht. Über eine visuelle Oberfläche lassen sich komplexe analytische Workflows per Drag-and-Drop zusammenstellen: Einzelne Bausteine – sogenannte Widgets – werden miteinander verbunden und bilden so transparente, nachvollziehbare Verarbeitungsketten. Das Spektrum reicht von klassischen Data-Mining-Verfahren über die Analyse von Textkorpora bis hin zur Arbeit mit Image Embeddings. Das Praxislabor bietet einen praxisnahen Einstieg in die Arbeit mit Orange mit speziellem Fokus auf die Anwendung in der historischen Forschung.
Ein spannendes, abwechslungsreiches und klar interaktives Programm erwartet Sie auf dem GND-Forum Humanities@NFDI am 23. und 24. Juni in der schönen Universitätsstadt Göttingen!
Die Gemeinsame Normdatei (GND) ist das führende kontrollierte Vokabular der Geisteswissenschaften im deutschsprachigen Raum. 10 Millionen Normdaten zu Personen, Organisationen, Geografika, Sachbegriffen, Werken und Konferenzen alle vereint unter einem Dach. Die Nutzung der persistenten Identifier macht Ihre Forschungsdaten und Metadaten zu Ihren Publikationen, Sammlungen und anderen Ressourcen sichtbarer im Netz und stellt im Sinne von Linked Data Verbindungen zu anderen Ressourcen her. Daher empfehlen auch alle NFDI-Konsortien der Humanities die Nutzung der GND nicht zuletzt im Sinne der FAIR DATA Principles. Wenn Sie sich jetzt fragen, wie kann ich vorgehen, um die GND zu nutzen; passt die GND für meine Bedarfe oder wie unterstützen die Konsortien mich bei der Verwendung der GND, dann ist das GND-Forum Humanities@NFDI genau der richtige Startpunkt für Ihre Recherche. Aber auch wenn Sie die GND schon kennen, dann erfahren Sie auf dem GND-Forum den aktuellesten Stand zu den Entwicklungen der GND Nutzung in den Konsortien und können sich aktiv mit Ihren Anregungen und Bedarfen in die Diskussion einbringen.
Benötigt wird das Programm: https://qgis.org/ Alle Dateien werden hier zwei Tage vor der Veranstaltung abrufbar sein.
Webservices und Geodatenportale schaffen heute wichtige Grundlagen für die Nachnutzung moderner räumlicher Daten. Freie Lizenzen ermöglichen einen schnellen Zugriff und eine digitale Visualisierung, weshalb räumliche Analysen in den Digital Humanities zunehmend an Bedeutung gewinnen. Projekte zur Georeferenzierung historischer Karten und zur Modellierung historischer Raumbeziehungen nehmen zu, stellen ihre Daten jedoch nicht immer offen bereit.
Juni – Oktober 2026, jeweils Donnerstag, 13-14 Uhr die Einwahldaten werden nach der Anmeldung verschickt kontakt@igdj-hh.de
Institut für die Geschichte der deutschen Juden (Hamburg) und Professur für Digital Humanities und hybride Bildungs- und Kommunikationsräume an der Universität und Fachhochschule Erfurt
Veranstalterinnen: Nina Brolich (Erfurt), Helena Geibel (Hamburg), Anna Menny (Hamburg), Anna Neovesky (Erfurt)
Digitalisierung und Künstliche Intelligenz verändern grundlegend, wie wir Vergangenheit erforschen und verstehen. Durch die automatische Auswertung riesiger Datenmengen, Mustererkennung in Texten und Bildern sowie die Erzeugung von Inhalten eröffnen sich neue Formen der Wissensproduktion und wandelt sich unser Quellenverständnis. Der Einsatz von KI erfordert neue Formen der Quellenkritik und ein Bewusstsein für Grenzen und Macht algorithmischer Systeme. Im Rahmen der Vortragsreihe sollen verschiedene Aspekte betrachtet werden: KI und Holocaust Education, Potenziale des Machine Learning bei der Analyse von Emotionen in Selbstzeugnissen zum Holocaust, der Einsatz von KI bei der Strukturierung historischer Forschungsdaten sowie KI-generierte Bilder im Kontext jüdischer Geschichte und des Holocaust auf Social Media.
Der diesjährige DH-Tag der Universität Münster steht vor der Tür. Am 10. Juli 2026 wartet ein abwechslungsreiches Format zum Thema „Digital Humanities: Human Autonomy?“ auf Sie – das offizielle Programm ist nun online.
Ganz besonders freuen wir uns, mit Prof. Dr. Tobias Hodel von der Universität Bern einen ausgewiesenen Experten auf dem Gebiet KI-gestützter Arbeitsweisen als Keynote Speaker gewonnen zu haben. Sein Vortrag „Denken trotz Prompt?
Die Normierung historischer Ortsdaten ist eine zentrale Herausforderung der digital-geisteswissenschaftlichen Forschung. Da ein (deutschlandweit) übergreifendes historisches Ortsverzeichnis fehlt, erheben Projekte diese Daten meist aufwändig selbst. Angebote wie GeoNames, Wikidata oder die GND stoßen bei historischen Zuständen (z.B. Grenzänderungen oder Wüstungen) jedoch oft an ihre Grenzen.
Beginn 23.06.2026, 11:30 Uhr Ende 24.06.2026, 12:30 Uhr Wo Zentralmensa der Universität Göttingen, Clubraum 1&2, Platz der Göttinger Sieben 4, 37073 Göttingen
Mitwirkende der vier geisteswissenschaftlichen Konsortien der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) treffen sich zum GND-Forum Humanities@NFDI am 23./24. Juni in Göttingen. Zentrales Thema des Arbeitstreffens ist die Gemeinsame Normdatei (GND) aus unterschiedlichen Blickwinkeln.
Abstract Im Rahmen des FWF-Forschungsprojekts „Ehen vor Gericht” (P20157-G08) haben wir uns in den letzten drei Jahren intensiv mit der Ehegerichtsbarkeit des Erzherzogtums Österreich unter der Enns vom ausgehenden 16. bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts auseinandergesetzt. Unsere Aufmerksamkeit galt insbesondere jenen Gerichtsprozessen, welche die Beendigung (Verfahren in puncto Scheidung von Tisch und Bett sowie in puncto Nichtigkeit der Ehe) beziehungsweise die Fortführung des ehelichen Zusammenlebens unter bestimmten Bedingungen (Cohabitierungsverfahren) zum Inhalt hatten. Neben der Vielfalt an Konfliktfeldern, welche die Eheleute beziehungsweise deren Anwälte vor Gericht zum Thema machten, interessierten wir uns vor allem für die den Streitparteien zur Verfügung stehenden Handlungsmöglichkeiten und die Frage, welche Faktoren und Kategorien diese erweiterten oder beschränkten. In den Fokus gerieten damit auch die regional und zeitlich sehr unterschiedlichen Bestimmung des Ehegüter- und des Erbrechts. In den in Kernuntersuchungsabschnitte unterteilten drei Jahrhunderten konnten die Ehekonflikte von über 2.100 Ehepaaren eruiert werden. Die primäre Quellenbasis bildeten die Protokollbücher der bis 1783 zuständigen Kirchengerichte sowie die Gerichtsakten der nach 1783 für Ehescheidungen zuständigen weltlichen Gerichte.
Der Vortrag gibt einen Einblick in die Arbeitsweise des Forschungsteams und zieht eine (Zwischen-)Bilanz über die gewonnenen Erkenntnisse.
Morgen Abend (28. Oktober) um 19:05 Uhr befasst sich Ö1 in den Dimensionen mit unserem Forschungsprojekt und der internationalen Tagung, die im September in Wien stattfand:
Bevor der Tod sie scheidet. Ehetrennungen im Mittelalter und der Neuzeit. Gestaltung: Lukas Wieselberg
Körperliche Gewalt, Ehebruch, Impotenz. Aber auch nicht vorhandene oder “falsche” Gefühle. Und immer wieder wirtschaftliche Fragen und Streit um Unterhalt und Kinder. Das sind nicht nur wichtige Gründe für Scheidungen in der Gegenwart. Sie spielten schon im Mittelalter und in der frühen Neuzeit eine wichtige Rolle.
In einem bisher einzigartigen Forschungsprojekt haben Historikerinnen tausende Akten aus dem 16. bis 19. Jahrhundert untersucht, die von Eheverfahren in Niederösterreich und Wien stammen. Auch wenn Katholik/innen die Scheidung verboten war, konnten sie sich doch “von Tisch und Bett trennen”. Notwendig dafür war ein Verfahren vor einem kirchlichen und – ab 1783 – weltlichen Gericht. Deren Dokumente zeigen nicht nur erstaunliche Parallelen in die Gegenwart. Sie liefern auch Einsicht in das Leben einfacher Handwerker und Taglöhner/innen, die üblicherweise nicht im Fokus der Geschichtswissenschaft stehen.