Avantgarde: Big in Japan

Jedesmal, wenn ich nach Japan komme, lande ich zwangsläufig für mehrere Tage in Maruzen & Junkudo, in jener riesigen Buchhandlung in Osaka. 8 Stockwerke voller Bücher zu allen möglichen (und unmöglichen) Themen – da muss auch Hugendubel passen. Es ist daher auch kein Wunder, dass die Themen wie Russische Literatur, oder Historische Avantgarde auch gerne mal eine ganze Regalstrasse belegen.
Hier nur ein Ausschnitt aus dem Bereich „Russische Literatur“, mit einem Spektrum von Čechov und Tolstoj über Charms und Achmatova zu Pelevin (auf dem ersten Bild in der Mitte sehen Sie beispielsweise eine wunderschöne Ausgabe „Daniil Charms‘ Welt„).
Die (ost- und) europäische literarische Avantgarde wird in Japan ständig übersetzt in mehrbändigen Reihen.
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Insert/Destroy. Besuch der alten Dame im Museum.

Nach all den zufälligen, mutmaßlichen und böswilligen Zerstörungen der Kunstwerke durch Kinder, Künstler und Kunstsammler: hier kommt eine sympathische (zumindest im außermusealen Kontext) Geschichte über eine ältere Dame aus der „Literaturwerkstatt“ eines Seniorenzentrums. Wie Monopol berichtet, war sie beim Besuch des Neuen Museums Nürnberg von einem Werk des Fluxus Künstlers Arthur Køpcke (1928-1977) so inspiriert, dass sie das Kreuzworträtsel-Element in diesem Werk schlicht und einfach… ausfüllte.
Reading-Work-Piece heißt die konzeptionelle Reihe des Künstlers. Sie vereint in sich Mischtechniken und Kollagen, Zeitungsausschnitte und erotische Motive, Labyrinthe und Kreuzworträtsel zu einem ironischen Simulacrum der Freizeitgestaltung. Es ist eine Mischung aus Sonntagsmagazin-Beilagen und „Les Mots Et Les Images“ von Magritte. Sudoku und asemisches Schreiben. Hier nur ein Beispiel aus der Reihe:
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