Österreich – Schwieriges Pflaster für Wartenummern

ORF Online berichtet über die im Vergleich zu anderen Ländern mangelnde Wartedisziplin in Österreich; vielleicht ändert hier ja die zunehmende Verbreitung von Smartphones etwas, da der Blick aufs Handy die Wartezeit subjektiv entscheidend verkürzt. Interessant auch folgende Passage über Wartenummern:

Wartenummern nicht immer reibungslos
Auch das System, mit Wartenummern eine gerechte Reihenfolge zu schaffen, funktioniert nicht immer reibungslos. Bei Ärzten und in Spitälern ist es genauso üblich wie auf Ämtern. Doch vor allem bei Letzteren gibt es immer einige ganz besonders Eilige, die ohne Nummer losstürzen und für entsprechenden Wirbel sorgen. Dass die voraussichtliche Wartezeit schlecht abzuschätzen ist, immer wieder Vorgereihte das Handtuch werfen und die Nummern somit ausfallen, macht die Sache nicht einfacher.
In vielen Ländern ist das Nummernsystem von der Post bis hin zur Wursttheke eingespielt. In heimischen Supermärkten wurde auch das getestet - und zumeist wieder verworfen. Das vielleicht einfachste Prozedere, die Frage nach dem zuletzt Gekommenen, nach dem man dann an der Reihe ist, funktioniert gerade bei überschaubaren Ärztewartezimmern.

(vgl.)

Quelle: http://adresscomptoir.twoday.net/stories/64035939/

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Über die Nummerierung von PolizistInnen – 2

Die Debatte um die Nummerierung von PolizistInnen in Berlin und Brandenburg (vgl.) geht weiter und ihre Ausläufer reichen bis in das Online-Forum des Standard. In Wien war man anno 1781 übrigens schon mal weiter, denn damals waren die Polizisten nummeriert, damit er, wenn er sich etwa vergehen sollte, kann erkannt und verklagt werden. (vgl.)

Quelle: http://adresscomptoir.twoday.net/stories/38745799/

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Von der Nummerierung der Säulen der Amsterdamer Börse, 1776

Und nochmals (1/2) news von der Amsterdamer Börse:

Börse - da lernt man Amsterdam, seine Grösse, seine unbeschreiblich vielen Kaufleute recht kennen. Sie ist ein grosser viereckichter Platz unter freiem Himmel, mit einer Gallerie und 50. Pfeilern eingeschlossen. Der mittlere Platz ist mit aufrechtstehenden Backsteinen gepflastert, und wird aufs reinlichste geputzt. Oben ist auf der einen Seite ein Platz zu Boutiquen, und der Fechtboden. Um halb 2. Uhr - 2. Uhr ist die Versammlung gewöhnlich am stärksten. Die ganze Gallerie und der ganze freie Platz in der Mitte ist alsdann so voll, daß man sich durchdrängen muß. An einigen Pfeilern stehen Privatnamen, an andern ganze Länder, als Schweden, Frankreich, Engelland, Venedig tc. angeschrieben. An allen sind die Nummern, und wenn ich die Nummer weis, hinter der mein Kaufmann steht, kan ich ihn unter den vielen Tausenden gleich finden. Sieht man oben vom Fechtboden herab, so rauschts unten, wie Wasserbrausen. Es ist in der That ein prächtiger Anblick, den geschäftigen Ameisenhaufen in vielen tausend tausend Kreisen unter einander laufen zu sehen. Alle Nationen, alle Physiognomien, alle Formen von Perücken, Schnitte von Kleidern u. s. w. kommen da zusammen. Je nachdem den Tag nachher eine Post abgeht, je nachdem wird heute besonders auf Engelland oder Frankreich gehandelt. Das ist so ausgetheilt auf alle Tage in der Woche.



Sander, Heinrich: Heinrich Sanders (...) Beschreibung seiner Reisen durch Frankreich, die Niederlande, Holland, Deutschland und Italien; in Beziehung auf Menschenkenntnis, Industrie, Litteratur und Naturkunde insonderheit. 2 Bände. Leipzig: Friedrich Gotthold Jacobäer und Sohn, 1783–1784, hier 1. Bd., 1783, S. 557, http://books.google.at/books?id=kV9CAAAAcAAJ&pg=PA557

Quelle: http://adresscomptoir.twoday.net/stories/16561677/

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Von der Nummerierung der Säulen der Amsterdamer Börse, 1768

Neues von der Amsterdamer Börse (vgl.):

Die Börse ist ein großes Gebäude und seiner Bestimmung gemäß eingerichtet; es hat aber keine Zierathen, und kommt in der Baukunst der Londner nicht bey; die Erfindung, die Pfeiler zu zählen, um den Kaufmann, mit dem man zu sprechen hat, desto leichter aufzufinden, ist sehr bequem, und verdient nachgeahmt zu werden.





Marshall, Joseph: Josef Marshall’s Reisen durch Holland, Flandern, Deutschland, Dänemark, Schweden, Rußland, Pohlen und Preußen in den Jahren 1768, 1769 und 1770. Danzig: Wedel, 1773–1778. 4 Bände, hier Bd. 1, 1773, S. 53-55, http://books.google.at/books?id=Xh8VAAAAQAAJ&pg=PA53

Quelle: http://adresscomptoir.twoday.net/stories/16550453/

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Nummerierte Betten in Krankenhäusern, Paris 1776

Eine Beobachtung Heinrich Sanders im Hotel Dieu während seines Paris-Besuchs von 1776 (vgl. übrigens Nicolai):

Die Betten sind gut, haben alle rothe Vorhänge und Himmel, sind nummerirt, in einigen liegen 2, in den meisten nur eine Person.




Sander, Heinrich: Heinrich Sanders (...) Beschreibung seiner Reisen durch Frankreich, die Niederlande, Holland, Deutschland und Italien; in Beziehung auf Menschenkenntnis, Industrie, Litteratur und Naturkunde insonderheit. 2 Bände. Leipzig: Friedrich Gotthold Jacobäer und Sohn, 1783–1784, hier 1. Bd., 1783, S. 241f., http://books.google.at/books?id=kV9CAAAAcAAJ&pg=PA241

Quelle: http://adresscomptoir.twoday.net/stories/15733376/

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