Gesichtserkennung und Wirrungen des BMI

Das Bundesministerium des Innern (BMI) testet seit August diesen Jahres eine automatische Gesichtserkennung an einem Berliner Regionalbahnhof. Ziel des Vorhabens ist es, (so heißt es zumindest) auszuloten, inwiefern ein solches System in der Lage wäre, gesuchte Straftäter oder Gefährder oder wen auch immer in Menschenmengen zu identifizieren. Die Durchführung des Tests war von Anfang an alles andere als unumstritten, inzwischen wurde die Testphase vom Innenminister verlängert und erste Ergebnisse veröffentlicht, die als vielversprechend dargestellt werden: 

Nach vielversprechendem ersten Zwischenergebnis der Gesichtserkennung am #Südkreuz hat Minister #deMaizière erklärt: „Bei 70 Prozent und mehr haben wir eine positive Erkennung der gesuchten Testpersonen – das ist ein sehr guter Wert.“ pic.twitter.com/y1QbIREffv

— BMI (@BMI_Bund) December 15, 2017

Ich bin nun nicht wirklich ein Experte für technische Methoden der Gesichtserkennung. Aber weil ich mich ein wenig mit Statistik auskenne, weiß ich, dass eine einzige Zahl (hier: zu 70% tatsächlich erkannte Testpersonen) viel zu wenig über die Güte eines Erkennungssystems aussagt.

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Quelle: https://texperimentales.hypotheses.org/2283

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Metaphor Identification and Argumentation Mining

Geisteswissenschaftliche Forschung scheint seit jeher eine rein analoge Tätigkeit zu sein. Texte lesen, Inhalte analysieren, Erkenntnisse gewinnen – das zumindest scheint das täglich‘ Brot eines jeden Geisteswissenschaftler zu sein. Aber ist das tatsächlich so? Arbeiten Geisteswissenschaftler noch immer losgelöst von den technologischen Möglichkeiten des 21. Jahrhunderts? Eigentlich nicht. Natürlich sind auch Geisteswissenschaftler im 21. Jahrhundert angekommen, wissen um die Möglichkeiten eines Computers und auch wie sie diese Möglichkeiten für ihre Zwecke nutzen können. Die Nutzung dieser neuen Arbeitsweisen ist heute allgemein unter der Bezeichnung Digital Humanities bekannt – auch wenn man sich noch nicht ganz genau auf eine einheitliche Definition einigen kann …

Wie dem auch sei, um die Bedeutung dieses Fachs zu unterstreichen, stellte Dr.

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Quelle: http://dhc.hypotheses.org/410

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Superintelligenz, und die Plastizität des Menschen

Dirk Baecker Bemerkenswert am Menschen ist seine Plastizität. Auf einer schmalen, durch die Gravitation, den Sauerstoff, die Körperlichkeit und das Bewusstsein sowie wenige weitere Randbedingungen in den Bereichen der Sensorik und Motorik bestimmten Spur entwickelt er ein reiches Verhaltensspektrum, das von Familie und Alltag, Arbeit und Freizeit, Politik und Wirtschaft, Kunst und Religion, Recht und Wissenschaft je unterschiedlich ausgenutzt und geprägt werden kann. Wenig fehlt und man könnte das Leben der Menschen auf Erden genau so beschreiben, wie Nick Bostrom sich eine der möglichen […]

Quelle: http://kure.hypotheses.org/112

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Superintelligenz, und die Plastizität des Menschen

Dirk Baecker Bemerkenswert am Menschen ist seine Plastizität. Auf einer schmalen, durch die Gravitation, den Sauerstoff, die Körperlichkeit und das Bewusstsein sowie wenige weitere Randbedingungen in den Bereichen der Sensorik und Motorik bestimmten Spur entwickelt er ein reiches Verhaltensspektrum, das von Familie und Alltag, Arbeit und Freizeit, Politik und Wirtschaft, Kunst und Religion, Recht und Wissenschaft je unterschiedlich ausgenutzt und geprägt werden kann. Wenig fehlt und man könnte das Leben der Menschen auf Erden genau so beschreiben, wie Nick Bostrom sich eine der möglichen […]

Quelle: https://kure.hypotheses.org/112

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#irrsinn Warum ein Psychiater und eine ehemalige Gwerkschaftsfunktionärin bei Anne Will nicht über Digitalisierung sprechen sollten!

https://www.welt.de/article159152625/ Die digitale Revolution der Arbeitswelt lässt sich nicht stoppen, aber gestalten: Darüber wollen Experten bei „Anne Will“ diskutieren. Werden aber ausgerechnet von einem Psychiater nieder geschrieen. Und die ebenfalls anwesende Gwerkschaftsfunktionärin und neue SPD-Vorsitzende von Baden-Württemberg zeichnete sich durch eine bemerkenswerte Kenntnislosigkeit aus.

Quelle: http://www.einsichten-online.de/2016/11/6816/

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Vom autonomen Handeln – Computer als historische Akteure?

Unsere Autos lügen uns an, [1] Google will E-Mails automatisch bewerten und beantworten [2] und autonome Waffensysteme erschrecken namhafte KI-Forscher.[3] Übernehmen die Maschinen also mehr und mehr die Kontrolle über unser Tun, wie es in unzähligen Science-Fiction-Werken bereits ausgiebig prophezeit wurde? Und wandeln sich Computer demnach in der kulturellen Wahrnehmung erneut, werden sie also, nachdem sie schon als Maschine, Werkzeug und Medium metaphorisiert werden konnten,[4] zudem noch zu unabhängigen Akteuren?

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Expocomic20081129_049 by Alonso Javier Torres under Creative Commons License 2.0

Solche Vorstellungen sind natürlich auch jenseits der schriftstellerischen Deutung nicht neu und wurden recht unterschiedlich konnotiert. So wurde die Möglichkeit einer menschliches Handeln imitierenden und quasi „denkenden“ Maschine von Alan Turing im Jahr 1950 vorgedacht und damit die theoretische Basis für die Entwicklung Künstlicher Intelligenz (KI) gelegt. Bereits fünf Jahre vorher beschrieb auch Vannevar Bush mit seinem „Memex“ ein Gerät, dass zwar vordergründig lediglich als Werkzeug des menschlichen Geistes fungieren sollte, jedoch zur Unterstützung des Nutzers auch autonome „Assoziationen“ von Informationen vornehmen können sollte, was letztlich eben auch „intelligente“ Fähigkeiten voraussetzt. [5]



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Quelle: http://digitalia.hypotheses.org/40

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