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Serce Polski bije na Jasnej Górze. Auf dem Klarenberg schlägt das Herz Polens.
Als der polnische Papst Johannes Paul II. während seiner ersten von sechs Pilgerreisen in seine Heim...
Europa 2025 – eine Bilanz
Die USA wollen ein anderes Europa und arbeiten aktiv daran
Im November des Jahres 2025 hat die US-Regierung ihre neue National Security Strategy festgelegt und Anfang Dezember veröffentlicht, in der sie unter anderem wieder einmal Europa den richtigen Weg weisen will. Europa gehe den falschen Weg, verschließe sozusagen die Augen vor den machtpolitischen Realitäten, beschränke die Meinungsfreiheit, baue die Demokratie ab, ließe sich demografisch durch Zuwanderung austauschen. Man will noch stärker mit den Parteien der Rechten und Rechtsextremen in Europa zusammenarbeiten, die im Papier „patriotisch“ genannt werden.
Aus europäischer Sicht baut die Trump-Regierung die US-Demokratie ab, schränkt die Meinungsfreiheit durch Einschüchterung und Drohungen ein, arbeitet gegen die nach dem Zweiten Weltkrieg errichtete internationale Ordnung und setzt sich über nationales und internationales Recht und Gesetz hinweg. Die US-Regierung will sich, immer gemäß dem Strategiepapier, keineswegs von Europa abwenden, aber diese Zuwendung gilt nur einem Europa nach US-Vorstellung und US-Willen. Letzteres findet ein positives Echo bei den „patriotischen“ Parteien, also bei jenen nationalpopulistischen Parteien, die in Europa weit rechts stehen und die die antihumani(tar)istische xenophobe Haltung der US-Regierung und eines Teils der Partei der Republikaner teilen.
Diese Parteiengruppe legt seit Jahren an Wähler*innenstimmen zu.
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Quelle: https://wolfgangschmale.eu/2025/12/11/europa-2025-bilanz/
Baltische Studenten an der Universität Kiel im 17. Jahrhundert. Vergleiche und Analysen zu Herkunft, Karriere und Mobilität
Bei der Arbeit am Erschließungsprojekt der Matrikel der Christian-Albrechts-Universität Kiel im 17. Jahrhundert anhand des Albums der Christian-Albrecht-Universität zu Kiel 1665-1865 wurden bei der geografischen Herkunft der Studenten mehrere Cluster deutlich. Neben dem Gebiet des Heiligen Römischen Reiches und der Habsburger Monarchie sowie einzelnen Studenten aus Westeuropa fiel vor allem Skandinavien und im besonderen das Baltikum ins Auge.1 Mit den Studenten aus der letzteren Region wurde sich hier genauer beschäftigt, mit dem Ziel, diese Balten konkreter anhand ihrer Herkunft, ihres Werdegangs und ihrer geografischen Mobilität zu analysieren und zu vergleichen. Grundlage bildete das Lexikon der Studenten aus Estland, Livland und Kurland an europäischen Universitäten 1561–1800 von Arvo Tering, welches sämtliche baltischen Studenten der frühen Neuzeit verzeichnet hat. Des weiteren wurden Datenreferenzierungen mit dem Rostocker Matrikelportal und der GND (Gemeinsame Normdatei) der Deutschen Nationalbibliothek vorgenommen. Als Vergleichsgruppe dienten die schleswigschen Studenten in Kiel, da sich durch das Werk von Achelis vergleichbare Daten finden ließen. Beide Regionen können als Grenzgebiet bzw. Peripherie des Heiligen Römischen Reiches bezeichnet werden, was diesen Vergleich nochmal interessanter machte. Im Zuge des Projektes wurden die Daten zu 81 baltischen Studenten der Universität Kiel im Zeitraum von 1665 bis einschließlich 1700 gesammelt,2 sowie Vergleichsdaten von 738 Studenten aus dem Herzogtum Schleswig3 genutzt.
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Erfolgreiche Flucht aus dem goldenen Käfig
„Goldener Käfig“ adé: Windows und MS Office binden Wissenschaftler zunehmend durch Kosten, Abo-Zwang...
Quelle: https://osl.hypotheses.org/19779
Spielen in der DDR, oder: eine Reise durch das verschwundene Land Sachsen
Von Henrik Schwanitz Abb. 1: Brettspiel Eine Reise durch Sachsen, VEB Kartonagen- und Bürobedarf Kar...
Rezension zu Isabella Buck: Wissenschaftliches Schreiben mit KI
Die Rezension zu Isabella Bucks Wissenschaftliches Schreiben mit KI (2025, UTB) würdigt den hohen di...
Grab them by the apples – Eine Mythentransformation
Im Anfang war der Raub
[1] Die antike Mythologie ist reich an Raubgeschichten. Die phönizische Prinzessin namens Europa wird vom Göttervater Zeus in Gestalt eines Stieres begehrt und entführt – einer der Gründungsmythen unseres Kontinents entsteht. Der Topos des vereinzelt galant verklärten, meist aber gewaltvollen Menschenraubs durchzieht die Vorstellungswelt vieler „Hoch“-Kulturen des Altertums und wird in der Kunst bis in die jüngere Vergangenheit reproduziert.
[2] Auch in der jüdisch-christlichen Erzählung prägt ein Diebstahl den Beginn der Menschheitsgeschichte. Adam und Eva pflücken gemäß der biblischen Genesis verbotenerweise einen Apfel vom Baum der Erkenntnis. Diese erste menschliche Verfehlung hat fatale Folgen – durch den Raub erkennt und aktiviert das Paar seine Sexualität und somit seine Sterblichkeit.
[3] Als Pate dieses „Sündenfalls“ steht der griechische Mythos vom Raub der goldenen Äpfel der Hesperiden, Frauen in einem göttlichen Garten, durch Herakles. Die Hesperidensage war wohl Vorbild und buchstäblich Feindbild für den biblischen Apfelraub.
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Quelle: https://wolfgangschmale.eu/2025/12/11/grab-them-by-the-apples-eine-mythentransformation/
»Oh, the Digital Humanities!« Grundlegende Beobachtungen zu Digitalen Spielen aus der Perspektive der Digitalen Geisteswissenschaften
Dieser Text ist ein Beitrag zum Sammelband „Geisteswissenschaften und Digitale Spiele: Debatten, Da...
Bertha von Suttner und der Vegetarismus
Heute vor hundertzwanzig Jahren, am 10. Dezember 1905 wurde Bertha von Suttner der Friedensnobelprei...