You can call this the new world order of political discourse, brothe*r [1]

„[…] die Linke [verfängt] im Netz nicht richtig […], weil sie Komplexität und Präzision bevorzugt und beides kann […] nicht (oder nur selten) viral gehen“

— René Walter, nerdcore.

In einem — durchaus lesenswerten — Interview zur heutigen „Fakten-Krise“ hat forderte *die* Expertin für Objektivität, Wissenschaftshistorikerin Lorraine Daston eine Neue-Medien-Kompetenz. „[…]es fehlt eine systematische Schulung der Öffentlichkeit. Ich selber etwa würde gern wissen: Woran liegt es, wenn etwas im Netz viral wird? Wie kann man ein Meme entschärfen?“

Mal abgesehen davon, dass eine systematische Schulung in diesem sich rasant und dynamisch entwickelten Feld wohl dazu verdammt wäre, den Entwicklungen immer mindestens einen Schritt hinterherzuhinken: reicht es im heutigen Umfeld wirklich, die Vorgänge lediglich zu verstehen und zu durchschauen? Reicht es, _reagieren_ zu können, zu wissen, wie man Internet-Phänomene entschärft?

[...]

Quelle: https://shocknawe.hypotheses.org/407

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You can call this the new world order of political discourse, brothe*r [1]

„[…] die Linke [verfängt] im Netz nicht richtig […], weil sie Komplexität und Präzision bevorzugt und beides kann […] nicht (oder nur selten) viral gehen“

— René Walter, nerdcore.

In einem — durchaus lesenswerten — Interview zur heutigen „Fakten-Krise“ hat forderte *die* Expertin für Objektivität, Wissenschaftshistorikerin Lorraine Daston eine Neue-Medien-Kompetenz. „[…]es fehlt eine systematische Schulung der Öffentlichkeit. Ich selber etwa würde gern wissen: Woran liegt es, wenn etwas im Netz viral wird? Wie kann man ein Meme entschärfen?“

Mal abgesehen davon, dass eine systematische Schulung in diesem sich rasant und dynamisch entwickelten Feld wohl dazu verdammt wäre, den Entwicklungen immer mindestens einen Schritt hinterherzuhinken: reicht es im heutigen Umfeld wirklich, die Vorgänge lediglich zu verstehen und zu durchschauen? Reicht es, _reagieren_ zu können, zu wissen, wie man Internet-Phänomene entschärft?

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Quelle: https://shocknawe.hypotheses.org/407

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Sphären der Geschichte – Entwurf eines Modells

Dass Geschichte in sehr verschiedenen Sphären verhandelt wird, ist eigentlich ein Gemeinplatz. Neben der akademischen Sphäre der Geschichtswissenschaften hat die Auseinandersetzung mit der Geschichte auch in der Sphäre der Bildung, der Politik in der medialen Sphäre, der öffentlichen Debatte und in der Unterhaltungskultur einen festen Platz. Dennoch werden diese Sphären oder Sub-Systeme in der Diskussion über den Stellenwert der (akademischen erforschten) Geschichte in der Gesellschaft oft ungenügend auseinandergehalten. Augenfällig wurde dies auch im letztjährigen Schweizer «Superjubiläumsjahr» 2015.

So wurden die auf der Bühne der medialen Öffentlichkeit ausgetragenen Debatten zwischen professionellen Historikern, Politikern, Journalisten und Opportunisten ausgetragenen Debatten über die Deutung der Schweizer Geschichte. bald zum „Historikerstreit“ generalisiert und überhöht – leider nicht nur von Medien, die mittels Polarisierung den Nachrichtenwert der Debatte steigerten, sondern auch vom einen oder anderen namhaften Geschichtsprofessor. Dass dieser Begriff unangemessen ist, konnte zwar rasch klargestellt werden. Dennoch bestehen Parallelen zum grossen deutschen „Vorbild“.

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Quelle: http://shocknawe.hypotheses.org/215

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Max Frisch in der Feedbackschlaufe


«[…] diese winzige Verschiebung [die hier für die Geschichte der Ideen vorgeschlagen wird] ist vielleicht so etwas wie eine kleine (und widerwärtige) Maschinerie, welche es erlaubt, den Zufall, das Diskontinuierliche und die Materialität in die Wurzel des Denkens einzulassen.»[1]

— Michel Foucault, 1971

Dies ist Teil 2 der Nachbearbeitung zu meinem Beitrag für das Panel «Katastrophen, Macht und Wissen»  an den 4. Schweizerischen Geschichtstagen #JSH16. Nachdem ich in Teil 1 einige formalen/methodischen Fragen deponiert habe, die höchstens an der Peripherie des Panelthemas relevant waren und deshalb an der Tagung auch kaum zur Sprache kamen, möchte ich im folgenden die Reflexion aufnehmen, die vom Panelkommentar und der Diskussion mit den Panelteilnehmern angestossen wurde.

«Katastrophen kennt allein der Mensch, sofern er sie überlebt; die Natur kennt keine Katastrophen.»[2]

Dass ich für diesen Blogpost nicht das Einstiegszitat verwendet habe, mit dem ich meinen Panel-Beitrag an den #JSH16 angeteasert habe, verdankt sich Franz Mauelshagen.



[...]

Quelle: https://shocknawe.hypotheses.org/92

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Max Frisch in der Feedbackschlaufe


«[…] diese winzige Verschiebung [die hier für die Geschichte der Ideen vorgeschlagen wird] ist vielleicht so etwas wie eine kleine (und widerwärtige) Maschinerie, welche es erlaubt, den Zufall, das Diskontinuierliche und die Materialität in die Wurzel des Denkens einzulassen.»[1]

— Michel Foucault, 1971

Dies ist Teil 2 der Nachbearbeitung zu meinem Beitrag für das Panel «Katastrophen, Macht und Wissen»  an den 4. Schweizerischen Geschichtstagen #JSH16. In Teil 1 habe ich einige formale/methodische Fragen deponiert, die höchstens an der Peripherie des Panel-themas relevant waren und deshalb an der Tagung auch kaum zur Sprache kamen. Im Folgenden möchte ich nun die Reflexion aufnehmen, die vom Panelkommentar und der Diskussion mit den Panelteilnehmern angestossen wurde.

«Katastrophen kennt allein der Mensch, sofern er sie überlebt; die Natur kennt keine Katastrophen.»[2]

Dass ich für diesen Blogpost nicht das Einstiegszitat verwendet habe, mit dem ich meinen Panel-Beitrag an den #JSH16 angeteasert hatte, verdankt sich Franz Mauelshagen.

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Quelle: http://shocknawe.hypotheses.org/92

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