[Praxislabor] Digitale Quellenkritik: Ein neues Kapitel
Jonathan D. Geiger, Aline Deicke, Marina Lemaire, Stefan Schmunk
Insbesondere in den historisch forschenden Fachdisziplinen spielen Quellen eine zentrale Rolle. Quellen können allerdings subjektiv, fehlerhaft, verfälscht oder auch nur in Teilen erhalten sein. Die wesentliche Funktion der Methode der Quellenkritik besteht darin, Quellen auf eine konkrete historische Fragestellung hin zu analysieren, ihre Aussagekraft zu beurteilen und für die Forschung nutzbar zu machen. Mit der Digitalisierung eröffnen sich für die historisch forschenden Wissenschaften neue Möglichkeiten und Herausforderungen. Da es keine eindeutige Abbildung “analoger” zu “digitalen” Quellen gibt, das Digitale eine andere ontologische Struktur aufweist, sowie die Analysemöglichkeiten geisteswissenschaftlicher Forschungsdaten im Digitalen stark erweitert und formalisierbarer sind, müssen letztendlich auch die Geschichtswissenschaften und mit ihnen die Methode der Quellenkritik überarbeitet bzw. weiterentwickelt werden, wobei die digitale Transformation und Repräsentation von Quellen mit den damit einhergehenden Grenzen und Möglichkeiten adäquat berücksichtigt werden müssen. In jüngster Zeit wurden schon einige gewinnbringende Ansätze zu einer digitalen Quellenkritik geliefert, doch die Thematik ist noch längst nicht erschöpfend thematisiert worden und es bedarf neben weiteren theoretischen und praktischen Betrachtungsweisen auch einer zu verstetigenden (inter-)disziplinären Diskussion, nicht nur um die verstreuten Ansätze zu bündeln, sondern auch, um auf die sich stetig wandelnden Technologien reagieren zu können.
[...]
[Praxislabor] Ego-Dokumente als historische Quelle: Recherchieren, Publizieren, Forschen
mit Dr. Katarzyna Adamczak und Dr. Arnošt Štanzel
17.05.2021, 10.00-11.30 Uhr
Ego-Dokumente als Quellen für historische Forschung bieten ein breit ausgefächertes und höchst spannendes Untersuchungsfeld. Was macht sie so interessant?
[...]
[Praxislabor] Transkribus: Eine Plattform für Transkription, Erkennung und Suche von historischen Dokumenten
Tamara Terbul (Tamara.Terbul@uibk.ac.at) und Günter Mülberger (Guenter.Muehlberger@uibk.ac.at)
Transkribus ist eine Plattform, welche die Transkription, Erkennung und Suche von historischen Dokumenten ermöglicht. Dies geschieht auf Basis der sogenannten Handwritten Text Recognition (HTR), welche durch Trainingsdaten ein Modell für die automatische Erkennung von handschriftlichen Texten erzeugt. Im Transkribus Hands-on-Workshop wird Schritt für Schritt erklärt, wie man nach dem Upload mithilfe der Software seine eigenen Dokumente segmentiert, transkribiert und somit die Daten für sein eigenes Trainingsmodell aufbereitet.
[...]