T-RECS #19: Modellprojekt „Das besondere Format“. Die Sicherung und Langzeitarchivierung eines Bestandes der Plansammlung der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten. Ein Beitrag zum Europäischen Kulturerbejahr 2018

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Antje Adler (SPSG)

Im Fachbereich Dokumentation der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) wird eine Plansammlung betreut, die gegenwärtig einen Umfang von mehr als 16.000 großformatigen Architektur-, Garten- und Leitungszeichnungen besitzt.[1] Davon kamen nach dem Umzug des Fachbereichs in den 2017 fertiggestellten Archivneubau auf dem Gelände des Wissenschafts- und Restaurierungszentrums (WRZ) der Zimmerstraße in Potsdam ca. 8.500 Pläne hinzu. Dieser neue Bestand konnte bis Ende 2017 auf nun lange Zeit gesichert werden. Das war nicht zuletzt durch die umfangreiche Mitwirkung von Friederike Hausmann, Sarah Michel und Julia Geiger, die im Rahmen eines Bundesfreiwilligenjahres bzw. als Praktikantin für Archivwissenschaften in der Plansammlung für dieses Projekt tätig waren, möglich.

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Quelle: https://recs.hypotheses.org/2409

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Digitalia fundamentalis – Speicher und Zugriff

In Übungen zur Arbeit mit historischen Quellen beginnen wir gerne einmal mit folgender kleinen Denkaufgabe:

Stellen Sie sich vor, im Jahre 2070 möchte eine Historikerin Ihre heutigen Alltagsumstände nachzeichnen. Welche Quellen würden ihr zur Verfügung stehen und was für Probleme könnten dabei auftreten?

Dieses Szenario dient in erster Linie natürlich dazu, eine gewisse Sensibilität für historische Quellen und deren Charakteristika (Authentizität, Plausibilität, Tradierung, Relevanz) aus einer individuellen Perspektive zu wecken, führt aber zwangsläufig auch immer zu einer Diskussion über „neue“ Quellenarten, die durch die Etablierung der vernetzten digitalen Welt überhaupt erst entstanden sind. Das wären zum Beispiel E-Mails, SMS, Chats, Facebook-Einträge, Tweets, Instant Messenger Nachrichten etc., und diese Reihe ließe sich beliebig fortsetzen und wäre zudem fast täglich durch vermeintlich neue Varianten zu ergänzen.

Deshalb zunächst einmal einige grundlegende Gedanken zur Wertigkeit und auch Verwertbarkeit solcher genuin digitaler Quellen für die heutige und künftige Geschichtswissenschaft. [1] Die historische Zunft beschäftigt sich seit einiger Zeit und vermehrt in den letzten Jahren mit den Möglichkeiten von geschichtlicher Forschung und Darstellung in der digitalen Welt (eine simple Netzsuche nach dem Stichwort digital history offenbart über eine halbe Milliarde Treffer), konzentriert sich dabei aber fast ausschließlich auf die Digitalisierung vorhandener manifester Quellen, computerisierter Auswertung derselben oder auf das weite Feld der Geschichtsvermittlung mittels der so genannten neuen Medien (beispielsweise über Blogs, Online-Archive oder via Twitter).

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Quelle: http://digitalia.hypotheses.org/21

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aventinus finalia Nr. 2 [20.05.2015]: Statischer Abzug von aventinus ist online; Redaktionssystem wurde abgeschaltet

https://www.aventinus-online.de/home/ Am Nachmittag des heutigen Tages wurde das Content-Management-System von aventinus vom Netz genommen und der statische Abzug online gestellt. Damit sind weiterhin alle Inhalte in der Regel unter den bekannten URLs verfügbar, allerdings keine Änderungen mehr möglich.

Quelle: http://www.einsichten-online.de/2015/05/5850/

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Digital Humanities 2014 Lausanne

…schon wieder vorbei…

Der mit grosser Kelle angerührte und professionel durchgeführte Anlass vom 7-12 Juli 2014 hat über 700 Personen aus aller Welt nach Lausanne gelockt. Ein umfangreiches Programm bot den Teilnehmern sehr viele Möglichkeiten zum Wissensaustausch und persönlichem Kontakteknüpfen.

Gedanken zu zwei von mir besuchten Workshops:

Leveraging Web Archiving Tools for Digital Humanities Research and Digital Exhibition

(Mo, 9-12)

Der von Scott Reed Der von Scott Reed (von archive.org) geleitete Workshop behandelte die wichtigsten Fakten zu archive.org, Erklärungen zum Anlegen eines Webarchives sowie das selbständige Erstellen eines solchen durch die Teilnehmer.Meine Test-Webseiten umfassten pastperfect.univie.ac.at (interaktive Webseite zu), pennystocks.la/internet-in-real-time (sich alle paar Sekunden selbst aktualisierende Webseite mit Fakten über das Internet), parlamentsgeschichte.ch (interaktive Webseite zur Geschichte der Schweizer Parlamente und historypin.com (kollaborative Webseite zur Erstellung von Geschichtsschnippseln auf einer Landkarte). Mein Ziel war es herauszufinden, wie dynamischer Content archiviert werden kann (wenn überhaupt).Der Anfangsverdacht wurde bestätigt, dass interaktive Webseiten (v.a. mit javascript oder datenbankbasiert) sehr schlecht oder gar nicht archiviert werden können. Scott Reed bestätigte dies und merkte an, dass archive.org daran arbeitet diese Lücke zu schliessen. Es wird aber kaum je möglich sein alle verschiedenen Formate, Strukturen etc einer Webseite 1:1 zu archivieren.Dieses Problem hat schon Niels Brügger formuliert. Seiner Ansicht nach (und ich pflichte ihm bei), ist es nicht möglich ein Dokument des Internets zu archivieren, sondern nur ein Dokument über das Internet. Bspw. stellt eine archivierte Webseite durch fehlende Verlinkungen oder ‘willkürlich’ eingebettete externe Elemente etwas dar, das es so nie gegeben hat oder nur für diesen einen Betrachter. Siehe: Brügger, Niels: Archiving Websites. General Considerations and Strategies, Aarhus 2005.

Fazit: Ein guter Einblick wie Webseiten archiviert werden (können oder eben auch nicht).

Sharing digital arts and humanities knowledge: DARIAH as an open space for dialogue

(Di, 9-16)

Der sehr interaktive Workshop zu DARIAH hatte zum Ziel die Anforderungen von Forschenden an eine digitale Forschungsumgebung zu definieren und zu priorisieren. Die Workshop-Leiter (u.a. Sally Chambers, Emiliano Degl’Innocenti und Stefan Schmunk von DARIAH) versuchten aus den Diskussionen mit den Teilnehmern herauszukristalisieren, welche nächsten Schritte das Projekt DARIAH unternehmen soll, um genau diesen Anforderungen gerecht zu werden.

Wichtig war den Teilnehmern vor allem, dass eine Plattform für den Wissensaustausch zur Verfügung steht (Infrastruktur auch als Interaktion begreifen) und dass eine Übersicht über bestehende Tools geboten wird.

Quinn Dombrowski stellte  in einem kurzen Vortrag zwischendurch das Projekt Bamboo vor (eingestellt) und versuchte den Teilnehmern Tips für solche Projekte weiterzugeben. Auch DARIAH kann von den gemachten Erfahrungen profitieren, besonders was den frühen Austausch mit potentiellen Nutzern und die Kommmunikation mit allen involvierten Personen und Institutionen betrifft. Auf ihrer Webseite bietet sie eine umfangreiche Dokumentation über das Projekt.

Fazit: Ein guter Einblick über die Möglichkeiten und Zukunft von DARIAH. Was die Forschungsumgebung im Hinblick auf Quellenkritik bietet, muss untersucht werden.

Digital Humanities 2014 Lausanne
The program of the DH Conference from 7th to 12th july 2014 offered a wide variety of possibilities for exchange of knowledge and meeting a lot of interesting people. Two workshops were very interesting: web archiving and DARIAH. In the first workshop, my suspicion was confirmed, that interactive content of websites can’t be archived. In the second one, I learnd about the aims of DARIAH and had a very interactive time with the participants.

Quelle: http://hsc.hypotheses.org/299

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Eine Datenbank für webbasierte Publikationen

Es wird doch vieles gesammelt, das Historiker interessiert: Zeitungen, Bücher, Festschriften, Handschriften etc. Meist in Bibliotheken und Archiven stehen sie mehr oder weniger einfach zur Benutzung zur Verfügung. Seit einiger Zeit sind diverse Medien auch online verfügbar (bspw. durch JSTOR).
Werden aber webbasierte Publikationen gesammelt/gespeichert und der Öffentlichkeit oder den wissenschaftlich Arbeitenden zur Verfügung gestellt? Nur sehr umständlich und unsystematisch resp. unstrukturiert. Haben die Historiker ein Fachportal für Websites, Tweets, Newsletter, Blogs? Ein zentrales Fachportal, das einen gut erschlossenen Datenbestand aufweist, in welchem Recherchen möglich sind (mit Boolschen Operatoren und diversen Sortierfunktionen)? Falls ein solches Portal existiert, bitte ich um Mitteilung. Falls nicht, dann sollte vielleicht eines eingerichtet werden.

Database for webbased publications
Books, papers, articles etc. are collected by libraries or archives and historians can access them more or less simple. Nowadays we can access some of them even online (e.g. JSTOR). But are web based publications collected? Do we have a scientifical platform for websites, tweets, newsletters and blogs? A database which allows structured researches? If there exists one, please tell me. If not, maybe we should establish one.

Quelle: http://hsc.hypotheses.org/79

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«Raumlose Orte – Geschichtslose Zeit» – Ten Years After

«Das Internet «macht Geschichte» – doch was macht die Geschichte mit dem Internet?» So lautete die Ausgangsfrage für eine der ersten Tagungen im deutschen Sprachraum zum Thema «Internet und Geschichte». Das war vor exakt zehn Jahren, am 30. und 31. März 2001 in Basel. Die Tagung war eine Gemeinschaftsaktion von vier Organisationen: dem Verein Geschichte [...]

Quelle: http://weblog.hist.net/archives/5227

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Zur Archivierung von Second Life

Vor gut einem Jahr sinnierten wir in diesen Spalten darüber nach, was zukünftige Generationen von Second Life noch wissen werden: «In Second Life gibt es kein Archv und es gibt meines Wissens auch keine Historiographie, die sich mit dem Leben in Second Life beschäftigen würde. Was wird von Second Life übrig bleiben in dreissig, vierzig, [...]

Quelle: http://weblog.histnet.ch/archives/3364

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