“La langue de l’Europe, c’est la traduction” dit Umberto Eco dans un cours au collège de France. En juillet 2012, la Commission européenne émet une recommandation relative à la publication en accès ouvert (c’est-à-dire gratuit pour le lecteur) des résultats de la recherche scientifique financée sur fonds publics. En 2007 déjà, c’était à travers la traduction d’articles scientifiques en accès libre et gratuit que les rédacteurs de Trivium, Gudrun Gersmann et Hinnerk Bruhns, concevaient la revue comme un espace de dialogue entre les cultures scientifiques francophone et germanophone en sciences humaines et sociales. Afin que le cap de l’ennemi d’hier ne soit plus à combattre dans sa langue-cible, ni l’étranger d’aujourd’hui celui que l’on lit en anglais au mépris de sa langue-source, le chercheur de demain pourra apprécier son voisin comme l’autre du cap européen, les travaux de l’un se révélant fécond aux yeux de l’autre par la traduction, comme une reproduction-source du savoir. Car les sciences humaines et sociales, riches de la langue dans laquelle leurs auteurs écrivent et pensent, peuvent constituer ce cap, cette proue, se placer à l’avant-garde d’un mouvement d’ouverture vers l’autre, en raison même de la demande sociale grandissante dont elles sont l’objet. Si la condition nécessaire de ce développement, contre lequel aucun chercheur de ces disciplines ne se prononcerait, est l’accès libre aux articles des auteurs aux lecteurs, c’est bien l’accès ouvert – et dans sa forme la plus achevée gratuit – qui est la condition suffisante d’une démocratisation – qualitative donc quantitative et vice versa – des savoirs, pour des politiques éditoriales ambitieuses, favorisant les croisements disciplinaires, les nouvelles formes d’écriture et le plurilinguisme comme autant de gages d’une diffusion la plus large et d’un financement à terme le plus sûr des connaissances. Nous soutenons donc la platinum road promue par Open édition et la ministre de l’enseignement supérieur et de la recherche, Geneviève Fioraso pour développer une édition en libre accès qui permette aux auteurs et aux lecteurs d’accéder à la publication scientifique sans paiement. Parce que le savoir n’est pas un bien comme les autres mais la seule route après Babel: signez la tribune du Monde!
Crowdsourcing – Was ist das und was macht das?

Der Begriff „Crowdsourcing“ wurde 2006 von Jeff Howe geprägt und ist ein Kunstwort aus den Begriffen „Crowd“ und „Outsourcing“.
Was ist Crowdsourcing?
Beim Crowdsourcing werden Aufgaben ausgelagert und von externen Personen bearbeitet. Heute geschieht das meist über das Internet, weil man hier viele Menschen erreichen kann, so dass die Wahrscheinlichkeit, eine gute Lösung zu finden, steigt. Häufig werden Einzelproblemlösungen für verschiedenste Aufgaben gesucht (z.B. Programmierung, Medizin, Produktgestaltung, etc.), aber auch sich wiederholende Tätigkeiten (wie beim Mechanical Turk von Amazon) sind möglich.
Dabei gibt es die Idee des Crowdsourcings schon lange, wie die in der Literatur häufig zitierten Beispiele des Gordischen Knotens und der Bestimmung der geographischen Länge zeigen.
Kriterien von Crowdsourcing sind:
- Definition einer Fragestellung, die es zu beantworten bzw. eine Aufgabe, die es zu lösen gilt.
- Die Frage/Aufgabe wird an mehrere Menschen adressiert.
- Diese Menschen müssen nicht unbedingt über ein Fachwissen in dem adressierten Bereich verfügen.
- Auswahl der besten Idee z.B. durch eine Jury / die Projektverantwortlichen / die Crowd selbst.
- Durchführung des besten Lösungsansatzes.
- Vergabe einer Prämie / Nennung des Namens des Gewinners.
- Heute ist für die erfolgreiche Durchführung von Crowdsourcing-Projekten die Bildung einer Community wichtig.
Folgende Crowdsourcing-Konzepte gibt es:
- Gemeinsames Arbeiten an einem Projekt: z.B. Wikipedia, OpenStreetMap, reCAPTCHA, ARTigo, uvm.
- Mit eigenen Ideen Unternehmer werden. z.B. Threadless, Kickstarter, uvm.
- Gestalten von neuen Produkten auf Plattformen von Unternehmen: z.B. Tchibo Ideas, My Starbucks Idea, Dell IdeaStorm uvm.
- Suche nach Problemlösungen auf frei zugänglichen Plattformen: z.B. InnoCentive, atizo, Clickworker, uvm.
- Öffentliche Initiativen: z.B. foldit, iBridge Network, Ideas Campaign, uvm.
Und auch bei folgenden Maßnahmen handelt es sich letztlich um Crowdsourcing:
- Meinungsumfragen
- Bewertungen, wie Sternchenvergabe
- Posten eines Tweets zu einem Hashtag, der auch von anderen Twitter-Usern verwendet wird (z.B. #Vatican, #Jobs, etc.).
Die Nennung der Plattformen und Firmen ist nur ein kleiner Ausschnitt aus den existierenden Websites zu diesem Thema. Wer mehr wissen möchte, kann das bei
Oliver Gassmann: Crowdsourcing. Innovationsmanagement mit Schwarmintelligenz, München 2013, nachlesen.
Dieses Buch bietet einen umfassenden Überblick über das Thema, zugehörige Prozessschritte und die Anwendung in der Praxis. Ich hätte nicht gedacht, dass schon so viele bekannte Unternehmen bereits auf diesen Zug aufgesprungen sind und ich von der Crowd erfundene und gestaltete Produkte im Supermarkt kaufen kann (und auch schon gekauft habe) und nicht nur immer davon in Büchern lese.
Aber ein Crowdsourcing-Projekt beinhaltet auch Risiken:
- So müssen – abhängig von der zu lösenden Aufgabe – Geheimhaltungsvereinbarungen von den Teilnehmern unterzeichnet werden, weil das betreffende Unternehmen Einsicht in seine Betriebsgeheimnisse gewähren muss, damit die Aufgabe gelöst werden kann.
- Die Frage der Rechteübertragung ist ein wichtiger Punkt, der bereits im Vorfeld geregelt werden sollte. So muss klar sein, dass beispielsweise der Ideengeber seine Rechte an das ausschreibende Unternehmen abtritt, damit dieses seine Lösung verwerten kann. Ebenfalls sollte geklärt sein, wie der Vorschlag abgegolten wird: ob per Fixprämie, späterer Umsatzbeteiligung und/oder Nennung des Namens des Gewinners.
- Die Crowd muss mit entsprechender Sensibilität betreut werden, sonst schlägt die Stimmung leicht um und wendet sich gegen das Unternehmen (z.B. Vegemite, sh. Abschnitt „Vegemite Cheesybite“).
Trotz einiger Wagnisse gehen Unternehmen diesen lohnenswerten Weg, sich an die Crowd zu wenden. Denn schließlich haben sie damit Zugriff auf eine weltweite Masse von talentierten Teilnehmern.
Insgesamt zeigt Crowdsourcing, dass sich unsere Arbeitswelt wandelt. Waren Angestellte früher Einzelkämpfer und wurden im Wettbewerb quasi gegeneinander aufgehetzt, so kann sich ein erfolgreiches Unternehmen das heute nicht mehr leisten. Aufgaben sind so komplex geworden, dass sie immer weniger von Einzelnen gelöst werden können. Viele Köpfe haben viele Ideen, so dass beim Crowdsourcing die Wahrscheinlichkeit erhöht wird, dass die richtige dabei ist. Außerdem ist vermehrt Teamwork angesagt, denn hier kann jeder sein spezielles Wissen zur Lösung beitragen.
Wie man bei Gassmann nachlesen kann: “Wenig innovative Unternehmen schmoren weiterhin im eigenen Saft und erfinden das Rad, im übertragenen Sinne, eher zweimal.“ Man kann sich leicht ausrechnen, welche Unternehmen mit welchen Konzepten in Zukunft erfolgreich sein werden.
Quelle: http://games.hypotheses.org/973
Dresden Summer School 2012 – Publikation

Digitale Technologien haben in der heutigen Lebenswelt einen fundamentalen Wandel verursacht, der sich mit enormer Schnelligkeit vollzieht. Allein das Medium Internet, das in seiner offen nutzbaren Form erst seit 1991 existiert (1), hat nicht nur in der geschäftlichen, sondern auch in der privaten und wissenschaftlichen Sphäre eine Bedeutung eingenommen, die jene der zuvor bekannten Medien mindestens gleichkommt – wenn nicht sogar übersteigt. Diese Entwicklung ist unumkehrbare Realität und damit theoretisch wie alltagspraktisch ein unumgängliches Diskursthema der heutigen Zeit. Analog zur Industriellen Revolution wird von einer Digitalen Revolution gesprochen, die mit einem Medienwandel einhergeht, der mit der Ablösung oraler Tradierung durch das Schrifttum oder mit der Erfindung des Buchdrucks gleichzusetzen ist.(2)
Das Programm
Für die Dresden Summer School 2012 hat sich die TU Dresden mit ihren benachbarten Kulturinstitutionen, die zu den führenden des Landes gehören, zusammengeschlossen, um der Diskussion über die Digitale Revolution aus geistes-, sozial- und kulturwissenschaftlicher Sicht ebenso wie aus der alltagspraktischen Perspektive von Museen, Bibliotheken und Archiven eine offene Plattform zu bieten. Gemeinsam mit den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden, dem Deutschen Hygiene-Museum Dresden und dem Militärhistorischen Museum der Bundeswehr wurde ein zweiwöchiges Programm entwickelt, das einerseits von den beteiligten Institutionen und ihren spezifischen Besonderheiten ausging, andererseits der Vielschichtigkeit des Themas in möglichst vielen Aspekten gerecht werden sollte.
Den Auftakt machte dabei die Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden, die einerseits ihre technologische Herangehensweise bei der Digitalisierung von Schriftgut und die Aufbereitung der so gewonnenen Daten für semantisch verknüpfte und offen recherchierbare Datenbanken vorstellte, andererseits durch Vortrage die Rolle von Open Access-Publikationen und Wikipedia für das wissenschaftliche Arbeiten diskutierte.
Die TU Dresden widmete sich in der zweiten Sektion sowohl Schnittpunkten von Technik- und Geisteswissenschaften – wie etwa der Schaffung von virtuellen Umgebungen zur Rekonstruktion des Bildaufbaus in Gemälden oder der Nutzung von 3D-Scans für kunstwissenschaftliche Zwecke – als auch der Präsentation der universitätseigenen Sammlungen von Anschauungs- und Archivmaterial.
In der dritten, von den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden gestalteten Sektion lag der Fokus auf der Vorstellung des Provenienzforschungsprojekts “Daphne”, das sämtliche im Besitz der Museen befindliche Objekte auf ihre Ankaufs- und Erwerbsgeschichte hin untersucht und die Ergebnisse in einer umfassenden Datenbank zusammenträgt. Nach außen hin werden diese Forschungsergebnisse in der Online Collection präsentiert, die die bedeutendsten Kunstwerke im Netz vorstellt und zu virtuellen Themenführungen zusammenfugt.
Das Thema der Internetpräsenz von Kulturinstitutionen wurde in der vierten, vom Deutschen Hygiene-Museum Dresden gemeinsam mit dem Militärhistorischen Museum der Bundeswehr gestalteten Sektion aufgegriffen und vertieft. Dabei konzentrierten sich die Diskussionen auf die Frage, wie soziale Medien in Kulturinstitutionen sinnvoll genutzt werden können.
Das Programm wurde ergänzt von Führungen durch die beteiligten Institutionen und öffentlichen Vortragen. Hinzu kamen zwei Exkursionen – eine an das Museum zur Geschichte der deutschsprachigen Bewohner in den böhmischen Ländern in Ústí nad Labem (Tschechien) und eine zweite in das Staatliche Museum für Archäologie Chemnitz -, die die Bedeutung digitaler Medien für den heutigen Museumsbetrieb anhand zweier im Aufbau befindlicher Institutionen erläuterten. Diese Programminhalte bildeten den Hintergrund vor dem die Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Dresden Summer School eingeladen waren, eigene Konzepte und Ideen zu erarbeiten. Diese wurden einerseits in dem eigens eingerichteten Blog veröffentlicht, andererseits bei der Abschlussveranstaltung am 12. Oktober 2012 im Deutschen Hygiene-Museum präsentiert.
Die Ausgangsposition
Die Leitlinien des Diskurses, der sich während der Dresden Summer School entspann, wurden bereits in der Auftaktveranstaltung umrissen. Im Rahmen einer Podiumsdiskussion gingen dort Peter Strohschneider, Hartmut Böhme, Karl-Siegbert Rehberg und Hubertus Kohle der Frage nach, welche Auswirkungen die Digitale Revolution auf heutige Wissensstrukturen hat. Dabei konstatierten sie einhellig eine neue Fluidität des Wissens, das wesentlich leichter und auch zu einem größeren Umfang zuganglich geworden sei. Daraus ergebe sich der Bedarf an neuen Wissensordnungen, die gerade Museen, Bibliotheken und Archive vor neue Herausforderungen stellten. Als traditionelle Wissensspeicher und damit Kristallisationspunkte der Herausbildung von kulturellen Identitäten läge ihre Aufgabe darin, ein Gegengewicht zu dem Allvorhandensein digitaler Information zu bilden. Eine reines ‘Entweder-Oder’ von Objekt und Digitalisat erschien dabei als zu kurz gegriffen und der Komplexität der Koexistenz und Überlagerung unterschiedlicher Medienformen nicht gerecht werdend. So lag für Hartmut Böhme der Punkt des Interesses gerade in der aus diesen komplexen Verhältnissen entstehenden Spannung. Sie gelte es zu analysieren, um auf diesem Wege zu verlässlichen Erkenntnissen zu gelangen.
Peter Strohschneider unterschied in seinen Beiträgen zwei Ebenen der Diskussion – eine systemische und eine politische. Die Debatte um Kulturpessimismus versus Medieneuphorie werde dabei vor allem auf der politischen Ebene vor dem Hintergrund politischer wie monetärer Macht- und Verteilungskampfe geführt. Auf der systemischen Ebene – also mit Bezug auf die theoretischen wie zeitanalytischen Diskurse um die Digitale Revolution – waren in seinen Augen drei Aspekte von Bedeutung. Zum einen die Abwendung der neuen Medienkultur vom Erinnern hin zu Instrumenten der Selektion und des Vergessens: Das Erinnern sei durch die sofortige Abrufbarkeit von Informationen unproblematisch geworden und es fehlten nun angesichts dessen neue Wege im Umgang mit Wissensordnungen. Ein zweiter Aspekt der systemischen Fragestellung war für Strohschneider die Verschiebung der Kategorien von Wahrheit und Mehrheit. Da Internetstrukturen auf häufig nachgefragtem Wissen basierten, würden die Grenzen zwischen Wahrheit und Mehrheit zunehmend unscharf und mussten in ihrem Verlauf neu bestimmt werden. Als dritten Diskussionspunkt identifizierte er die Plagiatsdebatte, der in seinen Augen ein technizistischer Textbegriff zugrunde liegt, der einen Text als Wortlautidentität begreift und keine Unterscheidungen zum Diskurs mehr erlaubt.
Auch Karl-Siegbert Rehberg sah in der verbreiteten Nutzung digitaler Medien keine existentielle Bedrohung für Kulturinstitutionen. Er konstatierte vielmehr für den aktuellen Moment ein vermehrtes Bedürfnis nach Dinglichkeit und Materialität, das nun auf Jahrzehnte der Virtualitätseuphorie folge. Das Museum als Ort der unmittelbaren Begegnung mit dem Objekt gewänne in diesem Prozess nur weiter an Bedeutung. Die Gefahr, der Wert des originalen Objekts könne angesichts seiner massenhaften digitalen Reproduktion nivelliert werden, sah keiner der Diskutanten als ernsthaft bedrohlich an. Die umfassende, “auratische” Bedeutung von Kunstwerken sei, so Hartmut Böhme, bereits seit Jahrhunderten durch Reproduktionen und Berichte geschaffen worden. Die in Frequenz und Verfügbarkeit erhöhten heutigen Reproduktionen konnten diesen Ruhm eines Kunstwerkes nur weiter steigern und damit den Wert seines faktischen Vorhandenseins an einem Ort nur erhöhen.
Hubertus Kohle verwies in seinen Beitragen auf den praktischen Nutzen von Digitalisaten im Zusammenhang mit Open Access. Gerade in diesem Verfügbarmachen von Wissen liegt für ihn einer der größten Errungenschaften der Digitalen Revolution. Er kritisierte, dass die Potentiale dieser Entwicklung bis heute nicht hinreichend erkannt und im Wissenschaftsbetrieb ausgeschöpft worden seien. Die Diskussion bot auf diese Weise in wissenschaftspraktischer ebenso wie in systemischer und politischer Hinsicht umfassende Denkimpulse für den weiteren Verlauf der Dresden Summer School. Gerade die Betonung der gleichzeitigen Überlagerung von Medienkonzepten und das Herausarbeiten von zu untersuchenden Spannungsverhältnissen – etwa zwischen Transparenz und Geheimnis – zeigten, wie ausgedehnt das Diskursfeld ist, auf dem die Dresden Summer School agierte. Dieses Feld zu vermessen und die ihm innewohnenden Prozesse und Konfliktlinien zu analysieren, dazu wollte sie gemeinsam mit ihren Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen erhellenden Beitrag leisten.
Dieser Artikel ist zugleich erschienen in: Dresden Summer School 2012. Von der Vitrine zum Web 2.0 – Bibliotheken, Museen und Achive im digitalen Zeitalter, hg. von Hans Vorländer, Felicitas von Mallinckrodt und Kerstin Küster, Dresden 2013.
Die Broschüre gibt es hier zum Download.
Quelle: http://dss.hypotheses.org/1107
Call for Papers: Digitale Bibliothek 2013 – Kulturelles Erbe in der Cloud
Die Veranstaltungsreihe Digitale Bibliothek dient dem Erfahrungsaustausch, der Koordination und Kooperation zwischen Kultur- und Wissenschaftsseinrichtungen in dem Bereich digitale Bibliotheken. Mit Vorträgen, Workshops und einer Posterausstellung bietet die Tagung ein Diskussionsforum für die spezifischen Herausforderungen, denen sich die Einrichtungen bei der Gestaltung und Etablierung moderner Online-Wissensspeicher stellen müssen.
Die geplanten Themen der Tagung 2013 mit dem Titel Kulturelles Erbe in der Cloud, die am 22./23. November 2013 in Graz stattfinden wird, umfassen folgende Aspekte:
Neue Formen von IT-Dienstleistungen für Kultureinrichtungen
- Typen und Komponenten von Cloud-Computing Systemen
- Technische Grundlagen
- Auswirkung auf Geschäftsprozesse und Arbeitsorganisation
- Standards und Referenzmodelle
Geschäftsmodelle und Nutzungsszenarien
- Beispielhafte Projekte und Kooperationen
- Public Private Partnership-Modelle
- Abgrenzung zu anderen Technologien
- Rechtliche Aspekte
Services, Technologien und Methoden
- Digitalisierungs- und Langzeitarchivierungsservices
- Vokabular-Services
- Semantische Technologien und Linked Open Data
- Netzwerk- und Speichersysteme
Call for Papers [ONLINE] oder als [PDF]
Einsendeschluss für Beiträge (nur Kurzfassungen, max. 800 Wörter): 1. Juni 2013
Senden Sie Ihre Beiträge bitte an: kochg@europeanalocal.at
Quelle: http://dhd-blog.org/?p=1469
“Die kaputte Mütze des Opas” – Geschichte gemeinsam erzählen
Das Jahr 2014 wird schon jetzt zum Erinnerungsjahr der Europäischen Zeitgeschichte erhoben. Es jähren sich der Beginn des Ersten Weltkriegs zum 100. Mal, der des Zweiten Weltkriegs zum 75. Mal, die Revolutionen gegen die kommunistischen Diktaturen zum 25. Mal und die EU-Osterweiterung zum 10. Mal. Eine Initiative, die die Geschichte des Ersten Weltkriegs anhand persönlicher Erinnerungen als europäisches Ereignis darstellt und lebendig werden lässt, ist die Online-Plattform Europeana 1914 – 1918.
In dem zweiten Gespräch des MONTAGSRADIO “Vor Ort” auf der 6. Geschichtsmesse in Suhl sprechen Miriam Menzel und Kaja Wesner mit Frank Drauschke, dem Mitbegründer von Facts & Files – Historisches Institut Berlin, der die Online-Plattform von deutscher Seite betreut. Im Gespräch geht es u.a. um die Resonanz auf das Crowdsourcing-Projekt Europeana 1914 – 1918, das Nachfolgeprojekt Europeana 1989 und die Chancen auf eine länderübergreifende und persönliche Verständigung über die einschneidenden Ereignisse europäischer Geschichte.
Und hier die Kurzübersicht über das Gespräch mit der Timeline:
01:00 Hin zu einer europäischen Erinnerungskultur
02:00 Europeana.eu – Plattform für kulturelles Erbe Europas
03:00 Europeana 1914 – 1918 – Persönliche Erinnerungen zum Ersten Weltkrieg
08:00 Chancen & Grenzen von Crowdsourcing
09:30 Verständigung und Austausch über europäische Geschichte?
11:30 Europeana 1989 – Start im Juni 2014
14:30 Wie europäisch sind die Europeana-Initiativen?
19:00 Fragebogen
Quelle: http://www.montagsradio.de/2013/03/14/die-kaputte-mutze-des-opas-geschichte-gemeinsam-erzahlen/
Ein Streifzug durch die China-Blogosphäre – und der Versuch einer Positionierung
Angeregt durch Mareike Königs Anregungen aus der französischen Wissenschafts-Blogosphäre und die Notizen zum 1. Geburtstag von de.hypotheses stellt sich einmal mehr die Frage, was mind the gap(s) sein soll/will/kann? Wie sieht das Feld der China-Blogs aus – und wo steht dieses Blog?
Die China-Blogosphäre
Nachdem The China Beat mit dem 1000. Post im Juni 2012 eingestellt wurde (aber weiter twittert) und zahlreiche Old China Hands 2011/2012 China verlassen und ihre Blogs eingestellt haben [1], ist die China-Blogosphäre in einer Umbruchsphase. Die Mehrzahl aller China-Blogs widmet sich dem ‘aktuellen’ China, dem Tagesgeschehen im weitesten Sinn: dem Markt China (und ‘Anleitungen, um auf diesem Markt zu reüssieren [3]), der politischen Lage, der Menschenrechtssituation – oder generell dem ‘China-watching’.
Es lassen sich grob Gruppen unterscheiden (wobei die Übergänge fließend sind): 
- Expat-Blogs und Blogs für China-Reisende wie z.B. Lost Laowai (Gruppenblog), Country Fried Egg Roll, Mark’s China-Blog, The Peking Duck, das Gruppen-Blog Rectified.Name 正名 etc. etc. – ein breites Spektrum zwischen praktischen Tipps für alle Lebenslagen und sehr persönlichen Aufzeichnungen über individuelle Strategien zur Bewältigung des Alltags in China
- “Blogs” (eher Artikel-Feeds) von China-JournalistInnen wie z.B. James Fallows/The Atlantic, Evan Osnos’ Letter from China/The New Yorker, China Real Time Report/The Wall Street Journal, Damian Grammaticas/BBC, Jonathan Kaiman/The Guardian, Tania Branigan/The Guardian, Felix Lee/Die Zeit, ChinaFile, Jaime FlorCruz’s Jaime’s China/CNN,etc. etc. – mit mehr oder weniger hoher Frequenz, manche nur mit Kurzmeldungen, mache mit umfangreichen Reportagen und Kommentaren.
- Blogs von Wissenschafterinnen und Wissenschaftern wie Warp, Weft & Way (Gruppenblog, chinesische Philosophie), Frog in a Well|China (Gruppenblog, Geschichte, Kulturgeschichte, Politik), die Blogs von Chris Fraser 方克濤 (klassische chinesische Philosophie), Jeremiah Jenne [Jottings from the Granite Studio (Geschichte Chinas)], Maura Cunningham/The Wandering Life, Tom Mazanec (PhD student/Princeton University), David Prager Branner/& verbiage overflow, Chelsea Wang (Grad Student, Columbia University)/Miscellaneous Notes from the Studio of Easy Knowing (Yìzhīzhāi zájì 易知齋雜記), Georg Lehner/De rebus sinicis oder das Blog des China Policy Institute / University of Nottingham etc.
- Blogs die Projekte begleiten, wie viele der China- und Asien-Blogs (Auflistung von Jean Stouff) bei fr.hypotheses zu Projekten an EHESS, Ecole Normale Supérieure de Lyon, Fondation Maison des Sciences de l’Homme, etc.
Die deutschsprachige China-Blogosphäre erscheint sehr überschaubar:
- Blogs von Institutionen, Gesellschaften, Vereinigungen mit China-Bezug, die in der Regel nur Veranstaltungen ankündigen
- Presseschauen wie Chinablätter (Sammlung/Katalog/Links zu China-Berichten in deutschsprachigen und englischsprachigen Medien), Asienspiegel mit News aus Japan, China und Korea (will “der deutschsprachigen Berichterstattung über Ostasien einen neuen Anstrich” geben), Doppelpod | Netzkultur zwischen Deutschland und China, Stimmen aus China | Ein Blog der Asienstiftung (ein Gruppenblog, das chinesische Online-Essays und Blog-Beiträge übersetzt und analytisch aufbereitet), etc.
- Blogs zu China-Marketing/Doing Business in China als Tools zum Eigenmarketing (weshalb hier auf Beispiele verzichtet wird)
- Blogs zu Zeitschriften, z.B. 思辨 SiBian (Zeitschrift der jungen Chinawissenschaften) und DianMo (von Studierenden der Uni Leipzig gemacht) oder und zu studentischen Initiativen.
- Blogs von Wissenschafterinnen und Wissenschaftern sind rar – außer De rebus sinicis und mind the gap(s) gibt es (vorerst noch) außerhalb von hypotheses die Bibliotheca Sinica 2.0 (die demnächst den 2500. Beitrag bringt). Aber sonst? Hinweise auf bloggende China-WissenschafterInnen herzlich willkommen!
Einige dieser Blogs sind sehr aktiv und bringen regelmäßig neueBeiträge, andere sind ständig in Gefahr, bei der nächsten RSS-Feed-Entrümpelung gelöscht zu werden, weil nur sehr unregelmäßig Neues kommt. Viele der ‘aktiven’ Blogs haben ihren Schwerpunkt in Veranstaltungsankündigungen und/oder Verweisen auf Neuerscheinungen (und wären IMHO bei Twitter wesentlich besser aufgehoben).
Was bedeutet das für mind the gap(s)?
Das Blog ist als ‘carnet de recherche’ intendiert:
- als Raum, Themen auszuprobieren und anzudenken
- als Ort, Trouvaillen festzuhalten, die zu neuen Themen werden könnten
- als Notizbuch, Überlegungen zu laufendenProjekten festzuhalten
Im Raum steht auch das Abwägen, ob es nicht sinnvoller wäre, in (oder auch in) englischer Sprache zu bloggen. [4] Strategisch wäre das mittel- bis langfristig sicher sinnvoll – der Kreis potentieller LeserInnen würde sich dadurch massiv erweitern. mind the gap(s) will nicht ‘China erklären’, sondern Überlegungen aus dem Forschungsalltag festhalten. Obwohl Mareike König die zögernde Haltung in den Geisteswissenschaften zur Popularisierung kritisch anmerkt, zieht mind the gap(s) eine klare Grenze: Popularisierung mag sein, Trivialisierung auf keinen Fall. Das Blog setzt bewusst einen Kontrapunkt zu ‘Sunzi für EinsteigerInnen’, ‘Wie viel yin ist in 100g Gurke?’, ‘Fengshui beim Entrümpeln’ etc. [5] Der Reiz des Exotischen und die Faszination eines ‘rätselhaften’ Orients inkl. vermeintlicher Sensationen bleibt ebenso wie das Sich-Weiden am Ungewöhnlichen anderen überlassen. Es wird daher keine ‘einfachen’ oder vereinfachenden Erklärungen komplexer Sachverhalte geben.
Two roads diverged in a wood, and I—
I took the one less traveled by,
And that has made all the difference. (Robert Frost)
—
[1] Beispiele: Will Moss/ImageThief, Mark Kitto (der seine Beweggründe in You’ll Never be Chinese dargelegt hat) oder C. Custer/ChinaGeeks (s. Why I am m leaving China) – und zahlreiche andere, deren China-Experten-Status zum Teil sehr kontrovers diskutiert und kommentiert wurde. ↑
[2] Vergleicht man Artikel zum Handel in/mit China aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts oder den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts mit aktuellen Meldungen, so müsste man eigentlich nur Wortung und Orthographie ein bisschen modernisieren, der Inhalt ist weitgehend deckungsgleich. ↑
[3] Die Auswahl ist willkürlich, erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und stellt keine explizite Unterstützung/Billigung der in den genannten Blogs dar. ↑
[4] Ein Plug-in, das mehrsprachige Varianten erlaubt, steht auf der Wunschliste für hypotheses.org ganz weit oben. ↑
[5] Ein Blick in die Buchläden zeigt allerdings, dass es für derartige Titel einen Markt zu geben scheint – aber das wäre ein anderes Thema (dazu demnächst mehr). ↑
Zur Rolle des Subjekts in den sozialen Praktiken – Von Benjamin Köhler
Zugespitzt und umfassend wurde der sog. „Practice Turn“ (2001) durch Theordore Schatzki, Karin Knorr-Cetina und Eike von Savigny ausgerufen, der später durch Reckwitz für den deutschsprachigen Raum als Sozialtheorie systematisiert wurde (vgl. Reckwitz 2003). Inhaltlich treten die sozialen Praktiken (altgriechisch: prâxis; … Weiterlesen
Online learning: Campus 2.0
Quelle: http://geschichtsweberei.blogspot.com/2013/03/online-learning-campus-20.html
Fundstück
einestages hat die Geschichte von Marvel-Chefredakteur Stan Lee.
Quelle: http://geschichts-blog.blogspot.com/2013/03/fundstuck_14.html
Standard-Geistesblitz zu Rolf Bauer
Rolf Bauer: Opium, Empire und der indische Bauer
Zeit: Mo, 18.03.2013 , 18:00 Uhr
Ort: IFK, Reichsratsstraße 1, 1010 Wien
Diti ist nicht alleine. Am Ende des 19. Jahrhunderts pflanzten etwa eine Million Bauern Schlafmohn für die britische East India Company an. Nach der Ernte lieferten sie das Rohopium an eine der zwei Opiumfabriken, wo die Droge geformt, getrocknet und in Holzkisten verpackt wurde. Bis zu 7.000 Tonnen Opium verließen so jährlich Kalkuttas Hafen in Richtung China. Das entspricht etwa der Menge, die laut UN-Report aktuell weltweit produziert wird! Die Droge wurde zur wichtigsten Handelsware Indiens und bescherte der britisch-indischen Regierung bis zu 20% ihrer Gesamteinnahmen. Der Historiker Carl Trocki geht sogar so weit zu behaupten, ohne Opium hätte das britische Empire in Indien finanziell nicht überleben können.
Ausgangspunkt der enormen Profite waren indische Bauern, die sich dazu verpflichteten, für die Company Schlafmohn zu kultivieren was für viele von ihnen mit gravierenden Nachteilen verbunden war. Die Arbeit war mühsam, die Bezahlung schlecht, und konnte man nicht die gewünschte Qualität liefern, musste man mit drakonischen Strafen rechnen. Warum gingen sie dennoch darauf ein? Rolf Bauer sucht die Antwort in der Gesellschaftsstruktur des ländlichen Indien.
http://www.ifk.ac.at/index.php/events-detail/events/149


















