„Und dass wir darüber reden, ist mir sehr wichtig.“ Wojciech Smarzowski, am 18. Mai...
Viel Lärm um Nichts? Der geschichtspolitische Streit um „Matilda“
„Das ist nicht einfach nur ein Film!“ – Plakat der Aktion stopmatilda.ru. Am 26. O...
„Noch sind wir im Krieg“ – Die tschechoslowakische Geschichte des 20. Jahrhunderts im Comic
Cover: © Drava Verlag Der gemeinnützige Verein Post Bellum, der 2001 auf Initiative tschec...
Die Gedenkstätte Malyj Trostenec in Belarus: eine Vision für eine europäische Erinnerung
Die Präsidenten Alexandr Lukaschenko und Frank Walter Steinmeier bei der feierlichen Eröff...
Die Gedenkstätte Malyj Trostenec in Belarus: eine Vision für eine europäische Erinnerung
Die Präsidenten Alexandr Lukaschenko und Frank Walter Steinmeier bei der feierlichen Eröff...
Staraja Ladoga: Eine neue alte Festung
Hinter den bunten Holzhäusern, weiten Gärten und schiefen Bretterzäunen kommt die Fes...
Im Zeichen der Gezeiten: Murmansk und der erste sowjetische Atomeisbrecher „Lenin“
Wer heute mit dem Zug von Petrozavodsk, der kleinen Hauptstadt der russischen Republik Karelien, in ...
Von St. Petersburg nach Murmansk: Spuren der Erinnerung in Russlands Nordwesten
Vom 25. September bis zum 3. Oktober 2017 reiste der Elitestudiengang „Osteuropastudien“...
Spielend sterben im Schützengraben
Offizieller Screenshot von Battlefield 1. Quelle: http://press.ea.com/products/p1512/battlefield-1
Computerspiele mit historischem Setting produzieren und reproduzieren Geschichtsbilder und haben damit einen erheblichen Einfluss auf Erinnerungskulturen weltweit. Denn Erinnerung ist ein hochgradig dynamischer und aktiver Prozess. Das, was ein Individuum von einer historischen Begebenheit zu wissen glaubt, steht im ständigen Austausch mit kollektiven und besonders populärkulturellen Bildern des Vergangenen. Mit zunehmender Reichweite und gesellschaftlicher Durchdringung des Computerspiels wächst auch dessen Verantwortung – oder vielmehr: die Verantwortung der Entwicklerinnen und Entwickler -, nicht fahrlässig oder gar böswillig mit der Wirkmacht des Mediums umzugehen.
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Unter falscher Flagge. Rechte “Identitäre” setzen auf Antiken-Pop. Die Geschichte ihrer Symbole dürfte ihnen kaum gefallen
Arg ramponiert nach missbräuchlicher Verwendung: Relikt der “Metapolitik” .
In der derzeit vieldiskutierten rechtsextremen Szene fällt eine Gruppe als besonders aggressiv auf. Die übernational organisierte „Identitäre Bewegung“ (IB) agiert als eine Art Agit-Pop-Gruppe der völkischen Szene. Aus einer Nachfolgeorganisation der rechtsterroristischen französischen Unité radicale hervorgegangen, ist sie heute europaweit aktiv, besonders in Österreich. Vielerorts beobachtet sie der Verfassungsschutz. Ihre vergleichsweise schwache Mitgliederzahl versuchen die völkischen Aktivisten durch mediale Inszenierungen auszugleichen: Mit spektakulären “metapolitischen” Symbolhandlungen wie Besetzungen und Blockaden, dem demonstrativen Errichten von Grenzzäunen oder jüngst einem “Mahnmal” vor dem Brandenburger Tor plädieren die rechtsextremen Flash-Mobster für ein eingemauertes Europa und hetzen gegen Schwache, Geflüchtete und politisch Verfolgte. Unter dem Begriff des „Ethnopluralismus“ konstruieren sie unterschiedliche homogene Kulturen, die gegen Einflüsse von außen „verteidigt“ werden müssten, nicht nur mit Worten, sondern auch mit Taten.[1]
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