#MakeScienceSequential: Wissenschaftscomic ‒ Comicwissenschaft ‒ Ein Magazin-Projekt

Aus der letztjährigen Tagung The Rise of Sequential History heraus hat sich ein neues Projekt entwickelt. Der thematische Fokus liegt auf der Wissenschaft: Seit Anfang Juli beschäftigen Adrian Franco und ich uns zusammen mit Studierenden und ehemaligen Studierenden der LMU mit der Frage, was es eigentlich mit Wissenschaftscomics auf sich hat: Was macht einen Wissenschaftscomic aus? Wo sind die Grenzen zu einer reinen Illustration eines Sachverhaltes? Kann man eine Seminar- oder Abschlussarbeit in Comicform verfassen und trotzdem den Ansprüchen wissenschaftlichen Arbeitens gerecht werden?

Wie schon in Hinblick auf das Genre der Historischen Comics treten wir an die Überlegungen über diese Potenziale und Problematiken nicht nur von der theoretischen Seite heran. Ziel ist daher die Publikation eines Magazins, das die Ergebnisse in sich vereint. Da wir am 16. November die ersten Resultate des Projektes auf der 11. Tagung der Gesellschaft für Comicforschung an der Universität Duisburg-Essen präsentieren dürfen, wollen wir an dieser Stelle ebendiese zugänglich machen.

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Quelle: http://comics.hypotheses.org/422

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Public History und das Projekt „digital Past“. Wie Geschichte außerhalb von konventioneller Institutionen erlebbar gemacht werden kann.

Neue Technologien und Medien bieten Historikern eine immense Erweiterung der Werkzeuge bei der Vermittlung von Geschichte. In diesem Zusammenhang spielt der in Deutschland noch recht junge Begriff der Public History eine wichtige Rolle – auch wenn es dieser Disziplin nicht an verschiedenen Definitionen mangelt, wie uns Moritz Hoffmann erklärt. Hoffmann promoviert zur Zeit mit dem Thema „Der Zentralrat der Juden in Deutschland und die Öffentlichkeit“ an der Professur für Public History der Universität Heidelberg und ist freiberuflicher Historiker, Projektleiter und Initiator des Projektes digital past. Ein Twitter-Projekt zum Ende des zweiten Weltkriegs in Deutschland. 

Als Eröffnung der Vorträge und Diskussionsrunden im diessemestrigen DH-Kolloquium Digital Humanities – Aktuelle Forschungsthemen, kam Moritz Hoffmann der Einladung nach und erschien mit einem Teil seines Projekt-Teams aus Heidelberg in Köln. Er sieht sich vor Allem der Disziplin Public History verbunden. Public History ist ein umstrittener Begriff. Definitionen finden sich vor Allem im angloamerikanischen Raum, was der Herkunft der Disziplin verschuldet ist. Eine interpretierbare aber durchaus verbreitete Definition des Begriffs lautet „History by the public, about the public and for the public“.

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Quelle: http://dhc.hypotheses.org/44

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mind the trap(s)

Irgendetwas ist immer … Projekte[1],  Bloggen und Bloggen2 (inkl. Twittern zu diesem Blog) – denn ein Wissenschaftler der nicht bloggt, ist nach Klaus Graf ein schlechter Wissenschaftler, selbst wenn Bloggen direkt ins  Dilemma führt.[2]  … Lehrveranstaltungen[3] … Abstracts zu interessanten CFPs …  Papers für Konferenzen (die danach eigentlich veröffentlicht werden müssten [4] ) … das Riesenprojekt schlechthin (das eigentlich schon seit 10 Jahren erledigt sein sollte/müsste) …. Twittern, Google+, Instagram, Facebook, etc. etc. etc., denn natürlich muss man/frau alle Social Media-Kanäle 24/7 bespielen.

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Schwarz | Weiß (Graphik: ML)

Trotzdem hat sich in den letzten Tagen  eine Idee, die lange unterschwellig herumgeisterte,  konkretisiert – der Knoten ist einfach so geplatzt, die Richtung ist klar. Spannend & viel versprechend  …

Strategisch müssten jetzt mehrere Schritte möglichst gleichzeitig folgen:



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Quelle: http://mindthegaps.hypotheses.org/2045

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ZEIT-RAUM-IDENTITÄT

Die Idee – Studierende in den wissenschaftlichen Diskurs einbinden

Im April 2014 fand am Historischen Seminar der Leibniz Universität  Hannover die Tagung Zeit-Raum-Identität. Interdisziplinäre studentische Tagung zu aktuellen Fragen der Geisteswissenschaften statt. Organisiert und durchgeführt wurde diese von Studierenden des Historischen Seminars, die sich zu diesem Zweck bereits im Mai 2013 zu einer Projektgruppe zusammengeschlossen hatten. Ausgehend von der Feststellung, dass der wissenschaftliche Diskurs im studentischen Alltag häufig keine Rolle spielt und gerade auch disziplinenübergreifender Austausch zu selten stattfindet, machten sie sich daran, eine studentische Tagung zu organisieren.

Im Wintersemester 2013/14 begann im Rahmen des studentischen Kolloquiums Zeit-Raum-Identität die inhaltliche Annäherung an das weit gefasste Themenfeld, dessen Kategorien Zeit und Raum in den letzten Jahren in verschiedensten geisteswissenschaftlichen Disziplinen immense Aufmerksamkeit entgegengebracht wurde, ohne dass jedoch gerade hinsichtlich deren Verknüpfung und der dritten Kategorie, der Identität (oder besser Identifikation), abschließende Antworten gefunden worden wären. Damit war die Grundlage geschaffen, auf der die konkrete Planung der Tagung und später die Auswahl der Beiträge durchgeführt werden konnten. Obwohl die Projektgruppe hin und wieder mit Dozierenden Rücksprache über die Antragstellung und das Projektkonzept hielt, erarbeiteten die Studierenden beides eigenständig. Dabei galt es durchaus, sich mit Neuem auseinanderzusetzen, mit Dingen zu befassen, die keiner zuvor gemacht hatte: Ein stichhaltiges Konzept schnüren, einen konkreten Finanzplan kalkulieren, die Finanzierung bei unterschiedlichen Förderern absichern, Unterkünfte für die Referenten buchen, Werbung für die Tagung erstellen, Plattformen für den Call for Papers suchen, einen Verlag für den Tagungsband finden, Räume buchen und vieles mehr. Unsicherheiten ergaben sich, weil keine geeigneten und aktuellen Mailverteiler für Fachräte und Fachschaften der entsprechenden Studiengänge im Bundesgebiet vorhanden waren und der Bewilligungsbescheid des Hauptförderers, dem mittlerweile nicht mehr existenten Leibniz-KIQS-Förderprogramm, auf sich warten ließ. Gefördert wurde das Projekt zudem durch den Allgemeinen Studierendenausschuss der Uni Hannover und den Verein Campus Cultur e.V. zur Förderung der Fakultätskultur der Geistes- und Sozialwissenschaften an der Leibniz Universität Hannover.

Ende Januar 2014, nachdem alle eingegangenen Exposés gesichtet, eine Auswahl getroffen und die Teilnahmebescheide verschickt waren, begannen diese konkreten Vorbereitungen. Als Moderierende oder für Inputvorträge konnten Lehrende des Historischen Seminars gewonnen werden, die von der Idee einer studentischen Tagung im Hause begeistert waren und ihre Unterstützung ohne Umschweife zusicherten.

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Die Tagung – fachliche Diskussionen, statusgruppenübergreifender Austausch

Die Tagung selbst fand vom 25. bis 27. April 2014 in den Räumen des Historischen Seminars statt und gliederte sich in einen Begrüßungs- und Inputblock am Freitagnachmittag, zwei Vortragsblöcke am Samstag und einem Vortragsblock am Sonntagvormittag mit zusammenfassender Abschlussdiskussion des Wochenendes. Leider mussten zwei Referenten wegen Krankheit absagen, sodass für den Samstagnachmittag kurzfristig ein Ersatzvortrag organisiert werden musste, was jedoch glücklicherweise gelang und zur Auflockerung der Veranstaltung beitrug. Obwohl die Referenten und ihre Beiträge aus unterschiedlichsten geisteswissenschaftlichen Disziplinen stammten, sich mit verschiedenen Themenfeldern befassten und methodisch anders operierten, stellten sich bereits unmittelbar am Freitag intensive fachliche Diskussionen ein, die das ganze Wochenende über vertieft wurden. Die unterschiedlichen wissenschaftlichen Hintergründe und Qualifikationen stellten dabei aber kein Hindernis, sondern wie erhofft eine immense Bereicherung dar. Alle Beteiligten zeigten sich im Anschluss an die Veranstaltung begeistert und zufrieden.

Die Ergebnisse – Resümee und Perspektiven

Im Anschluss an die Tagung sollten deren Ergebnisse gesichert werden. Dazu hatte die Projektgruppe einen Tagungsband geplant und den jmb-Verlag für das Projekt gewinnen können. Die überarbeiteten und durch Anregungen aus den Diskussionen im Rahmen der Tagung ergänzten Beiträge der Referenten wurden von den Mitgliedern der Projektgruppe mehrfacher Korrekturlesungen unterzogen, an die Autoren zurückgegeben und nochmals redigiert. Da viele Beiträge erst nach der Tagung ihre finale Ausformulierung fanden oder auf Grundlage der Tagungsdiskussionen ergänzt oder editiert wurden, verzögerte sich die Sichtung der Beiträge und dauerte bis in den Oktober hinein. Der Tagungsband konnte daher nicht, wie optimistisch geplant, im Oktober, sondern erst im Dezember 2014 veröffentlicht werden. Auch wenn die Projektgruppe hierfür weniger Zeit eingeplant hatte, ist es in der Wissenschaftspraxis kaum üblich, dass ein Tagungsband bereits acht Monate nach der Veranstaltung publiziert werden kann.

Die Realisierung des gesamten Projektes, der Tagung und des Tagungsbandes, hat gezeigt, dass es Studierenden durchaus möglich ist, eigenständig und selbstbestimmt die Universität und den wissenschaftlichen Austausch und Diskurs mitzugestalten, dass auch sie durchaus in der Lage sind, Beiträge zu aktuellen wissenschaftlichen Debatten zu leisten. Die Verleihung des Campus Cultur-Preises für Studierende an den Studierendenrat Geschichte, aus dem ein Großteil der Projektgruppe und die Idee zu Tagung und Kolloquium stammte, zeigt die Wertschätzung vonseiten der Lehrenden und die Wichtigkeit derartiger Projekte. Der Preis wurde am 16. Januar 2015 im Rahmen der Absolventenfeier der Philosophischen Fakultät überreicht.

Dennoch bleibt viel zu tun, damit solche Projekte nicht Einzelfälle, sondern die Regel werden, damit Studierende sich aktiv in wissenschaftliche Diskurse einbringen und an der Wissenschaftspraxis teilnehmen. Nicht nur in der Wissenschaft gehört das Knüpfen von Netzwerken heute zu den absoluten Notwendigkeiten. Tagungen sind hierfür eine großartige Möglichkeit, die Referenten unserer Tagung stehen auch heute noch in Kontakt und tauschen sich aus. Gerne wollen sie das Projekt mit einer neuen Tagung fortführen – wann, wo und wie dies geschehen wird, ist allerdings noch unklar, da studentische Gruppen einer starken Fluktuation unterliegen oder sich deren Mitglieder anderen Projekten widmen und stetig auf engagierten Nachwuchs angewiesen sind.

Eines aber ist gewiss: die nächste Tagung kommt bestimmt!

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Quelle: http://zeitraeume.hypotheses.org/104

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Das Projekt – Le Projet – The Project

version française english version   „Märkte und Moral. Die Moral Economy des französischen Kapitalismus 1880-1914/18“ Moralische Ökonomie ist das historisch und kulturell bedingte Gerüst von Verhaltensregeln und Werten, Kodifikationen und Konventionen, das den Lebensbereich der Ökonomie rahmt. In ihr spiegeln sich die Erwartungen der Gesellschaft oder relevanter Teilgruppen an das ökonomische Handeln – unabhängig von dessen Größenordnung und Reichweite. Das umfasst alltägliche Geschäftsvorgänge ebenso wie die Bewertung überindividueller Prozesse und Ereigniszusammenhänge. Moral Economy wird also, anders als etwa bei E.P. Thompson, nicht epochenspezifisch aufgefasst sondern […]

Quelle: http://moraleconomy.hypotheses.org/283

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Wieso Weshalb Warum?

Manchmal entsteht der Eindruck, Bloggen gehöre inzwischen zum guten wissenschaftlichen Ton, erst recht für den „Nachwuchs“. Und in den historischen Wissenschaften gehört man bekanntermaßen noch mit 40 bis 45 Lebensjahren zum Nachwuchs – ein zweifelhafter Status, den man jedoch zu schätzen lernt, je höher die Zahlen auf den Glückwunschkarten werden. Die Community bloggender Wissenschaftler nimmt jedenfalls stetig zu: OpenEdition registriert inzwischen 852 carnets de recherche, davon 102 in deutscher Sprache (Stand 5.8.2014). Portale wie H-Soz-u-Kult, sehepunkte, Clio online und Zeitgeschichte online, EGO Europäische Geschichte […]

Quelle: http://moraleconomy.hypotheses.org/91

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千里之行,始於足下。10 Jahre ‘Wiener Chinabibliographie (1477-1939)’

“Eine tausend Meilen weite Reise beginnt vor deinen Füßen.”[1]

Im April 2004 ging die “Wiener Chinabibliographie: Bücher über China in Wiener Bibliotheken (1477-1939)” online, im Dezember 2009 wurde daraus die Bibliotheca Sinica 2.0 – Zeit für einen Rückblick, eine Zwischenbilanz und einen Ausblick.

Wie alles begann …

Über die Jahre hatten sich – zuerst auf Notizzetteln und in Notizbüchern, später in Dateien auf vielen, vielen Disketten, in Text-Dateien und Excel-Tabellen bibliographische Daten angesammelt – Notizen und Anmerkungen noch aus Studienzeiten und aus ersten Forschungsarbeiten. Dazu kam irgendwann eine Kopie des “Chronologische[n] Titelregister[s]” aus dem Ausstellungskatalog China illustrata[2].

Logo der Wiener Chinabibliographie

Erstes Logo

Dazu kam  ein Verzeichnis der Titel in der Sammlung Western Books on China published up to 1850[3]die 1990 als Microfiche-Ausgabe bei Brill erschien[4] und die es seit 2008 als Online-Angebot gibt. Beides wurde im Lauf der Zeit ‘annotiert’ – mit den Signaturen der aufgelisteten Bücher in den Katalogen der Universitätsbibliothek Wien und/oder der Österreichischen Nationalbibliothek.

Irgendwann wurde aus den verteilten Notizen eine einzige Tabelle:

  • Autor
  • Titel
  • Erscheinungsort
  • Verlag
  • Erscheinungjahr
  • Signatur(en)
  • Anmerkungen

Die Tabelle wuchs, es kamen neue alte Bücher dazu, es kamen mehr Spalten dazu:

  • VD16, VD17, VD18 Nummern
  • Ist das Buch in gängigen Bibliographien verzeichnet?
    • Wo steht das Buch in der Bibliotheca Sinica von Cordier?
    • Wo steht das Buch im Katalog von Lust?

Aus der Sammlung der Fragmente wurde ein systematischeres Suchen – mit den jeweils zur Verfügung stehenden Hilfsmitteln, also Zettel- und Bandkatalogen und den ersten Online-Katalogen, die Lichtjahre von ‘One-Stop-Lösungen’ entfernt waren …

Die ersten Schritte …

In den Wiener Bibliotheken gab (und gibt es) die ‘Western Books on China published up to 1850′ nicht – aber der Zugang zu den Originalen war (und ist) relativ einfach. Dieser paradiesische Zustand war uns – Georg Lehner und mir – nicht wirklich bewusst, es war eine Selbstverständlichkeit. Bei Konferenzen tauchte immer wieder die Frage auf: Und wo hast Du/haben Sie das Buch gesehen? Die Antwort – in der Bibliothek bestellt und noch am selben Tag eingesehen – löste vielfach ungläubiges Staunen aus, kaum jemand wusste, welche Schätze in den Depots der Universitätsbibliothek Wien und der Österreichischen Nationalbibliothek schlummern: die ‘Highlights’ der frühen China-Literatur, häufig in mehreren Ausgaben und/oder diversen Übersetzungen.[5]

Die Entscheidung, die Bibliographie der ‘Wiener’ China-Bücher, die zwischen 1477 und 1939 erschienen, online zu stellen, war  (angestachelt durch ein bisschen Frust und eine gehörige Portion Ärger) ziemlich spontan. Content-Management-Systeme gab es noch nicht (zumindest nicht für Normalverbraucher), also entstand wurden aus der Tabelle statische Webseiten – einfache Listen, alphabetisch sortiert, nach Erscheinungsdatum jahrhunderteweise gruppiert … Am Layout wurde ein bisschen gebastelt, die Seiten wurden hübscher, die Tabellen wurden durch CSS-Gestaltung ersetzt. Die Aktualisierung war (und blieb) mühsam.

Neue Tools …

Während man in Wien von Microfiche-Ausgaben träumte, tauchten in den Trefferlisten der Suchmaschinen die ersten Digitalisate auf, da waren plötzlich Dinge wie das Internet Archive (ab 1996),  gallica (ab 1997) – mit zum Teil bescheidener Qualität, wenn Mikrofilme eingescannt wurden, Google Books (ab 2005) und HATHI Trust (ab 2008) – für Europäer wegen der nicht immer nachvollziehbaren Zugriffssperren mitunter frustrierend[6] Dazu kamen (mitunter gut versteckte) Digitalisierungsprojekte in Bibliotheken in aller Welt … Die Tabelle wurde erweitert, es kamen Spalten für URLs von Digitalisaten dazu und diese Spalten füllten sich. Und es entstand eine zweite Tabelle für die Titel, die es in Wien nicht gab, die aber Klassiker/Meilensteine/Fixsterne der frühen Chinaliteratur waren.
Es war illusorisch, die Links in die statischen Seiten einzupflegen. Es musste eine andere Lösung her …

Die neue Lösung war ein Blog mit Platz für die Bibliographie der in Wien physich vorhandenen Büchern und mit Platz für Links zu Digitalisaten. Und das Ding brauchte einen neuen Namen, denn es ging nicht mehr nur um die Wiener China-Bücher. Aus der “Wiener China-Bibliographie (1477-1939) wurde die Bibliotheca Sinica 2.0. Der neue Name sollte und soll Programm sein.

Bibliotheca Sinica 2.0 [Screenshot]

Bibliotheca Sinica 2.0 [Screenshot]

Die Bibliotheca Sinica 2.0 ist eine kuratierte Sammlung, die langsam, aber konsequent wächst. Der aktuelle Stand (27.4.2014): In der Bibliographie finden sich 3500 Titel (aus den Beständen der Österreichischen Nationalbibliothek, der Universitätsbibliothek Wien, der Bibliothek des Österreichischen Staatsarchivs), im Blog gibt es zur Zeit mehr als 2800 Beiträge. Jeder dieser Beiträge enthält zumindest einen Titel mit Link zu einem Digitalisat. Die Mehrzahl der Beiträge enthält mehrere Ausgaben eines Titels und/oder Übersetzungen. (Fast) jeder Beitrag enthält eine bibliographische Notiz zu einschlägigen Fachbibliographien oder Verzeichnissen, einige der Beiträge enthalten weitere Anmerkungen zum Titel. Wenn der Titel in Wien vorhanden (und in der Bibliographie verzeichnet) ist, gibt es einen Link zum Eintrag in der Bibliographie und von der Bibliographie zu dem Blogartikel mit Link(s) zum Digitalisat. Die verlinkten Digitalisate finden sich in rund 130 ‘Repositories’, von ‘Riesen’ mit mehreren hundert Titeln wie gallica, HATHI Trust, Internet Archive und Google Books bis zu ganz kleinen mit einem einzigen Titel wie etwa die Bibliothèque Universitaire Moretus Plantin (Namur). Die Titel sind nicht nach Richtlinien wie RAK-WB aufgenommen – sondern so, dass sie möglichst gefunden werden können, manchmal unter dem Namen eines Bearbeiters oder des viertletzten Autors auf dem Titelblatt oder mit einem mehr oder weniger verballhornten Titel, der in der Literatur gängig erscheint. ‘Neue’ Titel kommen laufend dazu, ältere Beiträge werden ergänzt und erweitert und  (wenn nötig) korrigiert.

Ein Ausblick …

Das Projekt bietet curated content zu einem klar definierten Thema. Die Bibliotheca Sinica 2.0 sammelt mit einem klaren Fokus: Literatur über China, die zwischen 1477[7] und 1939 veröffentlicht wurde mit Links zu (ohne technische Spielereien) frei zugänglichen Digitalisaten.

千里之行,始於足下。
“Eine tausend Meilen weite Reise beginnt vor deinen Füßen.”

  1. Original: 千里之行,始於足下。 Qiān lǐ zhī xíng, shǐ yú zúxià. [Wörtlich: Eine Reise von tausend Meilen beginnt unter deinem Fuß]. Übersetzung: Laotse: Tao te king. Das Buch vom Sinn und Leben. Übersetzt und mit einem Kommentar von Richard Wilhelm. (= Diederichs Gelbe Reihe: China, 19; München: Eugen Diederichs 1988)  Kapitel 64 (S. 107).
  2. Hartmut Walravens: China illustrata. Das europäische Chinaverständnis im Spiegel des 16. bis 18. Jahrhunderts. [Ausstellung im Zeughaus der Herzog-August-Bibliothek vom 21. März - 23. August 1987] (= Ausstellungskataloge der Herzog-August-Bibliothek ; 55; Weinheim: Acta Humaniora, VCH 1987), 286-290
  3. Die Sammlung basiert auf John Lust, Western books on China published up to 1850 in the Library of the School of Oriental and African Studies, University of London : a descriptive catalogue (London: Bamboo Publishing 1987).
  4. Das Verzeichnis (pdf) sieht auch 2014 noch so aus wie damals.
  5. ‘Lücken’ gibt es vor allem bei Literatur in englischer Sprache, was allerdings aus der Geschichte der Sammlungen erklärbar ist.
  6. Die Hürde ist aber überwindbar.
  7. In diesem Jahr erschien die erste gedruckte Ausgabe des Berichts von Marco Polo – s. Bibliotheca Sinica 2.0.

Quelle: http://mindthegaps.hypotheses.org/1454

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Das virtuelle Projektbüro

von Monika E. König Projekte im virtuellen Team beackern – wo und wie? Das Virtuelle ist kein Ort, an dem man sich einfinden kann, trotzdem fühlt es sich dorten an wie in einem Projektbüro.  Für euch unternehme ich den kleinen Versuch der Beschreibung, mit welchen Mitteln man – z.B. – sein virtuelles Projektbüro erschaffen kann. 1. Kommunikation: synchron miteinander zu sprechen: Das geht zu zweit via Skype (mehrere Gesichter kosten dann), via Google Hangout mit bis zu 10 Menschen. Letzterer hat den Charme, dass […]

Quelle: http://medienbildung.hypotheses.org/4969

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Artikel auf science.orf.at: Geschichte der Personenidentifizierung

In der Wissenschaftsabteilung des ORF-Onlineangebotes ist heute ein von uns verfasster Artikel erschienen, in dem wir – in aller dem Medium geschuldeten Kürze – einige Eckpunkte unseres DOC-team-Projektes beschreiben: Geschichte der Personenidentifizierung – Vom Suchen und Finden der Menschen

Artikel auf science.orf.at

Quelle: http://www.univie.ac.at/identifizierung/php/?p=5278

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