Die Präsidentenwahl in Finnland 2018 – über die Parlamentarisierung der finnischen Demokratie

Finnland war bis zur Verfassungsreform von 2000 eindeutig eine semipräsidentielle Demokratie. Lange Zeit beeindruckte die Machtfülle finnischer Präsidenten – wie zum Beispiel unter der Präsidentschaften von Urho Kekkonen (1956–1982) oder Mauno Koivisto (1982–1994). Vor allem die Außenpolitik wurde von den finnischen Präsidenten geprägt, insbesondere das Verhältnis Finnlands zur UdSSR oder zu Russland waren Hauptaufgabenfelder.

Bei der Präsidentenwahl vom 28. Januar 2018 wurde erstmals, seit die Direktwahl des finnischen Präsidenten 1994 eingeführt wurde, ein Kandidat im ersten Wahlgang gewählt: Sauli Niinistö, der amtierende Präsident, ehemalige Parlamentspräsident und ehemalige Justiz- und Finanzminister der konservativen Sammlungspartei, erzielte gleich im ersten Wahlgang 62,7 Prozent der Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von 69,9 Prozent. Obwohl dem finnischen Präsidenten in der reformierten Verfassung durchaus noch Machtbefugnisse in der Außen- und Sicherheitspolitik zugestanden werden, zeigte der jüngste Wahlkampf, dass der finnische Präsident Sauli Niinistö in der parlamentarischen Demokratie angekommen ist.

Im Wahlkampf hat sich gezeigt, dass die insgesamt acht Kandidatinnen und Kandidaten keine strittigen Themen besetzten, zu keiner Zeit konnte von einem kontroversen oder „heißen“ Wahlkampf gesprochen werden. Die Frage einer NATO-Mitgliedschaft und insgesamt das Verhältnis Finnlands zu Russland waren zwar durchaus Themen, die in der Öffentlichkeit auch umstritten sind.

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Quelle: https://nofoblog.hypotheses.org/343

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Momentum 9 – Ein Besuch bei der nordischen Biennale

von Clara Bolin Momentum heißt die nordische Biennale, die in diesem Jahr zum 9. Mal in Moss, Norwegen, stattfindet. Der Titel der diesjährigen Ausgabe ist Alienation, fremmedgjøring (dt. Entfremdung). Sie soll den Bezug zu Elementen des Fremden, die einen jeden … Weiterlesen →

Quelle: https://norroena.hypotheses.org/1094

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mediaevum.net: Tagungsbericht “The Crisis of the 14th Century. ‘Teleconnections’ between Environmental and Societal Change?” (Rom, Februar 2016)

Über die Krise des 14. Jahrhunderts wurde bereits viel geschrieben und diskutiert.[1] Die Konferenz am Deutschen Historischen Institut (DHI) in Rom zeigte indes, dass dem Forschungsstand noch vieles hinzuzufügen ist. Statt sich wie viele vor ihnen an der Frage nach …

Quelle: http://www.einsichten-online.de/2016/07/6634/

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Wie eine Krabbe läuft

Von Clara Bolin, Max Richter, Alina Wehrmeister und Laura Zimmermann

Gestern begannen die 17. Skandinavischen Filmtage in Bonn, was die Kölner Lokalredaktion dazu veranlasste sich den Eröffnungsfilm Hur man stoppar ett bröllop anzuschauen.

„The movie is for people who like film and know at least something about love“. So führte der schwedische Regisseur Drazen Kuljanin am gestrigen Abend in seinen Film Hur man stoppar ett bröllop (How to stop a wedding) ein. Dieser wurde im Rahmen der 17. Skandinavischen Filmtage Bonn (28. April bis 5. Mai) als Eröffnungsfilm gezeigt und feierte dort seine Deutschlandpremiere.

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Quelle: http://norroena.hypotheses.org/586

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„Sehnsucht Finnland“ – vom Suchen und Finden einer Nation

von Heide Matz und Anne-Kristin Beinhauer  

Stockholm, Paris, Hamm – mit der Sonderausstellung „Sehnsucht Finnland – Skandinavische Meisterwerke um 1900“ feiert das Gustav-Lübcke-Museum in Hamm seine Wiedereröffnung. Die Ausstellung ist der finnischen Kunstszene des späten 19. Jahrhunderts gewidmet.

Der Titel ist Programm: die Sehnsucht und Suche der Finnen nach Selbstständigkeit. Finnland wurde erst im Jahre 1917, und damit vergleichsweise spät, unabhängig. Ein Volk, das sich durch die jahrhundertelange Abhängigkeit von Schweden und Russland stets als Teil von etwas, aber bislang nie als eigenständige Nation begreifen konnte, strebt nach seiner eigenen Identität. „Sehnsucht Finnland“ vereint in seiner Werkauswahl Darstellungen 30 Maler finnischer, sowie schwedischer und russischer Herkunft, und spiegelt damit das Terzett kultureller Einflüsse wider, aus dem Finnland 1917 als eigenständige Nation hervorging. Bekannte Namen wie Akseli Gallén-Kallela, Hugo Simberg, Pekka Halonen sowie Helene Schjerfbeck und Victor Westerholm führen mit ihren Werken durch die Geschichte des Landes an der Peripherie Europas und verdeutlichen das Nationalbestreben sowie die Problematik der Identitätsbildung.

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Quelle: http://norroena.hypotheses.org/433

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„Sehnsucht Finnland“ – vom Suchen und Finden einer Nation

von Heide Matz und Anne-Kristin Beinhauer  

Stockholm, Paris, Hamm – mit der Sonderausstellung „Sehnsucht Finnland – Skandinavische Meisterwerke um 1900“ feiert das Gustav-Lübcke-Museum in Hamm seine Wiedereröffnung. Die Ausstellung ist der finnischen Kunstszene des späten 19. Jahrhunderts gewidmet.

Der Titel ist Programm: die Sehnsucht und Suche der Finnen nach Selbstständigkeit. Finnland wurde erst im Jahre 1917, und damit vergleichsweise spät, unabhängig. Ein Volk, das sich durch die jahrhundertelange Abhängigkeit von Schweden und Russland stets als Teil von etwas, aber bislang nie als eigenständige Nation begreifen konnte, strebt nach seiner eigenen Identität. „Sehnsucht Finnland“ vereint in seiner Werkauswahl Darstellungen 30 Maler finnischer, sowie schwedischer und russischer Herkunft, und spiegelt damit das Terzett kultureller Einflüsse wider, aus dem Finnland 1917 als eigenständige Nation hervorging. Bekannte Namen wie Akseli Gallén-Kallela, Hugo Simberg, Pekka Halonen sowie Helene Schjerfbeck und Victor Westerholm führen mit ihren Werken durch die Geschichte des Landes an der Peripherie Europas und verdeutlichen das Nationalbestreben sowie die Problematik der Identitätsbildung.

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Quelle: http://norroena.hypotheses.org/433

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Hohe Jugendarbeitslosigkeit im Norden – Zahlen lügen nicht?

Arbeitslosigkeit ist eine der größten Herausforderungen für Gesellschaft und Politik sowie selbstverständlich für die von Arbeitslosigkeit betroffenen Frauen und Männer. Wie eine jüngste Erhebung und Analyse der OECD aber auch zeigt, sind zwei Formen der Arbeitslosigkeit von besonderer Dringlichkeit: Die Langzeitarbeitslosigkeit sowie die Jugendarbeitslosigkeit. Warum, so fragen sich viele Beobachter_innen, ist die Jugendarbeitslosigkeit in Schweden und Finnland so hoch? Warum schaffen es Wirtschaft und Politik in diesen Ländern mit ihren insgesamt guten Arbeitsmarktleistungen nicht, den Jugendlichen einen reibungsloseren Zugang zum Erwerbsleben und zur Erwerbskarriere zu ermöglichen? Warum sind gerade die Jugendlichen in den beiden Ländern die soziale Gruppe, auf deren Schultern die Kosten des spezifisch nordischen Arbeitsmarktregimes abgeladen werden?

Langzeitarbeitslosigkeit ist kein nordisches Problem. Langzeitarbeitslos sind Menschen, die länger als ein Jahr ohne Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt sind (und zwar nach den Kriterien der nationalen sowie internationalen statistischen Ämter). Wer lange vom ersten Arbeitsmarkt entkoppelt ist gerät in Gefahr, in die Armut zu rutschen und vor allem keinen Anschluss mehr an die aktive Gesellschaft zu finden. Diese Gefahr einer Spaltung der Gesellschaft ist im Norden im internationalen Vergleich sehr gering.

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Quelle: http://nofoblog.hypotheses.org/253

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Jean Sibelius wird 150 und Finnland sucht den Superstar

Ein Gastbeitrag von Tomi Mäkelä.  „Die Sieger des Sibelius-Kompositionswettbewerbs kommen aus dem Ausland“, titulierte am 26.3.2015 die führende Tageszeitung Helsingin Sanomat. Iltalehti hatte bereits am Vorabend die grammatikalisch und stilistisch plumpe Schlagzeile gedruckt: „Kaikki Sibelius-kilvan voitot ulkomaille“ – „Alle Siege des Sibelius-Wettbewerbs ins Ausland“. Etwas konkreter, ohne das heikle Wort „Ausland“, funkte die Finnische Presseagentur STT: „Die Sieger des Sibelius-Kompositionswettbewerbs aus Mexiko, S-Korea und Spanien.“ Ein weit verbreitetes Entsetzen drückt sich in diesen und anderen Berichten über das Ereignis aus. Die Lage ist in der Tat bedrohlich: kein einziger 1. Preisträger stammte aus Finnland, alle 2. und 3. Preise gingen an Künstler aus Argentinien, Zypern, Spanien, Italien, China, Südkorea und Taiwan. Jeweils zwei Preisträger waren Südkoreaner und Spanier. Auch wenn es nicht um Wintersport ging, war das eine Katastrophenmeldung. Zu diesem in Hinsicht auf die Finnland-Rezeption womöglich eine Epochengrenze markierenden Wettbewerb, der vom Eventmanagement des 150. Sibelius-Jubiläums veranstaltet wurde, gab es 639 Anmeldungen. Das ist sehr viel und zeigt, wie aufmerksam die Musiker weltweit auf Meldungen aus Finnland achten.

Jean Sibelius in seinem Haus "Ainola",Fotografie von Santeria Levas, um 1940–45 Flickr, The Finnish Museum of Photography

Jean Sibelius in seinem Haus “Ainola”, Fotografie von Santeria Levas, um 1940–45
Flickr, The Finnish Museum of Photography

Gerade dieses Jahr ist um Sibelius herum besonders viel los: Von Januar bis Dezember gibt es unter dem Label „Sibelius 150“ Ausstellungen, Kongresse, Konzerte, neue Filme, Bücher usw. Das kostet viel Geld, doch Sibelius bleibt wegen der Urheberrechte, die 50 Jahre post mortem gelten, sowohl volks- als auch privatwirtschaftlich bis 2027 ein fabelhaftes Geschäft. Zudem hilft das Budget dabei, die Beschäftigung mit dem finnischen Nationalkomponisten ein wenig zu lenken und die inhaltlichen Schwerpunkte zu beeinflussen. Natürlich hätten die Ressourcen auch anders eingesetzt werden können. Die Finnen hätten andere Künstler mit oder ohne Sibelius’ Rückendeckung markttauglich machen oder zumindest etwas Überraschendes, gerne auch Kontroverses bei ihm selbst aufdecken können. Aber die Annahme, dass er in vielen Ländern der Welt viel zu wenig gespielt wird und also besser als bisher vermarktet werden sollte, sitzt erstaunlich tief – und darf nicht in Frage gestellt werden.

Bereits anlässlich des 100. Geburtstages 1965 fand der erste internationale Sibelius-Violinwettbewerb statt. Damals wurde das Erfolgsrezept erfunden: Es ist zwar schwer nachzuweisen aber offensichtlich, dass das unter jungen Virtuosen heute äußerst populäre Violinkonzert, eine Pflichtnummer, von dem de facto gerade ihm gewidmeten Wettbewerb profitiert hat. Gleichwohl wäre der Wettbewerb ohne das anspruchsvolle Werk absurd. Mit dem 1. Preis von 25 000 € und weiteren Geldpreisen zählt der Sibelius-Violinwettbewerb, der Ende November 2015 zum elften Mal startet, zu den weltweit lukrativsten Violinisten-Castings. Für die Tonsetzer gab es übrigens jeweils 10 000 € für die 1. Preise in den Kategorien Violin-, Klavier- und Chormusik.

Im Unterschied zu anderen Musikern nehmen die Komponisten anonym am Wettbewerb teil: Sie reichen ihre Beiträge traditionell unter einem Pseudonym ein. Trotzdem ist die Bewertung problematischer als beispielsweise im Sport. Alles hängt von der Jury ab,1 zumal nur sie weiß, welche Art Kunst abgelehnt wurde und warum. Ihr subjektives Verständnis von „gut gemachten Werken“2 entscheidet über alles. Es gibt also nicht nur Punkte für die Technik. Man kann das mit Eiskunstlauf vergleichen, aber dort gibt es auch für Choreografie und Interpretation einen raffiniert ausgetüftelten Katalog von Kriterien. In der Musikwertung vermischen sich die Punktkategorien und bleiben dadurch im Detail intransparent.

Musikwettbewerbe haben aber auch Vorteile – nicht zuletzt für die Veranstalter. Eine Nation, die viele große Wettbewerbe hält, wird von den einflussreichsten Managern, Agenten, Intendanten und Produzenten nicht so leicht übersehen. „Dein Song“ von KIKA oder der Eurovision Song Contest sind unterhaltsam und das deutsche „Jugend Musiziert“ mag als Maßstabkontrolle für Privatlehrer nützlich sein, aber als Auftragsbörse für die besten Künstler der Zukunft sind Wettbewerbe, moderat formuliert, ein zweischneidiges Schwert.3 Wer neue Turniere veranstaltet, fällt in der Fachwelt auf. Das gilt sowohl für die Juroren als auch für die Institutionen, die die Wettbewerbe tragen, zumal sie die Juroren wählen und die Regeln festlegen. Inzwischen ist die Definitionsmacht, die sich im Zuge mehrerer sehr attraktiver Musiker-Ralleys in Finnland gehäuft hat, jedenfalls beachtenswert.

Mit frischen Events aufzuwarten, wenn Sinn und Relevanz der Wettbewerbe andernorts analysiert werden, ((Zu dem Thema gibt es neben Mediendebatten auch Studien, so etwa „Sight over sound in the judgment of music performance“ (2013) von Chia-Jung Tsay, siehe http://www.pnas.org/content/110/36/14580.full.pdf.)) wäre eine Studie wert. Es geht sicher nicht nur um Macht. Bevor wir die Begeisterung für Musikwettbewerbe ausgerechnet im langjährigen PISA-Wunderland als Maßnahme gegen den Untergang des nicht nur öffentlich, sondern auch zu Hause und in der Schule musizierenden West-Europas übernehmen, ((In diesem Stil spricht auch Erkki Korhonen, Vorstand des „Sibelius 150“-Teams: https://www.skr.fi/fi/itse-tehtyä-musiikkia-valmiiksi-purkitetun-sijasta.)) sollten wir fragen, ob nicht gerade Musikwettbewerbe nach und nach zur Dominanz eines Artistentypus führen, der mit einem gut funktionierenden, ökologisch komplexen und nachhaltigen Musikleben im Konflikt steht. Wettbewerbe sind zumindest ein guter Nährboden für Egoismus und Raubtiermanieren, die Kunst und Kultur mehr schaden als nutzen. Die Alternative zu Jury-geführten Wettbewerben ist übrigens weder Konkurrenzlosigkeit noch mangelndes künstlerisches Niveaubewusstsein, sondern Wettbewerb und Wertung nach reformierten Regeln. Von der ganzen PISA-Debatte (in der es ja oft um Finnland ging, nach 2012 kritisch) kann man lernen, wie reformbedürftig jede Art Leistungskontrolle ist.

In Sibelius’ Namen lädt Finnland seit 2007 auch Sänger zur Wertung ein. Es ist aber nicht gelungen, den internationalen Sibelius-Gesangswettbewerb zu etablieren.4 Ausgerechnet 2015, für die dritte Staffel, gab es so wenige akzeptable Kandidaten, dass der erste Vorrundentermin am 22. April abgesagt wurde. Der Sibelius-Dirigentenwettbewerb machte nach drei Partien (1995, 2000, 2005) unter Esa-Pekka Salonens Leitung dem Internationalen Jorma Panula Wettbewerb Platz.5 Er wird im November 2015 zum sechsten Mal stattfinden. Der Name Sibelius ist also keine Erfolgsgarantie. Oft ist es sinnvoll, auf andere „Helden“ auszuweichen – gerne auch auf großartige Pädagogen wie Panula.6

Trotzdem: Joyeux anniversaire Jean de Finlande!

Der Musikwissenschaftler Tomi Mäkelä lehrt seit 2009 an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Die Auseinandersetzung mit Jean Sibelius ist ein wichtiger Aspekt in seiner Tätigkeit, aber bei weitem nicht darauf beschränkt. So stellt die Beschäftigung Musikausbildung, musikalische Begabtenförderung und Musikbildungsgeschichte einen seiner derzeitigen Arbeitsschwerpunkte dar.

  1. Die Juroren des Kompositionswettbewerbs waren Kaija Saariaho, Magnus Lindberg, Esa-Pekka Salonen, Jukka Tiensuu sowie der Wahlberliner aus Paris, Mark André und Liza Lim aus Perth.
  2. Saariaho in Uusi Suomi: http://anjakuoppa.vapaavuoro.uusisuomi.fi/kulttuuri/190969-ensimmainen-jean-sibelius-savellyskilpailu-repesi-maailman-suurimmaksi.
  3. Bei einer anderen Gelegenheit würde ich diese Diskussion gerne Richtung Preise im Allgemeinen ausweiten, einschl. der Auszeichnungen in der Wissenschaft und Politik, bis hin zu den Nobel-Preisen.
  4. Der große internationale Gesangswettbewerb in Finnland ist nach der Sängerin, Pädagogin und Stifterin Mirjam Helin genannt; siehe http://www.mirjamhelin.fi/en/content/etusivu. Als Pendant fürs Klavier gibt es den Internationalen Maj Lind Klavierwettbewerb: http://www2.siba.fi/MajLind/fin/kilpailu.html. Besonders prominent ist der Internationale Paulo Cellowettbewerb (unter Arto Noras’ Vorsitz, genannt nach dem Stifter: http://cellocompetitionpaulo.org. Zusätzlich zu den internationalen Wettbewerben gibt es in Finnland eine Vielzahl großer nationaler Wettbewerbe.
  5. http://www.panulacompetition.com/competition – alle drei in Helsinki.
  6. Vgl. Tomi Mäkelä, Sibelius, Saariaho und andere. Neue Helden des neuen Nordens. 100 Jahre Musik und Bildung in Finnland, Hildesheim: Olms 2014 – ausführlich und analytisch auch zur regionalen Kulturpolitik seit der Unabhängigkeit Finnlands.

Quelle: http://nofoblog.hypotheses.org/184

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Webressourcen aus Nordeuropa – Fundstücke Dezember 2014/ Januar 2015

Skandinavien und die europäische Kulturerbeplattform “Europeana”

Das schwedische Zentralamt für Denkmalpflege Riksantikvarieämbetet präsentiert  mit 800.000 Digitalisaten die größte freie Sammlung auf Europeana. Der norwegische Kulturrat hat in der Rubrik “Sounds” mehr als 300 Klangbeispiele eingestellt.

Der sich seit Frühjahr 2014 in der Testphase befindliche Browser für digitalisierte historische Zeitungen (siehe folgenden Post dazu) wird ständig erweitert und hat jetzt eine vereinfachte Suchfunktion erhalten. Es sind u.a. bereits Zeitungen aus Finnland und Island recherchierbar.


Schweden

Das Projekt “Kulturerbe Norrbotten”, bestehend aus Archiven, Bibliotheken und Museen, hat diverse Medien (Dokumente, Fotos, Filme, usw.) in der Kulturarv Norrbottens Databas online gestellt.

Das schwedische Reichsarchiv hat die Volkszählungen mehrerer Gemeinden aus dem Jahr 1910 digitalisiert. Weiter ist die Digitalisierung der Kirchenbücher (församlings- och födelseböcker) für die Provinzen Uppsala och Örebro von 1925 bis 1943 abgeschlossen. Auch der sogenannte SCB-Auszug über Geburten, Taufen und Sterbefälle für das Jahr 1944 wurde online gestellt. Seit Dezember 2014 ist die Datenbank mit den Schriften und Briefen von Axel Oxenstierna wieder zugänglich.

Mit der Book History Online (BHO) stellt die schwedische Königliche Bibliothek eine buchhistorische Datenbank mit über 86 000 Verweisen auf Bücher, Artikel und Rezensionen online. Auch ein Fundus an Werbeschriften aus den Bereichen Architektur, Geschichte der Landwirtschaft und der technologischen Entwicklung aus dem 19. Jh. wurde digitalisiert.

Die kulturhistorischen Vereinigung Kulturen in Lund hat mehr 7000 Fotos der Fotografin Ida Ekelund in der Datenbank Carlotta eingestellt. Die Fotos dokumentieren die Stadtgeschichte zwischen ca. 1917 und 1926 (zur Anzeige der Bilder in das Suchfeld “KM 93676″ eingeben).


Norwegen

Das Arkivverket hat die bisher nicht publizierten Werke des norwegischen Historikers Halvard Bjørkviks “Det norske krongodset i middelalderen” und “Det norske krongodset i reformasjonshundreåret” auf seinem Arkivportal zugänglich gemacht.

Auch die digitalisierten Tagebücher von Leif Tronstad, der während des 2. Weltkriegs im Widerstand, u.a. in der Tungtvannet-Aktion, aktiv war, sind im Digitalarkivet öffentlich zugänglich. Quellenmaterial zu seiner Rolle in der Tungtvannet-Aktion findet sich in folgender Netzausstellung. Ein Album mit Fotos wurde im DigitaltMuseum eingestellt.

Ab dem 1.1.2015 ist unter bestimmten Auflagen das sogenannte Landssviksarkivet im Reichsarchiv zugänglich. Es handelt sich um eine Sammlung von Gerichtsunterlagen, die im Zusammenhang mit der polizeilichen Ermittlungen und der Strafverfolgung von Norwegern, die verdächtigt wurden, die deutsche Besatzungsmacht 1940-1945 unterstützt zu haben.

Das Reicharchiv verwahrt auch das digitalisierte Erinnerungsmaterial, das nach dem Anschlag auf Utøya am 22. 7.2011 abgelegt wurde und 20000 Dokumente sowie 5000 Gegenstände umfasst.

Mit den sogenannten Seterlistene hat das Reichsarchiv Quellen zur norwegischen Sennwirtschaft (seterbruk) und der bäuerlichen Gesellschaft zwischen 1928 und 1939 digitalisiert und veröffentlicht.

Das Stadtarchiv Oslo stellt die kommunalen Volkszählungen für 1883 und 1905 ins Netz.

Auf der Facebookseite Wilse2015 präsentieren die Nationalbibliothek sowie das DigitaltMuseum zum 150. Geburtstag des norwegischen Fotografen Anders Beer Wilse umfangreiches Quellenmaterial.

Das Bergen Byarkiv hat die Unterlagen der Hausverwaltungsgesellschaft Etat for boligforvaltning (EBF) digitalisiert. EBF verwaltet rund 5100 kommunale Wohnungen und Häuser (u.a. auch Pastorate). Das gescannte Material besteht aus Zeichnungen und anderen Unterlagen im Zusammenhang mit dem Betrieb und der Instandhaltung der Gebäude.


Dänemark

Die Staatlichen Archive haben zum Thema “1864” Unterrichtsmaterial online gestellt.

Mit den digitalisierten Adressbüchern Kraks Vejviser hat die Kopenhagener Rathausbibliothek  eine Quellensammlung zur Stadtgeschichte zwischen 1770-1969  ins Netz gestellt, in der auch viele Informationen zur Alltagsgeschichte verzeichnet sind. Ab dem Jahrgang 1878 ist eine Volltextsuche möglich.

Das Kopenhagener Stadtarchiv hat in seinem neuen Portal für Familienforscher Kildeviser die Volkszählungslisten für die Periode 1866-1923 online stellt. Dort finden sich auch ausgewählte Karten und Zeichnungen zur Geschichte Kopenhagens. Weitere 15 historische Karten hat das Archiv im Historisk Atlas veröffentlicht.

Das Reichsarchiv  hat eine Vereinbarung mit Dänemarks Marktführer im Bereich Familienforschung “My Harritage” über die Indizierung von Kirchenbüchern und Volkszählungslisten geschlossen. Die von “My Harritage” indizierten Daten sollen dem Reichsarchiv zur Verfügung gestellt werden.

Zwei Zettelkataloge sind jetzt online zugänglich: Wads Sedler aus dem Landesarchiv für Fünen enthält Angaben zu Personen, die zwischen 1430-1960 auf Fünen gelebt haben und zu denen es Archivmaterial gibt. Mortensens Sedler des Stadthistorischen Archivs in Esbjerg enthält ebenfalls Angaben zu Personen, die in verschiedenen Quellen wie Kirchenbüchern, Volkszählungen, u.a. erwähnt wurden.

Die Königliche Bibliothek hat vier Ingenieurzeitschriften aus dem Zeitraum 1892-1940 digitalisiert.


Finnland

Auf Flickr Commons haben zwei finnische Institutionen Sammlungen online gestellt: Das Finnische Rundfunkarchiv präsentiert eine Sammlung von Fotos, aber auch TV- und Radiosendungen, Musikaufnahmen und Soundeffekte.
Die Sammlung der Aalto-Universität enthält neben historischen Fotos von Aktivitäten, Personen und Räumlichkeiten, Illustrationen, architektonische und technische Zeichnungen, Kunst, Design Objekte und weiteres Material.

 

 

 

 

 

 

Quelle: http://nordichistoryblog.hypotheses.org/2770

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Webressourcen aus Nordeuropa – Fundstücke Dezember 2014/ Januar 2015

Skandinavien und die europäische Kulturerbeplattform “Europeana”

Das schwedische Zentralamt für Denkmalpflege Riksantikvarieämbetet präsentiert  mit 800.000 Digitalisaten die größte freie Sammlung auf Europeana. Der norwegische Kulturrat hat in der Rubrik “Sounds” mehr als 300 Klangbeispiele eingestellt.

Der sich seit Frühjahr 2014 in der Testphase befindliche Browser für digitalisierte historische Zeitungen (siehe folgenden Post dazu) wird ständig erweitert und hat jetzt eine vereinfachte Suchfunktion erhalten. Es sind u.a. bereits Zeitungen aus Finnland und Island recherchierbar.


Schweden

Das Projekt “Kulturerbe Norrbotten”, bestehend aus Archiven, Bibliotheken und Museen, hat diverse Medien (Dokumente, Fotos, Filme, usw.) in der Kulturarv Norrbottens Databas online gestellt.

Das schwedische Reichsarchiv hat die Volkszählungen mehrerer Gemeinden aus dem Jahr 1910 digitalisiert. Weiter ist die Digitalisierung der Kirchenbücher (församlings- och födelseböcker) für die Provinzen Uppsala och Örebro von 1925 bis 1943 abgeschlossen. Auch der sogenannte SCB-Auszug über Geburten, Taufen und Sterbefälle für das Jahr 1944 wurde online gestellt. Seit Dezember 2014 ist die Datenbank mit den Schriften und Briefen von Axel Oxenstierna wieder zugänglich.

Mit der Book History Online (BHO) stellt die schwedische Königliche Bibliothek eine buchhistorische Datenbank mit über 86 000 Verweisen auf Bücher, Artikel und Rezensionen online. Auch ein Fundus an Werbeschriften aus den Bereichen Architektur, Geschichte der Landwirtschaft und der technologischen Entwicklung aus dem 19. Jh. wurde digitalisiert.

Die kulturhistorischen Vereinigung Kulturen in Lund hat mehr 7000 Fotos der Fotografin Ida Ekelund in der Datenbank Carlotta eingestellt. Die Fotos dokumentieren die Stadtgeschichte zwischen ca. 1917 und 1926 (zur Anzeige der Bilder in das Suchfeld “KM 93676″ eingeben).


Norwegen

Das Arkivverket hat die bisher nicht publizierten Werke des norwegischen Historikers Halvard Bjørkviks “Det norske krongodset i middelalderen” und “Det norske krongodset i reformasjonshundreåret” auf seinem Arkivportal zugänglich gemacht.

Auch die digitalisierten Tagebücher von Leif Tronstad, der während des 2. Weltkriegs im Widerstand, u.a. in der Tungtvannet-Aktion, aktiv war, sind im Digitalarkivet öffentlich zugänglich. Quellenmaterial zu seiner Rolle in der Tungtvannet-Aktion findet sich in folgender Netzausstellung. Ein Album mit Fotos wurde im DigitaltMuseum eingestellt.

Ab dem 1.1.2015 ist unter bestimmten Auflagen das sogenannte Landssviksarkivet im Reichsarchiv zugänglich. Es handelt sich um eine Sammlung von Gerichtsunterlagen, die im Zusammenhang mit der polizeilichen Ermittlungen und der Strafverfolgung von Norwegern, die verdächtigt wurden, die deutsche Besatzungsmacht 1940-1945 unterstützt zu haben.

Das Reicharchiv verwahrt auch das digitalisierte Erinnerungsmaterial, das nach dem Anschlag auf Utøya am 22. 7.2011 abgelegt wurde und 20000 Dokumente sowie 5000 Gegenstände umfasst.

Mit den sogenannten Seterlistene hat das Reichsarchiv Quellen zur norwegischen Sennwirtschaft (seterbruk) und der bäuerlichen Gesellschaft zwischen 1928 und 1939 digitalisiert und veröffentlicht.

Das Stadtarchiv Oslo stellt die kommunalen Volkszählungen für 1883 und 1905 ins Netz.

Auf der Facebookseite Wilse2015 präsentieren die Nationalbibliothek sowie das DigitaltMuseum zum 150. Geburtstag des norwegischen Fotografen Anders Beer Wilse umfangreiches Quellenmaterial.

Das Bergen Byarkiv hat die Unterlagen der Hausverwaltungsgesellschaft Etat for boligforvaltning (EBF) digitalisiert. EBF verwaltet rund 5100 kommunale Wohnungen und Häuser (u.a. auch Pastorate). Das gescannte Material besteht aus Zeichnungen und anderen Unterlagen im Zusammenhang mit dem Betrieb und der Instandhaltung der Gebäude.


Dänemark

Die Staatlichen Archive haben zum Thema “1864” Unterrichtsmaterial online gestellt.

Mit den digitalisierten Adressbüchern Kraks Vejviser hat die Kopenhagener Rathausbibliothek  eine Quellensammlung zur Stadtgeschichte zwischen 1770-1969  ins Netz gestellt, in der auch viele Informationen zur Alltagsgeschichte verzeichnet sind. Ab dem Jahrgang 1878 ist eine Volltextsuche möglich.

Das Kopenhagener Stadtarchiv hat in seinem neuen Portal für Familienforscher Kildeviser die Volkszählungslisten für die Periode 1866-1923 online stellt. Dort finden sich auch ausgewählte Karten und Zeichnungen zur Geschichte Kopenhagens. Weitere 15 historische Karten hat das Archiv im Historisk Atlas veröffentlicht.

Das Reichsarchiv  hat eine Vereinbarung mit Dänemarks Marktführer im Bereich Familienforschung “My Harritage” über die Indizierung von Kirchenbüchern und Volkszählungslisten geschlossen. Die von “My Harritage” indizierten Daten sollen dem Reichsarchiv zur Verfügung gestellt werden.

Zwei Zettelkataloge sind jetzt online zugänglich: Wads Sedler aus dem Landesarchiv für Fünen enthält Angaben zu Personen, die zwischen 1430-1960 auf Fünen gelebt haben und zu denen es Archivmaterial gibt. Mortensens Sedler des Stadthistorischen Archivs in Esbjerg enthält ebenfalls Angaben zu Personen, die in verschiedenen Quellen wie Kirchenbüchern, Volkszählungen, u.a. erwähnt wurden.

Die Königliche Bibliothek hat vier Ingenieurzeitschriften aus dem Zeitraum 1892-1940 digitalisiert.


Finnland

Auf Flickr Commons haben zwei finnische Institutionen Sammlungen online gestellt: Das Finnische Rundfunkarchiv präsentiert eine Sammlung von Fotos, aber auch TV- und Radiosendungen, Musikaufnahmen und Soundeffekte.
Die Sammlung der Aalto-Universität enthält neben historischen Fotos von Aktivitäten, Personen und Räumlichkeiten, Illustrationen, architektonische und technische Zeichnungen, Kunst, Design Objekte und weiteres Material.

 

 

 

 

 

 

Quelle: http://nordichistoryblog.hypotheses.org/2770

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