Der 17. Juni 1953. Die gescheiterte Revolution.

MONTAGSRADIO, Ausgabe 09/2011. Eine Sonderausgabe zum 17. Juni 1953. Der Volksaufstand steht für die Notwendigkeit politischen Engagements und den Mut, sich für seine Überzeugungen einzusetzen. Zu Gast sind die Zeitzeugin und Aktivistin der Bildungsarbeit, Carla Ottmann, und der Zeitzeuge und Historiker, Prof. Michael Lemke. Gemeinsam blicken wir zurück auf Ursachen, Verlauf und persönliche Erinnerungen.

Keine 10 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg liegt das Wort Krieg wieder in der Luft. Entgegen der wirtschaftsfördernden Westeinbindung der Bundesrepublik wird der “planmäßige Aufbau des Sozialismus” der DDR durch enorme Aufrüstungs- und Kriegsfolgekosten belastet. Der Wiederaufbau der Wirtschaft stagniert, im Frühjahr 1952 fehlt es an Arbeitsmitteln für die Bauern und Arbeiter und an Lebensmitteln für die gesamte Bevölkerung. Dennoch erhöht die DDR-Führung die Abgaben. Nach der blutigen Niederschlagung des Aufstands durch die Sowjets ist das Versagen der DDR-Führung zwar offenkundig, die sozialistische Utopie manifestiert sich hingegen – innerhalb der Rahmenbedingungen der Diktatur.

Im MONTAGSRADIO diskutieren wir das Verhalten der SED-Führung und die Rolle der Sowjets in Gegenüberstellung zu den internationalen Reaktionen. Wir fragen danach, wie die Menschen die Zeit vor dem Aufstand erlebt haben. Welche Stimmung herrschte kurz bevor die Proteste und Demonstrationen losbrachen? Wieso wurde die DDR-Führung dennoch von dem Aufstand überrascht und wie rechtfertigte sie das militärische Eingreifen der Sowjets in den Folgemonaten?

Die Timeline für Schnellhörer gibt es unten.

3:00 Wie kam es zum 17. Juni 1953?

7:00 Wurde nur gegen die Versorgungsengpässe der damaligen Zeit demonstriert oder gab es noch andere Forderungen?

8:00 Für Kinder in der DDR bedeutete Unnormalität Normalität. Was bedeutet das?

14:30 Was bedeutete der “neue Kurs” der SED 1953?

16:30 Die Folgen der Bevölkerung nach den Aufständen am 17. Juni 1953

20:00 Wie wurde 1953 ein “Offline”-Volksaufstand organisiert?

22:30 Der 17. Juni war kein Berliner Aufstand

25:30 Warum hat die SED die Ausschreitungen nicht vorhergesehen?

29:20 Wie nah war der Krieg infolge der Volksaufstände am 17. Juni 1953?

35:30 Die Folgen für den Sozialismus

45:00 Wie viele Opfer forderte der Volksaufstand 1953?

47:30 War schon in den Fünfziger Jahren der Glaube an die sozialistische Utopie verloren? Wer hoffte noch auf das sozialistische Gesellschaftswunder?

49:00 Warum wurde an dem sozialistischen Konzept festgehalten, obwohl ein Großteil der Bevölkerung dagegen war und dies mit Protesten zeigte?

52:20 Welchen Stellenwert hat der 17. Juni 1953 heute für Deutschland?

54:00 Der Symbolcharakter des 17. Juni

56:00 Fragebogen

Quelle: http://www.montagsradio.de/2011/06/17/die-gescheiterte-revolution-der-17-juni-1953/

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Staat und Kirche. Politik und Religion

Wann dient Religion als Instrument zur Durchsetzung politisch gewollter Veränderungen? Wie hängen Religion und Politik zusammen? Und gibt es Parallelen zu politischen Ideologien? In Ausgabe 7/2011 des MONTAGSRADIO diskutieren wir die Zusammenhänge von Religion und Politik mit Historiker Henning Pietzsch.

Wo Religion und Kirche in Opposition zum Staat stehen, sucht der Staat nach Ersatzinstitutionen, um das Gemeinschaftsbedürfnis der Menschen zu befriedigen. Auch unter Androhung staatlicher Repressialien gelang es zum Beispiel den Kirchen in der DDR, zum Ort für freiheitliches und oppositionelles Denken zu werden. Nach dem Ende der DDR verloren die Kirchen auf den ersten Blick an Bedeutung. Doch trotz Humanismus und Aufklärung bestimmen auch in unserem westlich geprägten Kulturkreis die Werte und Grundsätze religiöser Glaubensgemeinschaften das Handeln des Einzelnen und staatlich organisierter Systeme. Sie geben Boden für die Sinnerklärung der eigenen Existenz.

MP3 und Timeline gibt es unten…

1:30 Umbruch im Nahen Osten und die Bedeutung der Religion

5:00 Religion als Rückzugsraum

6:30 Gab es religiösen Fundamentalismus in der DDR?

8:00 Oskar Brüsewitz

10:00 „Kirche im Sozialismus“

12:00 Kirche als „bürgerlicher Überrest“

14:00 Kirche und Opposition

17:30 kirchliche Jugendarbeit wird vom Staat als „oppositionell“ eingeordnet

20:00 Bedeutung der Künstler, Heraustreten der Opposition aus der Kirche

22:00 Rolle der Kirche nach 1989

24:00 Überleben der Jugendweihe

26:00 Religiöse Züge des Kommunismus

30:00 Religion und Ideologie: Gemeinsamkeiten und Unterschiede

37:00 Rückkehr des Religiösen in der Gesellschaft?

40:00 Religiöse Einstellung der Diskutierenden

45:00 Religion und Politik heute, Täter und Versöhnung

50:00 Nihilismus, religiöse Nischen und der homo oeconomicus

52:00 Ökonomie, Ersatzreligionen und Warenfetischismus

54:00 Fragebogen

Quelle: http://www.montagsradio.de/2011/05/16/staat-und-kirche-politik-und-religion/

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MONTAGSRADIO 2011: Das Werkstattgespräch

MONTAGSRADIO, Ausgabe 0/2011. Das Team stellt sich vor und diskutiert das neue MoRa-Konzept. Kaja Wesner, Jochen Thermann, Markus Heidmeier.

Wäre das Montagsradio eine Zahncreme, würden wir die Tuben jetzt mit Aufdrucken versehen, die “50 % mehr Inhalt” ankündigen würden. Wäre das Montagsradio ein Waschmittel, müssten wir den Verpackungen jetzt Aufkleber verpassen, die versprechen, dass es jetzt “mindestens doppelt so sauber wäscht”. Und wäre das Montagsradio ein Auto, wären wir wohl gezwungen Werbespots zu schalten, die doppelte Leistung bei weniger Verbrauch anpreisen.

Aber – Gott sei Dank – das Montagsradio ist weder Zahncreme noch Auto. Es ist ab sofort ein circa einstündiger Talk mit Gästen aus Wissenschaft, Kultur und Politik.

“Netzgespräche zur Zeitgeschichte” ist unser Claim. Diesem Motto wollen wir in vielfacher Hinsicht folgen. Mit dem Format, einer 14-täglichen Radiodiskussionsrunde mit zwei oder drei Moderatoren und einem Gast. Immer Montags, immer im Internet. Aber wir wollen dem Motto nicht nur mit dem Format folgen, die Netzgespräche sollen auch für einen Brückenschlag aus der Vergangenheit in die Gegenwart stehen. Wenn wir die Revolution von 1989 diskutieren, suchen wir den Vergleich zu Teheran, Tunis und Kairo. Wenn wir über Staatsgeheiminisse, Verrat und Dennunziation reden, müssen wir die Frage nach Wikileaks und den Folgen stellen. Wenn wir die Bedeutung des Sports in der DDR diskutieren, ist der Bezug zum Doping in der Gegenwart Thema.

Aber vor allem wird der Gast zukünftig auch als Person stärker in den Mittelpunkt rücken. Das Montagsradio wird auch zum Gesprächsportrait. Der Montagsradio-Fragebogen wird dabei als feste Größe Zugänge bieten. Unsere ersten Gäste werden in Kürze der Verleger Christoph Links und der Leiter der Gedenkstätte Berliner Mauer, Axel Klausmeier, sein. Starten aber werden wir heute mit einem Werkstattgespräch. Die Redaktion stellt sich vor und diskutiert ihr Format.

In der kommenden Woche folgt dann das Gespräch mit Christoph Links.

Und hier noch die Timeline des Gesprächs:

7:10

Diskussion zum Revolutionsbegriff: War die friedliche Revolution auch wirklich eine Revolution?

15:38

Warum wir “Montagsradio heißen”, und wer die nächsten Gäste sind

17:26

Blick nach vorne: So soll das Montagsradio aussehen

18:30

Der Montagsradio-Fragebogen: Diskussionsansatz für die Gäste

19:16

Wann die Redakteure des Montagsradios sich zum ersten Mal mit Politik beschäftigten

34:38

Welche war die erste politische Demonstration der Montagsradio-Redakteure?

38:28

Zu welcher Zeit könnten sich die Mitarbeiter des Montagsradio vorstellen zu leben und welche historischen Personen hätten sie gern kennen gelernt?

45:23

Das neue Format

72:33

Die nächste Ausgabe des Montagsradios folgt am 21. Februar 2011. Gast ist der Verleger Christoph Links.

Die Sendung als MP3-Download gibt es hier. Und hier geht’s zum Widget, für alle die den Player einbetten wollen. You are welcome!

Quelle: http://www.montagsradio.de/2011/02/14/montagsradio-2011-das-werkstattgesprach/

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Aus dem Archiv: Die erste Ausgabe des Montagsradios 2009…

“Ausblick auf 2009″ das war der Titel der ersten Ausgabe des Montagsradios. Im März 2009 starteten wir. 41 Ausgben folgten bis zum Herbst 2010. Das Montagsradio war konstituierendes Element des Onlineportals RevolutionundEinheit.de. Das Portal hatte die Aufgabe, die Diskurse und Debatten der Gedenkjahre 2009 und 2010 zu dokumentieren und einzuordnen. Der Erfolg des Montagsradios führte zur Neuauflage des Formats. Um das Archiv auch hier zugänglich zu machen, werden wir in den kommenden Tagen auch auf Montagsradio.de alle Ausgaben zur Verfügung stellen.

In der ersten Ausgabe vom 22. März 2009 sprachen wir mit dem Botschafter Polens, Marek Prawda über seine Erwartungen an das damals gerade startende Supergedenkjahr. Mit Peter Lange, langjähriger Politikjournalist und heutiger Chefredakteur von Deutschlandradio Kultur, sprachen wir in der gleichen Sendung über die Schwierigkeiten der Medien, historische Jahrestage adäquat abzubilden.


Quelle: http://www.montagsradio.de/2011/01/23/hallo-welt/

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Archiv: Die “Samtene Revolution”

Jennifer Schevardo im Gespräch über die Revolution in der CSSR vor 20 Jahren

Auf den Tag genau vor 20 Jahren forderten Václav Havel und Alexander Dubček vor den demonstrierenden Massen auf dem Wenzelsplatz den Rücktritt der Regierung. Generalsekretär Miloš Jakeš und das Politbüro gaben dem Druck nach und traten noch am gleichen Tag zurück. Wir sprachen mit Jennifer Schevardo über die Geschichte der “Samtenen Revolution” in der CSSR.

Jennifer Schevardo ist Historikerin und Mitarbeiterin der Deutschen Gesellschaft für auswärtige Politik (DGAP).
Das Gespräch führte Jochen Thermann.

Quelle: http://www.montagsradio.de/2009/11/24/montagsradio-ausgabe-nr-29-die-samtene-revolution/

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