„N. O. Body – Aus eines Mannes Mädchenjahren“ – von einer Medizinhistorikerin neu gelesen V: Diskussion – Resümee – Literatur

Diskussion Wie wird eine Besonderheit, ein Leiden von wem und wann bewertet? Und gibt es nicht zu unterschiedlichen Zeiten unterschiedliche Ausschläge hinsichtlich der diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten, des juristischen Rahmens und der Selbst- und Fremdzuschreibungen? Was…

Quelle: http://intersex.hypotheses.org/5173

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„N. O. Body – Aus eines Mannes Mädchenjahren“ – von einer Medizinhistorikerin neu gelesen IV: Jüdischer Kontext

Jüdischer Kontext – die Rolle des Mohel

Titelblatt der Ausgabe von 1907. Dies ist der zweite von vier Beiträgen von Marion Hulverscheidt zu „N.O. Body“: Teil I: Hinführung und Fragestellung Teil II: Geburt und Hebamme Teil III: Arztkontakte Teil IV: Jüdischer Kontext Teil V: Diskussion und Resümee

In seiner pseudoanymisierten Autobiographie hat Karl M. Baer seine jüdische Herkunft verschleiert. Martha Baer wurde als Kind einer jüdischen Familie geboren. Vielleicht hat der Vater von Martha Baer nicht, wie in der Autobiographie von N. O.

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Quelle: http://intersex.hypotheses.org/5012

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#linkhint Die Entwicklung des Souveränen Malteser Ritterordens von der Hospitalbruderschaft zum Völkerrechtssubjekt

http://www.univie.ac.at/rechtsgeschichte/seminararbeiten/susannefrodl.pdf Kein Orden war und ist von so langem Bestand, so großer Beständigkeit und nicht zu unterschätzender Bedeutung auf humanitärem und völkerrechtlichem Gebiet gekennzeichnet, wie der Orden vom Hl Johannes zu Jerusalem, genannt von Rhodos, genannt von Malta, besser bekannt unter der Bezeichnung Souveräner Malteser Ritterorden. Er ist der älteste noch bestehende geistliche Ritterorden der Welt. Stud.arb. jur. Wien […]

Quelle: http://www.einsichten-online.de/2017/11/7270/

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„N. O. Body – Aus eines Mannes Mädchenjahren“ – von einer Medizinhistorikerin neu gelesen III: Arztkontakte

Arztkontakte

Titelblatt der Ausgabe von 1907. Dies ist der zweite von vier Beiträgen von Marion Hulverscheidt zu „N.O. Body“: Teil I: Hinführung und Fragestellung Teil II: Geburt und Hebamme Teil III: Arztkontakte Teil IV: Jüdischer Kontext Teil V: Diskussion und Resümee

Insgesamt werden von N. O. Body nur wenige Arztkontakte geschildert: Der Hausarzt der Eltern wurde nach der Geburt gerufen und um eine Beurteilung des Kindes gebeten (Body, 1907, 21). Aufmerken lässt diese Formulierung: „Der damalige Hausarzt unserer Familie war ein ganz vorzüglicher Mensch, aber alles andere, nur kein Arzt“ (Body 1907, 21). Unklar bleibt, um wen es sich hier handelte.

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Quelle: http://intersex.hypotheses.org/5009

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„N. O. Body – Aus eines Mannes Mädchenjahren“ – von einer Medizinhistorikerin neu gelesen I: Hinführung und Fragestellung

Titelseite der Originalausgabe von 1907.

Dieser Blogpost ist der erste einer Reihe von Beiträgen von Marion Hulverscheidt.

Hinführung und Fragestellung

In der Liste der historischen Selbstzeugnisse von Intersexuellen/Hermaphroditen gibt es prominente und wenigere bekannte Schilderungen. Einschlägig bekannt ist die Lebensgeschichte von Adélaïde Herculine Barbin (dt. Foucault 1998), einem Menschen, der als Mädchen aufwächst, sich nicht zugehörig fühlt, von einem Arzt dann als Mann entdeckt wird und fortan gezwungen wird, im männlichen Geschlecht zu leben. Dies gelingt ihm nicht gut und er begeht 1868 Selbstmord, sein Tagebuch hinterlassend. Adélaïde Herculine alias Camille alias Abel bietet sich an als Identifikationsfigur und als Leit-Opfer.

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Quelle: https://intersex.hypotheses.org/4931

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Link-Hint compact [03.02.2016]: Schienensuizide in den 1980er und 1990er Jahren — wissenschaftliche Ergebnisse der persönlichen Spurensuche eines Fahrgastes

Ein jeder Selbstmord ist ein Selbstmord zu viel. Beim Schienensuizid kommt erschwerend hinzu, dass er ganz im Sinne eines erweiterten Selbstmordes auch Unbeteiligte wie insbesondere Zugführer, Rettungskräfte und Passanten nachhaltig beeinträchtigt. Auf der Suche nach den Hintergründen kommen neben journalistischen Recherchen auch wissenschaftliche Studien zutage. https://edoc.ub.uni-muenchen.de/5403/ Die Analysen der Untersuchung zeigen deutliche zeitliche Asymmetrien von […]

Quelle: http://www.einsichten-online.de/2017/02/6900/

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Begriffsdefinitionen „Intersexualität“ X: Diskussion und Conclusio

In den letzten Beiträgen wurde anhand der Analyse dreier zentraler Texte – vom Pädiater Andrea Prader (hier), dem Gynäkologen Ernst Philipp (hier) und dem Psychiater Hans Jörn Lammers (hier) – die lebendige Diskussion um die Fassbarkeit…

Quelle: http://intersex.hypotheses.org/3982

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Begriffsdefinitionen „Intersexualität“ X: Diskussion und Conclusio

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Dieser Blogpost ist der zehnte und letzte einer Reihe von Beiträgen, die auf den Vortrag von Marion Hulverscheidt auf dem Symposion „Männlich-weiblich-zwischen“ (September 2015) zurückgehen. Siehe hier für den ersten Beitrag.

In den letzten Beiträgen wurde anhand der Analyse dreier zentraler Texte – vom Pädiater Andrea Prader (hier), dem Gynäkologen Ernst Philipp (hier) und dem Psychiater Hans Jörn Lammers (hier) – die lebendige Diskussion um die Fassbarkeit und Klassifikation von Intersexualität/Hermaphroditismus Ende der 1950er Jahre im deutschsprachigen Raum detailliert dargelegt und mit weiteren Literaturstellen, beispielsweise aus dem Lehrbuch der Kinderchirurgie von Max Grob (hier), aus medizinischen Wörterbüchern und aus dem als Standardwerk angelegtem Sammelband „Intersexualität“ von Claus Overzier (siehe hier) flankiert. Die solchermaßen vorgenommene dichte Beschreibung macht eine Zeitgebundenheit der verwendeten Begriffe mehr als augenfällig.

 

 

Unterschiedliche Bestimmungen des „Kerngeschlechts“

Beispielhaft seien hier die Begriffe erwähnt, die für die Beschreibung des Kerngeschlechts verwendet werden: Prader bezeichnet als genetisches oder chromosomales Geschlecht den an Zellkernen im Blutbild, Schleimhautabstrich oder der Hautbiopsie erhobenen Befund.

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Quelle: http://intersex.hypotheses.org/3982

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Kulturwissenschaften und das digitale Spiel, ein virtuelles Kamingespräch. Inderst, Görgen und das große Warum.

Arno Görgen* im Gespräch mit Rudolf Inderst**

Das Digitale Kamingespräch. Inderst, Görgen und das große Warum.

Man stelle sich vor, zwei gutaussehende Männer, in der Blüte ihres geistigen Schaffens, je in einen purpurroten und einen königsblauen Morgenmantel gewandet, setzen sich, ein Glas 1982er Portwein in der einen, eine Seifenblasenpfeife in der anderen Hand, in große, viktorianisch anmutende Ohrensessel an einem prasselnden Kamin. Willkommen zum ersten digitalen Kamingespräch!

AG: Lieber Rudolf, nun kennen wir uns schon einige Jahre und doch habe ich Dir sicher noch nicht davon erzählt, wie ich seinerzeit zu meinem Lieblingsthema, der Erforschung biomedizinischer Narrative und Ästhetiken gefunden habe. Das war so: Ich bin ja eigentlich Kulturhistoriker und habe 2009 am Ulmer Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin (GTE) als wissenschaftlicher Mitarbeiter angefangen. Du erinnerst Dich vielleicht, 2007 war das große Jahr Bioshocks, 2008 kam Fallout 3.

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Quelle: http://spielkult.hypotheses.org/562

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Schwangere und Gebärende unter Beobachtung 1750–1830. Der ärztliche Fallbericht im Kontext der französischen Geburtshilfe 1750–1830

http://19jhdhip.hypotheses.org/2344 Lucia Aschauer (geb. 1988) studierte Politik- und Geschichtswissenschaft an der Sciences Po (Paris) und der UvA (Amsterdam). Seit 2012 arbeitet sie unter Betreuung von Rudolf Behrens (Ruhr-Universität Bochum) und Regina Schulte (Ruhr-Universität Bochum) an einer Promotionsschrift zur Rolle des Fallberichts in der Etablierung der ärztlichen Geburtshilfe in Frankreich zwischen 1750 und 1830. Seit 2015 […]

Quelle: http://www.einsichten-online.de/2015/10/6181/

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