„Das Weite suchen“ – Eine Ausstellung in bildsprachlicher Stringenz

Plakat mit Schwarzweiß-Fotografie einer jungen Frau in einem Hinterhof vor Mülltonnen und Schrift
Die von Isabel Enzenbach und Anja Tack vom Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF) konzipierte Schau ist deshalb sehenswert, weil sie das Talent der Kuratorinnen belegt, fotografische Positionen und entsprechende Werke punktgenau auszuwählen, Bilder in ihrem Wirkpotenzial zu erkennen und nicht gehirnakrobatische Verrenkungen zu vollführen, um lediglich diskurskonforme Projektionen zu illustrieren.

Quelle: https://visual-history.de/2026/02/02/tannert-das-weite-suchen/

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You Look All the Same to Me

Rechts eine junge Frau mit einem wasserstoffblonden Dutt, links ein künstlicher weißer Pudel
War Diane Arbus eine Visionärin der pluralen Gesellschaft? Oder, wie Susan Sontag meinte, eine Ideologin der Verzweiflung, die es vermochte, „jedem Sujet Angst, Schrulligkeit oder Geistesverwirrung an[zu]dichten“? Anlässlich einer Ausstellung in Berlin vergleicht der Essay aktuelle und historische Perspektiven und stellt fest, dass die visuellen Erfahrungen der Zeitgenossen der Gegenwart nicht mehr zugänglich sind.   […]

Quelle: https://visual-history.de/2025/11/18/weber-you-look-all-the-same-to-me/

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Grüße aus dem „Stammlokal der Spießbürger“

Ansichtskarte mit dem Foto einer sitzenden Gruppe mit Hund und Text
Anlass und Gegenstand dieses Aufsatzes ist eine außergewöhnliche „Sammlung in der Sammlung“. Im Jahr 2022 wurde dem FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum in Berlin ein Nachlass übergeben: das Lebenswerk des Privatsammlers Peter Plewka (1938-2022), der über 5600 historische Ansichtskarten seines Heimatbezirks Kreuzberg zusammentrug.

Quelle: https://visual-history.de/2025/09/08/koenig-schenk-gruesse-aus-dem-stammlokal-der-spiessbuerger/

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Ausstellung und Digitalprojekt: Aus der Zeit. Eine Kreuzberger Postkartensammlung, 1890-1945

Flyer mit Text und einzelnen Bildpostkarten
Im Jahr 2023 erhielt das FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum eine umfangreiche Postkartensammlung aus dem Nachlass von Peter Plewka. Diese umfasst über 5600 Postkarten, die Kreuzberg in der Zeit von ca. 1890 bis 1945 abbilden. Der Großteil der Karten zeigt Straßenzüge, Plätze, Betriebe sowie Alltagsszenen aus dem Stadtteil. Die Ausstellung gliedert sich in mehrere Bereiche. Wir widmen […]

Quelle: https://visual-history.de/2024/10/10/ausstellung-und-digitalprojekt-aus-der-zeit-eine-kreuzberger-postkartensammlung-1890-1945/

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Ausstellung: Auf beiden Seiten der Barrikade Fotografie und Kriegsberichterstattung im Warschauer Aufstand 1944

Mann mit Fotoapparat
Im Rahmen des 80. Jahrestages des Ausbruchs des Warschauer Aufstandes präsentieren die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg, die Landeszentrale für politische Bildung Berlin und das Polnische Institut Berlin eine historisch-fotografische Open Air Ausstellung auf dem Dorothea-Schlegel-Platz. Die Ausstellung erinnert an die historischen Ereignisse des nationalpolnischen Aufstandes gegen die deutschen Besatzer von 1944 und widmet sich […]

Quelle: https://visual-history.de/2024/07/19/ausstellung-auf-beiden-seiten-der-barrikade-fotografie-und-kriegsberichterstattung-im-warschauer-aufstand-1944/

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Ausstellung: Auf nach Italien! Mit Liebermann in Venedig, Florenz und Rom

Häuser vor grünem Hügel
Im Frühsommer 2024 präsentiert die Liebermann-Villa am Wannsee erstmals die bewegte Beziehung des Berliner Künstlers Max Liebermann (1847–1935) zu Italien und dessen Kulturlandschaft – ein so spannender wie wenig bekannter Werkkomplex, der in der Liebermann-Forschung bislang unbeachtet blieb. Das deutsch-italienische Ausstellungsprojekt „Max Liebermann in Italien“ ist eine Kooperation zwischen der Liebermann-Villa am Wannsee und dem […]

Quelle: https://visual-history.de/2024/07/08/ausstellung-auf-nach-italien/

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Augenlust? Niederländische Stillleben im Detail

“Augenlust?” titelt der zur gleichnamigen Ausstellung über „niederländische Stillleben im Detail“ erschienene Katalog. Üppig und rot glänzende Kirschen, saftige Pfirsiche und geöffnete Haselnüsse, die man gleichzeitig auf dem Buchcover sieht, versprechen genau dies: die Sinne ansprechende Bilder, eine lustvolle Betrachtung! Doch der dargestellte Überfluss auf niederländischen Tischen des siebzehnten Jahrhunderts verweist auch auf die dunklen Seiten und globalen Bezüge dieses inszenierten und teilweise importierten Luxus. Die Ambivalenz aus Reichtum einerseits und Ausbeutung andererseits war ein dramaturgisches Element der Ausstellung und durchzieht auch den Ausstellungskatalog wie ein roter Faden.

Die Ausstellung konnte zwischen September 2022 und Februar 2023 im LVR LandesMuseum Bonn – Rheinisches Landesmuseum für Archäologie, Kunst und Kulturgeschichte besichtig werden. Der Katalog, der zum Ausstellungsbeginn erschienen ist, hingegen bleibt und ermöglicht es interessierten Leser:innen und Betrachter:innen das Konzept der Ausstellung (genauer) kennenzulernen.

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Quelle: http://histrhen.landesgeschichte.eu/2024/02/rezension-augenlust-lehner/

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„Die jüdische Perspektive auf Restitution“

Antisemitismus begegnet uns in jüngerer Zeit, ganz besonders jedoch in diesen Tagen, zunehmend nicht nur als nationales, sondern als internationales wenn nicht gar transnationales Phänomen, das eine ungeahnte Wucht zu entfalten imstande ist. Bereits vor den terroristischen Exzessen der Hamas am 7. Oktober 2023 und den darauf folgenden Reaktionen trat hier und dort tatsächlicher oder je nach Lesart vermeintlicher Antisemitismus öffentlich in Erscheinung, sei es im Fall der „antisemitischen Schlagseite der Documenta“[1], sei es im Fall des Sängers und Pink-Floyd-Mitbegründers Roger Waters[2] oder der Rapperin Nura[3]. Seit dem 7. Oktober 2023 reicht das Phänomen von antisemitischen Auswüchsen im öffentlichen Raum in Deutschland,[4] in der Mitte der Gesellschaft – beispielsweise im Sport[5] –, Antisemitismus in den „Sozialen Medien“[6], dem Vorwurf einer tendenziösen Berichterstattung zuungunsten Israels in renommierten internationalen Medien[7], antiisraelischen „Hacktivisten“[8] bis hin zu antisemitischen Haltungen und Aktionen an Hochschulen[9]  und im Bereich der Künste[10] auf nationaler wie internationaler Ebene. Dabei zeigte sich – während der „klassische“ Antisemitismus der politischen Rechten stets auf dem „Monitor“ blieb[11] – Antisemitismus auch von Gruppen, die man bisher wenig bis gar nicht im Blick hatte oder haben wollte, wenn es sich um das Thema „Antisemitismus“ handelte: Gruppen der (radikalen) Linken, ausländische Organisationen, religiös motivierte Zusammenschlüsse, feministische Akteurinnen, antirassistische und postkoloniale Gruppierungen sowie Gruppen, die sich für Diversity einsetzen.[12]

Während die Politik ein entschiedeneres Vorgehen gegen jegliche Form des Antisemitismus einforderte,[13] kamen öffentlich wahrnehmbare Aktionen, die sich solidarisch mit den Angegriffenen zeigten, nur schleppend in Gang, blieben an Teilnehmerzahlen häufig hinter den Erwartungen und den „propalästinensischen“ Demonstrationen zurück und wurden mitunter von privater Hand organisiert.[14]

Dass eine Kritik an der aktuellen Regierung des Staates Israel bei gleichzeitiger Solidarität zum israelischen Staat und seiner Bevölkerung möglich ist, beweisen demokratisch und rechtsstaatlich gesinnte Akteure auch in diesen Tagen immer wieder aufs Neue.

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Quelle: http://histrhen.landesgeschichte.eu/2024/01/juedische-perspektive-auf-restitution/

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„Rheinlands Schicksalstage“ – Das Krisenjahr 1923

Vom 22.11.2023 bis 31.03.2024 zeigt das Universitätsmuseum eine Ausstellung über das Krisenjahr 1923. Ziel der Ausstellung ist es, zentrale Ereignisse dieses schicksalhaften Jahres für die Stadt Bonn und die umliegenden Regionen zu beleuchten. Die Ausstellung ist in Zusammenarbeit mit Studierenden der Geschichtswissenschaft im Rahmen einer Lehrveranstaltung im Sommersemester 2023 entstanden.Die Ausstellung ist in fünf Themenbereiche unterteilt: Besatzungszeit in Bonn, Universitäres Leben, Wirtschaft und Inflation, Feste feiern und Demokratie unter Druck. Jeder Ausstellungsbereich wird durch einen repräsentativen „Schicksalstag“ eingeleitet, z.B.

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Quelle: http://histrhen.landesgeschichte.eu/2023/11/rheinlands-schicksalstage-krisenjahr-1923-ausstellung/

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